Heizungsstrang vorrübergehend ablassen - Korrosionsschutz.

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sumsi

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Hallo liebes Forum!

Wir möchten in unserem selbstverwalteten Mietshaus,welches wir frisch gekauft haben, einen Heizungsstrang abschliessen und ablassen. Der Heizungsstrang ist 40 Meter lang und versorgt 3 Heizkörper in Garagen und Nebengebäuden. Teilweise haben diese Garagen nicht mal mehr Tore, die Heizkörper stehen also quasi draussen und heizen in Frostschutz-Modus die Aussenluft :/
Jetzt kann es aber sein dass wir innerhalb der nächsten 1-2 Jahre eine Hobbywerkstatt in eine der beiden Garagen einbauen wollen. Dann wäre es wiederrum gut den Raum wieder heizen zu können. Deswegen ist die Anforderung: Den Strang jetzt abtrennen und frostsicher machen, ihn aber auch wiederverwendbar halten.

Mein Plan bis jetzt: Wasser ablassen, Strang durchsägen, Absperrhähne einbauen. Wie aber können wir den abgelassenen Strang vor Korrosion schützen? Ich las irgendwo von "mit Druckluft durchpusten", um quasi von innen zu trocknen. Danach dann wieder luftdicht verschliessen oder offen lassen? Habt ihr sonst noch Tipps?

beste Grüße,
Paul
 
powersupply

powersupply

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Wenn die Leitungen aus Kupfer sind reicht ablassen.ggf noch mit Pressluft ausblasen.
Bei den Heizkörpern bin ich mir nicht Sicher ob dasreicht.

PS
 
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sumsi

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oh, hatte ich vergessen zu sagen: Die Leitungen sind aus Schwarzstahl.
 
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Jürgi

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Wasser raus und fertig. Die schwarzen Rohre sind bisher von außen nicht weg gerostet, also werden sie das von innen auch nicht.
 
Alfred

Alfred

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man könnte noch eine Mischung aus Wasser und Kühlerfrostschutz durchlaufen lassen das gibt auch einen leichten Schutz.
 
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Dominik Liesenfeld

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Leermachen, gut ausblasen, um Wassersäcke und Frostschäden zu vermeiden . Entleerungen offen lassen
 
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sumsi

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OK, danke euch!!
 
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Dirk

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Ich würde die Rohre nicht offen lassen. Das dauert nicht lange, dann wohnt da allerlei Getier drin, das würde ich nicht in meiner Heizungsanlage haben wollen (und aus Heizkörpern kriegst du eher nichts wieder heraus gespült). Ich würde auf einer Seite fest verschrauben (muss ja nicht 100% "dicht" sein) und auf der anderen Seite so, daß ein Druckausgleich stattfinden kann -> notfalls halt ein Stopfen mit 3x 2mm-Löchern oder sowas.
 
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sumsi

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vielleicht ein feines Gitter drüber packen?
 
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nzrealist

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oh, hatte ich vergessen zu sagen: Die Leitungen sind aus Schwarzstahl.
Okay, das ist schon mal die erste hilfreiche Information. Falls die gesamte Rohrstrecke nur ausschließlich aus diesem Material besteht, sonst keine anderen Metallspezifikationen (Kupfer, Messing usw) beteiligt sind, hast Du kaum diese vermeindlichen Probleme. Diese treten oft nur wegen unterschiedlichen Metall-Übergängen, genauer gesagt wegen unterschiedlichen chemischen Spannungsunterschieden der Metalle (Elektro-Chemie) in Verbindung mit der "Leitfähigkeit" des Wassers auf.

Dies bedeutet mithin, die sogenannte Wasserhärte spielt mit eine Rolle. VE Wasser, also vollentsaltzes Wasser wäre ideal, weil dieses die geringste Leitfähigkeit hätte. Wenn die Leitungen getrennt, absperrbar gemacht werden, sollte ein jeweiliger Anschluss zum einfüllen von VE Wasser mit angebracht werden. Die Füllmenge wird sich anhand des Rohrquerschnitts, -länge etc ermitteln lassen.

Ich bin mir fast schon sicher, einige der Forumsteilnehmer überlegen bereits, wie Sie meine Antwort wieder mal zerpflücken, zerreden etc können. Anstatt sich umfassend zu informieren, was meist die Ursache für gewisse Probleme ist.
 
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Ein_Gast

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Ich bin mir fast schon sicher, einige der Forumsteilnehmer überlegen bereits, wie Sie meine Antwort wieder mal zerpflücken, zerreden etc können. Anstatt sich umfassend zu informieren, was meist die Ursache für gewisse Probleme ist.
Zurecht... Die Idee ist nämlich Bullshit.
Erstmal hat der TE geschrieben, dass die Heizungen draußen in Garagen stehen und Frostsicher gemacht werden sollen. Und auch VE-Wasser gefriert im Winter und richtet in den Rohren entsprechenden Schaden an.

Und zum anderen: Warum ein Rohr mit Wasser füllen? Für Rost braucht es erstmal auch Sauerstoff und in einem abgeschlossenen Rohrabschnitt (ich würde allein wegen Viehzeugs ein Ventil ans Ende setzen), ist die vorhandene Luftmenge ziemlich begrenzt. Dazu finden auch mit VE-Wasser Austauschprozesse statt, da "VE" alles andere als Entionisiert ist - siehe Autoprotolyse.
 
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nzrealist

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Bullshit sind Antworten von Personen, die nicht mal bis zwei (Zusammenhänge) denken und argumentieren können.
Ebenso, Personen die nicht mal sinnvolle Fragen in Suchmaschinen eingeben können, nicht nur in Foren wie diesem oberflächliche Antworten generieren, Hauptsache über 2000 oder 10000 nichts sagende, oberflächliche Beiträge geliefert.

Gegenbeweis: Destilliertes Wasser » Wo liegt der Gefrierpunkt? . Soll ich weitere, sogar von Fachleuten der SHK Innung liefern?
Tja, die oberflächliche Argumentation, es komme nur Sauerstoff, etc im Zusammenhang zu berüksichtigen, ist typisch für einfach gestrickte Denker. Wie sieht es denn in einem leeren Rohr aus? Ist da weder Wasser, noch Sauerstoff vorhanden, frage ich mal die typischen Flachdenker in diversen Foren? Eines verrate ich schon mal, in Luft (welche auch in einem leeren Rohr ist)
ist immer Wasser und Sauerstoff enthalten. Siehe, beachte Luftfeuchtigkeit!
Soso, also wäre ein leeres Rohr die bessere Lösung für Personen die nur bis eins (in Zusammenhängen) denken können?

Soso, steht eigentlich nix da, weil manche nix verstanden haben? Es geht um die Vermeidung von gewissen "Problemen" im Zusammenhang mit dem beabsichtigten Vorhaben des Threaderstellers.
Übrigens. es wäre ohnehin auch für die spätere Nutzung der Rohre für Heizzwecke ratsam, diese Rohre zu isolieren.Das wirkt sich nicht nur für warmes, heißes Wasser aus. Auch sonst, siehe, denke an Taupunkt-Zusammenhang.
 
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Ein_Gast

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Es wäre schön, wenn du mal aufhören könntest, andere zu beleidigen. Ich habe immerhin nur deine Antwort als Bullshit bezeichnet und nicht gleich deine gesamten geistigen Fähigkeiten in Abrede gestellt. Auf der anderen Seite fühle ich mich gerade grandios unterhalten.

Zum Glück isolieren die Rohre vor Erdstrahlen... Das Wasser muss aber vorher nochmal geklopft werden, sonst hilft es nicht.
Soll ich weitere, sogar von Fachleuten der SHK Innung liefern?
Ich bitte darum.
Wie sieht es denn in einem leeren Rohr aus? Ist da weder Wasser, noch Sauerstoff vorhanden, frage ich mal die typischen Flachdenker in diversen Foren?
Ja, in einem leeren Rohr ist weder Wasser noch Sauerstoff. Das nennt sich Vakuum und ist tatsächlich durch die Abwesenheit von Materie gekennzeichnet. Ist aber kein Teil der Fragestellung.
Eines verrate ich schon mal, in Luft (welche auch in einem leeren Rohr ist)
Das bestreite ich auch nicht. Ich sage nur, dass die vorhandene Luftmenge so gering ist, dass sie keinen nennenswerten Schaden anrichtet. Deshalb auch der Punkt mit den Ventilen - damit keine neue Luft nachkommt.
ist immer Wasser und Sauerstoff enthalten. Siehe, beachte Luftfeuchtigkeit!
Sauerstoff - ja. Ist halt Teil der Luft. Wasser - nein. Es gibt auch Luft mit 0 % Luftfeuchtigkeit. Ist hier aber völlig irrelevant.
Übrigens. es wäre ohnehin auch für die spätere Nutzung der Rohre für Heizzwecke ratsam, diese Rohre zu isolieren.Das wirkt sich nicht nur für warmes, heißes Wasser aus. Auch sonst, siehe, denke an Taupunkt-Zusammenhang.
Die Isolation wärmt aber nicht. Demnach werden auch isolierte Rohre mit der Zeit gefrieren (bzw. das Wasser darin).

Edit: Natürlich kann man Wasser deutlich unterkühlen. Das erfordert aber die Abwesenheit jeglicher Kristallisationskeime. Eine Situation, wie sie in Heizungsrohren nicht vorliegt. Und mit Druck kann man auch was erreichen - mit Werten, die eine Heizungsanlage nie aushält. Wahrscheinlich ist, das der Gefrierpunkten aufgrund von Verunreinigungen in den Rohren tatsächlich etwas gesenkt wird - aber nicht nennenswert.
 
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Langfelder

Langfelder

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Kannst Du nicht einfach ein Gemisch 1/1 Wasser/Kühlerfrostschutz einfüllen. Dann hast Du -20°C Gefrierpunkt. 20l Kühlerfrostschutz kosten 30Eur...
 
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Dev

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Du schreibst erst von VE Wasser und jetzt wird es plötzlich destilliertes Wasser. Du solltest dich entscheiden, denn das ist keineswegs das selbe.

Und zu den -70°C:
Das ist ein theoretisch erreichbarer Wert (wobei die konkrete Minimaltemperatur durchaus noch untersucht wird und verschiedene Quellen minimal abweichende Werte angeben). Das Wasser befindet sich dann im Phasendiagramm im Ostwald-Miers-Bereich. Der Grund für den fehlenden Phasenübergang zum Feststoff ist einerseits das Fehlen von Kristallisationskeimen. Andererseits ist der flüssige Zustand energetisch günstiger (niedriger). Größere Kristalle wären zwar energetisch noch günstiger, aber der Weg dahin führt (bei fehlenden Kristallisationskeimen) über kleine Kristalle und die sind energetisch ungünstiger. Daher bleibt das Wasser im flüssigen Zustand.
Das setzt aber voraus, dass das Wasser in einem vollkommen sauberen Gefäß mit perfekt glatten Wänden ist und keinerlei Störungen ausgesetzt ist. Selbst Vibrationen reichen schon aus, das Wasser schlagartig gefrieren zu lassen. Der Physiker spricht bei unterkühltem Wasser aus dem Grund von einem metastabilen Zustand. Er ist nur so lange von Dauer, bis kleinste Störungen auftreten.

Wie würdest du ein gebrauchtes Heizungsrohr aus Schwarzstahl beschreiben? Als perfekt sauber und mit perfekt glatten Wänden? Nein? Ich auch nicht. Warum verlinkst du dann so einen Quatsch, der für die Fragestellung überhaupt nichts bringt?

Denn wie lange ist destilliertes Wasser eigentlich arm an gelösten Ionen, sobald man es in ein benutztes Heizungsrohr aus Schwarzstahl füllt? Sekunden? Minuten?
Destiliertes Wasser ist extrem aggressiv und löst gerne Stoffe aus allen möglichen Oberflächen.
Sobald destiliertes Wasser also nicht mehr in einem sauberen Gefäß aufbewahrt wird, sondern mit der bösen Realität konfrontiert wird, ist es ganz schnell kein destiliertes Wasser mehr, sondern nur noch Wasser. Und Wasser friert bei 0° C.

Heizungsrohre mit destilliertem Wasser zu füllen und dann zu hoffen, dass sie im Winter bei Frost nicht platzen, funktioniert also nicht.

Also bitte keine Leute als Idioten bezeichnen, wenn anschließend so ein sinnloser Kram kommt. Und bitte als Quellen für physikalische Themen irgendetwas seriöseres verwenden als Hausjournal.net. :wink:

Es gibt viele Dinge, die man mit den Heizungsrohren sinnvoll machen kann. Vermutlich reicht es wirklich, sie grob mit Druckluft auszublasen und dann beidseitig zu verschließen.
Man könnte sie auch mit Frostschutz füllen. Bei Kühlerfrostschutz muss man ein wenig gucken, dass man einen passenden erwischt. Alternativ gibt es auch irgendetwas für Heizungen auf Basis von 1,2-Propandiol (Coracon HF6 oder Pekasol L fallen mir spontan ein). Da ist jede Menge Korrosionsschutz mit drin, so dass es keine Probleme geben wird. Kühlerfrostschutz dürfte deutlich günstiger sein.
Alternativ kannst du (falls MIG oder WIG Schweißer im Bekanntenkreis sind) nach dem Ausblasen mit Druckluft die Rohrleitung auch einmal mit Argon 4.6 fluten und dann beidseitig dicht verschließen. Ohne Sauerstoff kein Rost. Bei den paar Litern kostet das Argon auch nicht viel, wenn die Flasche vorhanden ist. Den gesamten Sauerstoff bekommt man so nicht raus, da die Heizkörper zu viele tote Ecken haben, die nicht komplett mit Argon gefüllt werden, wenn man nicht unnötig lange spült, aber der minimale Restsauerstoff ist dann auch irgendwann verbraucht und dann entsteht kein weiterer Rost.

Das ist jedenfalls alles sinnvoller, als destilliertes Wasser einzufüllen.
 
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Ein_Gast

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Den gesamten Sauerstoff bekommt man so nicht raus, da die Heizkörper zu viele tote Ecken haben, die nicht komplett mit Argon gefüllt werden
Das macht man, indem man Vakuum auf die Anlage zieht und dann von außen ausheizt. Damit werden nicht nur Ecken leer, sondern auch restliche schwach gebundene Wassermoleküle von den Oberflächen desorbiert. Anschließend wird mit Inertgas aufgefüllt. Das macht man dreimal und das Ding ist trocken. Natürlich muss man das Inertgas noch mit Kupferkatalysatoren und Molsieb bearbeiten, damit es selbst nicht wieder Feutigkeit und Sauerstoff reinbringt.

Alles andere ist für eine alte Heizung völlig unpassend. :mrgreen:
 
powersupply

powersupply

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Sobald destiliertes Wasser also nicht mehr in einem sauberen Gefäß aufbewahrt wird, sondern mit der bösen Realität konfrontiert wird, ist es ganz schnell kein destiliertes Wasser mehr, sondern nur noch Wasser.
Danke für die detaillierte Klarstellung. :top:
Die zitierte Zeile erinnert mich an den Effekt des plötzlich kochenden Wassers aus der Mikrowelle.
Dieser dürfte einen ähnlichen Hintergrund haben und wird schon durch das bloße Vorhandensein eines metallenen Löffels unterbunden.

Zum Inhalt von dem Pöbler sag ich lieber nichts.

PS
 
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Dev

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Alles andere ist für eine alte Heizung völlig unpassend. :mrgreen:
Ursprünglich wollte ich genau das selbe vorschlagen, aber dann fiel mir ein, dass Hanf+Neofermit nicht Vakuum-geignet sind. Da muss die Turbomolekularpumpe leider im Schrank bleiben. :(
 
Mr.Ditschy

Mr.Ditschy

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Franken
Das "nicht beleidigen" gilt natürlich für alle, danke.

Ich hab auch einen alten Heizungsstrang in der Werkstatt, wurde nur abgelassen und geäußert wurde vom damaligen Fachmann, Wasser ablassen und die Entlüftungshähne geöffnet zu lassen ... ob das nun gut ist/war weiß ich aber nach diesem Thread nicht mehr so ganz!?
 
Thema: Heizungsstrang vorrübergehend ablassen - Korrosionsschutz.
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