Nachfrage Sprit

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Biohazard

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Hallo wollt mal fragen welchen Sprit ihr holt für eure Sägen?
war heut ins Lux an der Tanke und der gute Mann empfahl mir 98 Oct. Super V. Ich denk am besten Normal 91 Oct und dann das getrennte Öl dabei? Welches tankt ihr ?

Greetz Bio
 
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jan1980

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normal + zusatz. Aber werde wohl bald auf Aspen umstellen, da ich nicht so oft Säge. Übern Sommer wird fast nur gelagert
 
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Hellwig

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Biohazard schrieb:
Hallo wollt mal fragen welchen Sprit ihr holt für eure Sägen?
war heut ins Lux an der Tanke und der gute Mann empfahl mir 98 Oct. Super V. Ich denk am besten Normal 91 Oct und dann das getrennte Öl dabei? Welches tankt ihr ?

Greetz Bio

Darüber habe ich mir noch nie Gedanken gemacht. Kleine Zweitaktmotoren brauchen in der Regel kein hochoktaniges Superbenzin. Jegliches Benzin was der DIN-Norm entsprach , funktionierte bei mir in allen
Kleinmotoren einwandfrei. Wichtiger ist das korrekte Mischungsverhältnis von Öl und Benzin bei Zweitaktern und die richtige Vergasereinstellung.
Als Alternative gilt in jedem Fall Sonderkraftstoff , den es von diversen Herstellern gibt. STIHL-Motomix , Aspen , Cleanlife , ...

MfG , Hellwig 8)
 
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cades

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Hallo,

mittlerweile Motomix, da mir immer ganz anders wird, wenn ich sehe, wie sich das Mofagemisch im Kanister "entmischt" wenn ich so selten säge...

Schönen Tag noch...

Gregor Reucher
 
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Waldschrat

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Hallo,

ich misch immer selber 1:50 mit Benzin (91 Okt) und Markenzweitaktöl welches ist egal, Super bzw. V-Power bringt beim Zweitakter überhaupt nichts!
Aber wer das zusätzliche Geld ausgeben will, bitte... :wink:
Dem Motor schadet das sicherlich nichts.

Gruß

Christian
 
R

rt-andreas

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Früher war es sogar von fast allen Hersteller der 2takter vorgeschrieben nur Normalbenzin zu fahren, da die Simmeringe nicht für den Dauereinsatz von Super 98 Oktan mit dem erhöhten Alkohol/Esteranteil ausgelegt waren. Als dann Bleifrei aufkam sind viele 2takter über den Jordan gegangen eben weil die Dichtungen aufgequollen sind und kurz drauf hin waren. Heutzutage verbauen sie resistente Dichtungen, aber Normalbenzin ist für Standardmotoren immernoch ausreichend was die Oktanzahl angeht.
Das "Entmischen" von Öl und Benzin hängt auch mit dem Bleifreibenzin und dem höheren Alkohol/Ester/Ethergehalt dieses Benzins zusammen. Jahrzehntelang habe ich problemlos Castrol Super TT im Säge, Rasenmäher, Moped verfahren. Aus einmal gabs nach längerer Standzeit dann Ölabscheidung, im Rasenmäher gut über demBenzinhahn zu sehen. Ursache war schlicht die Wasseraufnahme durch das Benzin wegen der Alkohole/Ester... Dadurch fiel dann das mineralische Schmieröl aus, da es sich eben nur in "trockenem Benzin" richtig löst. Umgestellt auf synthetisches Öl welches auch methanollöslich ist und seitdem keinerlei Probleme mehr. Es muß also nicht Sonderkraftstoff sein, einfach ein gutes, dem heutigen Sprit angepasstes 2-Taktöl verwenden und man kann den Sprit auch nach längeren Pausen noch bedenkenlos verwenden.

Gruß
Andi
 
T

Thomas.B

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Hallo Andi,
ein sehr interessanter und guter Beitrag.

Nachfrage: Kann es sein, daß Du "Ester" mit "Ether" verwechselt hast?
Als Antiklopfmittel wurde bei Übergang zu Bleifrei Tetraethylblei durch sogn. Kraftstoffether (bes. MTBE - Methyl-tert.-Butylether) abgelöst, was eben nicht nur Vorteile hat.
Synthetische Ester werden u.a. als Grundöle für synthetische Zweitaktöle verwendet. Sie zeichnen sich vor allem durch vergleichsweise gute biologische Abbaubarkeit aus und werden bes. für Bootsmotore verwendet.

Ergänzungen:
Moderne Zweitaktöle müssen auch einen guten Korrosionsschutz - speziell der Wälzlager - gewährleisten. Altmodische Öle und moderner Sprit waren der Tod viele Zweitaktmotoren. Neben der Simmerringproblematik ist das ein wichtiger Punkt. Oft wurde das mit schlechterer Schmierfähigkeit verwechselt. Im Zukunft soll wohl dem Benzin schrittweise noch mehr (Bio-) Äthanol zugesetzt werden. Eine Aufklärung der Kunden halten die Mineralölkonzerne für nicht erforderlich. Moderne (Viertakt-) Motoren bzw. Fahrzeuge (es geht auch um die komplette Kraftstoffanlage) haben einen ausreichenden Korrosionsschutz. Und die alten Kisten gehören sowieso alle verschrottet - oder so...

Die erforderliche Klopffestigkeit des Kraftstoffes (aka Oktanzahl) ist bei Zweitaktmotoren genauso wie bei Viertaktern von der Verdichtung und der Geometrie des Brennraumes etc. abhängig. Nur der Ordnung halber - ansonsten ist es schon richtig, daß die meisten Zweitaktmotoren mit Normalbenzin auskommen.

Ohne Notwendigkeit Superbenzin etc. zu verwenden, kann auch mit geeignetem Öl für Probleme sorgen - vor allem durch Start- bzw. allgemeine Zündprobleme, wenn die Zündanlage etwas leistungsschwach ist. "Nett" in diesem Zusammenhang: Die Eurokraten wollen den Verkauf von Normalbenzin abschaffen, was die Mineralölkonzerne prima finden, da es in den Herstellungskosten keinen wesentlichen Unterschied gibt - beim Aufwand für die Logistik (getrennte Tanks etc.) aber schon - und natürlich beim Verkaufspreis.

Frage:
Stimmt es wirklich, daß die Güde KS 400B mit 1:25 und Super befeuert werden soll? Hat die als oberes Pleullager kein Nadellager? Das könnte das "Geheimnis" ihrer allseits gelobten guten Lebensdauer sein. Hat jemand das Manual dieser Säge - idealerweise auch eine Reparaturanleitung mit Explosionszeichnung?

Gruß
Thomas
 
R

rt-andreas

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Hallo Thomas,

die Ester und Ether stimmen schon. MTBE, ETBE sind zwar die bekanntesten Klopfbremsen im bleifreien Benzin aber eben nicht die einzigen. Auch manche Ester (verzweigter Alkohole) geben recht gute Ergebnisse was die Oktanzahl angeht. Es wird einfach genommen was momentan am günstigsten zu haben ist und die DIN Norm noch gerade so erfüllt (was Oktanzahl, Verdampfungsmenge bei bestimmtem Temperaturen, Sauerstoffgehalt des Benzins... angeht)
Andere Ester höherer Alkohle und (Fett)Säuren sind dann die Grundlage von einegen Motor / Getriebeölen, aber auch da gibt es z.B. Polyetheröle also auch bei den Schmierstoffen gibts beides Ester und Ether.
Wichtig ist ja nicht nur der absolute Oktangehalt sondern auch die Verteilung über den Siedebereich, da MTBE und ETBE recht früh verdampfen kann das schonmal problematisch werden (u.A. auch Dampfblasenbildung). Nicht umsonst uterscheidet man ja nach ROZ/RON und damit unterschiedlichen Betriebsbedingungen. Mit den Aromaten früher war das nicht so kritisch, die hatten hohe Oktanzahlen und der Siedebereich konnte recht frei gewählt werden je nach Aromatenzusatz.
DAs Normalbenzin für alte und neue Sägen ausreichend ist ist eigentlich immer so. Bei Tuningmotoren brauchen auch 2TBenziner dann Super 98Oktan aberd as sind eben dann keine Standardmotoren für Kettensägen sonder Rennmotoren aus Modellbau oder Motorsport.

Gruß
Andi
 
T

Thomas.B

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Hallo Andi,
danke für die Infos. Ich hätte nicht gedacht, daß man bewußt Ester hinzufügt - also in einem Umfang, der über den normalen Anteil im Destillat hinausgeht. Kraftstoffether sind als Wasserstoffänger m.E. deutlich effizienter. Das mit den Aromaten ist natürlich ein wichtiger Aspekt. Die werden wegen der Krebsgefahr immer mehr begrenzt - vor allem Benzol, was ein recht gutes Antiklopfmittel ist und praktisch nebenbei anfällt.
Ärgerlich ist, daß sich die Mineralölkonzerne da kaum in die Karten schauen lassen. Es ist recht mühsam, dazu gesicherte Informationen zu bekommen. Bist Du beruflich in dieser Richtung tätig?

Gruß
Thomas
 
Thema: Nachfrage Sprit

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