Hilfe: 3 mm breite und 15 mm tiefe Nuten in MDF

Diskutiere Hilfe: 3 mm breite und 15 mm tiefe Nuten in MDF im Forum Holzbearbeitung im Bereich Anwendungsforen - Hallo Forumsbenutzer, ich bin neu hier, also erst Mal "hallo!" an alle. Ich habe natürlich versucht, durch eifriges Lesen schon Hinweise für mein...
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tg

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Hallo Forumsbenutzer,

ich bin neu hier, also erst Mal "hallo!" an alle. Ich habe natürlich versucht, durch eifriges Lesen schon Hinweise für mein Problem zu finden, leider erfolglos ...

... also: ich möchte in 19mm MDF-Platten 3 mm breite und 15 mm tiefe Nuten fräsen oder sägen. Verfügbares Werkzeug: Metabo Oberfräse, Bosch Handkreissäge, Metabo Stichsäge, Taschenmesser, Nagelfeile, ...

Die Nuten müssen zum einen in ca. 3 cm Abstand parallel zur Kante in die Oberfläche gefräst werden - dazu sollte wohl eine 3mm Nutsäge in der Oberfräse das Werkzeug der Wahl sein.

Schwieriger sind die Nuten (ebenfalls 3 mm breit, 15 mm tief) in den Längsseiten der Bretter - so angeordnet, als wollte man das Brett rechtwinklig absägen (ich hoffe ich drücke mich verständlich aus). Natürlich geht das so ungefähr mit der Stichsäge oder ebenso ungefähr mit der Kreissäge (wenn ich die Bretter hochkant stelle).

Gibt es einen Trick, die Oberfräse (OF 1229 Signal) zu verwenden? Wenn ich das richtig sehe, bräuchte ich einen Stiftfräser 3mm mit 15 mm Arbeitstiefe (natürlich mit mehreren Durchgängen). Gibt es so etwas? Wenn ja, wo? Bisher habe ich max. 8 mm Arbeitstiefe gefunden. 3mm x 15mm ist aber garantiert eine extrem empfindliche Angelegenheit ...

Für einen guten Tipp wäre ich sehr dankbar.

tg
 
H

hs

Guest
Hi,

so ganz sicher bin ich nicht was Du möchtest : vereinfacht gesagt - Du möchtest auf allen Flächen einer Platte 3mm breite und 15mm tiefe Nuten erhalten ?
Falls ja : auf den beiden 'großen' Flächen sollte ein 3mm breites Sägeblatt in Deiner Kreissäge wohl die schnellste Lösung sein.
Ringsherum (also den vier schmalen Seiten = die Kanten der Platte) könnte man mit einem Scheiben-Nutfräser arbeiten.

Wenn Du unbedingt einen 3mm-Nutfräser verwenden möchtest, dann bleibt noch die Möglichkeit den längsten Fräser zu kaufen den Du bekommen kannst - und diesen dann über den Schneiden frei schleifen zu lassen. Z.B. hier
Von Metabo gibt es z.B. HM-3mm-Fräser mit einer nutzbaren Länge von 11mm hier klicken
kostet allerdings satte €28,60 (Metabo läßt sich den Namen halt ordentlich bezahlen; in den USA gibt es für weniger als die Hälfte Vollhartmetallfräser in ~ den gleichen Abmessungen hier klicken = 1/8" (3,175mm) x 1/2" (12,7mm) nutzbare Länge - der verlinkte Anbieter stellt auch Fräser nach Wunsch her. Ich vermute einen 3,175 x 12,7er Fräser auf 3 x 15 umzuschleifen dürfte nicht viel Arbeit machen. Möglicherweise wäre der USA-Fräser incl. Versand sogar günstiger als das Teil von Metabo (der ja auch noch auf 15mm nachgearbeitet werden müßte) - vielleicht spaßeshalber mal via Mail nachfragen, wenn Du sowas tatsächlich benötigst)

Gruß, hs
Nachtrag : sehe gerade, daß der US-Händler für den Versand nach Deutschland UPS-Versand anbietet - das allein allerdings kostet satte $47. Im Fall des Falles würde ich nach Versandalternativen fragen - denn normalerweise geht das auch deutlich günstiger
Nachtrag2 : ich weiß nicht wie gut Matallfräser zum Bearbeiten von MDF geeignet sind - möglicherweise müßte auch gehen. Bei Metallfräsern gibt es auch welche, bei denen der Fräserdurchmesser = Schaftdurchmesser beträgt. 3mm-Spannzangen gibt es für Deine Fräse; ein Vollhartmetallfräser in 3mm mit 12mm Schnittlänge und zwei Schneiden (geradegenutet) gibt es bei Hoffmann für € 8,50 (zzgl. Steuer + Versand .... | 'überlang' mit 16mm Schnittlänge für €19,65 - allerdings kann es sein, daß dieser weniger Material abführen (4 Schneiden/spiralgewendelt) kann .... müßte man wohl ausprobieren)
 
Alfred

Alfred

Moderator
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Hallo,
im Metabo Zubehör gibt es einen Scheiben Nutfräser in HM bestückter Ausführung mit 40 mm Durchmesser
Art. Nr. 6.23587 zu 36,20 € inkl.
dazu ist der Aufnahmedorn 6.30966 zu 10,30 € erforderlich,.
Die nutzbare Tiefe ist allerdings hier nicht angegeben und müsste erfragt werden.
Bei den üblichen Sägen die ich kenne ist die Blattstärke 2,8 oder 3,2 mm, hier müsste man ein Blatt auf 3,0 mm runterschleifen lassen.
Ebenso gäbe es noch die Möglichkeit wenn eine Flachdübelfräse geliehen werden hierfür ein Blatt zuzuscheifen, mit dieser könnte man die Nuten an der Stirnseite besser schneiden.
Es wäre nochmals zu überlegen ob das Problem nicht mit einer anderen Vorgehensweise zu lösen ist. Was ist denn der Hintergrund deines Vorhabens?
 
T

tg

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Hallo,

erst Mal vielen Dank für die Tipps. Zum Hintergrund: Ich möchte ein Regal im Stil des FNP von N.H. Moormann bauen. Die Konstruktion ist genial einfach bzw. einfach genial und auf www.moormann.de so einigermaßen zu erahnen: In Nuten in den Regalböden werden durchgehende Aluwinkel (~15x~15x~3 mm) eingeschoben und dann in die Regalwangen eingehängt. Hier ein Detailbild: http://www.moormann.de/regale/fnpx....r_allgemein/Fotos_gross/fnpx/fnpxdetailgr.jpg

Nuten in Regalböden: 12+Toleranz mm tief, 3mm breit.
Nuten in den Regalwangen: 12+Toleranz mm tief, 3mm breit.

Offenbar ist der Unterschied zwischen 12 und 15 mm hinsichtlich der Werkzeuge erheblich, der Tipp mit den 3mm Fräsern und Spannbacken klingt vielversprechend - auch der Scheibenfräser ist sicher eine Variante. Für die Nuten in den Regalwangen kommt allerdings nur ein Nutfräser in Frage - mit einem Scheibenfräser kommt man da nicht dran. Alternativ ist sicher die Kreissäge eine Möglichkeit.

Noch mal Danke!
 
H

hs

Guest
Hi,

so wirklich klar ist mir das mit den Regalböden nicht - ist da nur ein Absatz 12mm hoch/3mm tief drangefräst ? (dann würde der Fräser-Durchmesser keine Rolle spielen)
Wie erhält denn das Regal seitlichen Halt ? - doch nicht durch die Böden ? - dann könnte es ja bei geringer seitl. Belastung wie ein Parallelogramm zusammenfallen.

Gruß, hs
 
T

tg

Threadstarter
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Hm,

auf den Bildern nicht ganz leicht zu erkennen, hier eine andere Perspektive
http://www.moormann.de/regale/fnp.p...lgemein/Fotos_gross/fnp/fnp_rot_schwarzgr.jpg

Die Aluschienen laufen die ganze Regalfront entlang. Gegen das Zusammenfallen ist das ganze hinten verspannt oder das Regal wird an einer Wand verschraubt.

Damit die Seitenteile nicht rausrutschen, wird von vorne ein Stift durch die Aluschiene in die Regalwange gesteckt.
 
H

hs

Guest
Hi,

hmm, - genial einfach (wie Du es beschrieben hast), finde ich das alles zwar nicht (genial einfach wäre es vermutlich Regalböden und Seitenteile im Baumarkt exakt zusägen zu lassen und dann die Seiten mit Nuten in Regalbodenstärke zu versehen : reingesteckt und fertig).
Aber wenn Du das so wie im Link basteln möchtest, würde ich wie folgt arbeiten :
- die Nuten in den Seitenteilen sägen; schlimmstenfalls dafür ein Sägeblatt auf 3mm schleifen lassen. Fräsen ist nicht nur deutlich zeitintensiver, wer weiß ob ein Fräser (Bruchgefahr) für die Aktion überhaupt reicht - und ob das Ergebnis durchgehend prima wird (vor dem Schleifenlassen Probeschnitt nachmessen - nicht das Deine Säge einen leichten Schlag hat und somit immer etwas breiter sägt - dann das Schleifmaß anpassen).
- den Absatz in den Böden entweder auf der Tischfräse anfertigen .. oder für diese Aktion einen Winkel basteln unter die dann die Fräse montiert wird. So kannst Du mit einem normalen Nutfräser sämtliche Böden bearbeiten (auf 3mm Tiefe und die gewünschte Höhe einstellen und die Böden an dem Fräser entlangführen).
In den USA gibt es für solche Zwecke auch Nutfräser mit einem ganzen Satz versch. Anlaufzapfen - aber nicht nur, daß o.a. Lösung vermutlich besser ist, die USA-Fräser sind alle auf das zöllige System ausgelegt - dort gäbe es dann auch passendes, zölliges Alu-Winkelmaterial ... hier aber nicht. Alternativ könnte man zwar das Anlauflager eines hier gekauften Fräsers auch mit einem extra dafür gedrehten Ring versehen - aber die Tischfräse/Winkel-Idee ist sicher für Deinen Zweck geeigneter (Du willst ja sicher nicht nur eine Handvoll Böden fertigen, sondern einige Dutzend)

Gruß, hs
 
M

markus

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hi,

fräsen .. schön :)
ich hab keine fräse - aber handkreissäge und stichsäge mit führungsschiene. und ´n satz stemmeisen, wenn´s beim schlitzen der regalwangen "klemmt".
wenn´s mehrere wangen sind, würde ich alle zusammenspannen, e. vorrichtung (schmalseitenverängerung) bauen, um in die schmalseiten und in e. "opferholz" ebenfalls mit hks sägen zu können.
hmm .. verständlich? :?

grüsse, markus
 
Alfred

Alfred

Moderator
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Hallo,
d.h. erst werden die Alu Schienen von Wange zu Wange eingesteckt und dann das Regalbrett daraufgelegt, damit hält sich die Sache zusammen.
Was ist der Vorteil jetzt von diesem Regal?
Lübke hat mal ein Regal System gehabt mit in den Wangen senkrecht eingelassenen Schienen mit Raster, hier sind dann die Böden eingehängt worden. Je schwerer die Belastung auf dem Boden war um so fester hat sich das Regal gehalten. Die Erfahrung meines Kollegen war aber folgende im Regalnachbau:
Diese Lübke Regale sind zwischen boden und Decke eingespreizt und erfordern ein Holz das die Druckbealstung aufnimmt, mein Kollege hat es aber aus Spanplatten gebaut und anschließend alles weggeworfen. Ich wollte damit nur sagen dass hier die Gefahr besteht erst mal viel in Material zu investieren und dann nicht funktioniert. Mit wenig Ausrüstung bist du bei einem Problem schnell aufeschmissen.
 
T

tg

Threadstarter
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@Alfred:
Das Original ist aus MDF. Aus der Konstruktion lässt sich ablesen, dass hier keine besonderen Materialanforderungen bestehen. Außerdem habe ich vor, das Ganze erst Mal in klein auszuprobieren. Das Materialrisiko ist dann äußerst überschaubar (1,5 m² MDF oder so).

@Dietrich:
Es steht doch nirgendwo, dass Möbel aus Holz sein müssen - Energiebilanz hin oder her. Das ist vielmehr Geschmacksache. Den einen gruseln Pantone Stühle aus Kunststoff oder Sessel aus Stahl/Leder (Vitra, ...), der andere kriegt bei rustikalen Landhausmöbeln und Samtsesseln mit Bommeln allergische Flecken. Aber über Geschmack lässt sich ja nicht besonders erfolgreich streiten - wussten schon die alten Römer.

@hs
Ich bin mir ja nicht so ganz sicher, wie sarkastisch Dein Kommentar gemeint ist - aber Moormann muss man wirklich zugestehen, dass seine Entwürfe ziemlich originell sind.

Ansonsten vielen Dank für die tollen Tips - bin mal gespannt was aus dem Projektchen wird.

tg
 
C

ChristianA

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Hinweis eines Moderators des Holzforums:

Da die Diskussion mehr und mehr vom ursprünglichen Thema abschweift, habe ich mir erlaubt, einen separaten Thread zu erstellen.
Bitte führt die Design-Debatte in diesem fort!

Danke!

Christian
 
T

trozzreaxxion

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9
@tg:

Ich habe erst kuerzlich das moormann/kufus Regal nachgebaut und letztes WE aufgestellt, von daher verstehe ich deine Problematik.

Anders als Du habe ich 16mm MDF und Alu-Winkel der Dimension 10x10x2 verwendet. 'Original' sind wohl ebenfalls 16mm, aber Winkel in 12x12x2. Gute Infos zu den Dimensionen habe ich hier: http://www.adus.de/fnp-regale/de/ gefunden.

Zum Schlitzen der Regalboeden als auch der Seitenteile habe ich eine Handkreissaege verwendet und das ging sehr problemlos. Oberfraese habe ich auch in Betracht gezogen, aber wg. 2mm Breite und 9mm Tiefe verworfen. Geht moeglicherweise auch - dauert aber sicherlich laenger.

Noch ein paar Tipps:
Der Abstand der Nuten ZUEINANDER ist relevant - nicht der Abstand Nute-Regalbodenrand! Der sollte rel. konstant sein - sonst passt's hinterher nicht! Da meine Boeden aber recht exakt gesaegt waren, habe ich dennoch mit einem Anschlag am Regalbodenrand gearbeitet und die erzielte Genauigkeit war gut genug.

Das Ganze sollte recht exakt gearbeitet werden. Meine Nuten sind ~2.1mm breit, die Winkel haben 2mm Staerke. Das passt beim Zusammenbau recht stramm und das gibt Stabilitaet. Ich wuerde nicht zuviel Spiel lassen, aber immer wieder den Nutenabstand zueinander checken.

Die Schlitze quer in die Seitenteile habe ich immer so gemacht, dass ich 4 oder 5 Seitenteile gleichzeitig geschlitzt habe. Du solltest auf der Astrittsseite des Saegeblattes ein Stueck Abfallholz mitspannen und mitsaegen um zu vermeiden, dass die aussenliegende Seitenwand beim Schlitzen ausbricht.

Ich finde, es gibt eine ganze Menge an diesem Regal, was sehr durchdacht und ueberraschend simpel ist. Ein Vorteil, der sich nicht unmittelbar erschliesst ist auch die recht einfache spaetere Erweiterbarkeit bzw. der Umbau im Stand.
Abgesehen von der reinen Nutzbarkeit finde ich das Regal auch sehr schick. Gerade die Kombination Holz/Alu und die recht zierliche Bodenstaerke lassen das Regal sehr filigran aussehen. Die (unbenutzten) Schlitze in den Seitenteilen sind anders als viele andere variable Loesung fast nich sichtbar.

Viel Erfolg,
mike
 
T

trozzreaxxion

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Sorry,
Doppelposting
 
W

webquake

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Hallo zusammen,
an dieser Stelle möchte ich mich für die gesammelten Tipps und Anregungen bedanken!

Basierend darauf war ich in der Lage mein eigenes FNP Regal anzufertigen und habe den Prozess in diesem Video zusammengefasst:

Viele Grüße!
 
Z

zimmy

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Oßling
Tolles Video, Tolle Arbeit! 👍
zimmy
 
michaelhild

michaelhild

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Im-sonnigen-LDK
Ja "toll" dezent Werbung für den eigenen Youtube Kanal zu platzieren.
Ob man webquake hier jemals wiedersieht?
 
Dieter K

Dieter K

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Franken
So schlecht kopiert finde ich das nicht, falls wir über das gleiche Original reden. Gefällt mir sogar ein bisschen besser. Wenn man kopiert, findet man das Original gut. Dann braucht es erst mal die Möglichkeiten, so etwas nachzubauen und den Film zu drehen.
Der gleiche Beitrag steht auch im Forum von woodworker.de. Irgendwie muss man ja auf sich aufmerksam machen.

Von mir gibt es einen Daumen nach oben, gut gemacht! Ich behalte den Kanal mal im Auge.
 
Herbert_S

Herbert_S

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Wolkersdorf
...und wo war jetzt das Problem wegen der Nut :roll:
 
Thema: Hilfe: 3 mm breite und 15 mm tiefe Nuten in MDF
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