Neue Tischkreissägen-Diskussion

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Mosterich

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Hallo zusammen

Es geht mal wieder um Tischkreissägen, dabei möchte ich die Diskussion mal etwas anders führen. Bis jetzt war es immer so, dass jemand seine Anwendungen dargelegt hat und eine Kaufempfehlung erbeten hat oder Erfahrungsberichte zu einer bestimten Maschine erfragte. Ich würde die Sache nun gerne umkehren und frage deshalb nach Euren Erfahrungen mit Tischkreissägen. Dabei interessiern mich besonders die Dinge, die man niemals aus Katalogen erfahren kann: Wie präzise ist die Maschine? Wie gut lässt sie sich justieren? Seid Ihr zufrieden? Würdet Ihr die Maschine wieder kaufen?

Da die Frage zwangsläufig kommen wird, will ich gleich hier darauf eingehen. Ich arbeite gerne und oft mit Holz und bin inzwischen so weit, dass ich mir fast alle Möbel selber baue/bauen will. Dabei sind meine Ansprüche auf die Perfektion meiner Werkstücke und auf die Qualität der Werkzeuge (Ich bevorzuge Elektrowerkzeuge) nicht so hoch wie zum Beispiel bei Dietrich. Natürlich möchte ich mich langsam seinem Niveau annähern, sowohl was die Werkstatt, als auch die Werkstücke anbelangt. Im Moment verarbeite ich Plattenmaterial, je nach Möbestück Leimholz, Multiplex, Sperrholz. Meistens Buche, Fichte, Erle, Kiefer. In naher Zukunft möchte ich Leimholz selbst herstellen. Ich habe zwei gute Tauchsägen (HolzHer) mit Führungsschiene, eine kleine Abricht- und Dickenhobelmaschine (Scheppach), Oberfräse, Schleifgeräte usw. Das was mir wirklich fehlt und was ich unheimlich vermisse ist eine ordentliche Tischkreissäge. Dabei stehe ich vor einer wirklich schwierigen Entscheidung, da ich durch die Größe meiner Werkstatt und durch einen nicht vorhandenen 400 Volt-Anschluss stark limitiert bin. Meine Werkstatt ist ca. 20 qm groß, wobei durch Regale und Werkbank noch ungefaähr 4 mal 2,5 m frei bleiben. Da sollte dann die TKS stehen, die ich nach getaner Arbeit unter einen Tisch stellen muss, genau so wie die Hobelmaschine. Die TKS muss also in gewissem Maß mobil sein.

Ich habe schon so ziemlich mit allem geliebäugelt, was der Markt so hergibt. Angefangen mit den sehr mobilen Sägen, wie Festool Basis 1A, Precisio, Elektra Beckum, Mafell Erika; dann die kleinen Tischkreissägen von Scheppach und Metabo. Aber Halt! Wenn man die mit Schiebeschlitten ausrüstet, bekommt man schon fast eine Formatkreissäge von Elektra Beckum. Die Formatkreissägen sagen mir vom Anwendungsspektrum am Meisten zu. Die Spitze meiner Wunschliste ist eine Hammer K3, die sowohl preislich als auch von der Größe das Ende der Fahnenstange ist, allerdings gibt es die nicht als 230 V-Version.

Tja, da bin ich dann wieder genauso schlau wie vorher, mein Favorit wechselt täglich. Das hört sich jetzt vielleicht doof an, aber der Preis ist in einem gewissen Rahmen fast unerheblich (bis ca. 2500 Euro), da ich sowieso auf die Maschine sparen muss und es nicht eilig habe. Man kann durch das Durchstöbern von Katalogen und dem Internet eine Menge herausfinden. Die Daten sind ein alter Hut. Durch Foren habe ich auch schon eine Menge Erfahrungsberichte gelesen, aber so richtig gefallen ist der Groschen (10 Cent :) ) noch nicht.

Daher meine Bitte von mir an Euch: Mit welchen TKS habt Ihr jemals gearbeitet, und wie sind sie den Anforderungen an den Möbelbau gewachsen?

Im Moment geht der Trend fast schon wieder in Richtung Montagesäge, da ich eventuell in ein paar Jahren umziehe und nicht weiss, wie gross meine Werkstatt dann sein wird.

Für Erfahrungsberichte und Meinungen bin ich sehr dankbar.

Viele Grüße, Mosterich
 
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Mosterich

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Ich habe schon wieder die Hälfte vergessen:

1. Mir geht es bei der TKS um schnell einzustellende, exakte und gerade Schnitte, die wiederholbar sind. Sonderzubehör wie Verstellnuter oder Fingerzinkeneinrichtung sind toll, aber nicht entscheidend.

2. Ich habe eine persönliche Abneigung gegen gebrauchte Werkzeuge, deswegen fallen leider die meisten Metabo-Modelle aus. Im Netz habe ich noch ein paar neue Modelle gesehen, die sind natürlich auch interessant. Ob es die noch gibt wenn ich das Geld zusammen habe, bleibt abzuwarten.

3. Ich bin nach allen Seiten offen, also auch für vermeintlich günstige Angebote wie Bernardo oder Holzmann. Ich weiss, dass diese Maschinen sehr kontrovers diskutiert werden und viele diese Hersteller grundsätzlich ablehnen, gerade deswegen frage ich ja auch nach Erfahrungsberichten und nicht nach Meinungen.

Gruß, Mosterich
 
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markus

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hi,
ich hab die basis 1a mit 55er hks, nehm die aber kaum noch, weil mir das ein-/ausbauen der hks auf den zeiger geht.
wenn man die hks eingebaut lässt, ist das e. gute, mobile und (m.m.) ziemlich genaue lösung.
mit tischverlängerungen/verbreiterungen, schiebevorrichtung usw. lässt sich sicher auch grösseres sägen - aber subjektiv empfinde ich das als overkill.

mit der erika und einer etwa gleichgrossen tks/unterflurzugsäge von elu hab ich ein paar tage gesägt, zur erika kann ich nicht viel sagen, die hatte eine rauhe zeit hinter sich, lief gut, aber das gehäuse .. oh je 8)
die elu hatte ebenfalls 80 oder 85mm schnitttiefe, ausreichend hohes gewicht, machte einen sehr robusten eindruck und div. anbauteile gibt´s auch. wenn die ins dewaltprogramm übernommen wurde, würde ich´s mir angucken.
einziger nachteil: die maschine tragend zu transportieren, macht auch zu zweit keinen spass.
an der precisio von festo hab ich noch nicht gearbeitet, aber getragen hab ich die allein: die offene bauform schnallt man sich locker vor die brust und es gibt keine scharfen, handfeindlichen kanten, sondern wohlgerundete griffleisten.

ach ja: zur genauigkeit kann ich nix sagen, ich bin grobmotoriker - aber die elu gehörte einem mikrometerschreiner :wink:

grüsse, markus
 
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Hugin

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Ich habe mich für meine Hobbytischlerei für eine Festo CS 70 EB entschieden.

Sie kostet, zumal ich mir einen Schiebeschlitten und eine Anschlagverlängerung dazu gegönnt habe, etwas mehr aber das Geld ist sehr gut angelegt.

Mit jedem mal entdeckt man, daß sich die Entwickler von Festo viel haben einfallen lassen, um einem das Arbeiten zu erleichtern.

Sie hat eine erstklassige Präzision und ist auch für normalkräftige Personen gut zu tragen.

Sehr gut ist auch der Schiebeschlitten, der wenn einmal vernünftigt ausgerichtet, wiederholgenau angebaut werden kann.


Mit freundlichen Grüßen

Hugin
 
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Dietrich

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Hallo Mosterich,

vielleicht kann diese allgemein gültige Zusammenstellung bei der Sondierung helfen:
http://www.woodworking.de/cgi-bin/wiki/wiki.pl?FAQ_Kreissaegen

Ergänzend hierzu:

Montagesägen sind teilweise durchaus geeignet um Möbelbauprojekte zu verwirklichen, Ausgangsmaterial sollte hierbei Plattenmaterial sein.
Zum Möbelbau aus Blockware sind erst Maschinen der Kategorie 3 geeignet, natürlich auch der K. 2 und 1:)

Leider kann ich keine der aktuell angebotenen TKS-Maschinen der K. 3 mit gutem Gewissen empfehlen, weil 1. die Maschine die ich jederzeit weiterempfehlen kann, nicht mehr gebaut wird, und 2. ich mit anderen Maschinen keine echten Praxiserfahrungen habe.
Müsste ich derzeit eine TKS für den Eigenbedarf kaufen, käme die Kräku TK 2011 mit 2,2 KW Drehstrommotor in die engere Wahl. Aber billig ist die nicht:(

Eine Scheppach würde ich nicht nehmen, da man bei Scheppach begonnen hat Importmaschinen z.T. billiger Bauart mit eigenem Logo zu versehen. Ob dies auch schon bei TKS-Maschinen so ist, entzieht sich meiner Kenntnis.

Die E-B PKU 250, ist der baugleiche Nachfolger der TKU 1693 aus dem Hause Metabo, aber der Schiebetisch lässt sich offensichtlich nur mit großem Zeitaufwand präzise einstellen.
Ist der eingestellt, verspricht die Maschine dank Linearführung genaue Ergebnisse. Wobei die Schiebetischprobleme bei der E-B Maschine durch das nicht vorhandene Fachpersonal bei E-B (Stand Sommer 2004) noch einmal verstärkt wurde.

Einige Nutzer, darunter auch ein gelernter Schreiner, sind mit dem Modell 1693 zufrieden, so konnte man in anderen Foren vernehmen. Allerdings gab es einen ausländischen Teilnehmer, der wegen massiver Einstellprobleme die maschine entnervt zurück gab.

Von den anderen E-B TKS-Maschinen käme für mich überhaupt keine in Frage.

Immer wieder schwärmt die Gusseisen-Fraktion von älteren Kategorie 2 Maschinen, die durchaus 20 Jahre alt sein können, mit deren Ergebnisse sie sehr zufrieden sind, die Maschinen sind extrem belastbar, dort findet man Führungen aus Vollstahlprofilen, z.T. Oberflächengehärtet, auch Schiebetische sind aus Grauguss oder bei den Formatsägen aus dickwandigen Strangpressprofilen.
Der Einstieg in diese besondere Gebrauchtklasse beginnt bei 1500€, so versichern die Fans.

Einige Personen aus meinem Bekanntenkreis, haben sich, auch aufgrund meiner guten Erfahrungen mit einem bestimmten TKS-Modell der Kategorie 3, eine solche Maschine gebraucht zugelegt. Hier findet man zufriedene aber auch begeisterte Nutzer.

Die scheinbar riesige Auswahl schrumpft schnell zusammen, wenn man seine Bedürfnisse abklopft.
 
J

JWeizenecker

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Hallo zusammen,

ich würde gerne eure Erfahrungen in puncto Tischkreissägen in Anspruch nehmen. Wie viele hier bin ich auf der Suche nach einer "vernuenftigen" Säge. Dabei bin ich auf die secanta der Firma Elektra Beckum gestossen. Hat jemand von euch Erfahrungen mit dieser Säge gesammelt. Was ist insgesamt von der Firma zu halten. Ich habe gesehen, dass es auch eine neue, die UK 333 gibt. Ansonsten habe ich mir all die ueblichen anderen Verdaechtigen angesehen (Festool, Dewalt,..). Meine bevorzugte Schnitttiefe bei 90Grad im Tischkreissägenbetrieb sollte bei >=70mm liegen. Zudem moechte ich sie auch als Kappsäge nutzen koennen. Für Kommentare wäre ich dankbar.
Gruss
Jürgen
 
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Mosterich

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Vielen Dank für Eure Erfahrungsberichte!

Ich habe mir gestern noch mal die Festool-Sägen angesehen, die lassen sich mit dem Zubehör ja ziemlich gut aufrüsten, so dass die Schnitkapazitäten durchaus annehmbar sind.

@markus: Wie aufwendig ist das Einbaue der Handkreissäge und muss die Säge dann jedesmal neu justiert werden?

@Dietrich: Die Einteilung der Kreissägen ist mir bekannt. Ich denke, dass die von Dir favorisierten Modelle mein Platzangebot sprengen würden. Was meinst Du denn, wie groß die Säge überhaupt sein darf, damit ich mit ihr noch anständig arbeiten kann? Ausserdem brauche ich leider ein 230 V Modell. Das Scheppach teilweise labelt und die Elektra Beckum Sägen nicht an die Metabo Modelle heranreichen, habe ich auch schon mit Bedauern erfahren.
Du meintest, dass man Blockmaterial mit einer Montagesäge nicht verarbeiten kann, ist die Blockware einfach zu schwer, oder geht es um die Schnittkapazität? Besäumen könnte ich auch mit der HKS.

Nutzt jemand die Basis von Festool auch als stationäre Fräse? Eine Tischfräse steht mindestens seit Dietrichs Stehpult sehr weit oben auf der Wunschliste, leider habe ich kaum noch Platz.

Gruß, Mosterich
 
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Hugin

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Moin!

Elektra Beckum Secanta

Die Elektra Beckum Secanta ist vorzüglich geeignet um auf engsten Raum zu arbeiten.

Nur, das mag ein Montagsgerät gewesen, war das gute Stück mehr in der Reparatur, als in meiner Werktstatt zum arbeiten.

Etwas nachteilig ist die Schnittlänge von 280 mm, selbst die gängigen Regalböden von 300 mm Breite lassen sich nicht in einem Zug kappen.

Etwas abenteuerlich war auch der Sägeblattwechsel. Man braucht drei verschiedene Maulschlüssel. Einen 10´er um die untere Schutzhaube zu öffnen, einen 22´er um das Sägeblatt anzuhalten (vielleicht hat E-B ja mittlerweile einen Spindelstopp eingebaut) und zu guterletzt einen 19´er um die Mutter zu lösen.

Der Schiebeschlitten ist gut, aber wenn man so wie ich, die gesamte Apparatur nach getaner Arbeit aus Platzgründen abbauen muß, ist es notwendig alles nochmal beim nächsten Einsatz aufbauen einjustieren und das dauert.

Nach dem ich am Austauschgerät wieder einen Defekt hatte bin ich auf eine Festo CS 70 EB umgesattelt und habe es bis heute nicht bereut.

mfg

Hugin
 
D

Dietrich

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Hallo Mosterich,

wenn das mit den 220 Volt nicht "änderbar" ist, bleibt Dir eigentlich nur eine Montagesäge, oder eine kleinere TKS, vom Schlage TS 2000/2010 oder TK 1256. Soweit ich mich erinnere hast Du schon eine lineargeführte Kappsäge mit 300mm Schnittbreite, jetzt noch eine Montagesäge, wieder mit Auszug, was ja auch Geld kostet, wäre in meinen Augen doppelt gemoppelt.
Die kleinen TKS Modelle, haben aber nur Schnittiefen bis 56 oder 60 mm, sicher, sie haben T-Nuten in der Maschinentischplatte, also kann man sich ein Besäumbrett bauen, aber dann kann man wohl kaum mehr 50mm Bohlen besäumen und auftrennen:(

Dagegen lässt sich mit, ja ich nenne sie jetzt, der 1688 D auch noch 65mm Blockware besäumen, auftrennen bis 80mm härteste Robinie möglich:)
Hierzu ist der Drehstrommotor mit 2,8 KW Aufnahme und 2,2 Abgabe unabdingbar, er sorgt für guten Arbeitsfortschritt und ist kaum in die Knie zu bringen!
Übrigens, liegt in jedem Haus Drehstrom, problem besteht darin den Saft auch in die Werkstatt zu bekommen.
Die 1688 als Grundmaschine bedeckt eine Fläche von 55x60cm, Tischverbreiterung ist mit 2 Flügelschrauben abnehmbar, Schiebetisch ebenfalles, samt Führung, einzig die Tischverlängerung, die aber nicht so sehr stört erfordert eine etwas intensivere Demontage.
Die Maschine kann mit Rollen ausgerüstet werden, durch leichtes Kippen kann sie wie ein Sackkarren gefahren werden, ohne Anbauteile ist die Maschine auch recht unempfindlich gegen Stöße, aber das muß ja nicht sein.

Zur Secanta, man nehme die Hand, lege sie auf die Ecke einer Secanta, und wackle daran, vorsicht sie schaukelt lange, das ist keine Maschine sondern ein Eiertanz!!!

Zu den E-B Maschinen: nachdem ich mir schon mehrfach die neue UK 333 angesehen habe, allerdings immer nur in Grundausstattung, muß ich sagen, der Secanta ist die Maschine meilenweit überlegen, auch die Zugvorrichtung ist leicht und spielfrei zu betätigen. Der Schiebetisch den E-B zu der 333er anbietet stammt von der Metabo TK 1256, auch die Führungen hierzu sehen so aus. Dieser Schiebetisch ist aus einem Stück Aluminium gegossen, Größe und Stabilität scheinen den, der Montagesägen der Konkurenz überlegen, deren Schiebetische aus Strangpressprofil gefertigt sind, und immer etwas klein und spielerisch ausehen.

Eine PKU 250 ist eine sehr große Maschine die einen Platzbedarf von 3x7m hat, die Version mit langem Formattisch ist angesprochen. Zudem hat man immer noch nichts von E-B vernehmen können, die die Beseitigung des Problems der Einstellung des Formattisches angekündigt hätten, hier besteht dringender Nachholbedarf für Elektra-Beckum!!!
Denn von Bauart und Verwendbarkeit ist die Maschine alles andere als schlecht, mehr noch sie ermöglicht, perfekte Einstellung vorausgesetzt, professionelles Arbeiten.

Die anderen E-B TKS-Modelle kenne ich nur aus Katalogen und Internetberichten, eine Empfehlung kann hier nicht folgen. Zumal man schon von diversen Problemen mit der Genauigkeit gehört hat.

Weitere E-B Maschinen zur Holzbearbeitung.
Die Hobelmaschine HC 333, baugleich mit der Metabo ADH 310, verfügt über 3 Graugusstische, ist mit 140kg schon recht schwer, ich konnte an der Maschine schon einmal probehobeln, für den Preis, sehr empfehlenswert!

Mit der E-B Tischfräse TF 904 arbeite ich selbst, seit 4 Jahren und bin bis auf Kleingkeiten die ausschließlich das Zubehör betreffen sehr zufrieden. Besonderheit, 4 versch. Drehzahlen können gewählt werden, deshalb auch zum professionellen Profilschliff geeignet, -10 bis plus 30° neigbare Spindel, sind in der Klasse nicht selbstverständlich, auch ist die Maschine zum Einsatz eines Vorschubes eingerichtet. Der Orginal Zapftisch/Schiebetisch ist meiner Ansicht nach zu groß, deshalb habe ich zusätzlich einen kleineren Schiebetisch nachgerüstet, der für den Möbelbau völlig ausreichend groß ist.
 
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Mosterich

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Vielen Dank für Deine Ausführungen, Dietrich.

Drehstrom in meine Werkstatt zu legen ist ein ziemlich schwieriges Unterfangen, das sowohl finanziellen, organisatorischen, als auch bürokratischen Aufwand erfordert. Angesichts der Tatsache, dass es eine Mietwohnung (mit Keller) ist und ich in absehbarer Zeit dort ausziehen werde (ich schätze mal zwei bis drei Jahre), würde ich mir diesen Aufwand gerne ersparen. Ausserdem kann ich natürlich nicht sagen, wieviel Platz ich dann nach meinem Umzug zur Verfgung haben werde. Ich hoffe natürlich, irgendwann ein Haus mit einer ausreichend großen Werkstatt mein Eigen nennen zu können, aber das liegt noch in weiter Ferne.

Eine weitere Schwierigkeit ist die Tatsache, dass ich mit meinem Hobby in meinem Freundeskreis allein auf weiter Flur stehe. Da ich auch beruflich mit Handwerken wenig am Hut habe, habe ich dementsprechend wenig Erfahrung und noch weniger Möglichkeiten, mal ordentliche Maschinen in Aktion bewundern zu dürfen oder gar zu testen. Bei den Händlern in meiner Nähe stehen auch nur einige wenige Geräte herum, die ich aber nicht testen kann. Ich habe noch nie mit einer guten TKS gearbeitet! :((

Vielleicht mache ich mir deshalb auch falsche Vorstellungen. Im Übrigen hast Du vollkommen Recht: Der Linearauszug ist für mich vollkommen unwichtig. Was ich mir von einer Tischkreissäge verspreche, sind abgesehen von präzisen Längs und Querschnitten eine schnelle präzise Einstellungmöglichkeit der Anschläge. Gerade Schnitte bekomme ich auch mit der Kappsäge und der Handkreissäge hin, aber ich muss immer erst die Schnittkante auf dem Holz anreißen, das ist immer mehr fehlerbehaftet als einen Anschlag oder Reiter auf einer Skala zu arretieren, abgesehn davon ist letzteres schneller. Um das auf einer Kreissäge genau hinzukriegen, braucht man einen stabilen Längsanschlag mit einer Skala (die justierbar sein muss), einen exakt parallel zum Sägeblatt laufenden Schlitten (natürlich auch justierbar), sowie eine Messskala (justierbar) mit Anschlagreiter am Winkelanschlag. Sehe ich das richtig? Durch Kataloge findet man nur selten raus, ob alle diese Bedingungen erfüllt sind.

Nochmal zu Montagesägen und den kleinen Kreissägen. Ich habe mir gestern nochmal die Festool- und Scheppach-Kataloge vorgeknöpft und die Daten und Preise verglichen. Leider konnte ich für die TS 2000 nicht herausfinden, wie lang und breit die Schnitte sein können. Es sind immer nur die Gesamtmasse von Schiebetisch und Tisch/Tischverbreiterung aufgeführt. Das hilft mir kaum weiter. Die Daten scheinen mir aber gar nicht so verschieden zu sein (in gewissen Grenzen). Wo liegt denn der Vorteil einer Scheppach TS 2000 gegenüber einer Festool Precisio CS 50?

Viele Grüße, Mosterich
 
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markus

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hi,
ich hab grad mal die basis 1a/t (oder wie das ding auch immer heisst) umgedreht, d.h., die geräteträgerplatte (solche gibt´s auch für stichsäge und fräse) ausgebaut und inspiziert.
wenn die hks eingebaut ist, ist die unverschieblich.
stellschrauben gibt´s - die sind fixiert.
zuletzt vor etwa 1 jahr hab ich die säge ausgebaut - ohne bedienungsanleitung oder viel zeit oder beides bekomme ich die hks nicht eingebaut... mir egal, ich hab 3 führungsschienen und die festo-basis ist besser als aktien :)

zur elu-tks: da hab ich eine alte preisliste/beschreibung gefunden, war wohl die ets 21, 2kw-motor, 35 kg - und gibt´s nicht mehr, der abgespeckte nachfolger scheint das hier zu sein:
http://www.b-cremer.de/Holz/Werkstatt/DeWALT_DW744/body_dewalt_dw744.html
bzw.
http://www.dewalt.de/products.asp?l...rarchyID2=47&hierarchyID3=50&bucketid=9&sid=1
zubehör (rollentisch, schiebeschlitten, tischverlängerung) scheint´s nicht mehr zu geben.

grüsse, markus
 
K

karsten

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Hallo Mosterich,

ich habe auch die Basis 1A und bin sehr zufrieden mit der Präzision der Säge. Allerdings muss man ein paar Eigenheiten akzeptieren, wenn man diese Kombi aus HKS und ordentlicher TKS benutzt - für mich war diese Doppelnutzung Kaufgrund, da ich noch keine HKS hatte und so auch mit Führungsschiene besäumen und lange Bohlen oder Leimholzplatten zerteilen kann. Die Nachteile liegen im Prinzip der Mehrfachnutzung begründet und sind gleichzeitig die Vorzüge der Precisio, die ja ähnliche Leistung für ähnliches Geld bietet:

1. Sägeblattwechsel von unten mit Inbus - die Säge kann zwar in der Basis bleiben (in der Bedienungsanleitung steht was von Ausbauen), aber man krabbelt schon ganz schön unter der Säge rum - bei der Precisio ist das werkzeuglos und von oben gelöst
2. Gleiches gilt für den Wechsel von Absaughütchen auf Spaltkeil für verdeckte Schnitte - man verzichtet dann einfach drauf und sägt munter mit Spaltkeil ... staubt halt mehr
3. Die Einstellungen von Schnitthöhe und Sägeblattwinkel sind am Zugschlitten angebracht, das heisst, sie fahren mit der Säge mit. Also entweder zum Einstellen die Säge vorziehen, dann sind sie an der Vorderseite, aber der Zugstab ist ein bisschen im Weg - oder die Säge hinten lassen und ab unter die Basis :wink:. Einstellen lässt sie sich aber sehr fein und präzise
4. Da zwischen der Säge und dem Tisch auch noch der Zugschlitten läuft, gibt es bei der Basis 1A keinen mitfahrenden Splitterschutz wie bei der Precisio.

Das Ein- und Ausbauen der Säge geht eigentlich relativ einfach, wenn man die grundsätzlichen Tricks erst mal verinnerlicht hat: Spaltkeil statt Absaughütchen, Sägeblatt absenken, Säge auf 45°-Stellung bringen, Platte ausbauen, umdrehen, zwei Schrauben lösen, rausheben - fertig. Das geniale daran ist, dass die ATF 55E mit einem Zentrierdorn an einer der beiden Schrauben immer wieder exakt in der gleichen Stellung eingebaut wird, d.h. die einmal vorgenommene Justierung (die bei mir schon ab Werk exakt gestimmt hat) muss man nicht jedesmal wieder vornehmen.

Wenn Du aber diesen Hauptvorteil der herausnehmbaren Säge gar nicht brauchst, weil Du schon zwei andere HKS hast, und auch eigentlich keine Zugsäge (was ich mir aber nochmal überlegen würde, da die Einstellungen z.B. mit dem Winkelrastanschlag deutlich komfortabler sind als auf der Kappsäge mit Auszug), gäbe es neben den Precisios mit 50 und 70 mm Schnitthöhe auch noch die Basis 2A, die den Systemgedanken des Basissystems mit 85mm Schnitthöhe und 1800 W kombiniert. Das Problem mit dem Sägeblattwechsel (das m.E. das einzige wirkliche Problem ist) hast Du aber auch mit dieser Variante.

Gruss

Karsten
 
M

Mosterich

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Braunschweig
Vielen Dank für die Infos.

Ich muss zugeben, die Basis 1A ist für mich (eigentlich) doppelt uninteressant, da ich schon zwei Handkreissägen und und eine Zugsäge besitze. Gut finde ich die Fräseinsätze, denn für eine stationäre Fräse habe ich nun wirklich keinen Platz mehr.

Die Winkeleinstellungen finde ich bei meiner Kappsäge sehr gelungen. Ich denke, der einzige Vorteil einer Unterflurzugsäge liegt in der Skala am Ablänganschlag, so dass man das Werkstück gar nicht mehr anreißen muss.

Eine Alternative zur Basis wäre natürlich auch eine Erika, da kann man auch Fräsen einbauen. Ich schaue mir die Precisios und die Erikas erst einmal ganz genau an.

Gruß, Mosterich
 
T

tobias

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Moin,
ich bin ebenfalls gerade auf der Suche nach 'ner neuen TKF - Grund: unsere 'alte' kleine Altendorf
passt a) nicht durch die KellerTüren - muss nun immer 12km zur Säge fahren ...
b) das Ding schneidet nicht schräg.

Punkt b) ist der entscheidendere - dabei stieß ich auf eine 'Atika - Toptronic'. Diese favourisierte ich kurzzeitig aufgrund des Sägeblattdurchmessers von 250mm mit 30mm Aufnahme. Und: Die Drehzahlregelung bewirkt manch Wunder beim Schneiden von 'Plastik'. (PE, POM etc.).

Leider verreckte, wenige Minuten bevor ich das Ding kaufen wollte die 'Elektronic' einer Maschine eines Freundes - höchstpreisiger deutscher Markenartikel, fast unbenutzt schon ganze 26Monate 'alt'. Der Service gab der Kaufentscheidung dann den Rest - denke mir, so'ne Toptronic taugt dann auch nix ...

Adhoc entschied ich mich für die 'Bernardo TK 250F' - denke mir 'Bernardo' und 'Holzmann' sind beides 'Chinesen mit italienischem (tiroler ?) Pass. Stellen könnte ich die - da ich so'n Ding allerdings noch nie sah und mein Kumpel gleich eine mitkaufen will ist es vielleicht ganz lehrreich vorher noch kurz zu erfahren wo echte Schwachpunkte der Konstruktion sind. Ich gedenke den 'Hobel' dann am FU (Frequenzumrichter) mit 400V zu betreiben - einzig mir unbekannte Grösse (auf die mein Kumpel besonderen Wert legt) der Sägeblattaufnahme ist noch ein Kriterium. Sollte 30mm betragen. Für allemal gelegentlichen Gebrauch halte ich die Maschine für mehr als ausreichend -
Hat da jemand schonmal was mit gesägt ? - und war das hinterher auch wirklich ab ?
tobias
 
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