Laibungsdämmung bei neuen Fenstern im Altbau - wenn ja wie?

Diskutiere Laibungsdämmung bei neuen Fenstern im Altbau - wenn ja wie? im Forum Innenausbau im Bereich Anwendungsforen - Hallo alle miteinander, In der Hoffnung mit Tür ins Haus fallen zu dürfen gleich mal die Ausgangssituation: - Altbau mit 24er Ziegelmauerwerk -...
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DreiNullDrei

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Hallo alle miteinander,

In der Hoffnung mit Tür ins Haus fallen zu dürfen gleich mal die Ausgangssituation:

- Altbau mit 24er Ziegelmauerwerk
- Fenster etwa mittig
- Austausch alter doppelverglaster Fenster gegen neue 3fach verglaste, Angeschlagen mit Kompriband außen, eingeschäumt, dampdifussionsdichtes Band innen zu Verklebungs auf Mauerwerk, aber noch nicht verklebt
- Heizkörpernischen vorhanden, sollen teils ohne Heizkörper erhalten bleiben, Wunschvorstellung wäre ein Ausgleich durch eine leichte Dämmung - allerdings nur, wenn es nicht zu kompliziert wird
- Innen unverputz, geplant ist Gipsputz
- Eigentlich wäre Glattvliestapete + Farbe als letzte Schicht ganz gut, mit Kind und Hund muss man potentiell doch öfter mal was erneuern.

So - grundsätzlich wird ja empfohlen Laibungen zu dämmen. Heizkörpernische mitdämmen wäre wohl sinnvoll. Nur wie weiß ich gerade nicht so ganz.

Variante 1: Klimaplatten
Vorteil ist ja scheinbar, dass man sich keine Gedanken über Dampfsperre machen muss. Nachteil ist, dass sie so völlig anders behandelt werden müssen als der Rest der Wand. Also Eckchoner einspachteln nur mit Spachtel auf Kalkbasis, keine Tapeten, keine Dispersionsfarbe. Klingt nervig.

Variante 2: Dämmung mit Dämmstoffen, die eine Dampsperre erfordern
Also z.B. PUR. Was mich daran stört: wie verkleide ich nun wiederum die Dampfsperre, ohne erst Latten anbringen zu müssen . Gibt es überputzbare Maueranschlussbänder für die Dampsperre, um die Ecke zur Wandfläche richtig ausbilden zu können?

Variante 3: Dämmung einfach bleiben lassen
Es wird ja immer zum Dämmen gerate, habe nun aber auch schon mehrfach gesehen, dass das Privatpersonen und auch Handwerker einfach ignoriert haben und dennoch gab es keine Probleme.
Ist das Ganze, insbesondere, da es sich hier nur im 2 kleine Räume handelt, vielleicht einfach Overkill?

Wäre schön mal eure Meinung / Vorschläge zu hören.

Dankeschön
Andreas
 
powersupply

powersupply

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Hallo

Ehhhh. Ich glaube Du machst dir zu viel Theorie um die Laibung.
Mache die Klimaplatte an die Laibung und verspachtle diese. Eine Gipsschicht würde ja einen Teil der überhaupt möglichen Dämmung zunichte machen.
Anfallende Dampfmengen, sofern man da bei einer Laibung davon reden kann, sollten das Ziegelmauerwerk aufnehmen können.
Das ist jetzt aber nur meine Laienhafte Meinung zu der Sache. Ein 24er Mauerwerk wird sicherlich auch noch im laufe der Zeit eine Dämmung von außen bekommen. Dann wird die Betrachtung der Laibung meinem Verständnis zufolge noch einfacher.

PS
 
J

J-A-U

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powersupply schrieb:
Ein 24er Mauerwerk wird sicherlich auch noch im laufe der Zeit eine Dämmung von außen bekommen. Dann wird die Betrachtung der Laibung meinem Verständnis zufolge noch einfacher.
Oder auch nicht, weil man die Gelegenheit verpasst hat die Fenster in die Isolierschicht zu setzen.


mfg JAU
 
Dieter K

Dieter K

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Hallo Andreas,

so ganz einfach lassen sich deine Fragen nicht beantworten. Du hast zwar viele Infos mitgeschickt, aber ein paar Bilder wären trotzdem hilfreich. Lade sie bitte hier im Forum hoch.
Wir wissen nicht, wie viel Distanz zwischen Rahmen und Mauerwerk ist, auch nicht, was du für Fenster verbaut hast. Dreifachverglasung ist schön und gut, nur wenn der Rahmen nichts taugt sind das die Wärmebrücken. Bei den sehr günstigen Fenstern, wie sie massenhaft im Baumarkt angeboten werden, kannst du mit der Laibung tun und lassen was du willst, irgendwann kommt Schimmel. Ich habe in unserem Haus schon viele Fenster ausgetauscht, einige stehen noch an, und die ersten von mir getauschten würde ich jetzt am liebsten wieder rausreißen. Was du jetzt versemmelst rächt sich in einigen Jahren :wink:

Die Heizkörpernischen würde ich auf jeden Fall isolieren, voraussetzt dass nicht geplant ist, das Haus von außen zu isolieren. Was du da nimmst kommt darauf an, wie viel Platz zwischen Mauerwerk und Heizkörper ist.

Viele Grüße
Dieter
 
D_Mon

D_Mon

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DreiNullDrei schrieb:
... habe nun aber auch schon mehrfach gesehen, dass das Privatpersonen und auch Handwerker einfach ignoriert haben und dennoch gab es keine Probleme.
Und ich habe schon hundert mal gehört: "Früher mit den alten Fenstern hatten wir keine Probleme. Und jetzt mit den teuren neuen Fenstern gibts Schimmel an der Laibung." (oder in der Deckenkante, oder in der Heizkörpernische, oder in der Raumecke oder hinter der Sockelleiste usw.)
Nichts für ungut, aber Ferndiagnose ist bei Bauphysik nicht möglich. Das ist wie wenn Du beim Arzt anrufst und sagst:"Mein Kind hat Bauchweh, welche Medizin muss ich geben?"

Gruß
D.Mon
 
Dieter K

Dieter K

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D_Mon schrieb:
Nichts für ungut, aber Ferndiagnose ist bei Bauphysik nicht möglich. Das ist wie wenn Du beim Arzt anrufst und sagst:"Mein Kind hat Bauchweh, welche Medizin muss ich geben?"

Das klingt so, als müsste sich jeder, der ein Fenster wechselt, einen Bauphysiker ins Haus holen? Wenn es um ein Kellerfenster in einem Hochwassergebiet gehen würde, würde ich dir glatt zustimmen. Zwei Fenster in zwei Räumen zu tauschen müsste auch ohne 100%ige Abstimmung mit DIN-Normen machbar sein :wink:
 
Mr.Ditschy

Mr.Ditschy

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Statt Klimaplatten könntest auch Ytong nehmen ...
 
Thema: Laibungsdämmung bei neuen Fenstern im Altbau - wenn ja wie?

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