Pflastern lassen oder selbst machen?

Diskutiere Pflastern lassen oder selbst machen? im Forum GaLaBau, Land und Forst im Bereich Anwendungsforen - Bei meinem Eltern im Garten fallen bald Pflasterarbeiten an. Ist eigentlich nicht viel. Von der Haustür ausgehend, ein gerader, etwa 6m langer...
green_cobalt

green_cobalt

Registriert
20.09.2017
Beiträge
108
Ort
Ruhrgebiet
Wohnort/Region
NRW
Bei meinem Eltern im Garten fallen bald Pflasterarbeiten an.

Ist eigentlich nicht viel.
Von der Haustür ausgehend, ein gerader, etwa 6m langer und 0,5m breiter Weg,
der in einer Parkbucht, von 3m x 4m mündet.
Das 30 Jahre alte Pflaster muss natürlich auch erst entfernt werden und eventuell entsorgt.

Laut Kostenvoranschlag für alles zusammen,
also vom Pflaster bis hin zum neuen Pflaster, 200€ pro m².
Das find ich schon etwas krass.
Das neue Pflaster schlägt nur mit 14€ oder 15€ zu Buche.
Und wo ich das grade tippe, fällt mir auf, dass die Schätzung von 45m² Fläche ziemlich krass daneben liegen dürfte.
Der Galabauer war allerdings zur Besichtigung vor Ort.
Aber das soll erstmal egal sein, werde ich selbst nochmal nachmessen .

Die 200€/m² find ich jedenfalls heftig und ich kenn mich in die Richtung gar nicht aus.
Ist der Preis angemessen?
Vielleicht gibts konstruktive Meinungen dazu?


Nächste Idee wäre das "selbst Verlegen".
Ist mein alter Herr aber nicht so begeistert von, er hätte es gern vernünftig.
Nun gut, der von ihm damals verlegte Weg bricht an den Seiten weg,
weil ohne Randsteine verlegt, nur bischen Beton an den Seiten drangeschmiert.
Was das angeht, bin ich doch etwas pedantischer und neige leider zum Perfektionismus.

Außerdem soll er sein Sauerverdientes besser für andere Sachen ausgeben,
vielleicht noch eine Reise mit meiner Ma unternehmen, oder so.
Klar sind beide nicht mehr die jüngsten und böse Zungen könnten behaupten,
ich will nicht, dass die mein Erbe ausgeben.
:crazy:
Erstes, wird das sowieso durch sechs geteilt.
Zweitens will ich daran noch gar nicht denken und hoffe,
dass beide noch genug Zeit haben das selber zu verprassen.
Drittens bin ich momentan arbeitslos und habe einfach die Zeit dazu.

Ich habe aber absolut keine Vorkentnisse wenn´s um´s Pflastern geht.
Was mich bisher aber noch nie von irgendetwas abgehalten hat.
Auf jeden Fall habe ich schon ein paar Randsteine gesetzt, die immernoch halten.
Bei so einem größeren Projekt, kommen aber schon zu Beginn Fragen bei mir auf.

Meine prinzipielle Vorgehensweise wäre diese.

1. altes Pflaster runter
2. alten Sand/Splitt entfernen
3. alten Schotter entfernen (?)
4. eventuell Ausschachtung anpassen
5. Randsteine setzen (?)
6. Schotterschicht einfüllen und verdichten (?)
7. Schotterschicht glätten und erneut verdichten
8. Kies auftragen und glatt ziehen
9. pflastern (?)


Zu 3. Muss man den kompletten Unterbau ersetzen oder reicht die obere Schicht?
(Vorausgesetz die Pflasterfläche bleibt gleich)
Zu 5. Das Pflaster (Betongusssteine) soll wahrscheinlich ohne Fuge verlegt werden.
Muss ich beim setzen der Randsteine eine Toleranz oder sonstiges einplanen?
Zu 6. Hab gelesen man soll "Zement einstreuen".
Was genau ist damit gemeint?
Ich würde einfach etwas Zement drunter mischen. (Verhältnis 1 zu 100)
Kann man das Verdichten auch ohne schweres Gerät erledigen?
Vielleicht mit einem Stück Abflussrohr in das Beton gegossen wurde?
Wir haben zwar ein Baustoffhändler mit Verleih um die Ecke, aber das ist ne Apotheke
Und zum Abholen fehlt mir das passende Fahrzeug.
Zu 9. Zum pflastern setzt ich die Steine möglichst formschlüssig aneinander und klopf die dann
einfach mit einem Gummihammer in Waage?
Oder sollte ich vorher noch, um sicherzugehen, seitlich dagegen klopfen?

Das sind erstmal eine Menge fragen, aber wenn man mir die beantworten kann,
sollte das schon klappen.
Hab jedenfalls keine zwei linke Hände.
:hammer:
Habe im Vorfeld auch hier rumgesucht, aber konnte mir leider nicht alle Fragen selbst beantworten.

Bin euch wie immer für konstruktives, kreatives aber auch off topic informatives dankbar.
 
powersupply

powersupply

Registriert
10.04.2005
Beiträge
17.651
Wohnort/Region
Zentrales_Baden-Württemberg
Moin

So wie Du die Fragen hier zusammenstellst sehe ich, wenn dir die Arbeit nicht zu schwer ist, keine allzugroßen Probleme auf dich zukommen welche Du nicht lösen können wirst. :top:

Ich persönlich habe, wenn ich die örtlichen Galabauer so beobachte, den Eindruck, dass die nicht am Hungertuch nagen müssen und problemlos ordentlich zulangen können... Will die jetzt aber nicht pauschal schlecht machen, aber da verdient das Handwerk noch ordentlich Kohle. Obwohl der Meisterzwang weg ist.

Ich würde:

Meine prinzipielle Vorgehensweise wäre diese.

1. altes Pflaster runter
2. alten Sand/Splitt soweit nötigentfernen
3. alten Schotter drin lassen
4. eventuell Ausschachtung anpassen
5. Randsteine setzen wo nötig
6. Schotterschicht einfüllen entfällt
7. Schotterschicht glätten und erneut verdichten wo Randsteine gesetzt wurden nötig
8. Keinen Kies sondern Splitauftragen und glatt ziehen
9. pflastern, Stein um Stein

Für die Randbereiche benötigst Du dann noch eine Steinbrechmaschine oder einen 230er Winkelschleifer mit Diamantblatt.
Zum Einklopfen reicht ein Fäustling mit Gummivorsatz und ggf ein Stück Kantholz um den einen oder anderen Stein Plan zur Fläche zu klopfen. Den Rest erledigt, wenn Du die Steine nicht zu schief gegeneinander gelegt hast die Rüttelplatte. Ein Betongefülltes Rohr herumwuchten würde ich mir nicht antun wollen. Damit es wirkt muss es schwer sein und schwer ist vieeel Arbeit. Und wie willst Du ein 30kg Ungetüm immer schön Plan aufstampfen lassen? :kp:
Die Rüttelplatte wird dann beim teuersten Vermieter noch ein Schnäppchen...

Ich hab bei mir auch alles selbst verlegt(ca 40m² + 36m²). Die Steine liegen ohne Fuge im Randbereich. Als Fugenfüller hatte ich nur Sand eingefegt.
Heute würde ich evtl über eine Wasserdurchlässige Oberfläche nachdenken, da manche Gemeinden einen Nachlass auf die Oberflächenwassergebühr geben wenn man das plausibel vorrechnen kann.
Dann muss aber der Komplette Unterbau neu und anders gemacht werden.

PS
 
E

Ein_Gast

Registriert
16.07.2017
Beiträge
2.533
Wohnort/Region
Ruhrpott
green_cobalt schrieb:
Von der Haustür ausgehend, ein gerader, etwa 6m langer und 0,5m breiter Weg,
der in einer Parkbucht, von 3m x 4m mündet.
...
Und wo ich das grade tippe, fällt mir auf, dass die Schätzung von 45m² Fläche ziemlich krass daneben liegen dürfte.
3 x 4 m = 12 m²
6 x 0,5 m = 3 m²
insgesamt also 15 m²

Zu 6.Kann man das Verdichten auch ohne schweres Gerät erledigen?
Vielleicht mit einem Stück Abflussrohr in das Beton gegossen wurde?
Würde ich nicht machen. Die besten Ergebnisse bekommst du mit etwas mögichst großflächigem. Es gibt für SDS-Max-Meißelhämmer Rüttelplatten, die aber vergleichsweise klein sind. Das ist auf jeden Fall besser als dein Rohr, aber noch lange nicht optimal. Ich würde mir da auf jeden Fall was richtiges besorgen.

Zu 9. Zum pflastern setzt ich die Steine möglichst formschlüssig aneinander und klopf die dann
einfach mit einem Gummihammer in Waage?
Die werden nicht in Waage geklopft. Wenn die lose liegen und du haust auf einer Seite drauf, geht der Stein auf der anderen Seite hoch, liegt hinterher hohl und wackelt dann. Das Wichtigste ist, den Sand darunter perfekt gerade abzuziehen. Dann wird ein Stein einfach neben den nächsten gelegt. Den Rest macht die Rüttelplatte... (Aber das schrieb powersupply ja schon).
 
green_cobalt

green_cobalt

Threadstarter
Registriert
20.09.2017
Beiträge
108
Ort
Ruhrgebiet
Wohnort/Region
NRW
Sehr nice!

Danke euch für die schnellen Antworten zu so früher oder später Stunde.
:bierchen:

Nach einer Rüttelplatte werd ich mich dann mal umschauen.
Das sollte dann aber, wenn ich meinen Alten überreden kann mir das zu überlassen,
aber locker im Budget liegen.
Das benötigte Material kostet ja nich allzuviel.


Wieviel Splitt brauch ich eigentlich für 15m²?
0,5m³ sollten ausreichen, oder?
Körnung 2-5 denke ich.



Beim Kleber für die Randsteine werd ich aber grad etwas unsicher.
Hab hier von Betonestrich gelesen und einem Verbrauch von 0,4m³ für 3-4 lfm Randsteine.
Da bräuchte ich dann ja fast 2,5m³ für alle zusammen?
:crazy:

Hatte mal eine Rechnung von 250kg kies auf ein 40kg Sack Zement,
damit schafft man dann ca. 5 Meter Randsteine.
Wieviel m³ Masse das ergibt weiss ich allerdings nich.

Kann das hinkommen, dass ich dann 1250kg kies und 200kg Zement für die Ränder benötige?



YEAH!
Hab grad einen neuen Baumaschinenverleih hier in der Gegend gefunden.
Die liefern sogar an.
Was ist besser zum Verdichten, ein Stampfer oder ne Rüttelplatte?
Gibts beides für unter 40€ pro Tag.
Steinbrecher haben die auch.

powersupply schrieb:
...oder einen 230er Winkelschleifer mit Diamantblatt.
Nene, lass ma, hab da keine guten Erfahrungen gemacht!
Hab mal versucht mit ner 180er mit Diamantblatt 3cm dicken Schamottstein zu trennen.
:flex:
In 10-15min. hab ich einen 20cm Schnitt geschafft,
dann fingen komische Funken und Klümpchen an herum zu fliegen.
:flex:
Bis mir auffiel, dass das Blatt dabei war sich zu verflüssigen.
Mein Alter stand die ganze Zeit daneben und hat zig Liter Wasser zum Kühlen draufgekippt.
Aber egal...
Ich danke dir jedenfalls für deine Hilfe.


Ein_Gast schrieb:
3 x 4 m = 12 m²
6 x 0,5 m = 3 m²
insgesamt also 15 m²

Zu dem Ergebnis komme ich auch.
Ich fahr gleich da vorbei und werde das mal nachmessen.
Heute Abend mach ich dann mal Meldung...
 
powersupply

powersupply

Registriert
10.04.2005
Beiträge
17.651
Wohnort/Region
Zentrales_Baden-Württemberg
green_cobalt schrieb:
In 10-15min. hab ich einen 20cm Schnitt geschafft,
dann fingen komische Funken und Klümpchen an herum zu fliegen.
Wenns anfängt zu funken und Klümpchen spucken hast Du zu sehr gedrückt. Dann hilft am Ehesten kurz ein Stück Sandstein schneiden.
Ich hab jedenfalls mit dem 125er Winkelschleifer und Dia-Blatt einiges Schamotte geschnitten un zurechtgeschnitten als ich unseren Grill im Freien mit neuen Platten ausgelegt habe. In Summe bestimmt 1,5m und die Scheibe hat kaum gelitten.

PS
 
Alfred

Alfred

Moderator
Registriert
13.01.2004
Beiträge
14.434
Ort
Gauting bei München
ich würde nochmal ein Angebot von einem Pflasterbetrieb o.Ä. einholen, bei Gartenbauer ist manchmal zu viel "Kunst" und "Naturstein" im Preis.
Wo willst du die Materialien lagern und wie willst du diese bewegen?
War das Angebot mit MWST?
 
E

Ein_Gast

Registriert
16.07.2017
Beiträge
2.533
Wohnort/Region
Ruhrpott
green_cobalt schrieb:
Was ist besser zum Verdichten, ein Stampfer oder ne Rüttelplatte?
Rüttelplatte. Aber achte auf die Breite - wenn dein Weg nur 50 cm breit ist, brauchst du eine, die da durch passt...

Nene, lass ma, hab da keine guten Erfahrungen gemacht!
Hab mal versucht mit ner 180er mit Diamantblatt 3cm dicken Schamottstein zu trennen.
:flex:
In 10-15min. hab ich einen 20cm Schnitt geschafft,
dann fingen komische Funken und Klümpchen an herum zu fliegen.
:flex:
Bis mir auffiel, dass das Blatt dabei war sich zu verflüssigen.
Falsches Blatt oder falsche Technik. Die meisten Steine schneidet man mit passenden Diamantscheiben wie durch Butter.
 
D_Mon

D_Mon

Registriert
19.02.2017
Beiträge
903
Wohnort/Region
Nordbayern-nördlich-von-Mittenwald
Hallo zusammen,

Alfred schrieb:
ich würde nochmal ein Angebot von einem Pflasterbetrieb o.Ä. einholen,
[...]
War das Angebot mit MWST?

Das sehe ich auch so.
Ich finde das Angebot mit dem geposteten Informationen auch schwierig zu bewerten.
Es kommt mir aber schon vergleichsweise sehr teuer vor.
Ist das ein Einzelpreisangebot mach Positionen oder einfach so übers Ganze?

Es macht z. B. einen erheblichen Unterschied, ob "nur" das vorhandene Pflaster mit Bettung ausgebaut, die Fläche nachverdichtet und dann das neue Pflaster eingebaut wird oder ob die Tragschichten mit erneuert werden und wenn ja in welcher Tiefe.

Ist das Material schon ausgewählt / bemustert?
Was für ein Pflaster ist geplant / angeboten?

Wurden die Tragschichten untersucht?
Da steckt auch noch ein Kostenrisiko drin.
Was, wenn der Auftragnehmer - nachdem er den Auftrag bekommen hat - nach dem Ausbau erklärt, dass der Oberbau ungeeignet ist, die Erneuerung nochmal extra kostet und er die Gewährleistung für die Verlegung auf dem vorhandenen Untergrund ablehnt?

Ich will den Teufel nicht an die Wand malen, aber ich habe schon zu viel erlebt, um solche Fragen zu ignorieren.

Selbermachen ist sicher möglich.
Man sollte das aber nicht unterschätzen.
Wenn es dauerhaft ordentlich aussehen soll, muss man wissen, wie es geht (oder sich im Vorfeld ausreichend informieren).

Viele Grüße
D.Mon
 
M

MSG

Moderator
Registriert
16.09.2009
Beiträge
5.654
Ort
20km rechts von Darmstadt
green_cobalt schrieb:
Wieviel Splitt brauch ich eigentlich für 15m²?
0,5m³ sollten ausreichen, oder?
Körnung 2-5 denke ich.


Beim Kleber für die Randsteine werd ich aber grad etwas unsicher.
Hab hier von Betonestrich gelesen und einem Verbrauch von 0,4m³ für 3-4 lfm Randsteine.
Da bräuchte ich dann ja fast 2,5m³ für alle zusammen?
:crazy:

Hatte mal eine Rechnung von 250kg kies auf ein 40kg Sack Zement,
damit schafft man dann ca. 5 Meter Randsteine.
Wieviel m³ Masse das ergibt weiss ich allerdings nich.

Erst mal alles ohne Gewehr... wenn ich mal irgendwo zugeschaut habe dann waren das so 6-8cm Split, aber eher Körnung 5-10. Wieviel Volumen ist kannst du ja ausrechnen.

Bei dem Betonestrich für die Randsteine würde ich nicht am Material sparen, sonst hält es doch nicht. also so ca 30x30 cm würde ich da schon drunter packen. Dann kannst du ja das Volumen ausrechnen.
Beim fertigen Betonestrich habe ich die Erfahung gemacht, dass man aus einem 40kg Sack ziemlich genau 20l raus bekommt.

Bei meiner Stützmauer hab ich den Beton auch vor Ort gemischt... 1 Schaufel Zement, 4 Schaufeln 0-8er Sand. Hätte man auch 0-16 oder so nehmen können, aber in unserer Gegend gibts viel Sand aber wenig Steinchen --> wäre teurer geworden.

Ich denke so ungefähr könnte man das grob rechnen. Vielleicht erst mal nur die Hälfte kaufen und dann schauen wie weit man damit kommt - und danach dann den Rest.

Schau mal eure Niederschlagswassersatzung an. Bei uns reicht es, wenn die Flächen ein Gefälle zum Rasen o.ä. haben. Dann entwässern sie in den Rasen / Beet / .... und nicht in die Kanalisation => kostet nix.
 
Mr.Ditschy

Mr.Ditschy

Moderator
Registriert
11.08.2015
Beiträge
6.792
Wohnort/Region
BW
Es ist wie bei allem Arbeiten, die ganze Maschinerie usw. muss eben immer anrücken und sind gleich, egal ob bei 12qm oder bsp 120qm ... dessen Kosten werden eben über die qm Verteilt.

Würde mal grob deine Stunden/Zeit für die auszuführenden Arbeiten mit angedachten ersparten Stundenlohn berechnen, dazu die ganzen Material-/Maschinenkosten usw., dann hast einen groben qm-Preis.
Wenn du dann meinst, du kannst dabei enorme Kosten sparen und hast die Fähigkeiten dazu, würde ich es erst selbst erledigen ... denn nur der qm-Preis für die Steine sagen null aus.
 
D_Mon

D_Mon

Registriert
19.02.2017
Beiträge
903
Wohnort/Region
Nordbayern-nördlich-von-Mittenwald
MSG schrieb:
...
Erst mal alles ohne Gewehr... wenn ich mal irgendwo zugeschaut habe dann waren das so 6-8cm Split, aber eher Körnung 5-10.
Üblich sind planmäßig 4 cm Bettung. Weniger als 3 und mehr als 6 würde ich an keiner Stelle machen. Wenn man irgendwo Pflastersplitt bestellt / abholt sollte man das richtige Material bekommen. Je grober das ist, um so schwieriger bekommt man das sauber abgezogen.

Beim Fugensplitt kommt es darauf an, was für Steine man hat. Manche haben seitlich Nasen für eine gleichmäßige Fugenbreite, was das Verlegen und ein gleichmäßiges Ergebnis vereinfacht. Wenn die nur 3mm haben, sollte man auch den passenden Fugensand kaufen, wenn man sich nicht unnötig plagen will.

MSG schrieb:
Bei dem Betonestrich für die Randsteine würde ich nicht am Material sparen, sonst hält es doch nicht. also so ca 30x30 cm würde ich da schon drunter packen.
Das ist eine Menge Holz ... äh, ich meinte Beton.
Beim selber Mischen würde ich lieber 0/4 Sand nehmen.
Lässt sich m. E. leichter verarbeiten.
Und dann kommt es noch drauf an, ob man einen Rand mit Tiefbord oder Rabattenstein baut oder nur die Randsteine des regulären Pflasters stabilisieren will.
Beim Tiefbord hat man üblicherweise 20 cm unter dem Stein und beidseitig eine (angeschrägte) Rückenstütze von 15 cm Breite. Bei Flächen die nicht befahren (Weg) werden, ist das aber deutlich mehr, als nötig und bei der Parkbucht für einen Kleinwagen (3*4m) sicher gut ausreichend.

Viele Grüße
D.Mon
 
Mr.Ditschy

Mr.Ditschy

Moderator
Registriert
11.08.2015
Beiträge
6.792
Wohnort/Region
BW
Ich habe auch schon mit Magerbeton gefüllt/verdichtet und damit Rabatten betoniert, würde sich hier bei der kleinen Menge ggf. auch anbieten. Dann kam ca. 3cm Split drauf und abgezogen, Steine rein und mit Sand die Fugen gefüllt ... wenn das sauber machst, musst danach auch nicht nochmals ab rütteln.
 
green_cobalt

green_cobalt

Threadstarter
Registriert
20.09.2017
Beiträge
108
Ort
Ruhrgebiet
Wohnort/Region
NRW
Wow!
Danke für die ganzen Infos.
Vielleicht kann ich gleich einen Blick auf den Kostenvoranschlag werfen,
meine Erzeuger sind über´s Wochenende weg.
Und vor allem, ganz im Ruhe ausmessen, ohne das jemand über die Schulter schaut.

Werd Heute Abend oder morgen früh weitere Infos geben können.
 
S

Senkblei

Registriert
15.06.2020
Beiträge
868
Wohnort/Region
CH-Bern
green_cobalt schrieb:
hab da keine guten Erfahrungen gemacht!
Hab mal versucht mit ner 180er mit Diamantblatt 3cm dicken Schamottstein zu trennen.
:flex:
In 10-15min. hab ich einen 20cm Schnitt geschafft,
dann fingen komische Funken und Klümpchen an herum zu fliegen.
:flex:
Bis mir auffiel, dass das Blatt dabei war sich zu verflüssigen.
Mein Alter stand die ganze Zeit daneben und hat zig Liter Wasser zum Kühlen draufgekippt.
Aber egal...
Ist Schamottstein schwieriger zu trennen als Beton? Habe noch nie Schamottstein verarbeitet.
Habe kürzlich Beton mit der 230 mm Diamanscheibe getrennt, ging wirklich problemlos, ältere robuste Bosch Blau ohne Schnikschnak. Diamanscheibe von Bosch für umgerehchnet ca. EUR 15 bis 20 inkl. 7.7 % CH MwSt. im Ausverkauf. Hätte mehere nehmen sollen.

AFAIR ist bei Plastersteinen die Vorbereitung des Untergrunds absolut massgebend, sollte IMO maschinell erfolgen.
Irgendwo im Forum wurde das Thema näher diskutiert und auch ein PDF eines Maschinenherstellers gepostet.
 
green_cobalt

green_cobalt

Threadstarter
Registriert
20.09.2017
Beiträge
108
Ort
Ruhrgebiet
Wohnort/Region
NRW
Senkblei schrieb:
green_cobalt schrieb:
hab da keine guten Erfahrungen gemacht!
Hab mal versucht mit ner 180er mit Diamantblatt 3cm dicken Schamottstein zu trennen.
:flex:
In 10-15min. hab ich einen 20cm Schnitt geschafft,
dann fingen komische Funken und Klümpchen an herum zu fliegen.
:flex:
Bis mir auffiel, dass das Blatt dabei war sich zu verflüssigen.
Mein Alter stand die ganze Zeit daneben und hat zig Liter Wasser zum Kühlen draufgekippt.
Aber egal...

Ist Schamottstein schwieriger zu trennen als Beton? Habe noch nie Schamottstein verarbeitet.
Habe kürzlich Beton mit der 230 mm Diamanscheibe getrennt, ging wirklich problemlos, ältere robuste Bosch Blau ohne Schnikschnak. Diamanscheibe von Bosch für umgerehchnet ca. EUR 15 bis 20 inkl. 7.7 % CH MwSt. im Ausverkauf. Hätte mehere nehmen sollen.

Kommt bestimmt auch auf die Betonmischung an und ob Armierung drin ist.
Prinzipiell würd ich aber sagen, Schamotte ist schwieriger zu trennen.
Maschine war eine Metabo, etwas älter, aber gut in Schuss.
Was das für ne Scheibe war, oder woher die kam, weiss ich nicht, war jedenfalls eine
segmentierte Diamantscheibe.

powersupply schrieb:
Wenns anfängt zu funken und Klümpchen spucken hast Du zu sehr gedrückt. Dann hilft am Ehesten kurz ein Stück Sandstein schneiden.
Ich hab jedenfalls mit dem 125er Winkelschleifer und Dia-Blatt einiges Schamotte geschnitten un zurechtgeschnitten als ich unseren Grill im Freien mit neuen Platten ausgelegt habe. In Summe bestimmt 1,5m und die Scheibe hat kaum gelitten.

PS

Ich glaube auch, dass ich vielleicht zu fest gedrückt habe,
obwohl ich mich normalerweise immer vom Vortrieb der Maschine führen lassen
und nur die Richtung beeinflusse.
Es war auch schwierig, das Gerät unter Kontrolle zu halten.
Könnte möglicherweise daran liegen, dass ich an dem Tage vorher 5-6 Stunden mit dem Bohrhammer Beton kleingeprügelt habe und dass nicht wirklich gewohnt bin.
:crazy: :crazy:
Hatte auch leicht Probleme eine Tür aufzuschliessen.
:shock:
Das nächste Mal, besser eine andere Reihenfolge, denk ich mir grade.

Aber Schamotte soll erstmal nicht weiter das Thema sein.
Werd später meine neuen Infos posten.
Krieg aber gleich noch Besuch, darum erst später...
 
green_cobalt

green_cobalt

Threadstarter
Registriert
20.09.2017
Beiträge
108
Ort
Ruhrgebiet
Wohnort/Region
NRW
Habe gestern mal die bestehende Fläche nachgemessen.
Lag leider etwas daneben, allerdings nicht allzu viel.
Der Weg hat eine Länge von 9,6m und eine Breite von 0,83m.
Die Parkbucht verläuft am Ende schräg zur Fahrbahn 3,5m mal 5,5m/6,5m.
Komme trotzdem nur auf 28,97m².
Vielleicht hat mein werter Herr auch noch eine Abstellfläche oder einen breiteren Weg geplant.
An die Möglichkeit hab ich selbst gar nicht gedacht, ein Kollege hat mich drauf gestossen.
Werde das morgen mal abklären.


Ich hab aber auch einen Blick auf den Kostenvoranschlag geworfen...
Würde den auch gerne hier reinstellen, aber hab meinen Alten nicht nach seinem "Ok" gefragt,
weil er das sicherlich nicht gutheissen würde.
Und ehrlich gesagt wäre mir auch nicht ganz wohl dabei, das Netz vergisst halt nichts.


Alfred schrieb:
ich würde nochmal ein Angebot von einem Pflasterbetrieb o.Ä. einholen, bei Gartenbauer ist manchmal zu viel "Kunst" und "Naturstein" im Preis.
Anfragen sind verschickt.
"Kunst" ist halt immer etwas teurer...


Alfred schrieb:
Wo willst du die Materialien lagern und wie willst du diese bewegen?
Das Material auf jeden Fall liefern lassen.
Die Lagerung ist ne gute Frage, da kommt ja schon etwas zusammen.
Hab ich nicht dran gedacht.
Danke für den Hinweis.


Alfred schrieb:
War das Angebot mit MWST?
Japp, insgesamt fast 9000€



D_Mon schrieb:
Ich finde das Angebot mit dem geposteten Informationen auch schwierig zu bewerten.
Es kommt mir aber schon vergleichsweise sehr teuer vor.
Ist das ein Einzelpreisangebot mach Positionen oder einfach so übers Ganze?

Die Positionen sind schön einzel Aufgereicht.
1. Materialbedarf
2. Maschinenkosten
3. Entsorgung
4. Materialanlieferung / Transport
5. Arbeitslohn

Und jeweils noch recht eindeutig unterteilt:
3.1 Ensorgung von Erdaushub
3.2 Transport des Containers zu und von Baustelle
3.3 Entsorgung von Baustellen abfällen
3.4 Fahrt von und zum Entsorgungshof
...
...

Also was das angeht sehr transparent.
Mir kommen nur einzelne Posten etwas teuer vor, darauf geh ich weiter unten ein.


D_Mon schrieb:
Ist das Material schon ausgewählt / bemustert?
Was für ein Pflaster ist geplant / angeboten?
Jo!
Steine sind DGL 30x20x8 cm in anthrazit.
Randsteine 100x25x6 cm gefast, ebefalls anthrazit.
19€ pro m² bzw. 5€ pro Randstein sind glaub ich preislich ok.


D_Mon schrieb:
Es macht z. B. einen erheblichen Unterschied, ob "nur" das vorhandene Pflaster mit Bettung ausgebaut, die Fläche nachverdichtet und dann das neue Pflaster eingebaut wird oder ob die Tragschichten mit erneuert werden und wenn ja in welcher Tiefe.
...
Wurden die Tragschichten untersucht?
Da steckt auch noch ein Kostenrisiko drin.
Was, wenn der Auftragnehmer - nachdem er den Auftrag bekommen hat - nach dem Ausbau erklärt, dass der Oberbau ungeeignet ist, die Erneuerung nochmal extra kostet und er die Gewährleistung für die Verlegung auf dem vorhandenen Untergrund ablehnt?
Und da fängt es schon an komisch zu werden.
Was den Untergrund betrifft, hat er sich meinem Vater gegenüber nur schwammig geäußert.
"Könnte sein, dass eine Erneuerung der Tragschicht nötig ist, geht er aber nicht von aus.
Falls doch, wäre es aber dann eventuell möglich die alte Schicht, wenn nicht zu rund geworden,
mit dem neuen Schotter zu vermischen."
Wieso nicht direkt alles erneuern?
Kann Schotter überhaupt "zu rund" werden?
Wird doch eh verdichtet...?
Zumal er 11m³ Schotter 0-45 schon auf die Rechnung gesetzt hat, für fast 600€!
Das find ich krass teuer, aber werd später noch mal alle fragwürdigen Posten auflisten.


D_Mon schrieb:
Ich will den Teufel nicht an die Wand malen, aber ich habe schon zu viel erlebt, um solche Fragen zu ignorieren.
Genau darum bitte ich aber!
Ich bin wahrlich kein Pessimist, habe aber auch schon genug erlebt, um zu wissen,
dass es immernoch Sachen gibt und geben wird, die man einfach nicht auf dem Schirm hat.


D_Mon schrieb:
Selbermachen ist sicher möglich.
Man sollte das aber nicht unterschätzen.
Wenn es dauerhaft ordentlich aussehen soll, muss man wissen, wie es geht (oder sich im Vorfeld ausreichend informieren).
Akkumulation von Information ist ein weiterer Grund, warum ich hier Romane verfasse.
:schlaubi:
Les mir auch schon alles durch, was ich zu dem Thema in die Finger bekomme.
(bei Infos aus dem Netz muss man natürlich immer auf der Hut sein)
Und nebenbei stelle ich Kontakte zu Baustoffhändlern her,
um Preise, Lieferbedingungen, Verfügbarkeit und ähnliches zu erfragen.


D_Mon schrieb:
Üblich sind planmäßig 4 cm Bettung. Weniger als 3 und mehr als 6 würde ich an keiner Stelle machen. Wenn man irgendwo Pflastersplitt bestellt / abholt sollte man das richtige Material bekommen. Je grober das ist, um so schwieriger bekommt man das sauber abgezogen.
Etwas von 4cm Bettungen hab ich auch gelesen.
Der GALAbauer nimmt 2/5 Splitt, andere schwören wohl auf Sand, weil noch feiner.
Also Sand oder Splitt?


D_Mon schrieb:
Manche haben seitlich Nasen für eine gleichmäßige Fugenbreite, was das Verlegen und ein gleichmäßiges Ergebnis vereinfacht.
Das wäre nice.
Sollte ich vielleicht drauf achten.


D_Mon schrieb:
Wenn die nur 3mm haben, sollte man auch den passenden Fugensand kaufen, wenn man sich nicht unnötig plagen will.
Eine 5mm große Kugel passt halt nicht in ein 3mm großes Loch...
:schlaubi:


D_Mon schrieb:
Das ist eine Menge Holz ... äh, ich meinte Beton.
Beim selber Mischen würde ich lieber 0/4 Sand nehmen.
Lässt sich m. E. leichter verarbeiten.
Dazu tendiere ich auch.
Der Stabilität sollte das kein Abbruch tun.


D_Mon schrieb:
Und dann kommt es noch drauf an, ob man einen Rand mit Tiefbord oder Rabattenstein baut oder nur die Randsteine des regulären Pflasters stabilisieren will.
Die Randsteine sind 25cm hoch.
Zählt das schon als tiefboard.


D_Mon schrieb:
Beim Tiefbord hat man üblicherweise 20 cm unter dem Stein und beidseitig eine (angeschrägte) Rückenstütze von 15 cm Breite.
Also eine 20cm dicke Betonschicht unter dem Stein, auf die er dann sozusagen aufgesetzt wird?
Kommt da noch irgendetwas drunter?
Hab von Frostschutzschichten aus Schotter gelesen, oder reicht der Beton dann dafür aus?
Ein_Gast schrieb:
Rüttelplatte. Aber achte auf die Breite - wenn dein Weg nur 50 cm breit ist, brauchst du eine, die da durch passt...
Das dachte ich mir dann auch irgendwann, als ich mir die Verdichter auf der Internetseite von dem Verleiher angeschaut hab.
Sollte ich trotzdem dran denken.
Oder noch besser, notieren.



MrDitschy schrieb:
Es ist wie bei allem Arbeiten, die ganze Maschinerie usw. muss eben immer anrücken und sind gleich, egal ob bei 12qm oder bsp 120qm ... dessen Kosten werden eben über die qm Verteilt.
Die Kosten sind einzel aufgelistet und eigentlich alle im normalen Bereich, würde ich sagen.


MrDitschy schrieb:
Würde mal grob deine Stunden/Zeit für die auszuführenden Arbeiten mit angedachten ersparten Stundenlohn berechnen, dazu die ganzen Material-/Maschinenkosten usw., dann hast einen groben qm-Preis.
Die Sache ist, dass mir manche Positionen schon richtig teuer vorkommen.
Habe die mal nachfolgend aufgelistet...

1.1 HKS Schotter 0/45 11m³ für fast 600€
1.2 Splitt 2/5 2,5m³ für fast 200€

3.1 Entsorgung von Erdaushub 25t für knapp 900€

5.5 Herstellung einer Pflasterfläche pro m³ 40€

Schotter und Splitt hab ich auf Anhieb schon für 25€-35€ pro m³ gefunden.
Dann die Entsorgung für Erdaushub.
Welcher Erdaushub?
Da fällt doch kaum was an und die alten Pflastersteine kann er ja nicht damit meinen.
Wenn ich das selber mache, fällt die Entsorgung eigentlich komplett weg.
Meine Eltern haben noch drei Hochbeete mit 9m² Fläche die befüllt werden müssen,
da könnte man ja alten Schotter und sonstigen Aushub drin verschwinden lassen.
Natürlich ganz unten.
Das Pflaster sauber auf Einwegpaletten gestapelt und über Kleinanzeigen verschenken.
Was wir so schon alles losgeworden sind...
:mrgreen:

Gerätekosten entsprechen den Preisen beim Verleih.
Beim Material geht bestimmt auch noch etwas, obwohl man da nicht knausern sollte.
Aber allein ohne die Lohn- und Entsorgungskosten wäre der Preis schonmal halbiert.

Klar werd ich mit, an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, länge als 3 oder 4 Tage benötigen.
Andererseits hab ich grad eh nix anderes zu tun...


Soooo...
Das ist etwas mehr geworden als gedacht.
Deshalb ein fettes :thx: an alle, die es bis hierhin geschafft haben.
 
E

e0mc2

Registriert
27.12.2009
Beiträge
495
Wohnort/Region
Südpfalz
Hallo
Hast du Schotter für 25-30 EUR je Tonne oder je m³ gefunden?
Die 11 m³ sind ca. 19t, das macht ca. 31,5 € / t. Bei uns in der Gegend ist das OK.

Splitt ist leichter als Schotter, aber auch etwas teurer. Bei uns wäre der Preis hoch, aber noch im Rahmen.

Entsorgung Erdaushub mit 35 € / t wäre in unserer Gegend auch im Rahmen. Bei uns wollen die oft noch ein Bodengutachten, ob das Material belastet ist...

Und wegen der 25 t, ja, das ist komisch...
Wenn man die 45 m² x 30 cm nimmt, kommt man auf 13,5 m³.
Der m³ wiegt ca. 1,7t, macht also ca. 22t. An den Rändern muss man etwas mehr ausheben, können vielleicht 25 t werden, wenn er den kompletten Unterbau erneuert.
Dann wirds aber mit den 11 t Schotter eng,

Die Preise sind regional sehr unterschiedlich, daher kann ich sind sagen, was in deiner Region normal ist.
Zudem hättest du bei uns noch das Problem, dass alle Galabauer mehr wie genug Arbeit haben und lieber größere Baustellen machen.
Bei so kleinen Sachen wird dann entweder direkt abgesagt, oder der Preis so gestaltet, dass sich der Kunde einen anderen sucht (oder es sich wirklich lohnt).
Ist leider aktuell so... Blöde Zeit um kleine Baustellen zu vergeben.

Klassisch ist sowas übrigens Straßenbau, bei denen Brauchst du aber erst gar nicht anfragen.
Normal macht das der GaLa-Bau. Da ist die Ausbildung stark auf solche Arbeiten ausgerichtet und es gibt Meister, die was davon verstehen.

Den klassischen Pflasterer als Ausbildungsberuf gibt es eigentlich nicht mehr.
Der hat früher Natursteinpflaster (Kopfsteinpflaster) auf Straßen und Autobahnen verlegt.
Bei uns nennen sich die "Pflasterer", die auch "Wohnungsentrümpelungen, Parkettverlegen, ..." auf dem Auto stehen haben.
Wobei das nicht schlecht sein muss.

Gärtner ist kein geschützter Beruf und es gibt keinen Meisterzwang, da kann sich jeder selbstständig machen.

Zu dem was hier an Tipps gegeben wurde sag ich nix, noch mehr Meinungen verwirren nur.

Gruß, e0mc2
 
D_Mon

D_Mon

Registriert
19.02.2017
Beiträge
903
Wohnort/Region
Nordbayern-nördlich-von-Mittenwald
Hallo zusammen,

e0mc2 schrieb:
...
Bei uns wollen die oft noch ein Bodengutachten, ob das Material belastet ist...

Das ist gesetzlich vorgeschrieben, wobei das genau genommen nicht Bodengutachten heißt sondern abfallrechtlicher Nachweis. Das ist ein äußerst komplexes Thema, das noch dazu auf Landesebene und sogar auf Landkreis- und auf kommunaler Ebene unterschiedlich geregelt sein kann. Es betrifft neben dem Abfallrecht regelmäßig auch noch das Bergbaurecht und unsere gewählten Vertreter bekommen es seit viele Jahren nicht hin, das zu harmonisieren. Im Übrigen betrifft das nicht nur den Aushub, sondern auch das abgebrochen Pflaster.

Wichtig zu wissen:
- Verantwortlich ist der Abvallverursacher, das heißt in der Regel der Grundstückseigentümer und/oder der Bauherr.
- Gemäß gesetzlicher Vorschrift muss das Material verwertet werden, was auch wesentlich billiger ist. Die Entsorgung (=Deponie) ist nur zulässig, wenn die Entsorgung wegen Scahdstoffbelastung unzulässig ist.
- Da man u.U. auch längere Zeit nach der Fertigstellung (und Bezahlung) der Arbeiten aufgefordert werden kann, Verbleibnachweise vorzulegen, empfehle ich eine entsprechende vertragliche Vereinbarung, dass der AN zur Abrechnung die erforderlichen Nachweise (mindestens den Verbleibnachweis) vorlegen muss.
Solange das nicht vorliegt => kein Anspruch auf Vergütung.
- Es gibt sogenannte Kleinmengenregelungen, die aber lokal unterschiedlich sein können. Hier könnte es schon eng werden - je nachdem wie viel anfällt.
- Für eine Baumaßnahme der geplanten Größe würde ich empfehlen, die lokalen Vorschriften beim Bauamt oder dem Amt, das für die Wertstoffhöfe zuständig ist zu erfragen (möglichst schriftlich). Unabhängig davon, würde ich auch beim Umweltamt anfragen, welche Nachweise man als privater Bauherr für so eine Maßnahme braucht.

Gruß
D.Mon
 
T

Tiberius

Registriert
12.07.2005
Beiträge
134
Wohnort/Region
Karlsruhe
Hallo,

zum Thema selbst kann ich nicht wirklich was beitragen aber ich hätte etwas Lesestoff zu empfehlen: Vor einigen Jahren hat der User "moto4631" hier aus dem Forum seine Einfahrt und einen Stellplatz gepflastert und das Projekt sehr detailliert und mit Bilder hier beschrieben. Was die Größe angeht, war das Projekt deutlich größer als das, um das es hier geht und vielleicht kann man sich hier ein paar Anregungen von jemandem holen, der in einer ähnlichen Situation war. Den Thread gibt es hier:

https://www.werkzeug-news.de/forum/viewtopic.php?f=46&t=27098

Ich war damals schon sehr beeindruckt über den Umfang des Projekts und die, soweit ich das beurteilen kann, astreine Durchführung. :respekt:
Viele Grüße

Tiberius
 
Mr.Ditschy

Mr.Ditschy

Moderator
Registriert
11.08.2015
Beiträge
6.792
Wohnort/Region
BW
Danke, doch das mindert die Erfahrungen der anderen User ja nicht ....


green_cobalt schrieb:
Gerätekosten entsprechen den Preisen beim Verleih.
Beim Material geht bestimmt auch noch etwas, obwohl man da nicht knausern sollte.
Aber allein ohne die Lohn- und Entsorgungskosten wäre der Preis schonmal halbiert.

Klar werd ich mit, an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, länge als 3 oder 4 Tage benötigen.
Andererseits hab ich grad eh nix anderes zu tun...
Der Galabauer macht dir das Angebot das du mit ihm vereinbarst. Sprich wenn du ihm nicht sagst, dass die Erde usw. hier bleiben kann oder du auch selbst erledigst, stellt er dir das eben alles in Rechnung - ist doch ganz normal!
Und da wo der Schotter rein soll, muss eben die Erde auch zuvor raus, geht nicht anders ... und glaube nicht, dass die dann mit Spaten, Schaufel und Schubkarren anrücken (also drum rum kann es dann schon etwas ausschauen). :wink:

Doch sei froh, dass du ein detailliertes Angebot hast, so kannst du nun überlegen welche Positionen du raus nehmen möchtest und erläuterst das deinem Galabauer - oder kümmerst dich eben um alles selbst. Beachte dann aber auch noch die Transportkosten, die sind nicht ohne ... sofern du keinen eigenen Hänger hast und damit zig mal fahren möchtest (meiner packt glaube gerade mal 0,5t :!: ).
 
Thema: Pflastern lassen oder selbst machen?
Oben