Kaufberatung Oberfräse

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mikki-

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Hi,

ich möchte gerne in nächster Zeit folgende Dinge angehen:

1. Sockelleisten bauen aus Brettern (eine lange Kante wird abgerundet). Insgesamt ca. 40 Meter.
2. Runde Vertiefungen in Holzbalken fräsen um Einbaustrahler einzubauen
3. Lautsprecherbau

Ich habe jetzt viel herumgelesen bezüglich Oberfräsen aber bin noch nicht schlauer geworden, was für meine Anwendungsfälle ein geeignetes Gerät wäre (Leistung, Handling, Preisbereich?).

Wenn ich das richtig verstanden habe brauche ich eine Oberfräse die unter einen Tisch montiert werden kann und einen Abrundfräser sowie einen entsprechenden Tisch.

Mit welchen Kosten muss ich rechnen, was brauche ich, was ist "nice to have", nach welchen Geräten sollte ich mich umschauen?

LG, Mikki
 
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Ein_Gast

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Was du da vorhast kannst du problemlos auch ohne einen Tisch machen. Bzw. Boxenbau (=Zirkel) funktioniert ohne Tisch deutlich einfacher.

Ich würde zur mittleren Leistungsklasse greifen (1200-1400 W). Damit solltest du alles abdecken können. Was du benötigst für die genannten Aufgaben, kann dann eigentlich jede Fräse. Ich würde darauf achten, dass sie sowohl in Höhe als auch am Parallelanschlag eine Feineinstellung hat. Selbst, wenn du nicht auf den 1/10 genau arbeiten willst, ist das ohne deutlich mehr Fummelei.

Für die Einbaustrahler solltest du mal gucken, ob du nicht mit einem Forstnerbohrer besser bedient bist.

Womit du preislich rechnen musst, hängt davon ab wie "vernünftig" du kaufen willst. Zwischen Einhell und Festool gibt es den einen oder anderen Preisunterschied... Neben dem Abrundfräser (mit Kugellager) brauchst du für Boxen auch noch einen Nutfräser. Auch da hängt es davon ab, was du bereit bist auszugeben.
 
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matches

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Das wichtige an einer Oberfräse ist, dass die Führung möglichst Spielfrei ist, die Klemmung ordentlich klemmt, die Säulen müssen im Winkel stehen und der Fräser muss genau mittig sein, wenn eine Kopierhülse montiert ist. Letztere sollte meines Erachtens einfach geschraubt sein und sich durch die Montage selbst zentrieren.
Die Öffnung der Grundplatte begrenzt den maximalen Fräserdurchmesser.

Wenn du keine riesigen Fase- oder Abrundfräser brauchst, reicht eine kleine Fräse mit 8 mm Spannzange. Vorteil: die ist handlich.
Die kleine Perles OF3 ist richtig gut und lässt sich noch mit einer Hand halten. Hier habe ich auch gute Erfahrung mit Kopierhülsen gemacht. Auch der Parallelanschlag kann sich sehen lassen.

Etwas praktischer, wenn du viel Kanten abrunden möchtest wäre etwas wie die Bosch GKF600 oder die Makita RT0700. Gibt es beides mit unterschiedlichen Körben, sodass man sie als Einhandkantenfräse und als Oberfräse einsetzen kann.

Wenn das Geld nicht so wichtig ist, kannst du auch eine große Fräse und eine Kantenfräse kaufen.
Vorteil hier: du kannst größere und längere Fräser einsetzen. Für die aktuellen Vorhaben allerdings nicht unbedingt notwendig.
Die Ausschnitte kannst du z. B. alle mit nem 8 mm Fräser in mehreren Durchgängen machen.
Ne große Fräse mit 12er Spannzange, da kannst du eben auch größere Fräser einspannen und mehr Material auf einmal abnehmen. Faustformel ist hier halber Fräserdurchmesser Zustellung. Im Einzelfall kann sowohl mehr als auch weniger gehen.
Hier kann ich die Mafell Lo65 loben, das ist ein rechtes Monster aber das Ding ist eine Klasse für sich. Und ich habe mir viele Fräsen angeschaut. (Bosch habe ich leider nie angeschaut, außer die grüne, da würde ich die echt eher die Perles ans Herz legen. Die ist viel besser als es der Preis vermuten lässt.)
 
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unicque

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Festool 1010 / 1400, DeWalt DW 621 / DW 622, Trend T5

Mit keiner dieser machst du was falsch. Und wenn du dann eine dieser hast dazu noch noch das kleine Makita RT0700 Biest

Fräser 8mm Schaft, die können alles, gibt es eigentlich in allen Formen und Längen und zum Einstig dieses Bosch Pro Set in der grauen Plaste Box mit transparentem Deckel.
 
michaelhild

michaelhild

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Von der 1010 gibt es im Sommer einen Nachfolger, ob sich das Warten lohnt, muss jeder selbst wissen.
 
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Thariel

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Gibt auch makita rto 700 (oder wie die genau heißt) Klone für 50€. Da ist ein Korb bei und eigentlich ist es eine Kantenfräse. Soll wohl vernünftig sein.
Für Sockelleisten ist sicher ein Tisch vernünftig, weil du sonst wegen der geringen Auflage immer kippelst.

Mein Tisch besteht aus ner Siebdruckplatte mit Loch in der Werkbank, drunter der Korb und dann so ein Chemielabortisch zum hoch runterdrehen. 2 TNut leisten und ein Brett als Anschlag, das in den Leisten läuft. Sicher nicht high end, aber die Kosten belaufen sich auf ca. 20€ und ich kann damit alles machen.

D.h. Low Budget kommst du bei knapp 70-80 € raus. Als Fräser hab ich mir das Bosch professional Set mit 15 Fräsern gekauft, liegt um die 50 und tut auch in Hartholz gut.

Besser (und teurer) geht natürlich immer.
 
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Ein_Gast

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Thariel schrieb:
Für Sockelleisten ist sicher ein Tisch vernünftig, weil du sonst wegen der geringen Auflage immer kippelst.
Einfach zwei Leisten nebeneinander legen (mit 4 - 5 cm Abstand) und in der Mitte fräsen. Dann kippelt auch nichts mehr.
 
J

Joschie

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Ich hab die Makita RT0700 und bin mit der zufrieden.
Ist handlich und reicht aus.
Man muss hald z.B. manche Ausfräsungen nicht in einem sondern in zwei - drei Gängen machen.

Davor hab ich mich mit einer Bosch und einer alten ELU Vollmetallfräse rumgeschlagen. Die Elu war klobig und schwer für kleine Arbeiten, die Bosch (POF 52) für meinen Geschmack zu wacklig und ungenau für sauberes Arbeiten.

Mit der kleinen Makita bin ich voll auf zufrieden und nein ich würde keinen Schinaclone kaufen, da hätt ich gleich bei der Bosch bleiben können.

Grüße
Josef
 
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mikki-

Threadstarter
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Hi, vielen Dank für die vielen Ratschläge und Hinweise. Ich konnte günstig eine dewalt d26204k schießen und hoffe, mit dieser die Arbeiten erledigen zu können.
 
M

matches

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Sehr gut, wir freuen uns über einen kurzen Erfahrungsbericht, wenn du etwas damit gearbeitet hast :)
 
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Ti-mo.El

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Habe auch die RT0700 Top Gerät, super handlich und leistungsstark
 
Thema: Kaufberatung Oberfräse
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