Holzstück wird zum tödlichen Geschoss

Diskutiere Holzstück wird zum tödlichen Geschoss im Forum Arbeitschutz und Arbeitssicherheit im Bereich Anwendungsforen - BG-Artikel für Kreissägennutzer - Fallbeispiel aus S. 25
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  • #2
Hallo,

vielen Dank für den Link!

Leider wurde in der abschließenden Aufzählung wie man es besser hätte machen können vergessen den viel zu weit nach hinten reichenden Parallelanschlag zu erwähnen.
Dieser muß beim Auftrennen von Massivholz bis zur Sägeblattmitte zurück genommen werden!
Hier ein Beispiel für den bis zur Blattmitte zurück genommenen verschiebbaren Anschlagteil:
L10104135.jpg
 
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  • #3
Vielen Dank für die Ergänzung?
Warum ist ein längerer Parallelanschlag gefährlich?
 
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  • #4
Hallo Klassisch,

dank Dir für Deine Rückmeldung!

Wenn der Parallelanschlag bzw. dessen verschiebbares Teil über den gesamten Maschinentisch reicht, wird der kleinste Abstand von Zahnaußenkante zum Anschlag auch hinten von den aufsteigenden Zähnen erreicht.
Das Stammblatt ist ja etwa 4/10mm schmaler als die Zahnung, daraus ergeben sich etwa 2/10 "Luft" zwischen Holz welches am Anschlag geführt wird.
Aber an den hinteren aufsteigenden Zähnen wird es eng, zudem verändert sich bei Massivholz die Schnittfuge, nachdem die vordere Zahnung das Werkstück ganz durchtrennt hat, schleudern die hinteren Zähne das abgetrennte Stück schlagartig nach vorn.
Der Werkstück kann sogar die Geschwindigkeit vom Sägezahn erreichen, also rund 200km/h.
Mit dem zurück genommenen Anschlaglineal bleiben die abgetrennten Werkstücke wie von "Zauberhand" neben dem rotierenden Sägeblatt auf dem Maschinentisch liegen.

Übrigens, unsere immer wieder hoch gelobten Holzwerkerkollegen in Übersee verwenden oft einen einteiligen über die gesamte Maschinentischplatte reichenden Anschlag, gerade heute habe ich ein Video gesehen wo einem die Nackenhaare hochkommen und das auf einem Werbevideo eines angesehen US-Herstellers, ich verlinke hier aber nicht, um nicht noch solches Verhalten zu verbreiten.
 
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  • #5
Für solche Tips kan man sich wirklich nur bedanken...

Vielen Dank Dietrich.
 
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  • #6
@klassisch: Ich meine, das hätte hier schon mal jemand verlinkt. Allerdings kann man manche Sachen nie oft genug wiederholen ... und wenn ich mir so manche osteuropäische Holzspaltkonstruktion anschaue die auf youtube eingestellt wird, wirds mir richtig übel.

@Dietrich: Danke für die Erklärung mit dem Anschlag, das war neu für mich.
 
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  • #7
Vielen Dank, Dietrich, für die Erklärung. Sägetische mit durchgehendem Parallelanschlag habe ich schon etliche gesehen. Das ist stabiler und evtl. auch genauer. Bei manchen ist der Parallelanschlag bis zur Sägeblattmitte aufgedoppelt. Jetzt habe ich auch verstanden warum.
 
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  • #8
Hallo Klassisch,

auch hierzu möchte ich eine Ergänzung schreiben:

Grundsätzlich richtig, Parallelanschläge mit durchgängigem Tragprofil, die über eine sog. hintere (zusätzliche) Klemmung verfügen sind stabiler oder besser Positions treuer als ähnlich gebaute Anschläge die nur die vordere Klemmung haben.
Ausnahme, sehr viel massiver, schwerer und breiter gebaute Anschläge können auf die hintere Klemmung durchaus verzichten.
Ein Beispiel wäre eine Maschine die seinerzeit den 2,5 fachen DM-Preis der oben im Bild gezeigten Metabo-Magnum TK 1688 kostete und als Neumaschine sicher nicht oder äußerst selten von einem Hobbyisten in der eigenen Werkstatt begrüßt wurde, die fast legendäre Ulmia KS 2, einfach mal im nach unten scrollen: hier
Der Anschlägträger selbst ist kein Profil sondern ein sehr schweres Graugußteil mit großer Breite und damit viel Abtrag in das ebenfalls ansehenliche vordere Tischabschlußprofil der Ulmia.
Das ebenfalls längs bewegliche Anschlaglineal kann natürlich auch auf die Blattmitte zurückgenommen werden zum Auftrennen von Massivholz.
Der Anschlag und auch weitere Details der KS 2 haben trotz kompakter Abmessung ein Niveau welches man sonst vllt. bei Altendorf, Martin und Kölle fand.
 
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  • #9
Der Beitrag ist schon ziemlich alt. Da ich mir aber gerade genau über das Problem mit dem Parallelanschlag Gedanken gemacht habe, erlaube ich mir trotzdem nochmal etwas dazu zu schreiben:

Den Anschlag in der Sägeblattmitte enden zu lassen macht Sinn um ein Klemmen des Werkstücks zu vermeiden.
Allerdings fehlt dann zum Ende des Schnittes hin zunehmend die Führung. Wie kann man sicherstellen dass der Schnitt über die ganze Länge parallel bleibt?
 
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