Gesucht wird Akkuschrauber für Dauereinsatz....

Diskutiere Gesucht wird Akkuschrauber für Dauereinsatz.... im Forum Akkuwerkzeuge im Bereich Werkzeuge & Maschinen - Erstmal Hallo zusammen!! Bin durch Zufall auf euer Forum gestossen und bin der Meinung das Ihr mir vieleicht helfen könnt!! Bin in der...
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riesenalf

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Erstmal Hallo zusammen!!

Bin durch Zufall auf euer Forum gestossen und bin der Meinung das Ihr mir vieleicht helfen könnt!!
Bin in der Metallbranche tätig und wir benutzen Akkuschrauber zum entgraten von Metall-, Guss- und Aluteilen! Das Problem ist das die Teile 24 h, 5 Tage die Wochen laufen, also extremste Beanspruchung! Bis vor ca. zwei Jahren hatten wir blaue Bosch-Akkuschrauber 12V - Bezeichnung kenn ich nicht- die Teile hielten ca. 1 Jahr! Was ich persönlich für sehr gut halte!! Das Design von dennen sah so aus das der Akku so breit war wie der Griff des Schraubers! danach kam ein blauer Bosch mit Akku breiter als Griff- sah toll aus hielt ca 3 Monate!! Also Firma entscheidet sich vollends auf die Billigschiene umzustellen!
Mich nervt das unheimlich mit so einen billigen Baumarktschrott rumzuhantieren!!

Jetzt haben wir nach langen Meckern und Kampf endlich wieder gut funktionierende Akkuschrauber bekommen und zwar Bosch PSR12 VE! Im Handling super, eigentlich gute Teile aber in vier Monaten schon drei verschlissen! Nun habt ihr einen Tip bzw. Kompromiss zwischen Preis und Langlebigkeit!
Mit Hilti, Festo usw braucht ihr gar nicht zu kommen, da kriegt mein Chef Herzflattern!! Es sei denn ihr habt Argumente die Ihn überzeugen dann zeig ich ihn mal dieses Forum!!

Gruss und vielen Dank riesenalf!!
 
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Yeti

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Also, wenn ich für die von Dir beschriebene Aufgabe Werkzeug suchen würde, kämen bei mir eher Druckluftwerkzeuge als Akkuwerkzeuge in Betracht.
 
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M.vom.Fach

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Hallo Riesenalf,

da ich auch aus der Metall-Branche komme und Akkuschrauber viel für das entgraten und ansenken für Bohrungen benutzt haben, glaube ich zu wissen was ihr braucht.

Wir haben auch mit den blauen Bosch Geräten extreme Probleme gehabt, es ist fast nur noch Billig Schund. Diese Meinung wird komischer Weise von vielen geteilt. Von Bosch markenfetischisten mal abgesehen.

Als Druckluftwerkzeuge fand ich nur die Bandschleifer gut. Zum ansenken ist der Akkuschrauber einfach angenehmer.
auch wenn man mal ne exotische Vorrichtung hat, bei der man viel Schrauben muss, kann der Akkuschrauber ne bessere Hilfe sein, als ständig mit Druckluft zu arbeiten.

Ich würde eine 12V Maschine von Hitachi, AEG, Panasonic oder Makita empfehlen.
 
Matthias_T

Matthias_T

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Vielleicht gibt es doch ein Argument für Festool, auch wenn der Hersteller eigentlich seinen Schwerpunkt in der Holzbearbeitung hat:

Der C12 Akkuschrauber von Festool ist laut Herstellerangaben ausdrücklich für den industriellen Dauereinsatz ausgelegt bzw. zugelassen.
Der C12 hat als erster Akkuschrauber einen bürstenlosen Motor, der quasi verschleißfrei ist.
Wie es bei den anderen Bauteilen mit der Dauerhaltbarkeit ausschaut, dazu gibt es wahrscheinlich noch relativ wenig Erfahrungen, da der Schrauber erst ca. 1 Jahr auf dem Markt ist.

Meiner hält jedenfalls noch (was allerdings bei der Nutzungsdauer nicht unbedingt repräsentativ ist :wink: )

@M.v.F.:
Bosch blau als "Billigschund" zu titulieren finde ich schon ein wenig arg übertrieben!
Woher willst Du z.B. wissen, dass die neuen AEG-Schrauber länger halten würden? Dazu wirst Du wohl kaum Erfahrungen haben. Vielleicht sind die Raptor-Schrauber ja "Billigschund"? (Was ich zwar nicht glaube, aber einen neuen Schrauber als absolut top usw. zu empfehlen, ohne ihn zu kennen, ist genauso qualifiziert, wie die verallgemeinerte Aussage mit dem Bosch-blau Billigschund!)


Edit:
Druckluftwerkzeuge fände ich prinzipell auch am geeignetsten, wenn der Einsatz möglich ist.
 
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Dirk

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Hallo,

manchmal ist es ja wirklich haarsträubend, was einige so von sich geben.

Ein "normaler" Bosch wird sich in Haltbarkeit und Qualität kaum von Akkuschraubern unterscheiden, welche von anderen Herstellern für die gleiche Zielgruppe konzipiert sind. Es ist nunmal Fakt, daß in den meisten Geräten Motoren von Mabuchi und Johnson verbaut werden, und die haben nunmal alle nur eine begrenzte Lebensdauer.
Von daher wirst Du auch mit Akkuschraubern von AEG, Makita, Hitachi, Hilti, Metabo, Festool, Makita, Panasonic und wie sie alle heißen nicht wirklich bahnbrechend längere Standzeiten erleben.

Die wichtigste Frage, die sich einem aufdrängt, sprichst Du gar nicht erst an:
Was heißt "die Teile hielten ca. 1 Jahr"? Hat der Akku aufgegeben, das Bohrfutter, das Gehäuse, oder ist (wie ich vermute) der Motor mit Lager- oder Bürstenschaden verreckt?
Bei letzterem wirst Du in der Metallverarbeitung nicht wirklich viel machen können: die Motoren müssen gekühlt werden, das passiert mit Luft, und die Luft ist vermutlich mit Metallstaub belastet, welcher abrasiv ist und Lager und Bürsten verschleißt.
Wenn Du jetzt anfängst, die Luftschlitze zu verschließen, so werden Dir die Motoren wegen Überhitzung verschmoren - auch keine Lösung.
Was Du machen kannst:

- Von den Markenherstellern die "hochwertigsten" Geräte kaufen. Bei AEG/Atlas-Copco/Milwaukee sind das die mit dem Loktor-Motor, bei DeWalt die mit dem PM-46-Motor (bzw. XRP-Geräte), bei Makita kenne ich die Bezeichnung nicht. Welche anderen Hersteller noch solche Geräte im Programm haben, weiß ich gerade nicht. Das sind motorenmäßig Eigenentwicklungen, welche gg. den sonst verbauten Motoren nochmal verbessert sind und z.B. auch Bürstenwechsel erlauben. Die haben eine längere Standzeit, das hilft Dir bei Lagerschaden allerdings wenig.

- tatsächlich mal den neuen bürstenlosen Festool ausprobieren. Damit ist zumindest das Bürstenproblem vom Tisch, die Kühlung und damit Offenheit des Gerätes und die Problematik mit den Lagern bleibt weiterhin bestehen.

- ich erachte das für sinnvoll, was hier schon andere schrieben: auf Druckluftwerkzeuge umrüsten. Man muß nicht mit Gewalt an einer Technik festhalten, die die Anforderungen einfach nicht erfüllen kann, und Du schriebst ja "entgraten" und nicht ansenken oder bohren oder schrauben.


Dirk
 
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M.vom.Fach

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@ To whom it may concern
für den, den es angehen könnte


ich muss mich an die Fakten und Erfahrungen halten die ich und andere aus meiner unmittelbaren Umfeld gemacht haben. Die Bosch hatten mehrmals Ausfälle, die eingesetzten Makita, AEG Atlas Copco NICHT!

Im Gtunde stimmt es auch, das die High-End Hersteller in der Qualität, Leistung und Lebensdauer sich nichts geben.

Mag sein das ich mich vorhin zu hart ausgedrückt habe, aber niemand auch Bosch, hat nix davon, wenn man ihren Abstieg von einem wirklichen High-End Hersteller schön redet. Bosch war früher was, die Zeiten sind aber vorbei.

Bosch ist wie Mercedes und Siemens geworden, alles nix vernüftig, aber alles auf hohem Nivau.

Was ich als Werker, in einer Maschinenbauererei in der Fertigung an Akku-Schrauber brauche weiß ich. Leider hat der Threaderöffner nichts nähreres erzählt. Druckluft mag auf Papier vielleicht ins Pflichtenheft passen, praktisch nicht immer zu gebrauchen!

Da braucht ihr mir nix erzählen, auch wenn es euch nicht passt oder nicht eurer Meinung entspricht.
 
H

hs

Guest
Hi,

M.vom.Fach schrieb:
ich muss mich an die Fakten und Erfahrungen halten die ich und andere aus meiner unmittelbaren Umfeld gemacht haben. Die Bosch hatten mehrmals Ausfälle, die eingesetzten Makita, AEG Atlas Copco NICHT!

... bei gleicher Betriebsstundenzahl und gleichem Einsatzgebiet ?
Was war den der genaue Ausfallgrund - und bei welchen Modellen ('Bosch blau' genügt nicht, die genauen Modellbezeichnungen sollten es schon sein).

Und wieso empfiehlst Du überhaupt Panasonic und Hitachi, wenn Du dafür scheinbar keinen Vergleich anführen kannst.

Mag sein das ich mich vorhin zu hart ausgedrückt habe, aber niemand auch Bosch, hat nix davon, wenn man ihren Abstieg von einem wirklichen High-End Hersteller schön redet.

ab wann fängt 'HighEnd' an ?
Ich würde mich von solchen Schlagworten trennen.

Bosch ist wie Mercedes und Siemens geworden, alles nix vernüftig, aber alles auf hohem Nivau.

was macht Bosch 'unvernünftiger' als Makita, Hitachi, etc. ?

Was ich als Werker, in einer Maschinenbauererei in der Fertigung an Akku-Schrauber brauche weiß ich. Leider hat der Threaderöffner nichts nähreres erzählt. Druckluft mag auf Papier vielleicht ins Pflichtenheft passen, praktisch nicht immer zu gebrauchen!

Akkugeräte spielen ihren Vorteil gegenüber kabel- oder schlauchgebundenen Geräten lediglich durch die größere Unabhängigkeit aus. Man kann halt mit der Maschine in und um Bauteile herum'springen', ohne Angst haben müssen irgendwo hängen bleiben zu müssen.

Elektrische Geräte wiederum sind pneumatischen i.d.R. im Gewicht und Robustheit, sowie bei perm. hoher Last unterlegen - dafür sind die Energiekosten höher (wobei pneum. Geräte dadurch nicht selten höhere Leistungen ermöglichen).

Sofern also Kabel oder Schlauch nicht hinderlich sind, würde ich zu solchen Werkzeugen greifen (wobei, wenn genug Luft vorhanden ist, bzw. die höheren Betriebskosten nicht ausschlaggebend sind, Druckluftwerkzeuge verm. die bessere Wahl wären)

Da braucht ihr mir nix erzählen, auch wenn es euch nicht passt oder nicht eurer Meinung entspricht.

s.o. .... Hitachi, Panasonic anzuführen wäre dann sicher noch viel eher einem 'Markenfetischisten' zuzuschreiben, als die Wahl zu Bosch.

Gruß, hs
 
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flat

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Vielleicht könnte man sich darauf einigen, daß der Riesenalf als Hilfesuchender mit den neueren blauen Bosch-Geräten Probleme hatte und daher nach Ersatz einer anderen Marke Ausschau hält. Damit könnte man die allgemeine Verunglimpfung von Bosch blau umgehen, die ich auch für wenig hilfreich halte. Das Problem mit diesem einen Gerätetyp unter den genannten (recht extremen) Einsatzbedingungen aber Diskussionsgrundlage bleiben könnte. Eine wahrhaft salomonische Herangehensweise. Oder?

Gäbe es nicht die Möglichkeit, statt Druckluftgeräten oder Akkuschraubern einfach Netzgebundene Geräte einzusetzen? Eine gute Bohrmaschine sollte das doch können. Ohne die nervige Hantiererei mit Akkus und Ladegeräten. Und die für's Entgraten hilfreiche höhere Drehzahl bekäme man noch gratis dazu.
 
H

hs

Guest
Hi,

flat schrieb:
Vielleicht könnte man sich darauf einigen, daß der Riesenalf als Hilfesuchender mit den neueren blauen Bosch-Geräten Probleme hatte und daher nach Ersatz einer anderen Marke Ausschau hält.

nicht wirklich, da er nur von blauen Geräten geschrieben hat, sowie der PSR12 VE.
Nun bietet Bosch aber auch blaue, mit 'HeavyDuty' bezeichnete Maschinen an. Dort kostet, nur als Beispiel, der größere 12V Motor fast 3,5x so viel wie bei der PSR12.


Und die für's Entgraten hilfreiche höhere Drehzahl bekäme man noch gratis dazu.

er sollte noch schreiben, was er mit 'entgraten' meint : Kanten mit dem Fräser entgraten, dann hättest Du recht (wobei dann ein Akkuschrauber wirklich keine gute Lösung wäre).
Geht es um Bohrungen, dann ist die Drehzahl der Akkuschrauber schon passend - hohe Geschwindigkeiten lassen Senker schnell verschleißen (wobei es dann auch noch auf den verwendeten Typ ankommt - gibt welche mit nur einer Schneide ... und mit mehreren Schneiden).

Gruß, hs
 
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knut

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ist zwar auch nicht ganz das richtige aber vielleicht mal mit sowas ähnlichem probieren... Link
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Bigman

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also ich bin auch auf AEG Raptor 14,4V umgestiegen von BOSCH blau ! Bosch blau kannst du in die Tonne treten ! was die seit 4-5 jahren produzieren ist wirklich nicht mehr High End !

Wogegen ich AEG im Moment wohl mit zu den Besten zähle.
 
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Thomas.B

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Hallo,
wie schon von anderen angemerkt: ohne Spezifizierung der vorwiegenden Ausfallursache kann man dazu nicht viel sagen.
Nur soviel: Wenn man einen Akkuschrauber als Gesamtheit betrachtet, fällt er nach meinen Erfahrungen zum absolut überwiegenden Teil wegen verschlissener Akkus aus, wenn man das so nennen kann. Solange die Markenhersteller durch überteuerte und schwer reparable Akkus "glänzen" kann man aus betriebswirtschaftlicher Sicht nur auf die Billigschiene ausweichen, wie das der Chef vom Riesenalf jetzt tut. Ggf. in Verbindung mit hochwertigerer Ladetechnik als der originalen Beigabe halten die Chinageräte inzwischen sehr gut. Sie überstehen problemlos den bzw. die beiden in Set enthaltenen originalen Akkus.

Feinheiten bzgl. der Handhabung, der Gerätemasse usw. sind mehr oder weniger vernachlässigbar bzw. vom Arbeitnehmer hinzunehmen, wenn sie keinen Einfluß auf die Produktivität haben. "Cheffe - ich will Festo - mir gefällt das Design so sehr..." - geht doch nicht. Man kann höchstens argumentieren, daß man unter beengten Verhältnissen mit dem Billigschraubern nicht heran kommt.

Grundsätzlich sehe ich den Einsatz von Akkuschraubern in der Produktion nur in wenigen Bereichen (Sondermaschinenbau etc.) als vernünftig an. Zum schrauben noch eher - aber kaum zur Metallbearbeitung. Entweder geht es wegen geringer Stückzahlen eher handwerklich zu oder die Fertigung hat ein grundsätzliches technologisches Problem.

Sollte der Ausfall durch Metallstaub im Motor bzw. dessen Kommutator tatsächlich die Hauptursache sein, müßten eigentlich die Festo C12 die Lösung sein, da sie über elektronisch kommutierte Motoren verfügen. Bei dem Preis - auch oder vor allem der Akkus - ist aber eine Wirtschaftlichkeit trotzdem höchst fragwürdig.
Grundsätzlich könnten die Hersteller ja einen (optionalen) wechsel- bzw. reinigbaren Filter für die Kühlluft vorsehen. Mir ist aber nicht bekannt, ob es so etwas bei einem Akkuschrauber gibt.
Und schlußendlich: Sollte da wirklich soviel Metallstaub durch die Luft fliegen, wäre das eine höchst ungesunde Sache. Da würde ich mir eher Sorgen um die Lebensdauer meiner selbstpersönlichen Ansaugschächte machen, als um die von irgendwelchen Maschinen. Das kann man aber auch anders sehen - schließlich gibt es ja auch Menschen, die rauchen...

Gruß
Thomas
 
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riesenalf

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Hallo und vielen Dank für das breite Echo!!

Zum Thema! Wir Haben in der Firma auch
Druckluftgeräte zum Entgraten von gefrässten Flächen etc.! Kenn mich da nicht so aus aber der Hauptnachteil ist man ist zu unflexibel in der Bewegungsfreiheit und die Dinger laufen zu schnell!!Denn gerade beim Bohrlochentgraten werden niedrigere Drehzahlen gebraucht auch im hinblick auf die Sauberkeit der Fase!!
Dasselbe gilt für kabelgebundene Geräte! Der Akkuschrauber ist dafür imho wirklich ideal! Muss meinem Chef nur ne plausible Kosten Nutzen Rechnung machen! Hoff ich mal! :))

Wichtig ist meiner Meinung nach!

-Haltbarkeit bzw. Robustheit!
-Akkuleistung mit Ladegerät max. 1 Stunde!
-eine gewisse Unempfindlichkeit gegen Schmutz und auch Feuchtigkeit!
-Spindelstopp
-2 Gang-Getriebe
Mehr will ich gar nicht!!


So wie ich das sehe gibt es dazu doch sehr gespaltene Meinungen! Da ich früher mal auf dem Bau tätig war sind mir die Makitaschrauber in sehr guter Erinnerung geblieben!
Nochmal zum Thema Bosch! Den wir in guter Errinnerung hatten war ein Blauer! Die die wir jetzt nehmen sind die Grünen!
Ganz verschliesen kann ich mich der Argumentation der Chefetage leider nicht das viele Billigheimer immer noch billiger sind als weniger Markengeräte dies dann auch nicht bringen!!

Wäre wirklich froh über ein paar Erfahrungen eurerseits mit ein paar guten Marken- bzw. Gerätetipps!!

Danke!!!!

MFG riesenalf
 
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Dirk

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riesenalf schrieb:
Wäre wirklich froh über ein paar Erfahrungen eurerseits mit ein paar guten Marken- bzw. Gerätetipps!!
Ich weiß so langsam wirklich nicht, was von einem Forum so alles erwartet wird. Du hast Erklärungen, Meinungen und Hinweise zu zu kaufenden Geräten bekommen.
Erfahrungen in Deinem speziellen Anwendungsbereich kannst nur Du allein machen, sonst niemand. Wenn Du jetzt hier nach Erfahrungen und Markentips fragst, so wirst Du mehr Tips bekommen als es Hersteller am Markt gibt, gegensätzlich noch dazu.
Das bisher gesagte ist mMn vollkommen ausreichend, um eine Entscheidung zu treffen. Die letztendliche Entscheidung kann Dir niemand abnehmen. Interpretiere die Antworten richtig und kauf, was bisher empfohlen wurde, oder kauf' einfach einen Profischrauber eines Markenherstellers oder wahlweise einen Billigschrauber eines Chinaherstellers und teile uns dann Deine Erfahrungen mit.

Dirk
 
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Thomas.B

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@ Riesenalf:
Das mit der Drehzahl von netzgebundenen Geräten ist genauso wie bei Druckluftwerkzeugen sicher kein Problem und zudem werkzeugabhängig.

> plausible Kosten Nutzen Rechnung
Zugunsten eines teuren Markengerätes? Schwierig, wie ich schon sagte...

Zerpflücken wir mal Deine Anfordungsliste:
> -Haltbarkeit bzw. Robustheit!
Interessiert nur am Rande, wenn einen Marken-Ersatzakku 60 Euro kostet und ein no name-Schrauber für 30 Euro mindestens 2 Akkus übersteht und auch 2 Jahre Garantie hat.

> -Akkuleistung mit Ladegerät max. 1 Stunde!
Ein 1h-Ladegerät ist bei den no-name-Schraubern i.d.R. dabei - außer bei den ganz einfachen.
Wesentlich schneller zu laden ist riskant und / oder teuer. Besonders gut für die Akkus ist es auch nicht. In Verbindung mit einem Wechselakku kann und sollte man darauf besser verzichten.

> -eine gewisse Unempfindlichkeit gegen Schmutz und auch Feuchtigkeit!
Hat ein Akkuschrauber systembedingt und wäre ein Argument gegen netzbetriebene Geräte. Richtig durchwässern und einsauen darfst Du weder einen billigen noch einen teuren Akkuschrauber. Im Modellbaubereich nehmen die Motoren (weitgehend baugleich mit Akkuschraubermotoren) schon mal ein Vollbad. Wenn man sie schnell wieder trocknet, vertagen sie das ganz gut...

> -Spindelstopp
> -2 Gang-Getriebe
Standard in der 30...40 Euro-Klasse.

> Mehr will ich gar nicht!!
Was ja heutzutage auch nicht viel verlangt ist.

> Ganz verschliesen kann ich mich der Argumentation der Chefetage leider nicht das viele Billigheimer immer noch billiger sind als weniger Markengeräte dies dann auch nicht bringen!!

Die allermeisten Billigheimer funktionieren und sind recht haltbar. Wenn nicht: 2 Jahre Garantie sind eine lange Zeit...
Viele Markengeräte sind inzwischen kaum besser als Billigprodukte und das Edelzeug a la Festo ist ja guten Gewissens kaum zu bezahlen, wenn es nur ums arbeiten geht.
Der einzige gravierende Vorteil einiger Markenprodukte besteht darin, daß sie recht kompakt sind und trotzdem Bums haben - leider oft zu Lasten der Akkulaufzeit und -lebensdauer oder erkauft mit teurer Akkutechnologie, die dann jede Wirtschaftlichkeitsbetrachtung kippt. Für Deine Zwecke ist das wohl ohne Belang und damit ist robuste Standardtechnik (NiCd, allenfalls NiMH, Sub-C) das vernünftigste.

Welchen Durchmesser haben die Bohrlöcher, die Du entgraten muß und was für ein Werkzeug benutzt Du? Vermutlich einen Senker. Hast Du mal einen Kegelschleifkörper mit hoher Drehzahl (Druckluft ?) probiert? Von der Genauigkeit sollte es nichts zu meckern geben. Die Schleifer sind billig und halten bei passender Drehzahl sehr lange. Nur laut ist es - ggf. Gehörschutz erforderlich. Und abrutschen darf man auch nicht - das sieht dann gleich häßlich aus. Ich setze mal voraus, daß das Material Stahl ist. Bei Alumium beispielsweise sieht das schon anders aus - stellt aber auch geringere Abforderungen an den Schrauber, wenn man es denn so machen will.

Tut mir leid, daß ich Dir kein Markengerät gesundbeten kann. Cheffe hat Recht, weil es a) nun mal so ist und b) weil es ein ehernes Grundgesetz jeder Firma ist:
§ 1: Der Chef hat immer Recht.
§ 2: Sollte der Chef einmal nicht Recht haben, tritt automatisch § 1 in Kraft...

Gibt doch bitte mal bekannt, in welcher Form sich die jeweiligen Akkuschrauber, die bisher verwendet wurden verabschiedet haben.
Und was um Himmels willen ist das für eine Firma, wo Bohrlöcher in der Produktion mit einem Akkuschrauber entgratet werden?

@ Dirk:
Warum denn gleich so grummelig? Unser großer melmacanischer Katzenliebhaber sucht doch nur gute Argumente, um seinem Chef ein paar Edelschrauber aus dem Kreuz zu leiern und ihm das auch noch als innerbetriebliche Sparmaßnahme zu verkaufen. Jenseits des Imponiergehabes der Firmen auf Baustellen und beim Vorortkundendienst ist das aber sehr schwierig geworden.

Gruß
Thomas
 
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Dirk

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Hi Thomas!

Thomas.B schrieb:
Warum denn gleich so grummelig? Unser großer melmacanischer Katzenliebhaber sucht doch nur gute Argumente, um seinem Chef ein paar Edelschrauber aus dem Kreuz zu leiern und ihm das auch noch als innerbetriebliche Sparmaßnahme zu verkaufen. Jenseits des Imponiergehabes der Firmen auf Baustellen und beim Vorortkundendienst ist das aber sehr schwierig geworden.
Ach was, das ist doch gar nicht "grummelig" gemeint.
Es ist halt nur ein Fakt, daß man hier keine allein glücklichmachende Empfehlung geben kann, schon gar nicht an einen bestimmten Hersteller gebunden, ebensowenig wie man eine lange-Laufzeit-Garantie aussprechen kann, die der OP aber offensichtlich gerne hätte (zumindest drängt sich mir der Verdacht auf, denn an keiner Stelle wird wirklich auf bisherige Antworten reagiert[¹]). Da sind die Hersteller sich heutzutage viel zu ähnlich (ausgenommen die Maschinen mit den Eigenbau-Motoren). Und hier sind so einige wirkliche gute Anregungen gekommen - in dem man die Diskussion zu einer der üblichen Endlos-Quatschereien über den besten Akkuschrauber ausweitet, wird die Entscheidung auch nicht leichter. Die genannten Vorteile der neuen Festool sind nicht von der Hand zu weisen, ebensowenig die Vorteile von Geräten anderer Hersteller mit Eigenbau-Motoren (Wechselkohlen, teilweise einzeln wechselbare Anker). Wenn schon die Bosch nach relativ kurzer Zeit absterben, wieso dann nochmal andere Billighersteller ausprobieren? Da kann man genausogut die Bosch en gros im Baumarkt einkaufen und die dortige Garantie bis zum letzten ausnutzen.
Und ich sehe wirklich keinen konstruktiven Vorteil, der einen Brot-und-Butter-Hitachi einem ebensolchen Brot-und-Butter-Bosch einen Vorteil verschafft.

Allerdings fehlt zur Komplettierung der Herstellerauflistung noch der "kauf-Metabo"-Hinweis :D :D :D

Dirk
[¹] auf die Anwendungsfrage an riesenalf kam ja eine Antwort (von ihm), auf welche dann durchaus brauchbare und technisch nachvollziehbare Hinweise kamen. Die Fragen aus dem posting vor Deinem sind Allerweltsanforderungen, welche sicherlich schon eine Trilliarde mal ausdiskutiert wurden. Auf alle genannten Anforderungen (Akkuleistung, Ladedauer uswusf.) kann man getrost mit allen Herstellern von AEG über DeWalt, Kress und Metabo bis hin zu Hitachi oder Panasonic antworten, alle haben sie zutreffende Geräte im Programm.
Da waren die Antworten, die vorher kamen (Kurzfazit: Entgratung ist verschleißintensiv) mitsamt dem Hinweis auf Druckluftwerkzeuge oder Festool doch erheblich hilfreicher. Warum also unbedingt davor den Blick verschließen und die Diskussion wieder von vorne beginnen!?
 
T

Thomas.B

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Hallo Dirk,
ich kann schon verstehen, daß Dir diese ewig gleichen Endlosschleifen auf den Zeiger gehen. Ich habe mich hauptsächlich an der Diskussion beteiligt, weil es primär um eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung geht bzw. um die Frage, ob man mit teuren Markengeräten jenseits aller Geschmacksfragen und evtl. Sonderanforderungen noch einen wirtschaftlichen Vorteil erzielen kann.
Zu den Motoren:
An den Standardmotoren von Mabuchi oder Johnson ist nicht viel auszusetzen. Auch in den sogen. Billigschraubern sind inzwischen oftmals welche mit vollwertigen Kugellagern drin, die eine akzeptable Lebensdauer erreichen.
Ein wirklich gutes Konzept sind elektronisch kommutierte Drehstrommotoren. Der Motor selbst wird dadurch sogar billiger - zumindest soweit es die Herstellungskosten betrifft. Im Moment sind es noch recht teuer zu bezahlende Sondertiere. Aber das wird sich ändern. Der größte Vorteil bei Akkuschraubern ist der viel bessere Wirkungsgrad dieser Antriebe im Teillastbereich, was insbesondere bei geringer Last deutlich längere Akkuslaufzeiten ermöglichen sollte. Zudem ist eine Außenkühlung möglich, so daß der Motor nicht mehr durchlüftet werden muß. In wie weit Festo diese grundsätzlich realisierbaren Vorteile auch tatsächlich konstruktiv umgesetzt hat, entzieht sich aber meiner Kenntnis.
Rein wirtschaftlich steht und fällt aber alles mit den Kosten für die Akkus. Was nützt ein perfekter Schrauber, wenn seine Akkus ein mehrfaches eines funktional etwa gleichwertigen Konkurrenzsystems kosten? Das sind Geschäftspraktiken wie bei den Herstellern von Tintenstrahldruckern. Genau wie da versucht man durch mechanische (zuschweißen etc.) und zunehmend auch elektronische Maßnahmen die Eigenreparatur von Akkupacks zu verhindern. Das ist eine Falle, in die man sich besser nicht locken läßt.

Gruß
Thomas
 
D

Dirk

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Moin,

ich stimme Dir in allen Teilen zu.
Thomas.B schrieb:
Zu den Motoren:
An den Standardmotoren von Mabuchi oder Johnson ist nicht viel auszusetzen. Auch in den sogen. Billigschraubern sind inzwischen oftmals welche mit vollwertigen Kugellagern drin, die eine akzeptable Lebensdauer erreichen.
Ich habe ja auch an keiner Stelle behauptet, daß die schlecht sind. Nur sucht der OP ja was besseres als das, was er hat. Und bei den wenigsten Motoren dieser Hersteller kann man die Kohlen selbst wechseln, und Kugellager sind oversized, wenn sie die prognostizierte Gesamtlebensdauer des Motors um ein mehrfaches überleben.

Dirk
 
T

Thomas.B

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Hallo Dirk,
noch ein paar Ergänzungen:
Auch von Mabuchi (ganz sicher) und Johnson (ich glaube schon, daß noch...) gibt es annähernd baugleiche Motoren, die einen gut zugänglichen Bürstenapparat haben. Diese Motoren werden oft in der Modellbausparte angeboten und zumindest die Händler lassen sich die Dinger quasi vergolden.
In einem preisgünstigen Akkuschrauber wird man die aber sicher nicht vorfinden.

> Kugellager sind oversized...
Das sollten sie auch immer sein. Rechnerische Lebensdauerbemessungen von Wälzlagern unterhalb von 1000h sind unseriös bzw. Kaffeesatzleserei; spätestens wenn der Betrieb über lange Zeit (Schmierstoffalterung in gekapselten Lagern) oder unter Einfluß von Schmutz erfolgt. Zu große Lager fressen allerdings vor allem bei hohen Drehzahlen unnötig Leistung / Wirkungsgrad. So gesehen haben diese "Hilfskugellager", wo die Kugeln lose auf einem (hoffentlich) oberflächengehärteten Sitz direkt auf der Welle laufen, durchaus ihre Berechtigung - auch wenn ich sie nicht mag, was zugeben muß.
Nur 1000 Vollastbetriebsstunden bei einem Akkuschrauber ist sowieso ein rhetorischer Wert. Selbst PKW-Motoren sind ja nur für 3...5000h ausgelegt und das sind nicht einmal Vollaststunden und heutige deutsche Fabrikate schaffen nur so oft selbst das nicht mehr ohne massive operative Eingriffe...

Ja, soviel zum Motor - wohl einem der langlebigsten Teilen in einem Akkuschrauber.
Meine persönliche Ausfallhitliste:
- 1...99 der Akku an sich - Verschleiß der Zellen, normal oder durch unglückliche Ladeverfahren beschleunigt, einfach ewig unbenutzt liegengelassen, tiefentladen bis zur Zellenumpolung, was auch immer
- dann kommt erst einmal eine ganze Weile nichts
- dann wieder der Akku: Kontaktschwierigkeiten, ausgerissene Arretierungen und daraus resultierende Sturzschäden, abgefallene Verbindungslaschen, abgerauchte Sicherungslaschen
- das Bohrfutter - vergammelt und vergurkt, auch normaler Verschleiß
- die Elektronik: Schiebespoti verschlissen, besonders durch Staub, Umschalter verkokelt oder oxidiert, MOSFET durchgebrannt (i.d.R. mangels Kühlung), Kabel- bzw. Flachsteckerbrüche
- Getriebeschäden meistens im hochtourigen Bereich des Planetengetriebes
- Drehmomentbegrenzung verschlissen
- das Gehäuse hauptsächlich in Folge unbeabsichtigter Flugversuche
- jetzt hier irgendwo kommt vielleicht der Motor himself, wobei ich normal verschlissene Bürsten nicht einmal auf Platz 1 setzen würde - da ist eher der Kommutator verschlissen und hat die Bürsten mit in den Hades gerissen - deren Ersatz würde es dann auch nur für kurze Zeit bringen; oder eben Windungsschlüsse, Lagerschäden etc.

So ganz grundsätzliche Unterschiede zwischen Marken- und no-name-Geräten kann ich im Ausfallverhalten nicht feststellen. Nur daß man vielleicht über ein no-name-Gerät gleich den Stab bricht, wenn irgend etwas wesentliches außerhalb des Akkus defekt zu sein scheint.

Gruß
Thomas
 
Thema: Gesucht wird Akkuschrauber für Dauereinsatz....

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