Hersteller von Stationärmaschinen

Diskutiere Hersteller von Stationärmaschinen im Forum Holzbearbeitung im Bereich Anwendungsforen - Hallo, ich bin auf der Suche nach Herstellern von Stationärmaschinen. Tischkreissägen, Hobel, Bandsägen ect.. Welche Hersteller produzieren ähnl...
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mustang

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Hallo,

ich bin auf der Suche nach Herstellern von Stationärmaschinen.
Tischkreissägen, Hobel, Bandsägen ect.. Welche Hersteller produzieren ähnl. Geräte wie zB. Elektra Beckum. Oder welche Hersteller sind besonders empfehlenswert.
Da ich gerade eine Marktanalyse erstelle, wäre Ich über konstruktive Information dankbar.

Gruß
Andreas
 
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Dietrich

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Hallo Andreas,

was verstehst Du unter einer Marktanalyse, für Dich privat zwecks Kaufsondierung, oder professionell für ein Unternehmen?
 
M

mustang

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Hallo Dietrich,

es geht um Designstudien also mehr professionell .

Gruß
Andreas
 
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Dietrich

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Hallo Andreas,

außer den von Dir genannten E-B Maschinen gibt und gab es von Metabo der Muttergesellschaft von E-B, auch Maschinen für die Holzbearbeitung.
Diese sog. Magnum Maschinen hatten ein schlüssiges Konzept, die Maschinen befanden sich durchweg in annähernd gleicher Größe und Leistungsvermögen, hatten kaum qualitative Unterschiede und verfügten über pfiffige Detaillösungen, bei, für den ambitionierten Selbermacher, gerade noch vertretbaren Preisen. Leider wurde ein Großteil dieser Maschinenkategorie eingestellt, nicht etwa weil deren Käufer unzufrieden waren, eher weil sich in den "Geiz ist geil und blöd" Zeiten kaum mehr neue Käufer fanden.

Seit einigen Jahren arbeite ich mit großer Freude mit diesen Maschinen, hauptsächlich Möbelbau, aber auch Innen und Außenholzbau, dazu habe ich eine Seite online, mit vielen Bildern:http://www.holz-seite.de.vu/

Natürlich gibt es auch andere empfehlenswerte Maschinen in der Klasse, man möge mir meinen etwas tannengrün gefärbten Beitrag verzeihen:)

Hierzu würde ich, mit kleinen Abweichungen nach oben und unten, auch zählen: Scheppach/IXES, wobei die IXES Sparte eher weiter oben rangiert, auch im Preis, Mafell, hauptsächlich mit den Erika Modellen, aber auch die Hobelmaschinen, Festool, die E-Werkzeuge von Festo, hauptsächlich teilstationär nutzbare Handmaschinen, mit sehr guter Montagetauglichkeit, die mittlerweile zu Scheppach gehörenden Kity-Maschinen, etwas oberhalb sind die von Kräku gebauten ehemaligen Flottjet-Maschinen anzusiedeln, der Hersteller verspricht jedoch, made in Germany.
 
Alfred

Alfred

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Hallo,
lass dir mal einen Prospekt von Altendorf schicken,
www.altendorf.de
die haben auch ganz brauchbare Maschinen.
Bei der neuesten computergestützten Formatsäge braucht man blos noch die gewünschten Zuschnittgrößen und die Rohplattengröße eingeben und die Maschine rechnet aus wie man schneiden muss.
Gruß
Alfred
 
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Dietrich

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Hallo Alfred,

es ging doch nicht um Altendorff, Panhans, Kölle, Martin, Maka und SCM:)

Sondern um die Kategorie in der E-B mitspielt.

Auch ich habe auf der Messe in Nürnberg vor der Altendorff F45 gestanden, was soll ich sagen........!

Gruß Dietrich
 
D

Dietrich

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Hallo Hs,

die Liste lässt sich erweitern, klar, aber Lutz und Atika ist unterste Baumarktsorte, um nicht zu sagen unbrauchbar!

Gruß Dietrich
 
H

hs

Guest
Hi,

... och - ich denke mit der 135kg schweren Atika ABH 500
mit 5kW-Motor kann man sicher schon ganz ordenlich
Kleinholz sägen :wink:

...... sollte ja auch nur eine Auswahl sein (und selbst Billigst-
Hersteller verbauen manchmal pfiffige Feature - und schein-
bar ging es dem Fragesteller ja darum)
In den USA wird ja viel aus Holz gefertigt - möglicherweise
lohnt auch dort mal zu schauen :
http://www.deltawoodworking.com
haben z.B. ganz interessante Sägen :
20030224200000_33-422_72dpi_200.jpg


Gruß, hs
btw. interessant, daß Fein dort auch Oberfräsen verkauft :
großes Bild :
http://www.feinus.com/newrouter/popup-image/RT1800.jpg
( http://www.feinus.com/newrouter/new-router.htm )
und dort sehen die Oberfräsen z.T. auch ganz anders aus :
http://www.rockler.com/Rockler/images/62843-lg.jpg
(irgendwie interessante Höheneinstellung)
oder
http://www.rockler.com/Rockler/images/63816-lg.jpg
und mit Akku (!) betrieben :
http://www.rockler.com/Rockler/images/27930-lg.jpg
 
D

Dietrich

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Hallo Hs,

was soll das für eine Maschine sein, die Atika, eine Brennholzwippsäge?

Ja gut, der DeWalt hat irgendwann mal die Radialarmsäge erfunden, brauchen tut sie nur keiner, sonst haben die Amis nichts gescheites!
Keine Sicherheitseinrichtungen.
Keine richtigen Tischfräsen.
Keine Schiebetische
Formatkreissägen nennen sie Euro Style Maschin.

Es gibt dort praktisch kaum die in Europa bekannten Handwerksstrukturen, dementsprechend keine ausgebildeten Schreiner, kaum wirklich professionelle Holzbearbeitungsmaschinen, jeder kocht sein Süppchen, wobei es natürlich auch dort Naturtalente gibt, die schier unglaubliches leisten.

Wenn auch die Verkaufspreise verlockend scheinen, eine gute Empfehlung sind US-Maschinen nicht.
 
H

hs

Guest
Hi,

Dietrich schrieb:
was soll das für eine Maschine sein, die Atika, eine Brennholzwippsäge?
schau doch nach ...

sonst haben die Amis nichts gescheites!

... ein Argument, was ich schon sehr oft gehört habe (allerdings
in Bezug auf 'spritschluckende' Fahrzeuge - vergleicht man dann
aber objektiv mit unserer 'Oberklasse', stellt man schnell fest,
mit welch' hohem techn. Aufwand hier bei uns für ein Mist pro-
duziert wird)

Keine Sicherheitseinrichtungen.

gleube ich nicht

Keine richtigen Tischfräsen.
Keine Schiebetische

hmm, - findet sich hier den nichts ?
http://www.omgainc.com
http://www.rittermfg.com
http://www.casolin.com
http://www.lobomachine.com
http://www.whirlwindsaws.com
http://www.tannewitz.com
.
.

Es gibt dort praktisch kaum die in Europa bekannten Handwerksstrukturen, dementsprechend keine ausgebildeten Schreiner, kaum wirklich professionelle Holzbearbeitungsmaschinen, jeder kocht sein Süppchen, wobei es natürlich auch dort Naturtalente gibt, die schier unglaubliches leisten.

mir ist lieber jemand, der tatsächlich was kann als jemand,
bei dem nur auf dem Zettel steht, daß etwas können müßte
(wenn ich alleine daran denke, was mir von 'Meistern' in KFZ-
'Fach'werkstätten versucht wurde aufzuschwatzen .... und wie
kompetent so mancher Schrauber in einer Hinterhofwerkstatt
ist ...)

Wenn auch die Verkaufspreise verlockend scheinen, eine gute Empfehlung sind US-Maschinen nicht.

na ja - sooo verlockend sind die Preise ja auch nicht. Gutes
Werkzeug kostet gutes Geld (die abgebildete orange Oberfräse
kostet z.B. auch $325 ... stammt aber wohl auch aus Australien :
http://www.triton.net.au .
Die Porter-Cable liegen auch deutlich über $200 - aber die große
zentrale Einstellung finde ich sehr schön
http://www.porter-cable.com
... da aber alles mit 120V betrieben, eh' für uns uninteressant :wink: )

Gruß, hs
 
D

Dietrich

Moderator
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Hallo Hs,

nur weil es von Dir angesprochen wurde, große Verkaufszuwächse in den letzten Jahren hatten Porsche und Audi, in Amiland, produzieren die etwa Schrott?
Schrott produzieren doch nur die Hersteller die teilweise in Amiland produzieren, namentlich M, X5, Z3/4 :)

Jedenfalls sieht man in Holzwerkstätten der Amis, bei denen übrigens aus den o.g. Gründen Hobby und Profibereich stark verschwimmt, viele alte Maschinen, verglichen zu dem deutschen Schreiner um die Ecke, der vorneweg 6stellige Summen im Maschinenpark stecken hat, fast lächerlich.
Natürlich können die damit arbeiten, mache ich auch, aber bei denen gibt es halt nicht diesen Kostendruck, denn die Verdienste der dortigen Handwerker befinden sich auf einem Bruchteil unseres Niveaus. Deshalb kann man dort kaum moderne Maschinen, die sehr teuer sind, anschaffen, wenn es keinen großen Markt gibt, dann passt sich das Angebot an.
Wie gesagt es geht um große Profimaschinen, im Hobbybereich sieht es ganz anders aus, dort ist die Auswahl schier unglaublich und relativ preiswert obendrein.
Wenn man sich für US-Maschinen interessiert, braucht man eben sehr viel Information, um nicht an 08/15 Ware zu geraten.
 
H

hs

Guest
Hi,

Dietrich schrieb:
nur weil es von Dir angesprochen wurde, große Verkaufszuwächse in den letzten Jahren hatten Porsche und Audi, in Amiland, produzieren die etwa Schrott?
Schrott produzieren doch nur die Hersteller die teilweise in Amiland produzieren, namentlich M, X5, Z3/4 :)

na ja - irgendwie werden ziemlich viele deutsche Autos in
die Werkstätten zurückgerufen - ein -Bsp.:
Insgesamt soll es sich um knapp 41.000 Fahrzeuge handeln, die weltweit verkauft wurden. Bei VW sind weltweit 60.000 Fahrzeuge des gleichen Produktionszeitraums betroffen.
Bei Qualitätstests habe man festgestellt, dass der Achsbolzen, der eine feste Verbindung zwischen Gurtschloss und Verankerungsbeschlag schafft, nicht korrekt vernietet sein könne und so die Möglichkeit bestehe, dass er durch Vibrationen aus dem Beschlag herauswandert ... Bereits Ende Februar hatten Porsche und VW eine Rückrufaktion für insgesamt 28.500 Cayenne und Touareg veranlasst. Damals ging es um einen Kabelstrang nahe der Instrumententafel, der möglicherweise durch die Feststellbremse aufgescheuert werden und dabei einen Brand verursachen kann.


ich könnte das noch weiter ausführen (schon mal aufgefallen
wie viele deutsche 'hochwertige' Motoren hier das teure
'SuperPlus' benötigen - anstatt, wie die amerik. Motoren mit
billigem 'Normal' auszukommen) ... ist aber ein Werkzeugforum -
und daher ..

------------------
Jedenfalls sieht man in Holzwerkstätten der Amis, bei denen übrigens aus den o.g. Gründen Hobby und Profibereich stark verschwimmt, viele alte Maschinen, verglichen zu dem deutschen Schreiner um die Ecke, der vorneweg 6stellige Summen im Maschinenpark stecken hat, fast lächerlich.
Natürlich können die damit arbeiten, mache ich auch, aber bei denen gibt es halt nicht diesen Kostendruck, denn die Verdienste der dortigen Handwerker befinden sich auf einem Bruchteil unseres Niveaus. Deshalb kann man dort kaum moderne Maschinen, die sehr teuer sind, anschaffen, wenn es keinen großen Markt gibt, dann passt sich das Angebot an.
Wie gesagt es geht um große Profimaschinen, im Hobbybereich sieht es ganz anders aus, dort ist die Auswahl schier unglaublich und relativ preiswert obendrein.

ja aber ist das nicht das Resultat des baumarkt-Booms ?
Nimm Dich als Beispiel : Du bastelst lieber selber mit guten
Werkzeugen, als dem Handwerker diese Arbeiten zu übertragen.
Dadurch erhält er wiederum weniger Aufträge, die er durch
rentablere Maschinen ausgleichen muß.

Wenn man sich für US-Maschinen interessiert, braucht man eben sehr viel Information, um nicht an 08/15 Ware zu geraten.

sicher - aber das bringt ein großer, und dadurch pyramiden-
förmiger, Markt eben mit sich. 'Unten' viele günstige Produkte -
'oben' wenige hochwertige.

Gruß, hs
 
C

ChristianA

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Hallo, zusammen,

mittlerweile sind wir zwar vom ursprünglichen Thema abgewichen, aber meine Kommentare muss ich trotzdem loswerden.

Ich wage zu behaupten, dass kaum jemand von uns einen wirklich fundierten, objektiven Überblick über die amerikanische Heim- und Handwerkerschaft hat. Sicher findet man auf Websites verschiedene Hinweise und schnappt in Foren diese und jene Erzählungen auf, aber ich möchte bezweifeln, dass diese Eindrücke die Realität tatsächlich einigermaßen genau reflektieren.

Sicher sieht man da und dort professionelle Handwerker, deren Werkzeugfuhrpark mit Dietrichs zu vergleichen ist. Schließlich zählt aber nicht, wie viele und welche Werkzeuge ein Handwerker in seiner Werkstatt stehen hat, sondern was er damit produziert. Dass "die Amis nichts Gescheites haben", halte ich für eine absolut unüberlegte Behauptung. Zweifellos ist in den USA nicht alles Gold, was glänzt, aber denken wir z. B. an klassische Handwerkzeuge. Während in Mitteleuropa die letzten Hersteller für traditionelles Holzbearbeitungswerkzeug Konkurs anmelden und wir auf japanische Werkzeuge (die ich übrigens sehr schätze) zurückgreifen (müssen), weil man das typische Werkzeug des deutschen Holzhandwerks kaum mehr bekommt, hat man in den USA diese Sparte längst wiederbelebt. Nicht nur das, man war auch so klug, Traditionelles mit Modernem zu verbinden. So glänzen Clark & Williams, Lie Nielsen und Co mit einem ausgezeichneten Internetauftritt, während Ulmia Ott (nicht Ulmia Anke) bis zum letzten Tag des Bestehens keine brauchbare Website zu Stande brachte. So wird man alte Betriebe nicht retten können.
Nicht zu verachten sind außerdem sog. "fixed base routers" und die Verbindungsfräsgeräte, die in den USA in deutlich größerem Umfang angeboten.

Es mag durchaus sein, dass Atika keine wirklich brauchbaren Sägen für den Möbelbau anbietet, als Baustellensägen (und als solche sind die Atika Sägen mehrheitlich konzipiert) dürften sie aber keine schlechte Figur machen.

Ob "mein" Tischler einen sündhaft teuren, neuen Maschinenführpark besitzt oder in "Meister Eders Werkstatt" seinem Beruf nachgeht, ist mir als Kunde prinzipiell völlig egal. Es wundert mich eigentlich nicht, dass manche kleinen Handwerksbetriebe mit Werkzeugen, die man bei uns eher als Heimwerkergeräte einstufen würde, arbeiten. Für "custom made" braucht man keine Computertechnik und wenn ich klassische Möbel herstelle, ist ein Dübelbohrautomat sicher überflüssig.

Fröhliches Werken!

Christian
 
D

Dietrich

Moderator
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Hallo Christian,

leider gibt es bei uns kaum noch "Meister Eder" Werkstätten, es gibt praktisch niemand, der gewissermaßen professionell, die klemmende Schublade der älteren Dame repariert. Denn für 2 Stunden Arbeitszeit eines Schreiners, oder sogar Schreinermeisters, kann man 4 neue Schübe kaufen.
Ob die dann passen, interessiert hier keinen, leider.

Der hiesige Schreiner muß, auch wenn er nur 2 Mitarbeiter hat, schon industriell fertigen, dies muß schnell gehen, um den Lohnanteil gering zu halten, deshalb braucht der Schreiner große leistungsfähige Maschinen.
Handwerkzeuge, haben die meißten Schreiner in der Lehre zuletzt gesehen.

In Amiland ist dies offensichlich anders, allein schon wegen der Löhne und der Lohnnebenkosten, zahlt die ältere Dame 12 oder 15 Dollar per Std an den Chef der Werkstatt, kann sie sich die Reperatur leisten. Der Chef wiederum rüstet seine Mitarbeiter auch mit Handwerkzeugen aus.

Es unterscheiden sich die Art der Aufträge, danach richtet sich die Maschinenauswahl.
Weil dies so ist, verschwimmt zum Teil die Trennung in Profi und Hobby-Werkstatt, zumindest rein optisch.

Man braucht auch nur in den Katalog eines Herstellers von Fräsern zu schauen, bei uns in D/EU, dort finden sich 7teilige Fenster und Haustürprofilfräser für mehr als 2000€, für solche Summen kauft der Ami-Schreiner eine Maschine aber keine Fräser.
Denn man kann solche Profile auch mit 2 oder 3 Fräsern nacheinander herstellen, dann kommt aber wieder der Faktor Zeit ins Spiel.

Es gibt natürlich nicht nur Fisch oder nur Fleisch, aber die Tendenzen sind deutlich erkennbar.
 
C

ChristianA

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Hallo, zusammen,

über die konkrete Lohnsituation der amerikanischen Heimwerker weiß ich nicht ausreichend Bescheid und auf Spekulationen will ich mich nicht einlassen.

leider gibt es bei uns kaum noch "Meister Eder" Werkstätten, es gibt praktisch niemand, der gewissermaßen professionell, die klemmende Schublade der älteren Dame repariert. Denn für 2 Stunden Arbeitszeit eines Schreiners, oder sogar Schreinermeisters, kann man 4 neue Schübe kaufen.
Ob die dann passen, interessiert hier keinen, leider.

Das stimmt leider. Allerdings habe ich den Eindruck, dass diese oder ähnliche Entwicklungen von der Handwerkerschaft - bewusst oder unbewusst - gefördert wurden/werden.

Es mag sein, dass sich die Aufträge/Arbeiten/Produkte von Tischlern und Möbelhäusern in den USA stärker unterscheiden als hier. Umso bedauernswerter ist es, dass sich manche Handwerker sichtlich nicht profilieren können. Wenn sich das Möbel des Handwerkers und das des Möbelhauses nur darin unterscheidet, dass der Handwerker sein Produkt ggf. auf Maß an die Raumsituation anpasst, ist das ein schwaches Argument für den Handwerker. Einem Möbel vom Tischler sollte man auf Anhieb ansehen, dass es ein handwerkliches Produkt ist. Dann kann man sicher auch den Preis für eine Reparatur rechtfertigen.
Es scheint manchmal leider so, als ob der Tischler kein echter Handwerker mehr ist, sondern schon beinahe ein Fabrikant, in dessen Betrieb Möbel *gefertigt* werden.

Herzliche Grüße

Christian
 
Alfred

Alfred

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Hallo,
der Schreiner mit 2 Gesellen kann eben nicht industriell fertigen, lass ihn nur mal eine Oberfläche lackieren die den beschichteten Platten nahekommt. Vergleichsweise beim Schlosser wenn er anfängt 3 Gabelschlüssel zu schmieden.
Gutes Werkzeug ist in Amerika gut 1,5 mal so teuer wie bei uns. Ich hatte mal einen Katalog aus USA der ähnlich dem Magma Qualitätswerkzeug hatte, mit erschreckenden Preisen. Magma ist übrigens ein Österreicher der in USA die halbe Holzwerkzeugindustrie aufgekauft hat. Daher fine Woodworking auch in Austria.
Gruß
Alfred
 
C

ChristianA

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Hallo, Alfred!

Alfred schrieb:
der Schreiner mit 2 Gesellen kann eben nicht industriell fertigen, lass ihn nur mal eine Oberfläche lackieren die den beschichteten Platten nahekommt.

Aus meiner Sicht muss/soll ein Schreiner auch nicht unbedingt industriell fertigen, schließlich führt er einen Handwerksbetrieb und kein Möbelhaus bzw. keine Möbelfabrik. Zumindest ich als Laie gewinne aber den Eindruck, dass selbst der kleinste Handwerksbetrieb bestrebt ist, industriell zu fertigen. Damit begibt er sich in Konkurrenz mit den Möbelfabriken, mit denen er aber nicht mithalten kann.
Eben weil der kleine Schreiner, sofern er nicht einen entsprechenden Maschinenfuhrpark besitzt, nicht in der Lage ist, eine Oberfläche zu lackieren, die der einer beschichteten Platte ähnlich ist, muss er sich auf einem anderen Gebiet betätigen. Zum Verarbeiten industriell gefertigter Platten bedarf es offensichtlich großer Maschinen. Um individuelle Einzelstücke - z. B. aus Massivholz - zu bauen, braucht man einen Handwerker.

Mit freundlichen Grüßen

Christian
 
A

alexander20

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Ich besitze eine Hammer C 3 31. Das ist eine stationäre Kombimaschine, es gibt aber auch natürlich die Einzelmaschinen. Die sind mit den EB Profiline (od. wie die genau heißen) etwa in der gleichen Kategorie und qualitativ und punkto Zubehör und Verarbeitung sehr gut. Nähere Infos findest du glaube ich unter www.hammer.at. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung. :wink:
 
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