Hobelbank Selbstbau

Diskutiere Hobelbank Selbstbau im Forum Holzbearbeitung im Bereich Anwendungsforen - Hallo Holzwerker, die Firma Ulmia gibt es leider nicht mehr, die Hobelbänke die noch unter dem Namen Ulmia vertrieben werden stammen von Anke...
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Dietrich

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Hallo Holzwerker,

die Firma Ulmia gibt es leider nicht mehr, die Hobelbänke die noch unter dem Namen Ulmia vertrieben werden stammen von Anke.
Sicher keine schlechten Bänke, jedoch weit entfernt von den legendären, superschweren und Lehrlingssicheren echten Ulmia-Hobelbänken vergangener Jahre.
Seit dem Niedergang von Ulmia gibt es allerdings die Metallbeschläge die offensichtlich von einem qualifiziertem Zulieferer stammten, und exklusiv für Ulmia gebaut wurden, im Werkzeughandel zu kaufen.
Diese Vorder- wie auch die Hinterzange sind sozusagen unzerstörbar, allerdings gibt es zumindest bei den Vorderzangen 2 verschiedene Modelle.
Eine Vorderzange besteht aus einer Spindel und einer etwa gleichstarken Welle die als Führung dient, und ein Verziehen der Zange durch einseitiges Spannen, weitestgehend verhindert. Die andere Vorderzange hat 2 Spindeln, angetrieben über einen Knebel, sowie einer Antriebskette für die 2. Spindel, diese Kette läuft im dafür vorgesehenen Zangenbacken, dem hohlen Holzklotz!
Diese Zange lässt sich auch mit gr. Gewalt nicht einseitig spannen.

Kennt noch ein Forumsteilnehmer beide Zangensysteme, und kann derjenige mir eine der beiden Zangen eher empfehlen, das Ganze für eine Selbstbau-Hobelbank nach Ulmia-Vorbild?

Gruß Dietrich
 
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Dietrich

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Hallo Holzwerker,

das Holz welches ich zum Bau der Bankplatte bestellt hatte liegt nun beim Holzhändler, 65mm dicke gedämpfte Kammergetrocknete Buche.
Ich hatte eigentlich gehofft auf der Messe in Nürnberg günstig zu einem Verleimprofilfräser mit mehr als 70mm Schnitthöhe zu kommen. Leider war das nicht der Fall:(

Kennt jemand einen Online Handel der solche Werkzeuge führt?


Gruß Dietrich
 
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hs

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Dietrich

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Hallo Hs,

vielen Dank für die Links, werde die mal anschreiben!

Leider ist ein Bearbeiten der Leimfläche in 2 Arbeitsgängen nicht möglich, denn das Profil wird/muß auf der gesamten Materialhöhe abgenommen.
Außerdem wird das Fräsen mit nur einem Profil erst möglich, durch das abwechselnde Verdrehen der gefrästen Leisten bei der Verleimung.

Gruß Dietrich
 
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hs

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Dietrich schrieb:
Hallo Hs,

vielen Dank für die Links, werde die mal anschreiben!

Leider ist ein Bearbeiten der Leimfläche in 2 Arbeitsgängen nicht möglich, denn das Profil wird/muß auf der gesamten Materialhöhe abgenommen.
Außerdem wird das Fräsen mit nur einem Profil erst möglich, durch das abwechselnde Verdrehen der gefrästen Leisten bei der Verleimung.

Gruß Dietrich

Hi,

ich weiß zwar nicht so genau wo das Problem liegt (möglicher-
weise am Aufbau der Maschine), aber eigentlich ist das doch
nichts anderes als, im übertragenen Sinn, eine Art Schwalben-
schwanzverbindung ... die man ja auch aus vielen, nebeneinander-
liegenden Arbeitsgängen anfertigt.
Ob nun ein breiter Fräser in einem Zug 20 'Rillen' herstellt - oder
man mit einem schmaleren zweimal 10 'Rillen' fräst - oder gar
mit einem 1er Fräser 20mal am Werkstück entlanggeht, ist im
Endeffekt doch egal. Das Ergebnis ist doch das gleiche.
Beim Gegenstück muß man nur eben aufpassen, daß man die
Sache um eine 'Rille' versetzt :wink: - und je weniger man in einem
Arbeitsgang erledigen kann, desto länger dauert das Anfertigen.

Gruß, hs
P.S.
http://www.gold-tools.de/seitenpdf/rubrik4/4_053.pdf
und die hier sind anreihbar :
http://www.gold-tools.de/seitenpdf/rubrik4/4_056_057.pdf
 
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Dietrich

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Hallo Hs,

der obere Fräsertyp ist in etwa jenes was ich suche, nur nicht so tief, denn bei dem abgebildeten Fräser verliehrt man über 10mm auf beiden Seiten:(

Auf dem 2. Bild von oben siehst Du ein Profil welches in entsprechender Höhe richtig wäre, hier der Link :
http://www.woodworking.de/werkstattbilder/003.html

Allerdings bin ich der festen Ansicht, das sich ein exaktes Verleimprofil nur in einem Arbeitsgang fertigen lässt.

Für die Hinweise zu den Seiten mit Informationen möchte ich mich bedanken!

Gruß Dietrich
 
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hs

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Hi,

Dietrich schrieb:
Allerdings bin ich der festen Ansicht, das sich ein exaktes Verleimprofil nur in einem Arbeitsgang fertigen lässt.

das kommt lediglich auf die Möglichkeiten der Maschine an
Sofern nur die Maschinenskala genaues arbeiten nicht hergibt
(und nicht die Stabilität der Maschine) kann man da sicher einen
Meßschieber (je nach Wunsch auch digital) dranbasteln.
Damit erreichst Du Genauigkeiten von unter 0,05mm - das sollte
für jede Holzarbeit *locker* ausreichen :wink: ... bei eBay neu ab ~
EUR 25 (150mm)
Es gibt auch Meßuhren mit bis zu 100mm Meßbereich - die aber
nicht ganz billig sind (neu ab ~ € 150mm) - hätte den Vorteil, daß
man weniger basteln muß, sondern ein Stativ (z.B. magnetisch)
nutzen, - und auch andersweitig verwenden kann.

Was ein Problem sein könnte : Du schiebst die Werkstücke ja
nur lose per Hand am Fräser vorbei - oder ? Da Holz ja recht
weich ist - und man vielleicht mal einen Span o.ä. unterm Holz
vergessen hat, könnte es da schon zu Differenzen kommen.
Wie relevant solche evtl. Ungenauigkeiten beim Leimen später
in Gewicht fallen, weiß ich nicht - mit etwas Druck fügt man sowas
ja schon zusammen - und etwas gibt Holz ja auch nach.
Müßte man vielleicht einfach mal austesten.

Hier :
http://www.gold-tools.de/seitenpdf/rubrik4/4_052.pdf
(Profil 574 - Tiefe 3mm)

wird auch noch ein 80er Fräser angeboten
- ich vermute aber, die Teile sind nicht ganz billig.

Gruß, hs
 
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Dietrich

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Hallo Hs,

ja genau das ist der Fräser, wo gibts den zu kaufen, welcher Online-Shop hat so etwas?

Übrigens bei Fräsarbeiten die über mehrere Dutzend Meter gehen, was bei Verleimprofil oft der Fall ist, setze ich regelmäßig einen motorisch betriebenen Vorschub ein, schont die Arme.
Der Vorschub drückt die Leisten während des Fräsvorgangs mit gleichbleibender Andruckskraft auf die Maschinentischplatte, die Einheit wird so eingestellt das die Leisten auch gegen den Anschlag gedrückt werden, wobei dies ständig kontrolliert werden muß. Am besten hält man den Daumen an die Leiste.

Gruß Dietrich
 
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markus

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ich hoffe, ich komme nicht wegen ketzerei auf den scheiterhaufen, aber erklär mir doch mal, wofür die verleimfräsung bei der qualität heutiger leime und pressen gut ist? :wink:
 
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Dietrich

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Hallo Markus,

bist Du der Markus den ich letzte Woche in Nürnberg kennengelernt habe?

Es gibt verschiedene Gründe zur Verwendung des Verleimprofils:

1: bei guter Fräsmaschineneinstellung hat man nahezu keinen Versatz der einzelnen Leisten zueinander, spart also viel Schleifarbeit.
2: spart man sich das Fügen auf der Hobelmaschine, denn man fügt mit dem Arbeitsgang des Profilierens auch.
3 : egal mit welchem Leim man arbeitet, wegen der größeren Leimfläche, hält die Verbindung immer besser, als ohne Verleimprofil.
4 : macht es Spass eine fachgerechte qualitativ hochwertige Breitenverbindung herzustellen, wie sie auch bei der industriellen Fertigung von hochbelasteten Teilen verwendet wird.
5 : ist zwar kein Grund, aber ist es nicht schön auf einen 80mm Verleimfräser in der eigenen Fräserschublade zurückgreifen zu können:)

Gruß Dietrich
 
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Dietrich

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Hallo Hs,

vielen Dank für die Links, werde es versuchen!

Gruß Dietrich
 
H. Gürth

H. Gürth

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Hallo, habe mal in meinem Katalogbestand geforscht.
Die Fa. FLURY SYSTEMS, Switzerland, hat so etwas im Programm.
HW Wendeplatten-Trapez-Verleimfräser
D= 130 B= 80 Bohrung 30 - 50
Handvorschub Liste 2003 529,-- Euro
HW Wechselplatten-Spitzenverleimfräser
D=120 B=80 Bohrung 30 - 40mm
Handvorschub Liste 2003 345,-- Euro

Deutsche Anschrift:
FLURY Sytems Deutschland
Ehrensteinstr. 16 04105 Leipzig
www.flury-systems.de
oder
www.flury-systems.com

MfG

H. Gürth
 
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Dietrich

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Hallo H. Gürth,

ja, genau das ist so ein Fräser, doch der Preis ist nicht von Pappe.
Ich werde mal bei einem Händler in der Nähe fragen, ob da noch einige Prozente drin sind.

Vielen Dank für die Information!

Gruß Dietrich
 
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Dietrich

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Hallo Freunde der Holzbearbeitung,

komme gerade vom Maschinenhändler, was soll ich sagen, der hat mir ein Brück 80x130x30 mm Verleimfräser mit Trapezzahn bestellt.

Nur soviel: er war sehr günstig:)

Nochmal Dank für Eure Unterstützung!

Gruß Dietrich
 
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Dietrich

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Hallo Forenten,

die ersten Arbeiten zum Bau der superschweren Hobelbank sind getan, habe heute 65mm Buche-Blockware aufgetrennt, wegen des enormen Gewichts der Dielen, habe ich das mit einer geliehenen HKS von Fein unter dem Carport erledigt. Allerdings befand sich, die mit 75mm Schnitthöhe ausgestattete Fein, dauernd im Grenzbereich zur Überlastung, einige Male ist sie stecken geblieben.

Außerdem habe ich den benötigten Verleimfräser bekommen.

Gruß Dietrich
 
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hs

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Dietrich schrieb:
Hallo Forenten,

die ersten Arbeiten zum Bau der superschweren Hobelbank sind getan, habe heute 65mm Buche-Blockware aufgetrennt, wegen des enormen Gewichts der Dielen, habe ich das mit einer geliehenen HKS von Fein unter dem Carport erledigt. Allerdings befand sich, die mit 75mm Schnitthöhe ausgestattete Fein, dauernd im Grenzbereich zur Überlastung, einige Male ist sie stecken geblieben.

Außerdem habe ich den benötigten Verleimfräser bekommen.

Gruß Dietrich

Hi,

:)

... tja, so ist es halt, - das Buchenholz :wink:

Als ich vor einigen Jahren meine Werkbank aus Ikea-Buchen-
Küchenarbeitsplatten fertigte, war die Handkreissäge eines
Kumpels auch schon schwer beschäftigt .... und beim Bohren
der Löcher für die Rampa-Muffen, mußte der Forstner-Bohrer
mächtig arbeiten.

Gruß, hs
 
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markus

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hi dietrich,
ich war letzte zeit viel unterwegs - auch in nürnberg, aber da haben wir uns nicht getroffen.

hmmm .. besonders punkt 5 überzeugt mich :)
 
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Dietrich

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Hallo Markus,

für mich ein Rätsel, was meinst Du mit Punkt 5 ?

Was ist daran überzeugend?

Gruß Dietrich
 
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markus

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dietrich, das bezog sich auf deinen 5-punkteplan von letzter woche, die folgebeiträge hatte ich garnicht gesehen.
gestern war irgendwas komisches in meinem computer :wink:
 
Thema: Hobelbank Selbstbau
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