Handwerk Robotik

Diskutiere Handwerk Robotik im Forum Werkzeug-Allerlei im Bereich Sonstige Foren - Das Handwerk von Morgen? Neben 3D-Drucker die schon Häuserwände hochziehen können, hier Roboter die im Innenausbau behilflich sind ...
Ich glaube nicht daran!
Genauso wenig wie ich an Industrie 4.0 und Digitalisierung,
beim deutschen Mittelstand und Kleingewerbe glaube.
Industrieller Neubau, da mag das gehen, bei Renovierungen nicht.
 
Dochdoch, das wird irgendwann kommen. Werden wir aber nicht mehr erleben.
Und bei der Geschwindigkeit, mit der dieser Robbi arbeitet, werden wir auch obdachlos sein... :rotfl:
 
Wäre als Handlanger bei schweren Lasten prima, müsste halt nur schneller sein... :mrgreen:
 
Ihr solltet nicht vergessen, dass dieser "Kollege" 24/7 ohne nennenswerte Pausen arbeiten kann. Das holt die vergleichsweise geringe Geschwindigkeit schnell wieder ein. Erstrecht, wenn die Menschen nicht in mehreren Schichten arbeiten, kann der Roboter nachts wie die Heinzelmännchen sein Werk verrichten.
 
Ein_Gast schrieb:
Ihr solltet nicht vergessen, dass dieser "Kollege" 24/7 ohne nennenswerte Pausen arbeiten kann. Das holt die vergleichsweise geringe Geschwindigkeit schnell wieder ein
Muahaha!
Wo soll denn der Strom für den Knecht herkommen?
Für 24/7 braucht der noch nen Anhänger als Stromquelle. :zunge:
Zudem ist das Video für mein Empfinden zu viel und zu heftig geschnitten als dass die korrekte Aufnahme und anschließende Montage der Platte der Realität entsprechen könnte.

PS
 
powersupply schrieb:
Wo soll denn der Strom für den Knecht herkommen?
Wofür hat der Arme? Der wird sich ja wohl bei wenig Strom ein Akkupack aus dem Lader nehmen können. Eine ähnliche Leistung vollbringt heutzutage schon jeder dusselige Mähroboter.
 
Ein_Gast schrieb:
...
Der wird sich ja wohl bei wenig Strom ein Akkupack aus dem Lader nehmen können...
Pfffh...coole Roboter haben nukleare Minireaktoren eingebaut. Zumindest wenn man Isaac Asimov glauben kann.
 
Ein_Gast schrieb:
Ihr solltet nicht vergessen, dass dieser "Kollege" 24/7 ohne nennenswerte Pausen arbeiten kann. Das holt die vergleichsweise geringe Geschwindigkeit schnell wieder ein. Erstrecht, wenn die Menschen nicht in mehreren Schichten arbeiten, kann der Roboter nachts wie die Heinzelmännchen sein Werk verrichten.
Das höre ich Oft. Meine Chefs glauben da auch dran.
Bei uns stehen noch 3 Yasnac Motoman in Benutzung, BJ 1998.
Ich glaub von 2004 bis 2015 oder so, rollende Woche 4 Schichten,
zumindest 2 der Geräte, einer hat weit weniger Betriebsstunden.

Dazu 2 Yaskawa Motoman BJ 2016, denk ich, zumindest wurden die da aufgestellt.
Für andere Firmen/Hersteller mag ich nicht sprechen.

Aber unsere laufen keine 24/7 ohne Störungen... :wink:
Dazu kommt, das kaum ein Mittelständler oder Kleiner Krauter , seinen Leuten die entsprechende Schulung ermöglichen oder bezahlen möchte.
Und warte mal auf den Monteuronkel, wenn du produzieren musst.

Und wenn ich sehe, wie das angebliche "das passiert nicht, das geht gar nicht"
selbstständige Verfahren in Bereiche außerhalb der eingestellten Parameter passiert,
wird mich niemals so ein Teufelsgerät auf dem OP Tisch liegen haben!
Dazu kommen mal noch Verbindungsfehler, Übertragungsfehler, nicht erkannte Peripheriegeräte.
 
Natürlich ist das reine Zukunftsmusik. Der hier gezeigte Roboter soll ja auch mal sicherlich mehr können als nur Trockenbau - dafür ist der Ansatz einfach zu aufwändig. Zwei Beine deuten auf Treppengängigkeit hin; für eine einzelne Ebene wäre es viel einfacher, Räder oder Ketten zu nutzen, ohne den Roboter dann mühsam ausbalancieren zu müssen. Das Teil nutzt laut Video einen handelsüblichen Trockenbauschrauber. Auch das ist nur sinnvoll, wenn er noch andere Werkzeuge nutzen soll - es kostet sicherlich mehr, den Roboter mit einzelnen Fingern auszustatten und dann das Greifen zu üben, als einen Trockenbauschrauber mit Roboterhalterung zu basteln. Dieses Teil soll also mal ein ganzes Bündel an Arbeiten übernehmen.

Die ersten Schritte in Richtung Roboter werden wohl deutlich stärker spezialisierte Maschinen sein, allein damit sich der "Lernaufwand" in Grenzen hält. Viel programmiert wird da sicherlich nichtmehr, sondern das Meiste wird über deep learning ablaufen. Es wäre für den Handwerker viel zu viel Aufwand, jedesmal das Programm neu zu schreiben.
 
Wenn ich manchmal sehe, wie viel "Freude" unsere Roboterinbetriebnehmer manchmal mit den "simplen" Industrierobotern haben und mir dann vorstelle, wie so ein Roboknecht wie der im Video jedesmal vor Ort eingeteacht werden müsste, hätten sie keine Zukunft.

Benderman schrieb:
Ich glaube nicht daran!
Genauso wenig wie ich an Industrie 4.0 und Digitalisierung,
beim deutschen Mittelstand und Kleingewerbe glaube.
Das dürfte wohl sehr branchenabhängig sein. Wir stellen für unsere in vielen Fällen schon sehr lange hochgradig automatisierte Kundschaft, seit einer Weile Industrie 4.0 Lösungen zur Verfügung. Der deutsche Mittelstand (produzierendes Gewerbe) reagiert da wie üblich verhalten. Der dänische und niederländische Mittelstand nimmt es bereitwilliger an, also werden die eigenen Leute irgendwann nachziehen (müssen).
Wo beispielsweise das Instandhaltungspersonal auf ein unumgängliches Minimum (es gibt schon lange Firmen, die sogar alle 4 Wochen Dienstleister für die Schmierung antanzen lassen) zusammengestrichen worden ist, macht es schon Sinn, wenn ein Elektromotor Bescheid geben kann, dass er in voraussichtlich vier Wochen verreckt werden sein wird. Vereinfacht die Personal- und Arbeitsplanung. Ob es dabei jemals so weit kommt, dass der Motor automatisch einen Ersatzmotor ordert, der am Ende von einer Drohne geliefert und zwei Robotern installiert worden sein wird - keine Ahnung. Ich schließe es nicht aus. Anfang des 20. Jahrhunderts gab es auch genug Leute, die dem Automobil keine nennenswerte Zukunft prophezeit haben.

Benderman schrieb:
Industrieller Neubau, da mag das gehen, bei Renovierungen nicht.
Ich weiß nicht genau, was du mit Renovierung meinst. Im Rahmen von größer angelegten Modernisierungen geht das problemlos.
 
Was die Geschwindigkeit von dem Ding angeht möchte ich an die Maschinenrichtlinie verweisen. Reaktionszeit und auftretende Kräft bei Kollision hängen in direktem Zusammenhang zu Masse und Geschwindigkeit.
Es gibt zwischenzeitlich Automaten die ohne Schutzzaun aufgebaut werden können, aber die sind entsprechend langsam oder tragen keine hohe Lasten.

Was Sicherheit allgemein angeht möchte ich übrigens nicht der arme Wurm sein der drunter liegt wenn das Gerät aus noch unbestimmten Gründen die Balance verliert...

Ob Deep-Learning die klassische Programmierung auf absehbare Zeit ersetzen kann hab ich noch Zweifel. Sehe darin aber auch eine Voraussetzung das Gerät praktisch einsetzen zu können. Sonst kann er ja immer nur identische Räume bearbeiten. Und ich glaube wir Wissen alle wie wiederholgenau auf dem Bau gearbeitet wird... :mrgreen:


mfg JAU
 
Brandmeister schrieb:
Benderman schrieb:
Industrieller Neubau, da mag das gehen, bei Renovierungen nicht.
Ich weiß nicht genau, was du mit Renovierung meinst. Im Rahmen von größer angelegten Modernisierungen geht das problemlos.
Ich meinte sowas, wie ein Bad oder eine Küche im Einfamilienhaus.
Wobei, soweit ich das sehe, machen bei uns das eh alle selber,
oder lassen es schwarz machen.
 
Der Roboter in dem Video ist doch auch schwarz!? :crazy:
 
J-A-U schrieb:
Und ich glaube wir Wissen alle wie wiederholgenau auf dem Bau gearbeitet wird... :mrgreen:
Und ich habmir gerade vorzustellen versucht wie das der Kamerad bei einer beginnenden Dachschräge händelt. :mrgreen: :ducken:

Brandmeister schrieb:
wenn ein Elektromotor Bescheid geben kann, dass er in voraussichtlich vier Wochen verreckt werden sein wird. Vereinfacht die Personal- und Arbeitsplanung. Ob es dabei jemals so weit kommt, dass der Motor automatisch einen Ersatzmotor ordert, der am Ende von einer Drohne geliefert und zwei Robotern installiert worden sein wird - keine Ahnung.

Ja,ja. Industrie 4punktnull..
War bei uns auch schon Thema. Da sollte in einem Diplomanden Projekt über den Stromverlauf an einem Elektromotor erkannt werden wie dessen Gesundheitszustand ist und sogar eine Verschleißprognose der in der Rollenbahn angetriebenen Zahnriemen gemacht werden können.
Dabei gab es am speisenden Frequenzumrichter die entsprechend benötigten Schnittstellen noch gar nicht. :zunge:

PS
 
Benderman schrieb:
...
Ich meinte sowas, wie ein Bad oder eine Küche im Einfamilienhaus.
Wobei, soweit ich das sehe, machen bei uns das eh alle selber,
oder lassen es schwarz machen.
Schwarzarbeit, Vetternwirtschaft und Korruption, die drei tragenden Pfeiler einer funktionierenden Volkswirtschaft... :mrgreen: :ducken:
 
powersupply schrieb:
Ja,ja. Industrie 4punktnull.
Insbesondere wenn man meint es genüge sowas als Dipl.-arbeit abzuhandeln. Wir wissen wie das bei Projekten läuft, ist der Initiator wieder weg fühlt sich keiner mehr zuständig...

Mit Predictive Maintenance machen wir jetzt schon einige Jahre rum. Mit Stromaufnahmen machen wir glaub nicht so viel, aber Schwingungsanalysen. Teilweise auch übers Netzwerk verfügbar. Da muss aber auch Erfahrung aufgebaut werden, es genügen nicht nur Stichproben. Man muss erst mal lernen den Unterschied zwischen kaputt-schlecht und geht-noch-schlecht zu bestimmen. Denn eins ist klar: Verbaut man die verfügbare Ersatzspindel geplant und kurz darauf verreckt nebendran eine ungeplant und zahlt dann Sondertarif für Sofortreparatur wars den Aufwand nicht wert.

Neuste Spielerei ist ein Roboter (ABB) der regelmäßig an einem Messtaster auf Genauigkeit überprüft werden soll. Die Dinger sind über die letzten Jahre immer günstiger und leichter (!) geworden. Da steht schon bissl die Frage im Raum ob die gemachten, guten Erfahrungen noch gültig sind.

Durch den Fimenverkauf vor paar Jahren werden Strukturen wieder dezentralisiert. Einerseits ist die IT wieder näher dran. Andererseits ist sich die neue Führung der Risiken von totaler Vernetzung auch deutlich bewusster, sorgt für Richtlinien und macht Druck.
Was die Arbeit bei uns in der Instandhaltung nicht unbedingt vereinfacht, hatten wir mit unseren Laptops doch sowas wie Narrenfreiheit. Aber heute stöpselt du dich an die Maschine und hängst damit auch schon an einem Netzwerk. Gruselig wenn man sich vorstellt was für Auswirkungen das haben könnte wenn veraltete Software und die falschen Leute aufeinander treffen.


mfg JAU
 
J-A-U schrieb:
Ob Deep-Learning die klassische Programmierung auf absehbare Zeit ersetzen kann hab ich noch Zweifel. Sehe darin aber auch eine Voraussetzung das Gerät praktisch einsetzen zu können. Sonst kann er ja immer nur identische Räume bearbeiten. Und ich glaube wir Wissen alle wie wiederholgenau auf dem Bau gearbeitet wird... :mrgreen:
Ja, gleiche Räume gibt es nie ... aber wenn mal "Maschinen" selbst bauen, klappt das vielleicht!?

Und denke ein Art Roboter kann am bau fürs grobe und schwere sicher gut eingesetzt werden, dessen Pfusch oder restliche Feinheiten sowie Finish übernimmt dann eben ein Handwerker ... sprich da wird sich nichts ändern, der letzte Handwerker muss immer die vorigen ggf. unkorrekten Arbeiten ausbaden, egal ob heute von Mensch oder Morgen von Maschine. :mrgreen: :crazy:
 
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