mal wieder Tischkreissäge, sorry

Diskutiere mal wieder Tischkreissäge, sorry im Forum Elektrowerkzeuge im Bereich Werkzeuge & Maschinen - Erstmal Hallo, bin neu hier.:D Ich heiße Hendrik, bin 27 Jahre alt, komme aus dem südlichen Niedersachsen, bin gelernter Tischler, mittlerweile...
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Hendrik

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Erstmal Hallo, bin neu hier.:D
Ich heiße Hendrik, bin 27 Jahre alt, komme aus dem südlichen Niedersachsen, bin gelernter Tischler, mittlerweile aber Student und nur noch ambitionierter Hobbyhandwerker.

So, nun zu meinem Anliegen, ich suche eine kleine, sehr exakt schneidende Tischkreissäge, die aber natürlich nicht zu teuer sein sollte, mein Limit liegt bei 1000 Euro (mehr habe ich im Moment nicht)
Die hauptsächliche Anwendung liegt im Zuschnitt von Brettern mit allen möglichen Winkeln.
Diese Bretter sind größtenteils ca. in einer Größe von DinA 4 Blättern, oder kleiner und müssen auch in größerer Anzahl noch in der exakt gleichen Größe sein, daher fällt ein HKS leider erstmal weg, die kommt dann für größere Sachen später.
Feinschnittsägen a la Proxon sind mir etwas zu klein und filigran, da ich doch eher mit Buche, Ahorn, Birke arbeite, mit Holzstärken von 10-30 mm
Besonderen Wert lege ich auf eine gute Führung/Klemmung des Parallelanschlages und die Möglichkeit des Aufrüstens durch einen Schiebeschlitten, diese Queranschläge in den Nuten mag ich überhaupt nicht.
Nach Möglichkeit sollte sie auch nicht zu laut sein, also am besten mit Induktionsmotor

Nach längerem Suchen auf den Herstellerseiten, sowie in Foren, auch in diesem hier (meine Fragen konnte ich aber leider auch mit der Suchfunktion nicht klären), habe ich mir jetzt folgende selbst mal zu Auswahl gestellt.

Festool CMS Festool CMS
Vorteil: Festool Qualität und da wäre dann auch gleich die HKS mit dabei.
Führungschlitten
Nachteil: ist mir eigentlich zu teuer, zusätzlich zu dem Grundmodell braucht man ja definitiv noch die Tischverbreiterung nach rechts und den Parallelanschlag, dann läge ich bei 1478,98 Euro.
Die Klemmung des Parallelanschlages macht auf mich, zumindest auf den Photos nicht den allerbesten Eindruck.
Lautstärke ?

Makita 2704Makita 2704 (gibt leider keinen Direktlink, daher links auf Elektrowerkzeuge- Sägen- Kapp und Gehrungssägen- die oberste)
Vorteil: Die integrierte Tischverbreiterung sowie Verlängerung.
Die Verarbeitung sieht sehr ordentlich aus, insbesondere die Führung/Klemmung des Parallelanschlages.
Preis ca. 850 Euro
Nachteil: ich konnte keinen Hinweis darauf finden, dass es die Möglichkeit eines Führungsschlitten gibt.
Motor/Lautstärke ?

Bosch GTS 10Bosch GTS 10
Vorteil: integrierte Tischverbreiterung
Verarbeitung sieht sehr ordentlich aus.
Führung/ Klemmung des Längsanschlages macht auf mich den besten Eindruck
Preis ca. 800 Euro
Nachteil: ich konnte wie bei der Makita keinen Hinweis darauf finden, dass es die Möglichkeit eines Führungsschlitten gibt.
Motor/Lautstärke ?

Metabo TK 1256Metabo TK 1256
Vorteil: sehr gute Verarbeitung/Qualität und Langlebigkeit.
Möglichkeit des Nachrüstens mit Verbreiterungen und Schiebeschlitten
Die einzige, bei der definitiv ein Induktionsmotor angegeben ist, daher leise.
Nachteil: nur noch gebraucht, Gebrauchtpreis ist mir völlig unklar, da selten angeboten.
Die aktuellen Metabo/Elektra Beckum Modelle sagen mir irgendwie alle nicht zu.

Die Sägen konnte ich mir leider alle noch nicht in Natura ansehen, da es hier nicht so viel Händler gibt und die einzige, die ich in Baumärken gefunden habe, war die grüne Schwester der Bosch, die PTS 10, deren Anschläge und die daraus folgende Genauigkeit sind aber leider als mangelhaft zu bewerten, was den sehr attraktiven Preis relativiert.

Auf die technischen Daten der einzelnen Maschinen (Motorleistung, Drehzahl usw.) habe ich jetzt nicht so genau geachtet, weil ich mich damit ohnehin nicht auskenne, ich gehe mal davon aus, dass die bei allen relativ gleich sein werden.
Ich bin mir leider völlig unklar, für welche ich mich entscheiden sollte, am ehesten tendiere ich zu der Metabo, wenn ich halt nur den Preis wüsste und auch, wo ich sie und die Zubehörteile bekommen sollte, wäre nett, wenn der eine oder andere was zu meiner Auswahl sagen, oder noch andere Möglichkeiten nennen könnte.
 
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Dietrich

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Hallo Hendrik,

klarer Fall, gut gebrauchte 1256, von den genannten Modellen wird nur sie Deinem Anspruch gerecht!
Die Festo ist, neu deutlich teurer, und der Schiebetisch ist nur ein Tischchen, Maschinentisch aus Strangpressprofil.....

Hier ein Link zum Marktplatz von Woodworking:
woodworking
Versuchs halt mal, mittlerweile ist er auf 900€ runter!
 
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Hugin

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Hallo Hendrik!

Ich weiß sogar noch wo eine 1256 bei einem Händler im nördlichen Ostfriesland seit Jahren ihr dasein fristet.

Bei Interesse gebe ich dir gerne die Adresse.

Gruß Hugin
 
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cades

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Hallo Hendrik,

schau Dir mal die Mafell Erika 60E an.
Die bekommst Du für unter 1000 Piepen, evt sogar günstiger. Ich habe etwas über 800 bezahlt.
Ich hatte nämlich ähnliche Anforderungen
Das Zubehör liegt im Listenpreis bis zu 40% unter dem der größeren Erika 70 und 85.
Das Anschlagslineal habe ich direkt dazu gekauft, das brauchst Du auch.
Schiebeschlitten und Tischverlängerungsschienen kamen neu von eBay, die Platte für die Tischverlängerung habe ich mir selbst gehäkelt. Alles zusammen jetzt etwa 1100 Euronen.
Ich finde das System ziemlich perfekt.

Die Schreiner mögen jetzt grinsen, aber bevor ich mich zu der Ausgabe entschlossen habe, lies ich mir einen simplen Test einfallen, den ich auf verschiedenen Maschinen ausprobieren konnte:
Aus einem 18mm starken Brettchen mit 45 Grad Winkel Gehrung sechs Quadrate schneiden. Alles ohne Anzeichnen, nur mit dem Anschlag.
Wenn es gut läuft, wird daraus ein perfekter Würfel.
Die getestete Erika war 12 Jahre alt, die CS70 zwei Wochen.
Metabo und Bosch waren seit ca. ein, zwei Jahren im normalen Heimwerkereinsatz.
Trotzdem ich bekennender Festo Fan bin, hat mich nur die Erika überzeugt.

Schönen Tag noch...

Gregor Reucher
 
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Dietrich

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Hallo Cades,

es gibt einen Test mit dem man die Winkligkeit und die Paralellität des Schiebetische überprüfen kann, nennt sich 5-Schnitt-Methode.

Leider kann ich nur zu den entsprechenden Schiebetischen der beiden Metabo Modelle TK 1256 und TK 1688, und deren Einstellungen etwas sagen.
Beide Maschinen verfügen über Einstellschrauben mit denen sich die o.g. Parameter sehr präzise einstellen lassen.
Bei der Überprüfung von derartigen Maschinen bei Freunden und Bekannten weiß ich, das die Einstellungen fast nie stimmen, weil man die Wichtigkeit der präzisen Einstellung verkennt.

5-Schnitt-Methode macht also nur auf einer eingestellten Maschine Sinn!
 
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cades

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Hallo Dietrich,

bei allem Respekt zu Deinen fachlich sehr interessanten Beiträgen habe ich hier ein kleines Problem: Es interessiert den Anwender doch weniger, was man an einer Wunderbüchse von Säge vielleicht noch alles justieren könnte, sondern was das Ding im Grundzustand leisten kann.
Bei der Festo ist mir auch auch aufgefallen, dass man da einiges noch einstellen kann.
Der Nachbar, bei dem ich das getestet habe, grübelt heute noch über der Einstellung.
Bei den Metabo und Bosch weiss ich es nicht.
Ich habe meine Erika mit versiegelten Einstellschrauben aus dem Karton gezogen und der rechte Winkel war kein Problem.
Kumpel Sigi hat das mit seiner Erika vor 12 Jahren gemacht und immer noch nichts nachgestellt.

Da genaues Arbeiten ohne sonstige Hexerei meine Forderung war, habe ich mich wohl richtig entschieden.

Schönen Tag noch...

Gregor Reucher
 
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Dietrich

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Hallo Cades.

wenn Du Dich mit einem 50mm starken und 3 m langen Buchendiel in der Werkstatt drehst, und mit dem einen Ende knallt der Diel gegen die Führungseinheit des Schiebetisches, denn musst Du das Dingen nachstellen, es sei denn auf Deiner Maschine steht "Panhans" oder "Martin" :wink:

Wir sprechen von Kategorie 3 Maschinen, also semiprofessionellen Geräten, bzw. Montagesägen,da ist das halt so.
Wenn Mafell die Einstellungen bereits im Werk erledigt ist das nett, dennoch bezweifleich das eine derart leichte Maschine ihre Einstellungen im harten Alltag über einen solch langen Zeitraum hält.
Der Anwender sollte seine Maschine einstellen können, steht ja in der Bedienungsanleitung.
 
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cades

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Hallo Dietrich,

auch da hast Du wieder recht, aber Hendrik will nur kleine Brettchen sägen.
Da sollte die Qualität aus der Schachtel reichen...

Und beachte doch bitte mal, dass hier Hobbyhilfsschreiner wie ich mitlesen, bei denen die Hardcoresituationen nicht vorkommen.


Schönen Tag noch....

Gregor Reucher
 
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Hendrik

Threadstarter
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Vielen Dank erstmal für eure Antworten.
Ich tendiere immer mehr zur Metabo 1256, ich denke, die passt wirklich am besten zu meinen Anforderungen.

@Dietrich: ist das ein guter Preis für eine gebrauchte Maschiene, mit dem Zubehör?

@Hugin: wo liegt die denn preislich und was ist dabei (Untergestell, Verbreiterung, Schiebeschlitten)

@cades: Erika hatte ich auch überlegt, viel für mich aber weg, da die Zugfunktion für mich überflüssig, konnte ich mich nie dran gewöhnen und bei der 60iger mit knapp 215 mm auch zu kurz, ich will zwar überwiegend in der Größe schneiden, die ich angegeben habe, aber es kommen auch schon mal größere Sachen vor.
Außerdem sind mir die Erikas allesamt zu laut, die brüllen ja wie ein große, aber danke trotzdem.
 
H

Hugin

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Hallo Hendrik,

Das Untergestell ist dabei, evtll auch ein Schiebeschlitten.

Am besten du fragst mal nach:

Fa. Sobing
Am Emsdeich 38
26789 Leer

Tel.: 0491 - 925 60-0
Fax.:0491 - 925 60-60
**********
www.sobing.de

Viel Erfolg!

Gruß Hugin
 
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Dietrich

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Hallo Hendrik,

komme gerade von der Holz u. Handwerk in Nürnberg:))

Natürlich folgen die Infos zu Preisen der 1266:

1256 in Profiausstattung (Montageuntergestell, Schiebetisch, 1xTischverbreiterung, Tischverlängerung bin ich mir nicht ganz sicher) komplett 1226€ (lt Preisliste 2000).
Unterschrank: 302€
ausziehbarer Ablänganschlag: 35€

Für eine wenig gebrauchte 1-2 Jahre junge Maschine ist der Preis für die Maschine in Profiausstattung wirklich i.O.
 
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