Holzverbindungen mit Dübeln Tipps

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the_nameless

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Hallo zusammen,

nachdem ich nun mein Kombi geschickt bekommen habe. :D

Habe ich nun mir Leimholzplatten aus dem Baumarkt besorgt. Da ich aber nun leider keine Oberfräse besitze :cry:

(werde die als nächstes erwerben :wink: )

Möchte ich meinen Kasten trotzdem zusammenzimmern. Leider habe ich noch keine Erfahrungen im Umgang mit Möbelverbinder. Insbesondere interesiere ich mich für eine Dübellehre von Hettich oder Wolfcraft (nicht schlagen). Denn ich weis, das Holzdübel sehr exakt positioniert werden müssen.

Also ich wäre für jeden Tip dankbar. Erzählt doch mal ob es sinn macht die Zinken mit der Hand herzustellen? Wegen der Ungenauigkeit?

Gruß

Ralf
 
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Dietrich

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Hallo Name_less,

was für eine Kombi?
Etwa eine 5fach Kombimaschine zur Holzbearbeitung?
 
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MarkusS

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Die Dübellehren kann man brauchen, Präzision ist halt Voraussetzung. Die Lehren von Hettich sind i.A. o.k., zu Wolfcraft kann ich nichts sagen.

Eine Überlegung wäre allerdings, anstelle von Dübeln Lamellos zu verwenden, damit erledigt sich die Präzisionsgeschichte fast von alleine - und man braucht keine speziellen Schablonen (dafür aber eine Lamellofräse).

Ich mache Dübellöcher (wenn es denn wirklich unbedingt sein muss) mit der Dübelschablone von meinem Festool VS 500, wenn es irgendwie geht verwende ich auch Lamellos.

Zinken kann man auch mit der Hand herstellen, Japansägen sollen dafür besonders gut geeignet sein, da ich allerdings nicht zur Neandertalerfraktion gehöre mache ich die Zinken i.d.R. mit der Oberfräse - oder auf der Felder-TKS eines befreundeten Zimmermanns.

Meine Meinung: Bevor Du Geld für eine Dübelschablone ausgibts erst überlegen ob das nicht anders besser geht, für die EUR 100,--+ die eine gute Schablone kostet kriegt man auch eine brauchbare Lamellofräse - oder ein gebrauchtes VS 500 mit allen Schablonen bei eBay -- und wenn die Oberfräse sowieso geplant ist wird eine Zinkenfräseinheit über kurz oder lang sowieso auf dem Wunschzettel stehen.

Gruss
Markus
 
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ChristianA

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Hallo, zusammen,

mein Vater hat ein Wolfcraft Universal-Holzdübel-Set bzw. ein Vorgängermodell. Damit kann man durchaus arbeiten, und zu brauchbaren Ergebnissen gelangen, ein großes Vergnügen ist es aber aus meiner Sicht nicht.
Rundholzdübel verlangen, wie bereits von Markus erwähnt, absolute Präzision, da diese Form der Verbindung keine/kaum Toleranzen zulässt. Dieser Umstand ist - bei sorgfältig ausgeführten Verbindungen - kein Nachteil.
Hingegen erlauben Flachdübel ("Lamellos") eine bisschen mehr Spielraum, da sie zumindest in Längsrichtung verschiebbar sind, weshalb in diesem Bereich kleine Ungenauigkeiten ausgeglichen werden können.
Interessant scheint mir auch diese Dübelvorrichtung zu sein, preislich allerdings sicher kein Schnäppchen.

Schwalbenschwanzzinken kann man selbstverständlich auch von Hand herstellen. D. h., so selbstverständlich dann auch wieder nicht, zumindest war ich mit meinen 2 - 3 versuchen nicht extrem erfolgreich.

Der Einsatz einer Dübelschablone ist sicher eine Möglichkeit, ans Ziel zu gelangen, aber Markus Empfehlungen halte ich für absolut überlegenswert.

Herzliche Grüße

Christian
 
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tg

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Ich habe schon hunderte von Holzdübeln gesetzt - mit dem primitivsten denkbaren Verfahren: Es gibt z.B. von Wolfcraft so kleine Messingnippel (6mm, 8mm) mit Körnerspitze im Viererpack. Eine Seite anbohren, Nippel reinstecken, andere Seite draufdrücken, bei der Ankörnung bohren, Leim drauf, zusammenstecken, pressen, fertig. Na gut, erst mal trocken probieren ob's auch passt. Wenn ein Dübel doch mal schief sitzt - daneben halt einen neuen setzen.

Wenn Du in einer langen Seite z.B. 8 Dübel setzen willst: Erst 2 (an jedem Ende einen) setzen und diese als Lehre für die anderen Löcher benutzen.

Dieses Verfahren ist zwar nicht sehr professionell und schick, funktioniert aber und kostet nur ein paar Euros oder so.
 
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the_nameless

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Hallo zusammen,
also es ist immer wieder verblüffend wie schnell einem geholfen wird. :o Danke :)

@Dietrich : Mit der Kombi meinte ich die Metabo Kombi HKS Euro sowie den ASA 1202 und eine Führungschiene. Wobei letzteres habe ich bei falschen einsetzen der HKS beschädigt ein 2 cm langes 5 mm dickes Stück ist herausgebrochen aus der "Lippe". Funktion ist trotzdem gegeben. Wobei ich sagen muß das ich ein wenig von der Schnittleistung der KS Euro mit dem gelieferten Sägeblatt (bei Buchen Leimholz) enttäuscht war. Habe mir deshalb noch ein 48 Zahn Sägeblatt besorgt für Platten schneiden. :)

Aber nun zu dem eigentlichen Frage: Wenn man mit Lammelos arbeitet, kann man doch gleich mit Nut und Feder Arbeiten, oder ? Also ich weiß nicht ob sich eine Flachdübelfräse rentiert? Wenn ja welche sollte man den ins Auge fassen? Bzw.: Ich wollt ja eigentlich auf eine OF von Festool sparen!!!: :(

@ Christian : Die DÜBELO csheint ja ganz brauchbar zu sein leider konnte ich keinen Preis finden 8) Was mich immer etwas stutzig macht. Was kostet den eigentlich die EXAKTA von Hettich., ich weiß ich kann selber googeln , trotzdem habe ich leider nicht einen Preis finden können, oder ich bin zu blöd.

Also für alle Antworten :D

Gruß

Ralf
 
Alfred

Alfred

Moderator
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Hallo,
wenn du mit der Oberfräse in der Schnittkante fräsen willst dann musst du schon eine gute Spanntechnik besitzen. Die Flachdübelfräse hat halt den Vorteil wenn sie einmal richtig eingestellt ist (auf 1/10mm Christian! :( ) dann passen alle Teile kantenscharf zusammen und du kannst in Serie gehen. Für ein Telefonkästchen lohnt es sich nicht.
 
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Dietrich

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Hallo Ralf,

entschuldige bitte, ich hatte Deinen Nicknamen nicht mehr im Sinn!
Bei der HKS gibts 2 Möglichkeiten, entweder schnell schneiden, mit wenig Zähnen, oder sauber mit vielen Zähnen! Was im einzelnen hat Dich an der Schnittleistung der Metabo enttäuscht?

Für den Anfang halte ich eine Oberfräse für wichtiger als eine Lamellofräse, richtig nuten kann man mit der OF, dabei kann man sog. lose Federn aus Sperrholzstreifen einsetzen, funktioniert sehr gut.

Ich denke man könnte den wertvollen Werkzeugetat sinnvoller einsetzen als sich gleich zu Anfang 2 Schienensysteme zuzulegen, Festo-OF´s passen nicht auf die Metabo-Schiene:(

Gruß Dietrich
 
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MarkusS

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Wenn Du jetzt schon mit Metabo angefangen hast solltest Du dabei bleiben und nicht wegen der OF auf Festool umschwenken - sonst brauchst Du dafür wieder eine neue Führungsschiene, das Geld kannst Du dir wirklich sparen, die OF 1229 Signal von Metabo ist meiner Meinung nach gleichwertig zur OF 1010 von Festool.

Wenn Du nicht im Druck bist und etwas Zeit hast kannst Du Dich in eBay auf die Lauer legen, mit etwas Glück schwimmt da demnächst mal wieder ein Festool VS 500 mit allen (drei) Schablonen vorbei, ich hab für meins (nagelneu, sogar noch die Schutzfolie drauf) letztes Jahr EUR 85,-- bezahlt (mit allen Schablonen). Damit wirst Du wahrscheinlich deutlich glücklicher als mit jeder Bohrschablone - spätestens wenn Du Zinken machen willst ist die nämlich am Ende - und an Lochreihen im 32er Raster denkst Du damit besser garnicht.

Man KANN auch mit der Oberfräse die Schlitze für die Lamellos machen, da gehört aber etwas Trickserei und der richtige Fräser dazu. Die passenden Fräsen gibt es von verschiedenen Herstellern in verschiedenen Preissegmenten - und ausser Lamellos zu fräsen kann man damit kaum was machen, ist halt ein Spezialwerkzeug dass sich nur lohnt wenn man es entsprechend häufig einsetzt.

Edit: Dietrich war wieder schneller :D

Gruss
Markus
 
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ChristianA

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Alfred schrieb:
Die Flachdübelfräse hat halt den Vorteil wenn sie einmal richtig eingestellt ist (auf 1/10mm Christian! :( ) dann passen alle Teile kantenscharf zusammen und du kannst in Serie gehen.

Was konkret meinst du mit dem Hinweis?

Auch ich würde nicht unbedingt eine Festool OF kaufen, wenn ich bereits im Besitz eines Metabo Schienensystems wäre. Aber für die 1229er von Metabo muss du ohnehin genauso sparen wie für die Festool OF 1010, also hast du noch ein wenig Zeit, dich zu entscheiden :)

Das Dübelo-Set kostete zuletzt bei einem Händler in Österreich EUR 69 (ohne MwSt.), für zusätzliche Bohrbuchsen (Set: 5, 6, 10, 12 mm) musste man weitere EUR 59 (ohne MwSt.) ausgeben. In der Grundausstattung ist nur eine 8 mm Buchse inkludiert.
Für den Anfang würde ich also durchaus zur Wolfcraft Vorrichtung, die ich in meiner letzten Nachricht erwähnt hatte, raten. Allerdings ist es praktisch, wenn man zwei Bohrmaschinen (oder Bohrmaschine + Schrauber) besitzt, da man in der Regel zwei unterschiedliche tiefe Löcher pro Dübel bohren und nur auf diese Weise nicht ständig den Bohrer wechseln bzw. den Tiefenanschlag entfernen/justieren muss.

Der Preis für die Hettich Schablone ist mir leider unbekannt.

Herzliche Grüße

Christian
 
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the_nameless

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Hallo zusammen,

also erstmal klasse Antworten !!!! :D

Zu den DübelO den Christian angesprochen hat kann ich nur sagen das ich bisher keinen Onlineshop gefunden habe. :cry:

Zu der Oberfräse wäre noch zu erwähnen, das ich zwar nun eine Führungschiene von Metabo habe 150 cm, aber die OF von Metabo im vergleich zu dem Set von Festool doch ein wenig teuer ist. Denn wenn ich zu Metabo noch das benötige Zubehörteil kaufe bin ich genauso weit wie bei Festool im Set. Zudem ist eine zweite Führungsschiene nie weg :roll:

Das Dübeln werde ich nun erstmal üben. Vielleicht hole ich mir mal das Set von Wolfcraft.

Gruß

Ralf
 
Alfred

Alfred

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Hallo Christian,
wenn ich die Fräse so einstelle dass die Strinseite einer Platte genau mittig gefräst ist und mit dieser Einstellung in die Fläche der anderen Platte fräse um eine Eckverbindung zu machen, dann muss die Ecke absolut bündig sein. Das ist ja der weitere Vorteil der Flachdübelfräse, wenn einmal eingestellt ist kannst du in der Materialstärke alles Fräsen und wird immer passen. Wenn man beschichtete Platten verbindet, dann kann ein geringer Überstand schon stören.
 
Alfred

Alfred

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Hallo Christian,
noch ein Nachtrag, es funktioniert natürlich auch wenn die Nut auf der Strinseite nicht mittig ist, dann kann man die Platten allerdings nur mit einer bestimmten Seite (die mit dem eingestellten Abstand nach außen) verwenden.
 
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the_nameless

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@ Alfred

Also zu meinen Nick kann ich nur sagen :D :D :D Mir fiel auf der schnelle auch nichts besseres ein. :wink:

@Dietrich Zu dem Schnittbild der KS euro mit der groben 10 Zahn Sägeblatt kann ich nur sagen, das es bei der Leimholzplatte aus Buche zu Ausrissen sowie Riffenbildung in der Schnittfläche gekommen ist. Denke aber das es bei dem Blatt normal ist.
Deshalb nun ein Sägeblatt mit Trapezzahn und von denen 48 Stück. :wink:


@ Alfred Mit welcher Flachdübel / Lammello Fräse arbeitest du denn?

Gruß

Ralf
 
Alfred

Alfred

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Hallo,
ich selber habe keine, ich leihe mir die von Bekannten, es ist eine ältere echte Lamello die mal ca. 1000.- DM gekostet hat.
 
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Dietrich

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Hallo Ralf,

zehn Zähne sind natürlich ein ausgesprochener Schneidblitz, einen Schnitt in Hobelqualität kann man da nicht erwarten.

Trapezzahn wiederum ist eher was für Kappsägen!

Wechselzahn, gibt meiner Ansicht nach die saubersten Schnitte!
 
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ChristianA

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Hallo, zusammen!

@ Ralf: Leider kenne ich für den Dübelo keine Bezugsquellen in Deutschland, am besten wendest du dich wohl an die auf der Dübelo-Website angeführte Kontaktadresse.
Auch wenn die Festool OF 1010 ein wenig günstiger ist als die Metabo 1229, ist es aus meiner Sicht nicht unbedingt sinnvoll, wenn du dir – sozusagen um ein paar Euro zu sparen, ein zusätzliches Schienensystem ins Haus bzw. in die Werkstatt holst.
Außerdem bleibt zu berücksichtigen, dass du auf die Metabo Fräse einen annehmbaren Rabatt bekommen solltest, anders als bei Festool.

@ Alfred: Deine Ausführungen kann ich zwar nachvollziehen, aber wozu und wie man eine Flachdübelfräse (bzw. ihren Anschlag) auf 1/10 mm einstellen soll, ist mir noch immer nicht klar.


Herzliche Grüße

Christian
 
Alfred

Alfred

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Hallo Christian,
ich meinte wenn man genau mittig fräst dann sind alle Teile in jeder Stellung verwendbar. Ich hatte mal ein Schrankwandsystem gebaut wo alle Teile in ihrer Verwendung innen/außen und oben/unten vom Dübeln gleich waren. Da habe ich die Fräse wirklich mit Mustereckverbindungen danach eingestellt.
 
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ChristianA

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Alfred schrieb:
Hallo Christian,
ich meinte wenn man genau mittig fräst dann sind alle Teile in jeder Stellung verwendbar. Ich hatte mal ein Schrankwandsystem gebaut wo alle Teile in ihrer Verwendung innen/außen und oben/unten vom Dübeln gleich waren. Da habe ich die Fräse wirklich mit Mustereckverbindungen danach eingestellt.

Das leuchtet mir ein. Vermutlich ist diese Art der Verbindung allerdings eher die Ausnahme, zumindest kann man bei vielen Anwendungen auf 1/10 mm Einstellungen verzichten.

Christian
 
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