Metabo KPA 12 400 Akku-Kartuschenpistole (601217600)

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Brandmeister

Guest
– Metabo KPA 12 400 Akku-Kartuschenpistole (601217600)
– Wann angeschafft? 01/2020
– Wo gekauft? Werkzeug-news Testaktion
– Neu/gebraucht? neu
– bezahlter Preis ein Testbericht
– Listenpreis des Herstellers für Neugerät € 398,65 inkl MWSt (UVP Hersteller für Sologerät)

Ausstattung
Lieferung erfolgte im Karton. Dieser beinhaltet die Kartuschenpresse mit einer Halbschale für Kartuschen und einer Vollschale für nebst Zubehör für Schlauchbeutel. In einem zweiten Karton wurden das Ladegerät nebst zwei LiHD Akkus zu 4 Ah geliefert.
Mit dabei sind auch die Bedienungsanleitungen für die Kartuschenpresse und das Ladegerät. Verglichen mit den extrem dünnen Papierstärken, die solche Heftchen zumeist haben hat man hier allerdings richtig dickes Papier. Zusätzliche, in altrosa gehaltene Extraheftchen für die Sicherheitshinweise liegen ebenfalls bei. Hier allerdings wieder in dieser extrem dünnen Papierstärke. Bei dem ganzen „Papierkram“ handelt es sich um die üblichen multilingualen Standardwerke.
Man könnte jetzt monieren, dass das Paket nicht in einen Koffer gepackt worden ist, aber ich will das nicht zu sehr in die Bewertung einfließen lassen. Ich habe auch ehrlich gesagt nicht nachgeguckt, ob Metabo einen passenden Koffer im Programm hat.
AKP.jpg

Fazit:
-0,5 Punkte für nicht im Koffer

Testergebnis: 6,5 Punkte

Handhabung
Zuerst fällt auf, dass die Presse sehr „hecklastig“ ist. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn irgendwo muss die Technik ja untergebracht sein. Es ist jedoch gut denkbar, dass das Gewicht der Presse bei längerem Arbeiten, insbesondere über Kopf, relativ schnell unangenehm werden kann.
Der Motor steht nach rechts raus. Einem Rechtshänder kommt dies entgegen, einem Linkshänder vielleicht nicht so sehr. Kann ich nicht beurteilen. Die Antriebseinheit lässt sich im Betrieb um 360° um die Schale drehen, beim Arbeiten findet sich die angenehmste Arbeitsposition fast automatisch.
Die Regelung des Vorschubs ist in fünf Hauptstufen (1-5) mit jeweils 2 Zwischenstufen unterteilt. Das Stellrad im Griff ist die einzige Geschwindigkeitsregelung. Eine Regelung über den Abzug wie bei Akkuschraubern findet nicht statt. Schade eigentlich.
Einmal habe ich es auch geschafft, das Stellrad beim Zugreifen zu verstellen. Chance von 1:1.000 genutzt oder vielleicht doch etwas ungünstige Positionierung.
VS_Anwahl.jpg
Die Schalen werden mittels Feingewinde mit zehn Gewindegängen auf die Antriebseinheit geschraubt. Bei deren Durchmesser finde ich das echt nervig. Keine Ahnung, ob das von der Auslegung her so nötig ist, aber ich persönlich würde es bevorzugen, wenn die Anzahl der Gewindegänge reduziert wird oder ein Grobgewinde zum Einsatz käme.
Gewinde.jpg

Fazit:
-1,5 Punkte für die nichtvorhandene Regelung über den Abzug
-1,5 Punkte für die Chance, die Vorschubgeschwindigkeit (das Stellrad) ungewollt zu verstellen.
-0,5 Punkte für die (bauartbedingte) leicht unangenehme Gewichtsverteilung
-0,5 Punkte für das Geschraube mit dem Feingewinde

Testergebnis: 3,5 Punkte

Leistung
Hierzu ein Wort vorweg:
Ich habe die Kartuschenpresse mit Klebern getestet, da ich sehr wenig Silikon verarbeite. Dabei gehe ich jedoch davon aus, dass die Presse für das Verpressen von Silikon ausgelegt worden ist.
Schlauchbeutel lasse ich ebenfalls außen vor; diese verarbeite ich praktisch nie.
Ich bewerte hier jeden Test einzeln und nehme am Ende das arithmetische Mittel.

Test 1 mit PU-Konstruktionskleber
Der verwendete Kleber ist im Vergleich zu Silikon eher niedrigviskos. Bei zweitkleinster Öffnung der Kartusche und Stufe 5 schießt der Kleber fast unkontrollierbar aus der Kartuschenöffnung. Um einen kontrollierbaren Austritt aus der Kartusche zu gewährleisten, muss fast bis auf Stufe 1 heruntergeregelt werden.
Stufe_5.jpg
Stufe_2_mit_Nachlauf.jpg
Hört man auf zu Pressen, wird der Stempel zurückgezogen um das Nachlaufen des Verpressten Mediums zu verhindern. Dies kommt allerdings etwas verzögert, so dass der Zeitpunkt zum Lösen des Abzugs richtig gewählt werden muss. Nachlaufen bei dem PU-Leim konnte dennoch festgestellt werden.
PU_Nachlauf.jpg

Teilergebnis: 4,0 Punkte

Test 2 mit Montagekleber mittlerer Viskosität
Der Kleber kommt auch hier ziemlich aus der Kartusche geschossen. Das ist natürlich wieder sehr abhängig davon, wie groß die Öffnung der Kartuschentülle ist und wie schnell der Vorschub gewählt worden ist. Ich hatte eine relativ große Öffnung und mich bis Vorschub 1 2/3 vorgewagt. Schneller (fester?) möchte ich aber auch hier nicht drücken. Immerhin funktioniert hier der Nachlaufstopp erheblich besser.
V2_VS16_MK.jpg
Nachlauf_MK.jpg
Teilergebnis: 4,0 Punkte

Es hatte hier eigentlich noch ein Test mit einem Kleber höherer Viskosität erfolgen sollen. Der muss aber leider erst mal auf unbestimmt verschoben werden und wird, wenn er denn stattgefunden haben wird, nachgereicht werden.

Testergebnis: 4,0 Punkte (Mittel der beiden Einzeltests)

Umwelt
Geräuschkulisse: Vernachlässigbar
Dreck: Je nach verarbeitetem Material kann man schon eine ganz schöne Sauerei veranstalten.
Transportwege: Lang. Das Gerät kommt aus Taiwan.
Entsorgung: Entsorgungshinweise sind vorhanden
Verpackung: Auf die Presse zugeschnittene Kartonverpackung + das selbe für Akku und Ladegerät. Reichlich überdimensionierter Umkarton mit viel Papierpolsterung für den Versand. Macht keine Minuspunkte, da das Verpackungsmaterial sehr stabil ist und noch weiterverwendet werden kann. Wenn auch nicht ganz so wie zunächst geplant, da die beiden Hauskatzen den Versandkarton nach dem Auspacken ziemlich schnell requiriert haben.

Fazit:
-1,0 Punkt für Ostasien
-0,5 Punkte für die Sauerei beim nicht ganz so zuverlässigen Nachlaufstopp

Testergebnis: 5,5 Punkte

Preis und Preis/Leistungsverhältnis
Man bekommt für sein Geld eine Kartuschenpresse, die einen davor bewahrt, bei langwierigen Klebe/Abdichtarbeiten am Abend die Hände vor Krämpfen nicht mehr öffnen zu können. Je nach Gewöhnungsgrad an solche Arbeiten spart man sich wahrscheinlich auch ein paar Schwielen, wenn man nicht mit Muskelkraft presst. So weit so gut, das ist eine tolle Sache für Leute, die viel Silikon/Kleber/Akryl was auch immer verarbeiten.
Betrachtet man aber – zumindest aus meiner Sicht – mal, wie lange es dauert, bis man wirklich ein Gefühl für das Gerät entwickelt, erfährt die Begeisterung – auch hier zumindest bei mir – schon einen gehörigen Dämpfer. Dazu kommt, dass ich der Meinung bin, die nötige Presskraft mit der Hand wesentlich besser dosieren zu können. Bei der Akku-Kartuschenpresse habe ich nur die Möglichkeit, die Geschwindigkeit, mit der ich sie über die Klebefläche/Fuge etc anzupassen. Und bis das funktioniert, habe ich unter Umständen viel Material vergeudet oder Zeit, die ich auch für etwas anderes verwenden könnte investiert.

Fazit:
-2,0 Punkte für die lange Einarbeitungszeit
-1,5 Punkte für die Zeit, die benötigt wird, um das richtige Verhältnis Kartuschenöffnung zu Vorschub zu finden

Testergebnis: 3,5 Punkte

Ausgefallen
negativ

Besondere Kritikpunkte
  1. Keine Geschwindigkeitsregelung über Abzug
  2. Nachlaufstopp bei niedrigeren Viskositäten nicht sehr zuverlässig
  3. Schrauberei mit dem Feingewinde (Schale auf Antrieb)
  4. Position des Geschwindigkeitsreglers (Prinzipielle Möglichkeit der ungewollten Verstellung im Betrieb)

Positiv aufgefallen
Das Gerät macht einen wertigen Eindruck

Verbesserungsvorschläge
Das, was unter besondere Kritikpunkte läuft abstellen. Zumindest Punkt 1 und 3, bei den anderen stellt sich die Frage, ob das überhaupt machbar ist.

Mein Testurteil
Das Arbeiten mit der Akku-Kartuschenpresse ist äußerst gewöhnungsbdürftig. Für diejenigen, die viele Fugen ziehen oder viel mit Kartuschenklebern arbeiten mag die Presse eine sinnvolle Anschaffung sein. Ein Test mit anderen Testbedingungen (Silikon, Akryl...) hätte mit großer Wahrscheinlichkeit andere Ergebnisse geliefert. Immerhin, hätte ich sie nicht hier als Testgerät bekommen, hätte ich wahrscheinlich nie eine Akku-Kartuschenpresse ausprobiert.

Mein Testergebnis
Ausstattung: 6,5 Punkte 25 %
Handhabung: 3,5 Punkte 25 %
Leistung: 4 Punkte 25 %
Umwelt: 5,5 Punkte 10 %
Preis und Preis⁄Leistungsverhältnis: 3,5 Punkte 15 %
Gesamtergebnis: 4,6 Punkte
Gut ✱ ✱ ✱ ✱ ✱ ❍ ❍
 
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Brandmeister

Guest
Da es hier schon den ersten Diskussionsbeitrag zu dem Thema gab, habe ich diesen abgetrennt und
hier hin verschoben.
Bitte etwaige Diskussionen dort führen. -- Brandmeister
 
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Janik

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Metabo KPA 12 400 Akku-Kartuschenpistole (601217850)
– Wann angeschafft? 01/2020
– Wo gekauft? Werkzeug-news Testaktion
– Neu/gebraucht? neu
– bezahlter Preis Testgerät
– Listenpreis des Herstellers für Neugerät 339,15 Euro inkl. MwSt. (UVP des Herstellers für Sologerät - 601217850)

Ausstattung
Zur Ausstattung und dem Lieferumfang der Metabo KPA 12 400 Akku-Kartuschenpistole als Sologerät (601217850) gehört die Kartuschenpistole, das 400 ml-Rohr für Folienbeutel, ein Auspressteller für Folienbeutel, ein Auspressteller für Kartuschen und der Kartuschenträger. Geliefert wird diese Zusammenstellung zusammen mit der Bedienungsanleitung (mehrsprachig) in einer Kartonverpackung. Weiteres Zubehör gehört nicht zum Lieferumfang des Sologeräts.
Als Zubehör gibt es verschiedene Ausführungen der 12 Volt Akkus und Ladegeräte.
Wer noch keine passenden 12 Volt Akkus und ein geeignetes Ladegerät besitzt, sollte die Kartuschenpistole im Set bestellen und so ein paar Euros sparen.
Die Lieferung im MetaLoc Koffer und die Zugabe von Reiniger, mit dem die Kartuschenpistole von Silikon- und Dichtstoffresten gereinigt werden kann, wäre wünschenswert.

Testergebnis: 6 Punkte

Handhabung
Schon beim Herausnehmen aus dem Karton fällt auf, dass die Akku-Kartuschenpistole verhältnismäßig schwer ist.
Dies ist der teils sehr massiven Bauteile (Vollstahlzahnstange, Vorschubgetriebe, usw.) geschuldet. Wenn durch die massive Ausführung der Komponenten eine lange Lebensdauer und einwandfreie Funktion gewährleistet werden, dann nehme ich persönlich das ein oder andere Gramm mehr gerne in Kauf.
Man muss an dieser Stelle aber ehrlich sagen, dass die Akku-Kartuschenpistole sowohl durch das Gewicht als auch mit ihren Abmaßen nicht unbedingt die erste Wahl ist, wenn es um das Erstellen feiner und präziser Silikon- und Dichtstoffnähte ist.
Die Handhabung ist nicht mit einer handkraftbetätigten Kartuschenpistole vergleichbar und bedarf einiger Übung.
Ich sehe die Stärken dieser Akku-Kartuschenpistole eher da, wo große Mengen an Dichtstoffen, 2-Komponenten Klebern, usw. verarbeitet werden müssen und weniger da, wo es um komplizierte und filigrane Verfugarbeiten geht.

Nichtsdestotrotz liegt die getestete Metabo Akku-Kartuschenpistole gut in der Hand und lässt sich einwandfrei bedienen. Die Komponenten passen problemlos zusammen. Diesbezüglich gibt es bei der Arbeit mit der Kartuschenpistole keine Probleme.

Testergebnis: 5 Punkte

Leistung
Die Leistung der Akku-Kartuschenpistole KPA 12 400 ist gut. Leider schon fast zu gut.
Bei der Verarbeitung von üblichem Sanitärsilikon war die Auspressmenge selbst auf kleinster Stufe so groß, dass man einen sehr schnellen Vorschub fahren musste oder an schwierigen Stellen eine viel zu große Menge in der Fuge gelandet ist.
Beim Abziehen der Fuge geht dadurch leider sehr viel der verarbeiteten Masse in den Müll.
Die Metabo KPA 12 400 ist aus meiner Sicht eher dafür geeignet, große Mengen oder sehr dickflüsse Massen zu verarbeiten, wenn es auf die feinfühlige Ausbringung nicht besonders ankommt.

Nachdem der Schalter (nur An oder Aus - Vorschubregelung über das Stellrad) losgelassen wird, ist der Auspressvorgang gestoppt. Beim erneuten Ansetzen dauert es dann gefühlt relativ lang, bis der Auspressvorgang wieder startet und die verarbeitete Masse aus der Kanüle kommt. Diese Zeit dürfte gerne kürzer ausfallen.

Mit der Akku-Kartuschenpistole wurden nur die üblichen 330ml Kartuschen verarbeitet, was bis auf die oben genannten Einschränkungen ohne Probleme funktioniert hat. Folienbeutel habe ich nicht verarbeitet und kann daher auch nichts zur Funktion sagen.

Testergebnis: 4 Punkte

Umwelt
Dass das Gerät nicht Made in Germany ist, damit muss man sich in einer globalisierten Welt abfinden. Daher gibts dafür auch keinen Punktabzug.
Übermäßig viel Verpackungsmüll ist auch nicht angefallen.
Ich hoffe, dass Metabo die Umweltstandards und die Produktionsbedingungen in seinen Fertigungswerken entsprechend kontrolliert und es durch die global verteilte Produktion keine Nachteile für die Umwelt gibt.
Einen Punkt ziehe ich für die zu massive Dosiermenge auch auf kleinster Stufe ab. Dadurch wird beim Abziehen der Dichtstofffuge einfach zu viel Masse verschwendet, die dann im Müll landet.

Testergebnis: 6 Punkte

Preis und Preis/Leistungverhältnis
Der aufgerufene Preis vom Hersteller ist schon relativ stramm.
Allerdings handelt es sich bei so einer Akku-Kartuschenpistole auch um ein spezielleres Akkugerät als es zum Beispiel ein 0815 Akkuschrauber ist, der in viel höheren Stückzahlen gefertigt wird.
Von der UVP des Herstellers geht außerdem noch einiges ab, wenn man die üblichen Straßenpreise im Auge behält.
Dafür erhält man dann aber eine sehr gut verarbeitete und massiv gebaute Akku-Kartuschenpistole, die für den Dauereinsatz auf der Großbaustelle gemacht ist.

Testergebnis: 6 Punkte


Ausgefallen?
Nein

Besondere Kritikpunkte
Zu große Dosiermenge selbst auf kleinster Stufe.
Beim erneuten Auspressen nach dem Entlasten dauert es gefühlt sehr lange, bis wieder Masse aus der Kartusche kommt. Hier sollte der Weg, der zum Entlasten zurückgezogen wird nach Möglichkeit verringert werden.

Positiv aufgefallen
Die Metabo KPA 12 400 Akku-Kartuschenpistole ist sehr gut und massiv verarbeitet.

Verbesserungsvorschläge
Auslieferung im MetaLoc Koffer, damit man alles zusammen hat und es ins Transportkonzept mit anderen Metabo Maschinen passt.

Mein Testurteil
Für große Mengen und dickflüssige Massen sehr gut geeignet.
Mit dieser Akku-Kartuschenpistole kann man klotzen, nicht kleckern.
Eher geeignet, um die Dehnungsfuge an der Autobahnbrücke auszuspritzen als im Privatbereich ein Waschbecken im Gästebad zu verfugen.



Mein Testergebnis
Ausstattung: 6 Punkte 25%
Handhabung: 5 Punkte 25%
Leistung: 4 Punkte 25%
Umwelt: 6 Punkte 10%
Preis u. Preis/Leistungsverhältnis: 6 Punkte 15%
Gesamtergebnis: 5,3 Punkte
Gut ✱ ✱ ✱ ✱ ✱ ❍ ❍


Ansicht 4.jpg Ansicht 3.jpg Ansicht 2.jpg Ansicht 1.jpg
Gewicht 12 Volt 4,0 Ah Akku.jpg mit Akku und Schlauchbeutelaufsatz.jpg mit Akku und Kartuschenaufsatz.jpg ohne Akku mit Schlauchbeutelaufsatz.jpg ohne Akku mit Kartuschenaufsatz.jpg Breite.jpg Höhe.jpg Länge.jpg
 
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moto4631

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– Metabo KP12-400 Akku-Kartuschenpresse 601217600
– Wann angeschafft? Februar 2020
– Wo gekauft? Werkzeug-News Testaktion
– Neu/gebraucht? Neu
– bezahlter Preis Werkzeug-News Testaktion
– Listenpreis des Herstellers für Neugerät 342,- inkl. Mwst. (UVP in Österreich für das Sologerät)

Ausstattung

Das Sologerät wird in einem mehrfarbig bedrucktem, sehr stabilen Überkarton geliefert.
Einzelteile sind in extra Karton und zusätzlich in Plastiktüten verpackt.
Ob man jetzt eine Kartuschenaufnahme die im Karton verpackt ist noch zusätzlich mit einer Plastiktüte schützen muß kann jeder für sich entscheiden, ich will hier nicht der große Bruder von Greta werden und sage wenn man sieht wo die Maschine herkommt ist es eigentlich selbsterklärend das es ohne dieses Verpackungszubehör nicht funktioniert.
Im Lieferumfang enthalten sind eine weitere Kartuschenaufnahme offene Bauform für sämtliche Silikon- und Kleberkartuschen und ein Adapterstempel für die Verwendung von Folienbeutel.

Die Beschreibung ist typisch Metabo aussagekräftig und klar, es bleiben nach einmaligem Durchlesen keine Fragen offen.
Da das bei anderen Herstellern gar nicht mehr üblich ist finde ich es lobenswert das bei Metabo scheinbar Menschen die BDA verfassen welche den Zusammenhang der einzelnen deutschen Wörter noch verstehen. *daumenhoch*

Testergebnis: 6 Punkte

Handhabung

Die beiden Kartuschenhalter sind jeweils drehbar ausgeführt und lassen sich leicht in die gewünschte Position drehen ohne irgendwelche Gehäuseteile öffnen und schließen zu müssen.
Man hat eigentlich auf Anhieb die gewünschte Position erreicht.
Die Frontkappe zum Wechseln der Kartuschen ist mit zwei Umdrehungen lose, schneller geht fast nicht.
Die Materialien der Presse und der Halter machen keinen high-end, aber einen wertigen und massiven Eindruck.
Die Zahnstange ist aus Metall und sollte lange halten, das Gehäuse selbst ist aus Kunststoff und mit griffiger Antirutschoberfläche an den berührten Flächen ergänzt.
Auch mit schmierigen oder feuchten Händen rutscht nichts, zudem ist die Presse in der Haptik so gearbeitet das man auch mit kräftigen Arbeitshandschuhen noch alle Teile problemlos erreichen und betätigen kann.
Der Schalter hat einen klar definierbaren Druckpunkt, die Verstellung der Geschwindigkeit ist haptisch völlig in Ordnung und eine unbeabsichtigte Verstellung während des Betriebes ist zwar möglich aber eher selten.

Die Aktivierung des Auspressvorganges wird ganz klassisch über diesen Ein/Aus-Schalter aktiviert, es gibt keine wie vom Akkuschrauber gekannte Drehzahlregelung und damit auch keine Regelung der Auspressmenge.
Diese soll laut Metabo mit dem Drehregler in verschiedenen Stufen eingestellt werden bis man die Wunschmenge erreicht hat, was sich als schwierig gestaltet, wenn man kleinere Mengen zu pressen hat.
Die Verstellung geht von Stufe 1 bis 5 mit jeweils zwei Zwischenstufen was als Abstufung mehr als genug ist.
Jedoch ist sogar auf Stufe 1 die Auspressmenge für das Silikonieren eines Badezimmers viel zu viel.

Der automatische Rückzug funktioniert relativ zuverlässig, aber zu langsam.
Trotz deutlichem Rückzug tropft immer noch eine enorme Menge Material aus der Düse und das beinahe jedesmal.
Nebeneffekt durch den relativ großen Rückzug: Die Zeitspanne bis beim erneuten Materialaustritt ist viel zu lange.

Meine verarbeiteten Materialien waren hochwertige Beko Silikone für Natursteine in transparent, weiß und manhattan.
Egal welches, alle tropften bei normaler Zimmertemperatur deutlich nach.
Zuviel als das es den Zweck noch erfüllen würde.

Weiters muß ich kritisch anmerken das der Schalter des Öfteren hakte und sich die Mechanik wohl mit der Lage der Zahnstange verklemmte.
Man kann den Lauf des ausgepressten Materials dann nicht mehr stoppen.
Ist mir beim Silikonieren einer Dusche zweimal passiert, ist also durchaus reproduzierbar.
Erst nach einem kräftigen Zug an der Zahnstange springt die Mechanik wieder über und löst den Schalter.

Haltung:
Die Kartuschenpresse ist bauartbedingt sehr frontlastig.
Was ich aber nicht bewerte denn eine ausgewogene Gewichtsverteilung ist bei so einer Maschinenart sowieso zweitrangig, kein Mensch arbeitet damit dauernd in waagerechter Haltung.

Testergebnis: 3 Punkte

Leistung

Die Fördermenge ist egal welches Medium ich ausgepresst habe immer gleich gewesen.
Das spricht für einen durchgängigen Druckaufbau auf die Kartusche.

Beim ersten Kennenlernen hat man zwar das Gefühl Stufe 1 wäre zuwenig weil sich der Motor damit schwer tut (er verliert deutlich an Drehmoment und man hat den Eindruck das er gleich stehenbleibt).
Tatsächlich ist aber genug Kraft vorhanden und wie erwähnt wird selbst auf kleinster Stufe viel zu viel Material ausgepresst.

Testergebnis: 4 Punkte

Umwelt

Verpackung wie eingangs erwähnt, nicht ganz ohne Kunststoffe aber auch nicht unnötig viel.
Kein Verpackungs-Schnickschnack, soweit wie möglich Karton verwendet.

Testergebnis: 6 Punkte

Preis und Preis/Leistungverhältnis

Für einen Privatnutzer deutlich zu teuer, auch wenn man den Straßenpreis verwendet.
Selbst wenn jemand das 12V-Akkusystem bereits besitzt und sich die Presse als Sologerät zulegt finde ich das P/L-Verhältnis für unzureichend.

Testergebnis: 3 Punkte

Ausgefallen?

Ja, mehrfaches Haken des Schalters.
Das stellt für mich einen Ausfallgrund dar.

Besondere Kritikpunkte

Hakeliger Schalter, selbst auf kleinster Stufe zuviel Vorschub,

Positiv aufgefallen

Massiv gebaut, absolut baustellentauglich, griffig, sehr gute Verstellmöglichkeiten, universell einsetzbar

Verbesserungsvorschläge

Gasgebeschalter einbauen

Mein Testurteil

Für mich sieht es so aus das Metabo hier versucht diese Maschine in einem Segment zu platzieren wo es nicht hingehört.
Die Presse ist grundsätzlich so massiv gebaut das man ihr problemlos den professionellen Alltag zutraut.
Da gehört sie meiner Meinung nach auch hin, nur das am Bau kaum jemand mit 12V arbeitet.
Für den klassischen Klempner oder Dichtungsprofi der beim Endkunden das Bad neu silikoniert ist dieses Gerät fehl am Platz da man damit nicht gefühlvoll arbeiten kann.
Durch die Baulänge hat man in der Dusche so gut wie keinen Platz zum rangieren damit, und das lästige Nachtropfen trotz Kolbenrückzug zwingt einen dazu jedesmal die Presse auf einer geeigneten Unterlage abzulegen was garantiert nicht immer gelingen wird bevor die erste Ladung das Inventar erreicht.

Die Kartuschenpistole in der 18V-Ausführung macht einiges besser was ich hier kritisiere, von daher kann mein Fazit nur lauten das dieses Gerät in eine Nische gepresst wurde die es nicht gibt.

Mein Testergebnis
Ausstattung: 6 Punkte 25 %
Handhabung: 3 Punkte 25 %
Leistung: 4 Punkte 25 %
Umwelt: 6 Punkte 10 %
Preis und Preis⁄Leistungsverhältnis: 3 Punkte 15 %
Gesamtergebnis: 4,3 Punkte
Befriedigend ✱ ✱ ✱ ✱ ❍ ❍ ❍


IMG_20200322_123711.jpg

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henniee

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– Metabo KPA 12 400 Akku-Kartuschenpistole (601217600)
– Wann angeschafft? 01/2020
– Wo gekauft? Werkzeug-news Testaktion
– Neu/gebraucht? neu
– bezahlter Preis ein Testbericht
– Listenpreis des Herstellers für Neugerät € 398,65 inkl MWSt (UVP Hersteller für Sologerät)

Ausstattung
Geliefert wurde:
-Die Kartuschenpresse im farbigen Karton, Inhalt: Kartuschenpresse, 400 ml-Rohr, Auspressteller für Folienbeutel, Auspressteller für Kartuschen, Kartuschenträger, Handbuch/ Warnhinweise.
- Ladergerät im farbigen Karton, Inhalt: 2x 4Ah LiHD Akkus und Handbuch/ Warnhinweise.
IMG_2579.jpg
Lt. Meiner Recherche ist es gar nicht so einfach einen genau passenden Koffer für das Gerät zu bekommen, L-Boxx und Systainer passen nicht.
Auffallend bei mir waren die Fingerabdrücke auf dem Gummi, ob das ein Kunde schon mal in der Hand hatte oder der Mensch der es verpackt hat gerade von der Mittagspause gekommen ist, wer weiß es schon.
IMG_2607.jpg
Die BDA ist auffallend unauffällig – wer Wert darauf legt Lektüre in der Hand zu haben, dem sei es gegönnt, ich bevorzuge Piktogramme mit QR Code und Bedienungsanleitung/ Video „online“. Spart nicht nur Papier, macht es einfacher.
Auffallend ist sofort die winkelige etwas klobig wirkende Anordnung des Motors. Das machen andere Firmen besser, handlicher. Der Motor ist kein EC Motor, schade.
Nüchtern betrachtet ist jedoch alles dabei um mit Kartuschen arbeiten zu können, als weiteres Zubehör gibt es einen Umbausatz auf 600ml Kartuschen -Nr.: (315418070 +343444960) bestehend aus langer Zahnstange und 600 ml Rohr zum Auswechseln. (wünschenswert (2K Adapter).
Testergebnis: 4.5 Punkte

Handhabung
Man merkt sofort: Gar nicht so leicht das Konstrukt! Für die kleine Maschine hat man also knapp 2,5 kg in der Hand! Erstaunlicherweise ist das Gerät mit dem Skelett schwerer als mit dem Rohr. Ob das so sein muss – Metabo weiß es sicher. Die Anordnung des Stellrads ist bescheiden, hier wäre ein Stellrad an der Rückseite (wo man nicht hingreift) besser, beim Arbeiten verstellt man es eh eher selten, aber vermutlich war das die Intention. Der Schalter zum Einschalten hat keine Rastfunktion und kennt nur „digital“ an – und aus. Wie gern hätte ich eine Gasgebefunktion gehabt, um beim Fugen wieder sanft ansetzen zu können. Gut, hat er nicht. Was das Teil aber auch nicht hat: Bei Betätigungen des Schalters unter 1 Sekunde findet kein Rücklauf statt. Die BDS argumentiert mit „genauerer Dosierung“ – schöner wäre aber in Wirklichkeit ein geteilter Schalter wo man den Rückzug manuell auslösen kann.
Die Montage des Skeletts war unauffällig, so oft wechsele ich das nicht. Die Schwerpunktlage ist mit Kartusche nach vorne, hier wäre der Motor längst eingebaut besser. Zum Umbau auf Skelett musste ich das Rohr entfernen und den eingeschobenen Folienadapter. Das Rohr war „bombenfest“, ich brauchte eine weitere Person zum Festhalten?!
Bei 2.5 kg – ist da eine Akkupistole überhaupt sinnvoll? Ja, das ist sie! Wer auf einer Leiter mit einer Hand fugen muss, für den ist das eine Erleichterung.
Leider kann man das Teil weder richtig abstellen, es kippt wo es hinfällt, leider ist auch keine Lasche dabei um es am Gürtel halten zu können, wenigstens bevor man beginnt oder nach der Reinigung. Ja, auf der Leiter kann sowas praktisch sein. Beim Aufheben habe ich dann direkt auch die Geschwindigkeit verstellt, halb so wild, aber ärgerlich!
Testergebnis: 4 Punkte

Leistung
Womit wurde getestet:
- Ottocoll Hitack M550
- Sikaflex 221
- Otto Premium Sanitärsilikon
Vorab muss ich sagen, dass ich mit Sikaflex oder Hybridklebern schon min. 3 manuelle Kartuschenpressen ins Jenseits befördert habe, irgendwann halten diese dem Druck nicht mehr stand, die Druckstangen biegen sich, alles schon erlebt.
Da spielt die Kartuschenpresse einem in die Karten! Ohne Murren wurden alle genannten Kandidaten ausgepresst – und wie! Für Silikon könnte die Geschwindigkeit etwas weniger sein, gerade durch die Verzögerung mit der 1 Sekunde Regel ist das etwas nervig, aber man muss auch sagen: Um eine Dusche 80x80cm zu fugen ist das kein Werkzeug. Wenn man den „Groove“ einmal hat, dann geht es nur noch in eine Richtung: Nach vorne. Mit den Klebern machte das richtig Spaß und man konnte „Meter“ machen. Da die sowieso mehr Überredung brauchen als Silikone ist das, gerade auf der Leiter, eine klasse Erleichterung. Ich habe bei 3 Kartuschen am Stück (Hitack) keine Abschaltung erlebt, also war wohl noch etwas im Akku, er zeigte 3 Balken.
Der Test eines Folienbeutels muss ich nachholen, denn da habe ich nur 600ml Beutel. Ob ich Zubehör anschaffe bleibt allerdings fraglich, meist verarbeite ich damit Folienkleber, die lassen sich gut auspressen.
Ein perfektes Gerät für diese Arbeiten mit hochviskosen Massen! Ein bisschen Abzug wegen der mangelnden Freigabe mit wünschenswertem Schalter.
Testergebnis: 6 Punkte

Umwelt
1000 Seiten Handbuch, das ist halt so heute – das Set hätte in einem Karton kommen können – und es bleibt die Problematik woher das Lithium kommt..
Insgesamt ist das bei allen Herstellern so. Unauffällig gut.
Testergebnis: 5 Punkte

Preis und Preis/Leistungverhältnis
Der Straßenpreis für das Solo Gerät liegt bei knapp 225€. Wenn man schon Akkus aus dem Metabo Programm besitzt, ist das fair, das Geld wert – und das würde ich auch jederzeit dafür ausgeben. Es hapert an einer ordentlichen Unterbringung, dem Koffer. Für 100€ Speziallösungen frickeln übersteigt dann doch irgendwie den Nutzen, etwas Abzug. Ansonsten: Empfehlenswert!
Testergebnis: 6 Punkte


Ausgefallen?
Kein Ausfall
Besondere Kritikpunkte
siehe Verbesserungsvorschläge

Positiv aufgefallen
Kraft, Kraft und Kraft – selbst bei fiesen Klebern läuft und läuft es.

Verbesserungsvorschläge
Man könnte..
- Den Regler für die Drehzahl anders anordnen
- Einen Schalter für die Zahnstangenfreigabe einbauen
- Eine Lasche anbieten, damit das Gerät tragbar/ sicherbar ist
- Auf die Zahnstange eine Skala lasern, damit man sehen kann wie viel man auspresst!
- Einen Adapter auf Verbundmörtel erfinden
und einen Koffer bauen. Oder aber den Motor anders anordnen.

Mein Testurteil
Für meine Verwendungszwecke ein perfektes Gerät, Hochbaufugen, Spezialkleber – alles was mühsam rausgequetscht wird ist hier ein Kinderspiel. Zum Fugen im kleinen Rahmen oder dem heimischen Duschbad ist das Gerät eher nichts, auf langen Geraden zeigt es seine Stärken.

Otto Silikon:
IMG_0060.jpg

Mein Testergebnis
Ausstattung: 4.5 Punkte 25 %
Handhabung: 4 Punkte 25 %
Leistung: 6 Punkte 25 %
Umwelt: 5 Punkte 10 %
Preis und Preis⁄Leistungsverhältnis: 6 Punkte 15 %
Gesamtergebnis: 5 Punkte
Gut ✱ ✱ ✱ ✱ ✱ ❍ ❍
 
Status
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Thema: Metabo KPA 12 400 Akku-Kartuschenpistole (601217600)

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