Messerbalken selbst schärfen / Auswuchtgerät?

Diskutiere Messerbalken selbst schärfen / Auswuchtgerät? im Forum Gartengeräte im Bereich Werkzeuge & Maschinen - bin auf der Suche nach einem Auswuchtgerät für Messer von Rasenmähern. Hab das halbe www durchsucht und habe nur einen Hersteller in Österreich...
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Uli

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bin auf der Suche nach einem Auswuchtgerät für
Messer von Rasenmähern. Hab das halbe www
durchsucht und habe nur einen Hersteller in
Österreich gefunden, der aber nicht nach
Deutschland liefert. Welche genaue Bezeichnung
gibt es dafür? Gibt es die gebraucht? Kann man
sowas selbst bauen? Oder ist meine jetzige
Methode (Messer auf eine Welle stecken und
Welle auf 2 waagerechten Rasierklingen laufen
lassen) ausreichend ?
 
Alfred

Alfred

Moderator
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Hallo,
ich kann mir nicht vorstellen dass man da viel wuchten muss, wie sehen die denn aus?
 
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Uli

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ein nicht ausgewuchtetes Messer oder in meinem
Fall 2, bei einem Rasentraktor, schüttelt einem
durch die Unwucht schon einiges kaputt. Mal
abgesehen von den Lagern, die das etwas länger
mitmachen, scheuert sich der Treibriemen
auch gerne mal durch. Und eine schüttelnde
Maschine ist auch nicht gerade so witzig.

Das Teil was ich bei dem österreichischen
Hersteller gesehen habe ist eine konische Achse,
auf die man das Messer aufsteckt (wird von einem
Magneten gehalten) und durch ein friktionsfreies
Lager ausgependelt. Also wenns an der einen
Seite aus der Waagerechten heruntergeht ist
diese Seite schwerer als die andere.
 
H. Gürth

H. Gürth

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Uli schrieb:
Das Teil was ich bei dem österreichischen
Hersteller gesehen habe ist eine konische Achse,
auf die man das Messer aufsteckt (wird von einem
Magneten gehalten) und durch ein friktionsfreies
Lager ausgependelt. Also wenns an der einen
Seite aus der Waagerechten heruntergeht ist
diese Seite schwerer als die andere.

Hallo,
so ein Auswuchtgerät hat OREGON - Blount im Programm.
Allerdings heftiger Preis. (Liste 2002 = 267,-- Euro)
Art.-Nr. 42 - 016R

Dann noch ein sehr einfaches Teil:
Art.-Nr. 42-100R (Liste 2002 = 2,62,-- Euro)

Mal vobeischauen: www.blount.de

MfG

H. Gürth
 
H. Gürth

H. Gürth

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Alfred schrieb:
Hallo,
ich kann mir nicht vorstellen dass man da viel wuchten muss, wie sehen die denn aus?

Na, na Alfred ! Mal nachrechnen.
Sie lassen doch an Ihrem Auto auch die Räder wuchten, oder ?
Warum eigentlich ?

Ein Reifen 205 -70 15 Zoll hat einen Abrollumfang von rund 2,70 mtr.
Ergibt bei Tempo 80 läppische 500 Umdr.-min.
Bei 160 sinds dann gerade mal 1000.
Rasenmähermesser laufen 1500 bis 3000.
Da wirken sich ein paar Gramm schon aus.

MfG

H. Gürth
 
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Uli

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Vielen Dank.

Da ich auf der Seite nichts gefunden habe, habe ich
versucht, an die Service eMail-Adresse eine Mail
zu schicken, um Infos zu erhalten. Diese Mail
kam zurück, da die Mailadresse nicht vergeben ist.
Stand aber unter Kontakt so. Telefonsich geht
niemand dran.
 
Alfred

Alfred

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Hallo,
ich kenne nur die Kreiselmäher mit den beweglichen Schlagmessern und den Gartenrasenmäher, ich habe noch nie gehört dass das einer wuchtet, meistens werden sie getauscht wenn sie stumpf sind. Meine Räder wiegen ca. 35 Kg (215/80x16), sind die Messer in einer ähnlichen Gewichtsklasse?
 
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hallo,

in unserem download-bereich unter "verschiedenes" finden sie 2 bilder von auswuchtgeräten.

gerät 1 kostet 139,- euro, gerät 2 kostet 199,- euro.

hinzu kämen versandkosten von 7,- euro.

alle preise inkl. mwst.

bei interesse bitte rückmeldung.
 
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Uli

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Alfred schrieb:
Hallo,
ich kenne nur die Kreiselmäher mit den beweglichen Schlagmessern und den Gartenrasenmäher, ich habe noch nie gehört dass das einer wuchtet, meistens werden sie getauscht wenn sie stumpf sind. Meine Räder wiegen ca. 35 Kg (215/80x16), sind die Messer in einer ähnlichen Gewichtsklasse?

In der Gewichtsklasse sind die nicht. Das stimmt. Aber
Herr Gürth hat recht, dass ein paar Gramm schon was
ausmachen.
Da ich nicht nur einen Golfrasen mähe, sondern 9000 qm
Wiese/Wildrasen mit Baumbestand (herabgefallene Zweige etc.)
rundrum, nutzt sich das Messer sehr stark ab.
Wenn ich jedesmal die beiden Messer wegwerfe wirds teuer.
Lässt man sie im Fachbetrieb schärfen, werden diese auch
gewuchtet und meistens sogar neu lackiert. Das rechnet
sich. Und das kann man insgesamt auch selbst machen,
oder?

Wers nicht glaubt kann ja, wenn er mal eine Macke ins
Messer gerissen hat, die Maschine mit der Unwucht
weiterbetreiben. Die Lager der Welle werden sich
ziemlich bald verabschieden. :!:
 
H

hs

Guest
Hi,

Uli schrieb:
Wers nicht glaubt kann ja, wenn er mal eine Macke ins
Messer gerissen hat, die Maschine mit der Unwucht
weiterbetreiben. Die Lager der Welle werden sich
ziemlich bald verabschieden. :!:

für eine statische Unwucht macht das nichts, solange nicht ein Stück fehlt.
Für dynamische Unwuchten dürften die Geräte vermutlich weniger geeignet sein.

Eine gute Erklärung bzgl. dyn./statisch gibt es hier : PDF

Gruß, hs
 
T

Thomas.B

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Hallo,
ich schleife meine Rasenmähermesser auch selbst. Da ich relativ große Flächen unter teilweise erschwerten Bedingungen (Äste, Eicheln, Maulwurfshügel, Hanglagen usw.) zu pflegen habe, ist der Verschleiß an den Messern nicht unerheblich. Die Messer werden also bis zum bitteren Ende genutzt.
Für das schnelle nachschärfen ohne Ausbau nehme ich einen drehzahlgeregelten Winkelschleifer mit minimaler Drehzahl. Eine beginnende Unwucht höre und fühle ich. Dann wird ausgewuchtet - bzw. einmal im Jahr vor/während der Winterpause.

Da Rasenmähermesser sehr flach sind, stellt sich die Frage der dynamischen Unwucht m.E. nicht. Dazu müßte das Messer schon deutlich verbogen sein und das bemerke ich spätestens beim statischen Auswuchten rein optisch.

Die kommerziellen Auswuchtgeräte sind für den privaten Gebrauch recht teuer. Der größte Teil des Aufwandes geht für die zweifellos komfortable Halterung und Zentrierung drauf.

Wenn man nur hin und wieder eine oder wenige (Bohrungs-) Größen von Messern auszuwuchten hat, kann sich auch selbst behelfen. Dazu sind einfache Drehteile anzufertigen - praktisch nur Adapterhülsen. Als Lager eignen sich grundsätzlich kleine offene (kein Fett, nur ein Hauch dünnflüssiges Öl) Kugellager.
Meine unorthodoxe Lösung des Problems basiert aber auf einer alten Festplatte - aus den seligen Zeiten, als die Dinger noch fast aus dem Vollem gefräst waren. Der Magnetring des Spindelmotors muß raus, sonst "hakeln" die Pole des elektronisch kommutierten Motors durch den Restmagnetismus des Stators. Die Spindel dreht dann extrem leicht. Bei meinem Exemplar kann ich 0,5g (kleiner Post-it-Aufkleber) in einem Radius von ca. 45mm sicher auspendeln - und das bei einer > 10 Jahre alten Festplatte, die seinerzeit wegen nerviger Spindelgeräusche ausgetauscht wurde und nun schon wieder etliche Jahre in der Werkstatt liegt. Die Lösung hätte also noch Potential, wenn man es brauchen würde. Bei den Anforderungen an ein Rasenmähermesser und den da gegebenen Hebelverhältnissen ist das aber so schon allemal genug. Selbst für das Messer meines Freischneiders genügt die mögliche Genauigkeit.

Man kann sogar Glück haben, daß man gar keinen Adapter braucht - besonders wenn das Messer einen Bohrungsdurchmesser von 25mm oder 1" hat.

Gruß
Thomas
 
T

tb2000

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Thomas,
Das is ' ne klasse Lösung, das probier ich mal aus! :)
Irgendwo fliegt noch so ein altes 5GB Schätzchen auf dem Speicher rum...
Danke und Grüße
tb
 
B

BauerKarl

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Bitte wozu werden die lackiert ?

Das würde ich mal gerne wissen? Danke.
 
T

tb2000

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@Thomas:

nochmal danke für die Idee; hat mich zwar zwei (alte) Festplatten gekostet :wink: nachdem bei der ersten die Lager einen Schaden bekamen von der Demontage, aber mit der zweiten gings dann gut. Man muss aufpassen, dass die Lager keine Querkräfte abbekommen beim Zerlegen. Letztlich hat der Heißluftfön auch geholfen.

In der alten Quantum (1998 - 2.1 GB) waren sogar zwei super gleichviel wiegende flache Festmagnete im Kopfantrieb. Mit Hitze abgelöst und auf die Platte am Rand symmetrisch neu aufgeklebt halten die jetzt sauber das Blatt; wie beim Profigerät.

Also nochmal, klasse Tip, vielen Dank!

tb :wink: :wink: :oops:
 
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Thomas.B

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@ tb2000:
5 GB... - zu jung sollte die Festplatte vielleicht nicht sein. Irgendwann - so ab 20GB gab es dann z.T. Flüssiglager. Ob die sich eignen, kann ich nicht sagen. Mit Kugellagern ist man da auf der sicheren Seite. Meine mißbrauchte Festplatte hatte wohl wenige 100MB - schon 3,5"-IDE, aber ca. Anfang der 90er. Ganz hilfreich ist ggf. auch, wenn die Platten selbst (also die Datenscheiben...) noch aus Aluminium sind. Das macht man ja auch schon lange nicht mehr. Die Aluscheiben lassen sich zuweilen für die Montage ganz gut gebrauchen.

Schön, daß es bei Dir geklappt hat. Die Sache mit den Magneten vom Kopfantrieb klingt ja gut. Das werde ich vielleicht auch mal probieren.
Die Motormagnete hast Du aber raus? Bei der alten Conner ist es einfach gewesen: 3 kleine Torxschrauben platinenseitig und schon kommt einem der Motor entgegen. Der hat einen Magnetring, welcher auf das rotierende Aluteil gepresst oder vielleicht auch geklebt ist. Ein paar leichte Schläge mit einem alten Stemmeisen in die Nut ringsum und ab war er. Kabel abgekniffen, Motor wieder eingebaut - fertig.

BTW: Die alten Quantum Fireball waren eigentlich sehr zuverlässige Platten. Nur laut waren sie. Ich habe noch recht lange welche als schnelles Backupmedium genutzt - besser als jeder Streamer. Die habe ich sogar noch...

@ Trabold:
Ein Bild habe ich gemacht, aber es gelingt mir nicht, es ins Forum zu setzen. Geht das nur mit externem Webspace? Vielleicht kann mir da jemand einen Tip geben. Notfalls kann ich das Bild auch per e.mail schicken.
Allerdings viel gibt es da eigentlich nicht zu schauen, zumal jede Festplattenbaureihe etwas anders ist. Hier standen z.B. zwei Gewindedome im Weg. Für ein Rasenmähermesser war das nicht unbedingt störend, aber für ein dreiflügliges Dickichtmesser für einen Freischneider mußten sie weg.

Der Durchmesser des "Plattentellers" beträgt bei meiner Festplatte (alte Conner) 25mm. Das geht auch wunderbar für 25,4mm (Freischneidermesser).
Darüber hinaus muß man dann eben "basteln". Zwischenringe, abgesetzte Drehteile. Da die Sache nicht wirklich belastet wird, reichen da einfache Lösungen - auch aus Kunststoff.

@ BauerKarl:
Die Malerei hat sicher vordergründig nur optische und "verkaufspsychologische" Gründe. Ich kenne Deine Ansicht dazu. Aber mancher mäht selten und ärgert sich über die verrosteten Messer. Ob der Unterschied zwischen blank und lackiert am Mähergebnis soviel ausmacht... - ich weiß es nicht. Irgendwann sind die Messer ja alle blank. Eine damit in Verbindung zu bringende Verbesserung ist mir jedenfalls noch nicht aufgefallen.

Gruß
Thomas
 
T

Trabold

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bild :idea:
einfach auf meinen E-Mail Butten Drücken :idea:
Bild einfügen, Fertig :wink:
 
B

BauerKarl

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Hast Du schon mal ein Rasiermesser gesehen, das mit Farbe versiegelt war. Dann wünsche ich eine frohe Rasur.

Das Gras jedenfalls will ein scharfes Messer sehen.

Der Schreiber lobt seine Werkstatt, weil sie es sogar lackiert...

... ich sage, das ist suboptimal, denn wir alle schneiden unser Gras und köpfen es nicht.
 
Thema: Messerbalken selbst schärfen / Auswuchtgerät?

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