Ladehemmung Hilti TE 16 M BJ 2006

Diskutiere Ladehemmung Hilti TE 16 M BJ 2006 im Forum Elektrowerkzeuge im Bereich Werkzeuge & Maschinen - Hallo zusammen, Ich hab vor gut einem Jahr eine gebrauchte Hilti TE 16 M von privat gekauft. Sie sah äusserlich nahezu unverkratzt aus und soll...
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schafferulm

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Hallo zusammen,

Ich hab vor gut einem Jahr eine gebrauchte Hilti TE 16 M von privat gekauft.

Sie sah äusserlich nahezu unverkratzt aus und soll wohl auf teilprivaten Baustellen verwendet worden sein.

Beim ersten Öffnen kam kein sichtbares Öl mehr aus dem Getriebe raus. Nur dunkelgrüner Schmodder war zu sehen.

Nach mehrmaligen Spülen mit normalem Motorenöl kamen ab und an gaaaanz feine Späne hervor.

Zwischenzeitlich hab ich die Maschine auf meiner Baustelle so gute 20-30 mStunden arbeiten lassen. Öfters mal nen Ölwechsel gemacht.

Als sie mal länger richtig gearbeitet hat- so ne halbe Stunde Vollgas im Beton- konnte ich nur noch unter Druck den Meissel zum laufen bringen.

Soweit so gut. Diese Ladehemmung wurde an anderer Stelle auch schon beschrieben bei ner TE 15C.

Was mich verwundert ist, dass sie im kalten Zustand wieder tiptop funzt.

Sobald sie heiss wird, hab ich wieder erschwerten Anfangswiderstand, bis der Meisser wieder hämmert.

Erst neulich war sie so heiss geworden (auch das Rohr und der vordere Teil des Gehäuses), dass ich vollständigen Verlust der Schlagfunktion hatte.

Nach Abkühlung wieder alles normal. Döpper lässt sich leicht reindrücken. Und wenn man sie kalt und bei halber Drehzahl laufen lässt mit Schlag, dann fliegt der schön vor und zurück, ohne vorne zu verklemmen. Nur wenn ich Vollgas gebe, schlägt er nach vorn, bleibt dort, kann im Betriebskalten Zustand aber auch wieder locker zurückgedrückt werden.

Und eben darin unterscheidet sich mein Fehlerbild von den bisherig beschriebenen.

Kalter Betriebszustand alles Tiptop, Warmer Betriebszustand braucht es ordentlich Ansetzdruck am Meissel oder sogar Verlust der Schlag-Funktion.

So, zum aktuellen Stand:

Maschine und Getriebe sind demontiert. Explosionszeichnung und Ersatzteilliste vorhanden.

Dieser Drehkolben mit Pleuel sieht sehr schön aus. Getriebezahnräder und Konusritzel vom Anker sind Blank und glatt. Alle Lager haben quasi kein Spiel.

Der Flugkolben, der der auf den Döpper haut , sieht glatt und ordentlich aus. die Viton- Dichtungen sehen ordentlich, aber auch schon abgenutzt aus (leicht kantig).

Es fehlt jetzt nur noch, dass ich vorne diesen Sprengring löse, und den Döpper nach vorne rausnehme.
Da traue ich mich noch nicht richtig ran. Der Sprengring sitzt knallfest.

Dieter‘s Beiträge hab ich schon studiert. Ich schau um Durchschläge oder Bolzen mit 2x5 mm.

Zwei Fragen:

Wie schnell kommt man bezahlbar an die VitonRinge, Drahtringe und Döpperteile?

Soll ich diese Sperrscheibe, die von dem Drahtring vorne am Rohrende gehalten wird -wie auch schon beschrieben- mit Rohr oder Nuss zurückdrücken? Ich seh in der Explosionszeichnung keine Feder dahinter. Mach ich dann was kaputt?


Danke Euch im Vorneweg, ich schätze die Hilfe im Forum immer sehr.

Gruass

Thomas
 
Hallo Thomas,

deiner Beschreibung nach vermute ich, dass untaugliches Öl in der Maschine war. Und ja, Bilder sagen mehr als Worte.

Den Döpper musst du auf jeden Fall befreien. Um den Ring vorne raushebeln zu können, genügt notfalls auch eine kleine Schraube, M2.

Mach auch ein Foto direkt von vorne.

Grüße,
Dieter
 
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Die ganzen Teile sehen gereinigt blank aus.

War heut n bisschen unpassend, mit Hemdchen die dreckigen Teile nochmals zu reinigen.
 
Ich sag, fast wie neu :wink:

Den O-Ringen sieht man die von dir beschriebene Prozedur an, aber das sind einfach Verschleißteile. Der obere Teil des Döppers sieht erträglich aus, da habe ich schon Schlimmeres gesehen, alles bisher gut. Wenn die Zahnräder rund herum so aussehen wie die Ausschnitte auf den Bildern, passt alles.

Um den Döpper zu befreien treibe den Stopper Pos. 96 mit einem Rohr oder Röhrchen, das über den Döpper passt, etwas zurück. Ich nehme dafür Stück von einem Alurohr, glaub 12mm Innendurchmesser und ein paar leichte Schläge mit dem Hammer. So geht der Sicherungsring besser raus.

Wenn der Ring draußen ist, von hinten den Döpper nach vorne austreiben.

Dann nimmst wieder die Kamera in die Hand.
 
Zuletzt bearbeitet:
So, die Maschine ist zerlegt.
Hier die Teile.

Meine Einschätzung:
Döpper und dieses Anschlagstück werden bei Hitze in der Form so verändert, dass der Döpper nimmer ein und ausgleiten kann, sondern irgendwie sich eingräbt/einschüsselt.

Alternativ: Die Bronzedichtungen sind so runter, dass der Döpper soviel Reibung hat, dass er so heiss und so gross wird, dass er irgendwann nen Kolbenfresser bekommt, der sich beim Abkühlen wieder löst.

Der Rost am Döpper kanns wahrscheinlich nicht sein. Der hat da ordentlich Spiel.(also jetzt nicht unendlich, aber schon reichlich)

Der Anschlag hat schon einige solcher Löchlein.

Der Döpper läuft sauber und ohne Spiel.
Die Dichtungen sehen ordentlich aus, sind aber plan.

Müssen die ein bissel überstehen?

Naja, ich freu mich auf eure Einschätzung.

Gruass aus Ulm

Thomas
 

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Zuletzt bearbeitet:
Da haben ich ja Dramen abgespielt in deiner TE 16-M :wink:

Ich denke, das Öl war nicht für die Maschine geeignet, dadurch wurde sie zu heiß und dadurch hat das Öl komplett versagt.

Probiere mal, wie sich der Döpper ins Rohr schieben lässt. Leicht oder ist da ein Widerstand?

Grüße,
Dieter
 
Was für ein Öl wurde verwendet? Lief die Meißelaufnahme trocken? Kann jmnd. heir sagen was für ein Öl normalerweise dahingehört?
 
Kann jmnd. heir sagen was für ein Öl normalerweise dahingehört?

In die Maschine gehören 38 ml Turmopol 20HD und nichts anderes. Für die Werkzeugaufnahme taugt alles was gut flutscht.
 
Sodale,

Hab vorhin nochmals den Döpper eingesetzt. Der sitzt ohne Spiel stramm im Rohr und lässt sich mit etwas Widerstand (wegen den Dichtungen?) -an sich leicht- verschieben.

Die Frage ist, was gehört sich?
Sind die Dichtringe gequollen?

Wurde auch schon mannigfaltig diskutiert. Kann man auch dazu stehen, wie man willen.

Ebenfalls die Frage, welches Öl reingehört.

Da habe ich schon von Personen , die viel mit den Menschen in roten Autos und weissem Schriftzug zu tun haben, gehört von : „Kann man einfüllen, was man will“ bis zu „ich verwende klassisches Salatöl“ .

Bei mir kam deswegen SAE 10 -W40 rein.
Das war in jedem Fall besser, als gar keine Schmierung. Hatte mir auch Getriebeöl SAE 80 W 90 überlegt. Spezifikationen zu Turmopol hab ich keine gefunden. Die Geheimnisklasse diese Wunderöls ist hier wohl ähnlich wie „Was ist der Sinn des Lebens“.

Jetzt ist nur die Frage, obs mit Turmopol HD 20 wieder besser wird.

Wovor ich mich scheue ist, die besagten 100€/Liter zu zahlen, bei den 38 ml+- 2 ml , die rein gehören.

Die Frage, die sich mir stellt: Wie sehen die Teile prinzipiell mal aus? Muss was getauscht werden?
In jedem Fall würde ich alle Viton-Ringe, die beiden Gummiringe an der Wellendichtung ganz vorne und evtl. den Wellendichtring des Schlagrohres tauschen.

Beim Öl würde ich den Versuch mit Turmopol wagen, wenn mich da jemand mit bezahlbaren 100 ml beliefern könnte?

Dann tausch ich die Ringe, entfette/säubere die Maschine, baue zusammen und füll mal auf?

Was meint ihr?
Danke nochmals für die Mühe und Zeit mit meinem Problem.

Gruass
 
Zuletzt bearbeitet:
Hab vorhin nochmals den Döpper eingesetzt. Der sitzt ohne Spiel stramm im Rohr und lässt sich mit etwas Widerstand (wegen den Dichtungen?) -an sich leicht- verschieben.

Ja, wegen der Dichtungsringe. Der Döpper sollte beim ins Rohr schieben schon einen gewissen Widerstand haben, im Rohr beim Hin- und Herschieben auch.

Sind die Dichtringe gequollen?

Nein, das sind sie nicht. Optisch sehen deine noch gut aus, sind aber leicht abgenutzt. Ich würde sie mal mit einem Gebläse gut anwärmen, so mit 150° zwei mal ganz langsam rum und ein bisschen kneten, gefühlvollst dehnen, dass sie wieder ein µ über den Döpper ragen. Nimm die Ringe bitte nicht ab.

Ebenfalls die Frage, welches Öl reingehört.

Meine Meinung zum Öl für die Maschine steht ein Stockwerk höher.

Bei mir kam deswegen SAE 10 -W40 rein.

Hättest du das Öl genommen, das in die Maschine gehört, gäbe es diesen Thread nicht.

Wovor ich mich scheue ist, die besagten 100€/Liter zu zahlen, bei den 38 ml+- 2 ml , die rein gehören.

Das wird im Internet auch tröpfchenweise verkauft. Auch noch teuer aber bezahlbar. Darüber sollte man sich Gedanken machen, bevor man sich privat diese Hilti zulegt.

Die Frage, die sich mir stellt: Wie sehen die Teile prinzipiell mal aus? Muss was getauscht werden?

Wie du richtig vermutest, die O-Ringe müssen getauscht werden, der Wellendichtring in der Manschette bei deiner Maschine vermutlich noch nicht. Wie sieht es mit den Kugellagern aus, kannst du abschätzen ob die zu viel Spiel haben oder nicht? Pos. 84 ist so der übliche Verdächtige.

Die anderen Teile, auch Pos. 92, sind in einem sehr guten Zustand.
 
Da habe ich schon von Personen , die viel mit den Menschen in roten Autos und weissem Schriftzug zu tun haben, gehört von : „Kann man einfüllen, was man will“ bis zu „ich verwende klassisches Salatöl“ .
Warum sollten Leute, zu denen dauernd die Feuerwehr kommt, Experten für Elektrowerkzeuge sein? Die sind vielleicht Experten für Pechstränen oder für Brandstiftung...
 
Zum Turmopoil 20 HD habe ich folgendes gefunden:
Öl typ: Poliglycol
Kinematische Viskosität 20 Grad Celsius: 220 mm2/s, 40 C: 114, 100C: 20.
Temperaturbereich: -30-220C (Das scheint für mich mit 10w-40 mineralölbasiert das Hauptproblem zu sein)
Dann hat 10w-40 auch nur um die 12-15 mm2/s bei hundert Grad Celsius.

Ist ein großes Glück daß die Teile keine größere Schaden gonommen haben.

Mann kann auch was billigeres mit ähnliche Werte nehmen wenn es zu finden gibt.




Menschen in roten Autos: Die Postbote vom Royal Mail sind sicher keine Idioten, aber sind auch nicht für die technische Fragen zuständig.

Warum sollten Leute, zu denen dauernd die Feuerwehr kommt, Experten für Elektrowerkzeuge sein? Die sind vielleicht Experten für Pechstränen oder für Brandstiftung...
:D

Warum fahren Menschen ihre Autos und Maschinen nicht mit Sonnenblumenöl? Es wird immer weniger selbstverständlich für mich.
 
Mann kann auch was billigeres mit ähnliche Werte nehmen wenn es zu finden gibt.

In Maschinen der neuen Generation verwendet Hilti als Öl Klübersynth GH 6-80. Von billiger weit entfernt.

Man müsste sich durch sämtliche Hersteller von Industrieschmierstoffen wühlen, es gibt bestimmt Erzeugnisse mit ähnlichen Werten. Nur scheitert es dann vermutlich an der Mindest-Abnahmemenge.
 
In den ollen 60er und 72ern war immer Tellus 46 drin. Ein, wohl damals übliches, zinkhaltiges Hydrauliköl. Heutiges Standard 46er Hydrauliköl ist "lediglich" zinkfrei, sollte aber aufgrund unverträglichkeiten nicht mit altem zinkhaltigen Öl gemischt werden.
Mit Motoröl à la 15W40 o. Ä. Hab ich schlechte Erfahrungen gemacht. Das gibt viel mehr Sauerei wenn die Maschine leckt und außerdem schlägt die dann im Leerlauf viel stärker durch.

PS
 
In Maschinen der neuen Generation verwendet Hilti als Öl Klübersynth GH 6-80. Von billiger weit entfernt.

Man müsste sich durch sämtliche Hersteller von Industrieschmierstoffen wühlen, es gibt bestimmt Erzeugnisse mit ähnlichen Werten. Nur scheitert es dann vermutlich an der Mindest-Abnahmemenge.
Da diese GH 6-80 eine niedrigere Viskosität hat als der Turmopol, väre mal interessant zu vergleichen ob die Maschinen damit auch entsprechend größere Zahnradoberflächen haben zum Beispiel am Ankerzehnrad.(Oder da wo die Geräte generell erst kaputtgehen.) Oder ob die wesentlich kälter laufen als die alte Geräte. Falls nicht, ist es gut möglich daß mit dieses Öl die Geräte nicht so lange halten würden als mit den benannten Turmopol.

Und noch zur Werkzeugaufnahme habe ich noch vergessen daß da ein Milybdändisulfid oder Grafithaltiges Fett am besten passen sollte, und eine wesentlich längere Lebensdauer bedeuten kann.

In den ollen 60er und 72ern war immer Tellus 46 drin. Ein, wohl damals übliches, zinkhaltiges Hydrauliköl. Heutiges Standard 46er Hydrauliköl ist "lediglich" zinkfrei, sollte aber aufgrund unverträglichkeiten nicht mit altem zinkhaltigen Öl gemischt werden.
Mit Motoröl à la 15W40 o. Ä. Hab ich schlechte Erfahrungen gemacht. Das gibt viel mehr Sauerei wenn die Maschine leckt und außerdem schlägt die dann im Leerlauf viel stärker durch.

PS
Das ist ja auch interessant, da der Tellus 46 ist viel dünnflüssiger als die erwähnte andere, inklusive der 10w-40. Warscheinlich war alles viel größer dimensioniert, da ich bei diese ältere Generation keine kürzere Lebensdauer vermute.
 
Servus zusammen,

sehr interessante Beiträge.

Ich hab mir mal den Spass erlaubt, bei Hilti anzurufen.

Die wollen ernsthaft 125€ exkl. MwSt für nen Liter Turmopol.
Da musste ich am Hörer etwas sehr laut lachen.
Dann hab ich bei Händlern rumtelefoniert.
Die wollen rund 40€ für nen Liter. Bei Abnahme einer Mindestgebindegrösse von 4 x 1 l.

Ich überlege gerade, die 4x1 l direkt bei Lubcon zu kaufen. Dann kostet der liter noch so 30/35€.

Ist billiger, als nen Liter bei Hilti zu bestellen.
Und ich weiss halt, dass es echtes Turmopol ist. Und den Tradern bei Ebay trau ich halt nicht, wenn die mit nem Labeldrucker Turmopol draufschreiben.

Einen Liter nehm ich für mich. Die restlichen Liter verkauf ich halt in der Bucht in der Originaldose und ungeöffnet. Da werden sich halt dann welche freuen.

Hat mir noch jemand eine Bezugsquelle für die Vitonringe?

Danke für die Beiträge!

Gruass

Thomas
 
So hallo zusammen,

es gibt natürlich eine Zwischenbilanz zu der Anfrage nach Unterstützung.

Die Maschine ist zwischenzeitlich wieder zusammengebaut. Aufgrund der klassischen Vergesslichkeit des Monteurs kenn ich mich nun sehr gut mit der Montage und Demontage aller Teile aus. Die Maschine wurde mittlerweile mehrfach wieder aufgebaut. Kleiner Tipp an alle: Vergesst nicht den Flugkolben einzulegen, danach erst der Pleuelkolben 🙈☺️.

Die O-Ringe am Flugkolben und Pleuelkolben wurden erneuert. Das Material heisst wohl FKPM 75.

Der vordere Anschlagring, durch den der Döpper schlägt, wurde mit 3000er Schleifpapier mit Öl innen nass poliert.

Alle Teile wurden mit Bremsenreiniger gereinigt und danach bei Einbau mit nem Tröpfchen des verwendeten Öles vorgeschmiert.

Die Teile mit neuen O-Ringen sitzen naturgemäss wieder sehr fest. Da hatte ich Bedenken, ob sich das so gehört.

Da ich mich scheue, das Turmopol zu kaufen, habe ich den Auftrag an einen örtlichen Ölhändler gegeben, ein vergleichbares Produkt zu finden. Dieser hat das Datenblatt vom Turmopol gelesen und mir das folgende Öl genannt:

Total Traxium Dual 9 Fe

Ich habe einen Liter des Getriebeöles für 10€ gekauft und die 38 ml +\- 2 ml eingefüllt.

Gestern Abend durfte die Maschine wieder ran.
1-2 h mit ordentlich Last.

Ergebnis:

Die Maschine schlägt wieder ordentlich zu. Die Problematik mit Verklemmen ist nicht mehr aufgetaucht.

Wenn der Döpper frei nach vorne gegen den Anschlagring knallen kann, dann brauchts minimal Kraft, die Maschine wieder zum Schlagen zu bringen. Dann wirds da wohl minimal ne Problematik geben.

Die Front der Maschine war nach dem Einsatz deutlich warm, aber nicht brühheiss, wie vor der „Reparatur“.

Zwischenfazit:

Maschine funktioniert-ich bin sehr zufrieden-ich bin Euch für die Unterstützung sehr dankbar-Baustelle geht weiter.


So wie Dieter schrieb, wird es wohl sein. Das Öl hat aufgegeben, weil es zu heiss war. Schmierfilmriss vielleicht und Kühlungsproblem.
Über das Risiko der experimentellen Verwendung des neuen Öles bin ich mir bewusst. Da vertrau ich auf den Ölhändler.

Ich werde nach der Baustelle (nächstes Jahr August oder so) oder bei Schadensereignis berichten.

Leute: Herzlichen Dank!

Gruass aus Ulm
 
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Thema: Ladehemmung Hilti TE 16 M BJ 2006
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