Makita/Dolmar: Bekanntmachung zur Einstellung der Produktion von Benzin-Produkten

Diskutiere Makita/Dolmar: Bekanntmachung zur Einstellung der Produktion von Benzin-Produkten im Forum Gartengeräte im Bereich Werkzeuge & Maschinen - Oha, betrifft neben Makita dann auch Dolmar ... Bekanntmachung zur Einstellung der Produktion von Benzin-Produkten
Mr.Ditschy

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Oha, betrifft neben Makita dann auch Dolmar ...

Bekanntmachung zur Einstellung der Produktion von Benzin-Produkten

Zitat aus dem Link schrieb:
Ratingen, 30. Oktober 2020 - Die Makita-Gruppe wird die Produktion von benzinbetriebenen Produkten zum 31. März 2022 einstellen.
Makita ist ein weltweiter Anbieter eines umfassenden Sortiments an Werkzeugen zur Schaffung komfortabler Wohn- und Lebensräume, einschließlich Akku-Werkzeugen, Akku-Gartengeräten sowie Druckluftwerkzeuge.
Im Bereich Gartengeräte bietet Makita ein breites Sortiment an benzinbetriebenen Produkten, wie bspw. Freischneider und Kettensägen. Um dem gestiegenen Bewusstsein für globale Umweltprobleme und dem steigenden Bedarf an komfortablen kabellosen Produkten gerecht zu werden, hat sich Makita entschlossen, die Entwicklung, die Produktion sowie den Vertrieb von umweltfreundlichen und immer beliebter werdenden Akku-Geräten zu optimieren. Makita wird die Ressourcen auf die Entwicklung, die Produktion sowie den Vertrieb von Akku-Produkten unter Nutzung der Kompetenzen in Motortechnologie und Akkuentwicklung konzentrieren. Gleichzeitig wird damit die Abkehr von Benzingeräten, dafür jedoch die Nutzung von kabellosen Akku-Werkzeugen sowie Akku-Gartengeräten vorangetrieben. Dementsprechend wird Makita die Produktion von benzinbetriebenen Produkten auf der gesamten Konzernebene zum 31. März 2022 einstellen.
 
Bei Makita kann ich das nachvollziehen. Mir ist nie ein Benzingerät von denen "in freier Wildbahn" über den Weg gelaufen. Alle Produkte von denen bekommt man auch von Stihl oder Husqvarna, welche sicherlich einen besseren Namen haben.

Von Dolmar hat man seit der Übernahme auch nicht mehr viel gehört.
 
Ein_Gast schrieb:
Bei Makita kann ich das nachvollziehen. Mir ist nie ein Benzingerät von denen "in freier Wildbahn" über den Weg gelaufen.

Komm vorbei, wir haben so einen Exot. :mrgreen:
Rasenmäher mit Antrieb. Tolles zwei. :crazy:
War bislang zwei mal in Reparatur und kaum ist er wieder da, geht das nächste kaputt. Zudem verstopft er ständig und ist sackschwer bei wenig Leistung.
Aktuell geht der Antrieb nur noch auf einem Rad und der Motor lässt sich nicht mehr stoppen.
Nächstes Jahr gibts was vernünftiges, von jemand der Ahnung hat, was er baut.
 
Dolmar baut hervorragende Motorsägen. Nicht unbedingt die Hobby Klasse, aber in der Semiprofi und Profi Liga bauen die gute, solide Sägen mit gutem Preis Leistungsverhältnis. Fast alle Motorsägen gibt es auch in schlumpfblau von Makita.
Leider haben sie, was die Motorentechnik angeht, den Anschluss an die Marktführer verloren. Stihl und Husqvarna haben elektronische Vergaser und sogar Einspritzung salonfähig gemacht. Da hinkt Dolmar/Makita weit hinterher. Da kamen die letzten Jahre keine Innovationen mehr.
Ich fürchte schlimmes für den Dolmar Standort in Hamburg.
 
Tatsächlich habe ich mir erst überlegt, ob ein Rasenmäher von Dolmar/Makita mit B&S-Motor und 3-Gang-Antrieb ein guter Kauf wäre. Kriegt man bei Amazon als Vorführmodell teils relativ günstig. Aber nachdem was Micha so schreibt.
Auf meine gebraucht gekaufte PS35C lasse ich nichts kommen. Hat im Gegensatz zu einer Stihl MS170/180 eine Zackenleiste aus Metall und etwas mehr Leistung. Völlig ausreichend als "Gartensäge". Vielleicht lässt sich 2022 ja ein Ausverkauf-Schnäppchen machen, Upgrade auf PS352 oder PS420SC.
 
Ich find's gut und habe schon vor 6/7 Jahren alle meine gängigen Benzingeräte im privaten Bereich durch Akkugeräte ausgetauscht, also das geht und finde es auch wesentlich angenehmer damit zu arbeiten.

Nur muss man sich da schon etwas wundern, wenn gerade der Hersteller, der doch als mit den "kleinsten" Akkupacks am Markt besteht, dies verkündet ... bin da echt gespannt, was da von Makita kommt (evtl. doch die 64Vmax Serie, oder noch mehr Akku-Rucksäcke!?).

Zumindest so einen Akku-Rasentraktor oder Akku-Bodenfräse gibt's m.W. noch nicht in einem großen Handwerk/Garten-Akkusystem (glaube nur Ryobi 40V), das ja je nach Kundenanwendung das wichtigste wäre, um evtl. in ein oder zwei System mit kompatiblen Akkupacks zu bleiben ... für jedes Gerät eher einen anderen Akkupack oder gar fest verbauten Akku kann nicht die Lösung sein!?
 
Die nutzen die frei werdende Kapazität um noch mehr verschiedene Akkusysteme zu entwickeln... :ducken:
 
Ich glaub's auch bald ... andere Hersteller versuchen sich mit den Akkusystemen immer mehr zu vereinen, doch Makita gräbt da eher noch jeweils ein "eigenen Loch"!
 
Auf jeden Fall haben die zurzeit nichts, was die großen Motorsägen und Trennschleifer ersetzen kann. Eventuell das 64 V-System, aber zurzeit sehe ich allen Milwaukee mit dem MX Fuel imstande, genug Leistung aus einem Akkupack zu holen. Und ob ich so einen Klotz an der Säge haben möchte, lassen wir mal dahingestellt. Ich denke, die werden sich komplett aus diesem Bereich zurückziehen.
 
Für die Benzingeräte von Dolmar ist es schon schade. War irgendwie doch die günstigere Alternative für den anspruchsvollen Heimwerker, der aber nicht in Stihl investieren möchte.
 
Ein_Gast schrieb:
Auf jeden Fall haben die zurzeit nichts, was die großen Motorsägen und Trennschleifer ersetzen kann. Eventuell das 64 V-System, aber zurzeit sehe ich allen Milwaukee mit dem MX Fuel imstande, genug Leistung aus einem Akkupack zu holen. Und ob ich so einen Klotz an der Säge haben möchte, lassen wir mal dahingestellt. Ich denke, die werden sich komplett aus diesem Bereich zurückziehen.

MX 72V ist da nichts, viel zu schwer und unhandlich.

Denke die "36V" Maschinerie wird da schon ein wichtiger Bestandteil der neuen Strukturierung werden, die kann Makita dann entweder in 40Vmax oder 2x18V Maschinen herstellen und der Kunde wählt entweder/oder ... beide sind zumindest mit Akkurucksack kompatibel.
Das 64V System kann ich noch nicht so richtig greifen, mal absehen wann es da weiter Bilder zu sehen gibt - zumindest ein Akkupacks in einer großen 64V Kettensäge könnte machbar sein (aber waren das nicht auch 32 Zellen!?).
 
MrDitschy schrieb:
Denke die "36V" Maschinerie wird da schon ein wichtiger Bestandteil der neuen Strukturierung werden, die kann Makita dann entweder in 40Vmax oder 2x18V Maschinen herstellen
Das macht irgendwie keinen Sinn. Allenfalls wenn es noch 8Ah XGT-Packs gibt.
Dazu, als weitere Steigerungsmöglichkeit, würde doch wiederum 2x XGT oder 72V Sinn machen.
64V passt hier weder zum Einen noch zum Anderen. :glaskugel:

PS
 
Beißt euch für die Leistungsfähigkeit nicht so an den verschiedenen Spannungen fest. Für die Leistungsfähigkeit eines E-Werkzeugs ist die Spannung (in realistischen Grenzen) vollkommen egal. Es kommt nur auf die Anzahl der verbauten Zellen und deren Belastbarkeit an.
Ob ich vier 18 V Packs parallel schalte oder zwei 36 V Packs parallel schalte oder ein 72 V Pack verbaue, macht für die Belastbarkeit und die Ausdauer keinen Unterschied, sofern in allen drei Fällen die selben Zellen zum Einsatz kommen. Es muss nur der Motor auf die jeweilige Spannungs optimiert sein, was bei modernen bürstelosen Motoren kein echtes Problem ist. Bei niedrigen Spannungen sind die Leitungsverluste und potentiell auch die Verluste in der Motoransteuerung minimal höher, aber moderne Halbleiter sind so gut geworden, dass der Unterschied marginal ist.

Technisch sehe ich daher wenig Grund, für diesen Wildwuchs an Akkusystemen. Das ist eher Marketing-getrieben. Um so ärgerlicher ist der Mist für die Kunden, die sich dann damit rumschlagen müssen, zwei dutzend inkompatible Makita Akkusysteme auseinander halten zu müssen...

Es bedeutet aber auch, dass bei gegebenen Zellen die Leistungsfähigkeit im Wesentlichen linear mit dem Gewicht des Akkupacks skaliert. Da kann man ein paar Prozent mit einer intelligenten Kühlung des Akkupacks herausholen, aber das ist jetzt kein Thema, wo plötzlich die doppelte Leistung zur Verfügung steht.

Einzig bei Akkurucksäcken kann ich verstehen, dass ein Hersteller dafür gerne eine höhere Spannung verwenden möchte, da das Kabel zum Werkzeug immerhin einen halben Meter lang ist. Und zu dick soll es auch nicht werden, weil es sonst beim Arbeiten stört...

Und was den Wegfall der Verbrennungsmotoren bei Makita angeht, sehe ich das durchaus gemischt.

Für die private Gartennutzung ist es wohl kein echtes Problem. Selbst viele Gärtner sind heutzutage schon elektrisch unterwegs und das klappt problemlos (zumindest bei den beiden, mit denen ich kürzlich darüber geredet habe).
Auch kleine Kettensägen für die Baumpflege sind mit der heutigen Akkutechnologie kein Problem mehr.
Rasenmäher für größere Grasflächen oder Motorhacken brauchen natürlich schon recht viele Akkus, was das Ganze im Moment noch etwas teurer macht. Da wird es aber auch noch Fortschritte geben.

Schwierig wird es im Forstbereich bei mittleren oder größeren Kettensägen. Wenn man an einem Tag in den Wald will und zwei mittelgroße Bäume fällen und zerlegen will, braucht es einen guten Vorrat an Akkupacks.
12 V KFZ-Lader sind keine tolle Alternative. Wenn ich das Auto aus mache, habe ich vielleicht einen 12 V 100 Ah Bleiakku und ein Ladevorgang von zwei 18 V 8 Ah Akkus (eine "Tankfüllung" für die Kettensäge) zieht mir da mal eben >20 Ah aus dem KFZ-Akku. Wenn der Akku nicht ziemlich neu ist, überlegt man sich das schon. Ich glaube nicht, dass der ADAC bis in den Wald kommt...
Und wenn ich das Auto im Leerlauf laufen lasse, damit die Lichtmaschine nachlädt, schluckt der 100 kW Motor im Leerlauf weit mehr Sprit als es jede Motorsäge jemals könnte. Das wäre für den Umweltschutz ein ziemlicher Schuss ins Bein.
Also genug Akkus mitnehmen. Wie viele 18 V 8 Ah Packs braucht man für zwei 12 m hohe Buchen oder Kiefern? (Und was kostet das?)

Nebenbei gefragt: Was ist eigentlich mit den Stromerzeugern, die Makita im Programm hat. Werden die auch als Akkuvariante angeboten? :mrgreen:
 
Dev schrieb:
Nebenbei gefragt: Was ist eigentlich mit den Stromerzeugern, die Makita im Programm hat. Werden die auch als Akkuvariante angeboten? :mrgreen:
Denke aber schon das es diesen Weg bsp im Wald gehen könnte, also kleines Notstromaggregat auf der Britsche mit Biosprit betrieben und daran hängst das Ladegerät für die Akkus (der Lader ziehen ja nicht viel oder was verbraucht das Aggregat?)!?
 
Das Aggregat würde dabei im maximal ineffizientesten Bereich arbeiten, weil der Motor seine Drehzahl halten muss, ohne dass wirklich Last dranhängt. Dabei überwiegen sämtliche Verluste die erbrachte Leistung. Ist halt wie Standgas. Dazu kommen die ganzen Umwandlungen: Benzin -> Bewegung -> Strom 230 V -> Strom 18 V -> chemische Energie -> Strom 18 V -> Bewegung. Das wäre eine energietechnische Katastrophe. Dagegen würde man bei einer Säge mit den gleichen Antriebsprinzip wie beim Generator direkt die Bewegung erzeugen.

Ich denke aber er meinte, was mit den benzinbetriebenen Generatoren aus dem Sortiment passiert, also ob das demnächst "Akkugeneratoren" werden? Milwaukee hat zumindest so ein Ding mit dem MX-Fuel.
 
Ein_Gast schrieb:
Ich denke aber er meinte, was mit den benzinbetriebenen Generatoren aus dem Sortiment passiert, also ob das demnächst "Akkugeneratoren" werden? Milwaukee hat zumindest so ein Ding mit dem MX-Fuel.

Es wäre halt eine "überdimensionierte" Powerbank, die zu Hause aufgeladen wird und vor Ort die Akkulade- oder Netzgeräte mit Strom versorgt.

Beispiel Bosch (die es mal wieder echt zum Krampf machen, dass Teil auf ihrem Webauftritt auffindbar zu machen)
 
Makita/Dolmar Benin Kettensägen sind nix besonderes. Preis Leistungmässig ist man eigentlich immer mit Stihl oder Husky besser gefahren, von daher kein grosser Verlust...
 
Ein_Gast schrieb:
Das Aggregat würde dabei im maximal ineffizientesten Bereich arbeiten, weil der Motor seine Drehzahl halten muss, ohne dass wirklich Last dranhängt.
Da bist du der aktuellen Technik aber deutlich hinterher. Inverter-Geräte laufen nicht mit fester Drehzahl.


mfg JAU
 
Also ich kenne das auch schon beim Auto, da ist der Spritverbrauch ja auch bei einer gewissen Drehzahl am geringsten zur erzeugten Leistung ... also so könnte ich es mir beim Aggregat auch vorstellen, dass da der Verbrauch geringer ist als bei der Kettensäge mit ständigen Vollgas (genau stecke ich da aber auch nicht drin).

Doch wenn macht es ja nur Sinn durch einen verwendeten BIOsprit, oder laufen die aktuellen Kettensägen auch damit (m.W. nicht)?


Bosch hatte meine doch auch mal so eine Akku Power Ladebox für die 36V Gartengeräte vorgestellt ...
 
Thema: Makita/Dolmar: Bekanntmachung zur Einstellung der Produktion von Benzin-Produkten
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