Keine Garantie, Keine Rücknahme, Keine Gewährleistung ...

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hinack

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Liebe Kettensägen-im-eBay-Verkaufer-und-Käufer,

immer wieder steht unter den Angeboten dieser oder ein ähnlicher Satz:

Keine Rücknahme, keine Garantie, Privatverkauf deshalb kein Geld zurück, gekauft wie gesehen, Als Ersatzteilspender, aber voll funktionsfähig, nur Kratzer

Das ist alles gequirlter Müll! Es gibt Urteile dazu. Ein eBay-Angebot wird als Kopie auf tausende PC's übertragen und stellt somit ein formularmäßiges Angebot dar, das dem AGB-Gesetz unterliegt. Und im neuen Gewährleistungsrecht ist explizit ausgeführt, daß es durch AGB nicht eingeschränkt werden kann. Es gilt also bei eBay-Angeboten immer das Gewährleistungsrecht, so wie es Gesetz ist. Ob der Verkäufer darüberhinaus noch Garantieen abgibt ist seine Sache und ob der Erwerber diese Garantien annimmt auch. Man kann also bei Angeboten, die nicht im Einzelfall verhandelt werden und bei denen der Erwerber durchaus für den Verzicht auf Gewährleistungsansprüche Preisnachlässe oder sogenannte Überlieferungen aushandeln könnte, das Gewährleistungsrecht nicht aushebeln. Wer das versucht fällt damit automatisch auf die gesetzliche Regelung zurück.

Warum liebe Kettensägen-im-eBay-Verkaufer-und-Käufer könnt ihr das nicht akzeptieren und einsehen?

Das Gewährleistungsrecht schützt doch gerade den Verkäufer, weil es dem Käufer eben nur eine beschränkte Zeit einräumt Mängel an der gelieferten Sache festzustellen. Es kann dem Verkäufer also egal sein, ob jemand nach 3 Jahren feststellt, daß bereits beim Verkauf ein Mangel vorlag, den er nur noch nicht bemerkt hat. Der Verkäufer kann nach 2 Jahren wieder ruhig schlafen. Und es geht eben nicht darum, daß die gelieferte Sache innerhab der 2 Jahre kaputt geht, es geht darum, daß der Käufer feststellen darf, daß sie bereits damals kaputt war oder im Gebrauchgerätefall eben doch mehr Mängel hat als angegeben. Und die Mängel müssen dem Verkäufer auch noch bekannt sein und das muß der Käufer erst mal nachweisen.

Neulich hab' ich allerdings auch einen Satz gelesen:

Ich weiß, daß ich das nicht muß, aber wenn Dir die Maschine innerhalb der nächsten 14 Tage kaputt geht oder Du einen Fehler findest, den auch ich hätte sehen müssen und nicht angegeben habe, dann schick sie mir zurück und Du kriegst Dein Geld samt Porto wieder. Und wenn Du sie einfach nur nicht toll findest, dann sag's gleich, da freut sich dann der mit dem zweithöchsten Gebot. eBay soll Spaß machen.

Ich hab' gestaunt und es hat Spaß gemacht!
 
Hallo,

ist wirklich nett etwas stichhaltiges dazu unter

http://www.lexexakt.de/glossar/ebayhaftungsausschluss.php

Nur noch neben bei, wenn ein Privatverkäufer ständig das gleiche verkauft, kann er die Haftung auch nciht mehr ganz ausschließen, bzw werihm böse will, kann ihn auch drankriegen. Es gibt Gerichtsurteile, da werden Privatverkäufer mit mehr als 1000 Bewertungen einem Gewerblichen gleichgestellt. Wenn an es böse mit einem meint der schon seit 500 positven Bewertungen den Keller aufräumt, ist der genauso dran.

Gruß

Thomas
 
Gewährleistung heißt das die Ware zu Zeitpunkt der Übergabe ohne Mängel bzw. mit bezeichneten Mängeln war nicht mehr und nicht weniger. Wenn an dem Teil nachträglich was kaputt geht fällt dies nicht unter die Gewährleistung es sei den der Kunde kann Einwandfrei nachweisen das der Mangel schon zu Datum des Kaufes bestanden hat und ein sogenannter verdeckter Mangel war.
 
Moin Thomas

Da Klick

Aber alle Quellen gehen bislang immer von Mängeln und daraus folgender Haftung aus. Da es sich um AGB handelt, bedarf es nicht mal irgendeiner falschen Beschreibung oder zugesicherten Eigenschaft oder dergleichen. Der Scheiß gilt einfach nicht.

Also immer schön den als "Bastlergerät, aber kriegst Du ganz sicher wieder hin" oder als "muß man nur mal richtig einstellen" verkauften Schott reklamieren und im Zweifel gleich einen Mahnbescheid zur Rückerstattung von Porto und Aufwendungen hinterherschicken. Die haben noch nicht begriffen, daß ein "muß man nur mal richtig einstellen" nur bedeutet, das Gerät ist bis auf die falsche Einstellung des Vergasers mängelfrei und eben nicht, "solange selbst der Vergaser nicht richtig eingestellt ist, kann ich von weiteren Mängeln ja nichts wissen." Eigentlich muß jemand der "muß man nur mal richtig einstellen" drunter schreibt, das Gerät ja selbst erst mal richtig eingestellt haben (und anschließend wieder verstellt :roll: ) um diese Eigenschaft zusagen zu können. Solche Haftungsausschließer und Müll-Verticker machen den eBay-Markt, der ja gerade Sammlern und Ersatzeilsuchern sehr hilft, komplett kaputt. Wehrt Euch! Solange die, die die Kettensägen nur von der Seite fotografieren, wo tatsächlich alles heile ist, durchkommen, weil man eben wegen 50 Euro nicht zum Mahnbescheid greift, solange werden paar Dumme dafür sorgen, daß paar Dreiste noch dreister werden.
Irgendwann steht dann drunter:
"Wenn's Geld da ist und eine positive Bewertung schick' ich irgendein kaputtes Ersatzteil oder Buntmetallschrott, aber ohne positive Bewertung kriegst Du garnüschd"
 
habt Ihr denn echt alle soooviel schlechte Erfahrungen mit Ebay machen müssen?
Mhm, das einzige, was ich bisher ersteigerte war eine Schnittschutzhose für 50€ Sofortkauf bei einem Händler - und das hat mein Arbeitskollege damals für mich getan. Erst letzte Woche hab ich mich selbst bei Ebay angemeldet und wollte Schnitzereien usw. irgendwann mal anbieten - allerdings am liebsten mit Selbstabholung bei mir zuhaus. Auch wollte ich irgendwann meine Sägenbastelwut - aus drei mach eins - über Ebay finanzieren.....
aber der ganze rechtskram hat mich gebremst, weil Ärger will ich keinen. Meine defekten Sägen bekomm ich durch Mund- zu Mund"werbung" oder von leider etwas weiter entfernten Händlern, die kaputte Sägen und Teile aufheben - und nicht in Ebay verklopfen - warum nicht, weiß ich nicht, vielleicht auch aus rechtsgründen....
Leider werfen die meisten etwas kaputtes einfach weg! Und von der Grundidee gefällt mir Ebay sehr gut, man müsste halt wirklich mehr Zeugs in der Nähe abholen können - und angucken, bevor man mitsteigert....
 
fränkle schrieb:
habt Ihr denn echt alle soooviel schlechte Erfahrungen mit Ebay machen müssen.

Ja leider, aber inzwischen machen die ganzen Gewährleistungsausschließer schlechte Erfahrungen mit mir, zumindest wenn sie denken sie könnten mich vera... albern, auch wenn das jedesmal ein Heidenaufwand ist. Leider informiert ja eBay da auch viel zu wenig oder schmeißt solchen Unsinn gleich raus. Wenn mir einer eine Säge mit Kolbenfresser anbietet, als "nur mal einzustellen, lief bis zum Schluß" dann krieg natürlich erstmal ich 'nen Hals und dann der das Problem. Ich laß' deshalb alle ebay-Pakete immer über den normalen Wareneingang der Firma laufen. So hab ich immer einen (zumindest weitgehend unabhängigen und unvoreingenommen, ahnungslosen) Zeugen für den Zustand der Lieferung bei Entgegennahme. Und wenn dann die Supertolle Säge schon siffig und verkeim aussieht oder extra gut geputzt, dann laß' ich gleich erstmal von einem Kumpel den Auspuff abschrauben und laß' den einen Blick auf den Kolben werfen und oft schick ich dann eine noch freundliche eMail, weil man sehr oft sieht, daß der Auspuff bereits schonmal ab war und die Maschine nach dem Wiederanschrauben auch nicht gelaufen war. Ich unterstelle dann, daß es der Verkäufer war, der sich den Schaden angesehen hat, was nicht ganz so schwer wiegt als würde ich unterstellen, daß die Maschine von einer Fachwerkstatt, die den Auspuff demontiert hatte, für tot erklärt wurde. Auf diese eMail wird in aller Regel nicht geantwortet. Dann weiß ich schon woran ich bin. Und dann geht eben ein Schreiben raus. ... Und in aller Regel geht es auch ganz schnell bis dann die Kohle wieder da ist. Es verwundert allerdings, daß sich bis jetzt nicht einer hat, seinen Schrott gegen Erstattung des Portos zurückschicken lassen. Alle haben das Angebot angenommen, daß ich die Dinger hier in Leipzig über die Gelbe-Mehrwerttonne kostenfrei entsorge. Ist schon erstaunlich, wo sie doch eine tolle bloß mal einzustellende Säge, (die gerade noch lief :wink: ) für immerhin 60, 80 oder 150 Euro verkauft hatten. Zurück wollten die die nie.

Die Blödmänner wissen garnicht, daß sie mit dem "Kein Geld zurück, keine Rücknahme" auf die Möglichkeit zur Wandlung oder Rücktritt verzichten und ich jedesmal die zur Mängelbeseitigung notwendigen Aufwendungen einklagen kann. Bei einem kaputten Kolben und Zylinder sind das ganz schnell mal 400-500 Euro. Das wißt Ihr ja selber. Würden sie sich den unsinnigen Satz sparen, dann müßte ich fragen, was sie zur Mängelbeseitigung machen wollen und wer würde da nicht die Unwirtschaftlichkeit einreden und die Kohle lieber ganz schnell wieder rausrücken als die Reparatur einer Schrottmaschine beauftragen. Aber sie müssen erst mal den Schaden haben, damit die das lernen. Es geht wohl zu oft gut. :evil:
 
@ hinack.
Also eine Kolbenfresser an einer Säge bedeutet keine 400-500Euro Schaden, da du alles von einem Kumpel machen lässt Paket annehmen und rein schauen gehe ich auch davon aus das du wohl selbst keine Ahnung hast?! Ich sag dir nur eins so wie du es machst das kann dir auch ganz schnell ans Bein laufen, da eine Privatperson Gewährleistung und Sachmängelhaftung sehr wohl ausschliessen kann. Ich unterstelle dir mal so wie es für mich rüber kommt du bestellt, ersteigerst die Sägen nicht um sie zu nutzen sondern um den Leuten die sie verkaufen Ärger zu machen ob nun zu Recht oder zu Unrecht sei einmal dahin gestellt. Und wenn man die "Erfahrung" wie du hat und weiß das jedes " Vergaser muss mal eingestellt werden" oder "ging bis zum Schluss" KF heißt wieso bietest du dann mit? Oder wieso bietest du dann so hoch? Weil du hintenraus eine Säge haben willst und das ganze unter Androhung von rechtlichen Schritten kostenlos? Wer betrügt da wenn?
Sag halt einfach mal was dazu!
 
@hinack
.....dann holst Du sie Dir aus der gelben Tonne wieder raus, reparierst sie und verklopfst sie wieder über Ebay, oder was..?!
(natürlich mit der entsprechenden "rechtsfähigen" Beschreibung....)
 
Reines Herzens sind wohl beide Seiten nicht. Der Verkäuferseite würde ich aber regelmäßig versuchten oder vollendeten Betrug unterstellen, nichts weiter ist es für mich. Und ich würde das auch mit einer Strafanzeige quittieren, die kann ja ruhig gegen unbekannt laufen, man will ja keinem etwas unterstellen.
 
So einfach würde ich es mir nicht machen wenn da wirklich eine Privat person dahinter steht die echt keine Ahnung hat will man sicher nichts sagen und dort findet man sicher auch eine vernünftige Lösung. Wenn dort wiederrum einer dahinter steht der regelmässig Sägen mit sowas verkauft würde ich das auch anders Handhaben nur finde ich die Sache wie Androhung von rechtlichen Schritt bis der Verkäufer auf die sache und geld verzichtet nicht so sinnvoll weil man dort Unrecht mit Unrecht bekämpft und beide Seiten gleich schlecht sind.
 
Es kommt auf die Artikelbeschreibung an. Wenn drin steht: "... ging bis zum Schluss ..." und es fehlt, der Zusatz ", aber jetzt nicht mehr" (sinngemäß), und sie hat einen Kolbenfresser, dann ist das Verarschung. Das hat mit Laie oder Profi m.E. nichts zu tun.
 
also wenn ich mir das vom hinack so durchlese glaube ich du kennst nur Gesetzestexte von anno dazumal !! :?

:!: :!: denn zum Thema Gewährleistung und Sachmängelhaftung für Privatpersonen kann ich zenoah nur recht geben :!: :!:


:x hinack :x , du redest immer von zwei verschiedenen Dingen:
einaml von (NUR) ausschliessen des Rücknahme und Gewäheleistungsanspruches und zweitens von arglistig verschwiegenen Mängel das sind zwei absolut unterschiedliche Sachverhalten! :!:
 
Moin Zenoah und fränkle,

also mal Bißchen konkreter.

Es hat ganz harmlos angefangen. Ich hatte eine Partner 351 deren Gehäuse war undicht und die war geborgt aber ich hatte Ketten und Schwerter dazu. Hab' ich hier auch schonmal geschrieben. Das Ersatzeil "Body" gab's noch, aber sehr teuer. Also hab' ich im ebay mach einer Säge gesucht, an der alles kaputt sein durfte, nur eben der Body nicht. Und ich habe eine bekommen, an der (Obwohl nur mal einzustellen :wink: ) auch wirklich alles kaputt war und eben auch der Body. Auch das hab' ich hier schonmal gepostet. (Lager der Fliehkraftkupplung fest, Kette läuft immer mit, war die Spitze) Diese Säge war also völlig unbrauchbar und das nicht nur für mich. Da ging das Theater los.

Mein Weibchen hatte gleichzeitig ein Kristallhalsband aus Swarowski-Kristall ersteigert, dessen nicht nickelfreie Fassung mit einem "Made in China" geschmückt war. Das war dann schon das nächste Thema, alles innerhalb weniger Tage.

Gleichzeitig liefen noch Gebote von mir auf zwei Partner 355, die ich zusammen zu einer bauen wollte. Was mir sicher auch gelungen wäre, (Ich hatte noch eine mit defekten Zylinder und Kolben in petto) wären nicht der Kolben der einen regelrecht mit dem Zylinder verzahn gewesen. Ich hätte mich nicht so sehr geärgert, hätte nicht bei der der Auspuff sogar demontiert im Paket gelegen. Und die andere "Lief gut und springt auch sofort an, wenn man ihr Bißchen Benzin in den Vergaser gibt." Hatte ein gebrochenes Pleul und ließ sich natürlich überhaupt nicht durchziehen, was nun wirklich jeder Blinde hätte merken müssen.

Ich hatte vorher schon eine "sehr gut erhaltene Partner 355" ersteigert, da war der Kolbenring zerbrochen und ein cm-größes Stück fehlte und das war in der Auslaßöffnung gut sichtbar und der Auspuff war auch an dieser Säge demontiert worden. Diese Säge habe ich bezahlt, weil der Verkäufer angegeben hatte, er wissen nicht warum sie nicht mehr gut läuft und wieder aus geht und keine Leistung hat und ich ja daraus hätte entnehmen können: "hat keine Leistung und geht aus". Hätte ich dem Verkäufer damals unterstellt, daß er ganz genau gewußt hat, daß die Säge Schrott ist, hätte ich vielleicht auch da schon gezuckt und eher gelernt. Diese Säge war damals in der Werstatt und ich war stolz als ich sie hinbrachte und ernüchtert als ich sie abholte. Der Techniker zeigte mir dann woran man gut erkennen kann, daß ein Auspuff schonmal demontiert war und ob die Säge danach nochmal wieder lief.

Als Krönung kam dann noch ein "fast unbenutztes Schwert" das bis auf die Breite von etwa 1cm ausgeglüht war und dessen Stern keiner mehr war, weil den jemand wegen eines festen Lagers rausgedrehmelt hatte.

Eine Vorführmaschine (Rührgerät von Westfalia) kam völlig versifft bei mir an und der Motor lief, aber der Rührer drehte sich nicht. Westfalia konnte dann anhand der Seriennummer verfolgen, daß die Maschine bereits dort repariert worden war und daß sie als Elektroschrott als Paletten-Partie verkauft worden war.
irgendwo war dann Schluß und Gesetz lesen kann ich als Schöffe ja nun. Also hab' ich die Kohle zurückerstritten.

Ich bin also reinen Herzens und genauso wie ich niemanden bescheiße, will ich auch nicht beschissen werden. Aber fragt mal die Leute. Es ist schon ganz normal, daß man seine kaputten Elektromaschinen und seinen ganzen andern Müll statt ihn zu entsorgen ver-ebay-t.

Doch warum dann nicht ehrlich? Weil man unehrlich einen besseren Preis kriegt? Und den zahlt irgendjemand und vielleicht ist dieser Jemand einer, der sein Geld darauf gespart hat und nicht den Mut und die Ahnung hat, es auf dem Rechtswege wieder zu kriegen. Der ist dann der Dumme, bloß weil er glaubt, er hätte keine Ansprüche, wenn man ihn bescheißt. Stellt Euch doch bitte bloß mal vor, was in einer Famillie los ist, wenn der Vater eine Säge schon für teuer Geld im ebay kauft und dann ist die auch noch unreparierbarer Müll oder wenn Mama 50 Glocken für echten Kristall-Schmuck aus China überweist, der dann Abdrücke aus Pusteln hinterläßt.
 
@hinack,

ich gebe Dir Recht und finde es genauso unakzeptabel, was da sehr oft gespielt wird. Dazu kommt noch, das sich viele gewerbliche Verkäufer hinter sogenannten "Privatangeboten" verstecken, um vermeintlich die Geährleistung zu umgehen. Aber es auch schon Urteile gegeben, das selbst wenn der Händler einem Angestellten den Gegenstand zum Zwecke des Verkaufs überlässt, der Verkauf gewerblich ist.
 
Moin Streiter,

von "Gewährleistungsausschluß" muß ich nicht mehr reden, den kann man nicht in einem ebay-Angebot wirksam vereinbaren. Ein Käufer hat also immer Zeit einen Mangel einer Sache der beim Übergang bereits vorhanden war oder der auftreten mußte zu entdecken und dessen Beseitigung nach §439 BGB auf dem Wege der Nacherfüllung zu verlangen. Dabei ist ein Mangel im Rechtsinn nicht unbedingt das, was man so allgemein als Mangel bezeichent. Es ist eher ein Abweichen vom vertragsgemäßen Zustand. Selbst einen im allgemeinen Sinne mängelfreie und nagelneue Kettensäge von Stihl ist mangelbehaftet, wenn eine gammelige Partner 351 ersteigert wurde. :wink:

Entdeckt ein Käufer also im Rahmen der nicht auszuschließenden Gewährleistung einen Mangel, dann kann er immer Nacherfüllung verlangen und er sollte das auch tun. Anderfalls kann er gleich ohne jede Gegenleistung Geld in alle Welt überweisen.

Hat der Verkäufer aber bereits sein Wahlrecht nach §439 ausgeübt und zum Ausdruck gebracht, daß er eben keine Rückabwicklung zum Zwecke der Nacherfüllung wünscht und auch keine Nachlieferung einer mangelfreien Sache vollführen wird, dann kann der Käufer nur durch Erwerb einer mangelfreien Sache oder durch Reparatur in den Besitz einer solchen kommen (auf Rückabwicklung muß er nicht klagen, der Verkäufer will das gerade ja nicht und es bleibt nur Mangelbeseitigung als Auswahl) und die ihm daraus entstehenden Aufwendungen auf dem Wege des Schadenersatzes vom Verkäufer einfordern.

Wenn jemand also eine kaputte Säge verkauft und nicht den Eindruck erweckt sie wäre nur leicht beschädigt, dann hat der Käufer auch nur Anspruch auf eine kaputte Säge. Und der Verkäufer braucht sich keine Sorgen und der Käufer keine Hoffungen zu machen. Doch wie wir alle wissen, kauft die keiner, es sei denn der Schaden ist genau beschrieben und die Sache somit vertragsgemäß. Dann ist der Mangel an der Säge eben kein Mangel im Rechtssinne mehr, sonder Vertragsbestandteil. Auch eine Formulierung wie "Mindestens kaputt sind Auspuff, Bremsen und Getriebe" ist da völlig ok und jeder Käufer muß wissen, daß da wohl mehr kaputt sein wird. Aber schon "bis auf Auspuff, Bremsen und Getriebe ist die Karre für ihr alter noch ganz in Ordnung" meint, daß alles andere funktioniert, wenn auch mit Verschleißspuren. Im ebay steht aber sicher: "Toller Oldtimer mit kleineren Lackkratzern. Bremsen, Auspuff und Getriebe in altersgemäßem Zustand. Verkaufe ihn aber als defekt, obwohl er super fährt, wegen Gewährleistungsausschluß nach EU-Recht" Oder hab' ich mir das nur ausgedacht?
 
Das ist ja alles richtig aber du unterstellst grundsätzlich jedem wo bestimmte Formulierungen drin stehen das es so ist. Kaufe doch einfach nicht wenn du dir nicht sicher bist das ist besser bzw. sollte man wenn man schlechte Erfahrungen hat dies vielleicht hier im Forum sagen das der und der Verkäufer so und so handelt.
 
Ich denke, das der Fehler auch in der Konstruktion von eBay liegt. die Plattform ist offen und das eben auch für Betrüger und Falschspieler jeglicher Art. Und wenn eBay sich nicht bald in dieser Richtung einen wirksamen Riegel einfallen lässt, wird die Firma noch mehr als bisher in Verruf kommen. Wo kommen wir denn hin, wenn wir zu jedem Betrugsversuch sagen: Selbst schuld, hättest eben besser aufpassen müssen. Der Ehrliche ist und bleibt der Dumme.
 
Aber schon "bis auf Auspuff, Bremsen und Getriebe ist die Karre für ihr alter noch ganz in Ordnung" meint, daß alles andere funktioniert, wenn auch mit Verschleißspuren.

das darfst du so nicht sagen: ganz in Ordnung ist kein fes definierter Begriff. Daraus lässt sich nicht schließen wie die "Karre" bzw. der Zustand ist. Der Käufer kann unter ganz in Ordnung eine völlig andere vielleicht auch zu übertriebene Vorstellung haben als der Verkäufer. Du darfst nicht nur die Gesetzestexte genau durchlesen sondern auch das was der Verkäuger geschrieben hat :!:
 
Moin MicroChisel,

nein, jede Sache deren Mangel nicht angegeben ist, ist als mangelfrei anzusehen. Es kommt also nicht darauf an, ob da "in Ordnung" so gemeint ist oder etwas anderes.

Entweder "in Ordnung" meint fehler- und damit mangelfrei und ist eine Zusicherung im Sinne von Garantie, der es garnicht bedarf, denn stünde nicht da "in Ordnung" dann gilt ganz genauso: Kein Fehler oder Mangel beschrieben, kein Fehler vorhanden.
Nur ein Fehler oder Mangel der im Angebot beschrieben wurde, ist auch von diesem Angebot und dem folgenden Vertrag umfast. Wird kein oder kein weiterer Fehler oder Mangel beschrieben, dann darf da auch kein weiter Mangel vorhanden sein. Und da ist es völlig egal, ob der Verkäufer denkt eine rostige Stoßstange oder ein eingedrückter Kotflügel wären für ihn "für ihr alter noch ganz in Ordnung". Wenn der Verkäufer nicht riskieren will, nachher nacherfüllen zu müssen, dann muß er den Mangel einfach nur benennen und schon ist alles OK. Und da der Verkäufer ja selber denkt, daß sowas immer noch unter "ganz in Ordnung" fällt, dann denkt er doch sicher auch, daß der Käufer das ganz genauso sieht und ihn das eben gerade nicht abschreckt und dann kann er's zu seiner eigenen Sicherheit auch angeben.
Oder denkt er vielleicht doch, daß der gutgläubige Käufer unter "ganz in Ordnung" mängelfrei, bestenfalls verstaubt, verstehen könnte und auch soll damit ihm die Sache mehr wert ist? Sollte das so sein, dann ist genau dort der Vorsatz und dann brauchen wir über Arglist und Täuschung nicht mehr zu diskutieren. Und es wäre sehr schön, wenn wir das überhaupt nicht müßten, weil jemand eine ausgebrannte Säge eben garnicht erst als "verschmutzt, muß mal gereinigt werden" einstellt usw.

Fragt Euch mal, warum bei so vielen (eben gerade) Sägen, die konkreten Fragen nicht öffentlich oder garnicht beantwortet werden! Weil man auf die Frage zu einer "wenig gebrauchten Marken-Säge": "Hast Du den Auspuff ab gehabt? Ist der Kolben riefenfrei?" eben gerade nicht öffentlich antworten will: "Na klar hab' ich nachgesehen warum der Kolben klemmt, was meinste denn warum ich die Krücke hier verscherbel will, die kann man nicht mehr raparieren. Die muß einfach weg. Du mußt ja nich bieten."
 
Aus Erfahrung weiß ich das deine Rechtsauffassung nicht ganz mit dem Deckungsgleich ist was entschieden wird. Privatpersonen können selbst im Fernabsatz Gewährleistung/Rückgabe ausschliessen man muss ja dann nicht bieten und darauf hin weisen, die Definition Privatperson ist hier der Knackpunkt und die ist nicht 100% klar definiert.
Und dann würde ich trotzdem nochmal wissen wollen woher du wissen willst das ein KF 400-500Euro kostet?
 
Thema: Keine Garantie, Keine Rücknahme, Keine Gewährleistung ...

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