Makita spart Staubbeutel ein

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Werkzeug-Django

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Jahrzehntelang waren die violett-roten Staubfangbeutel aus Stoff ein Markenzeichen der Makita Schwingschleifer, Excenterschleifer und Bandschleifer.
Doch nun werden diese unkaputtbaren Stoffbeutel gnadenlos ausgemustert - ein Großteil der Schleifer wird mittlerweile mit einem schwarzen Staubsackhalter und Papierstaubsäcken ausgeliefert.
Ist das Geldschneiderei oder Gesundheitsvorsorge?
Sicherlich macht es wenig Sinn, den oftmals gesundheitsschädlichen Staub erst in einem Stoffbeutel zu sammeln, um ihn dann beim Entleeren und Ausschütteln des Staubsackes wieder aufzuwirbeln und einatmen zu müssen.

Andererseits kosten 5 Papierstaubsäcke zwischen 8,12 und satten 19,14 Euro - je nach Schleifer! Gutes Geld, mit dem Makita jetzt regelmäßig rechnen kann.
Ziehen andere E-Werkzeug-Hersteller hier eigentlich mit? Dann wäre es auch nur eine Frage der Zeit, bis Spezialisten wie Wolfcraft und Co. diese Papierbeutel auf einer günstigeren Preisschiene auf den Markt bringen.
 
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Dominik Liesenfeld

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Moin Kollege,

es mag da sicher auch eine Gewisse nachvollziehbarkeit vorliegen(Aufwirbeln des Staubs), aber die anderen 50 Prozent dürften das allumfassende Prinzip der Kohlemaximierung darstellen. Langlebiges macht nur einmal Umsatz, schnell Verschleißendes dauernd. Warum wohl sind einige Firmen, die unkaputtbare Qualität lieferten, mittlerweile unter ferner Liefen oder ganz pleite oder aufgekauft? Dass man sich damit den Namen und Marktanteile kaputt macht, scheint vielen nicht bewusst, da geht es nur um kurz-, maximal Mittelfristige Gewinnausschüttung. Alle Gimmicks, die die Marke besonders machten werden eingespart, Service runtergefahren, schlichter Einheitsbrei reduzierter Langlebigkeit zu überhöhten Markenpreisen ist leider oft die Folge. Ausnahmen,die begriffen haben, dass Qualität & Service letztendlich gewinnt, wie zum Beispiel Walter Schröder; sind leider immer seltener.

Bei dem Thema Staubsäcke fällt mir ein-meine Gurke von Black and Dreck-..ääh Decker hat sogar sowas aus Stoff (viel zu offenporig).. Macht aber nix, die Eigenabsaugung des Staubes funktioniert eh nicht... Und warum da der Schleifteller samt Kugellager immer abfällt, erklären wir euch das nächste mal.

Nächtliche Grüße

Dominik
 
H.-A. Losch

H.-A. Losch

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Die Stoffbeutel sind bei feinem Schleifstaub ein Problem. Da geht meist mehr durch als sinnvoll ist.
Eine Alternative scheint mir das Mikrofiltersystem von Bosch zu sein. Das System mit fest eingebautem Lamellenfilter hat einen sehr guten Wirkungsgrad und der Filter soll solange halten wie die Maschine. Da fallen dann normalerweise keine laufenden Kosten an.
 
Alfred

Alfred

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Hallo,
Festo ist auch schon lange auf Papierbeutel umgestiegen, z.B. beim Rutscher RS3, wenn der Beutel voll ist kann man ihn runterziehen und über den Mülleimer auslehren, da ist extra eine Verschlussklappe angebracht damit unterwegs nichts rausfällt. Bei den Saugern ist es genau so, man ist von allen Stoffsystemen weggekommen. Ich habe noch einen 22 Jahre alten Sauger von AEG (NTS200), da ist erst ein Stoffschutzsack und dann eine Tüte über den Filter, alles Mist. Bei den Maschinen arbeite ich so oft es geht mit einer Fremdabsaugung, ich habe z.b. von Makita den großen Bandschleifer mit dem roten Stoffsack, der übrigens auch mal unter die Räder kommen kann.
Gruß
Alfred
 
Thema: Makita spart Staubbeutel ein
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