Fussleisten sägen, womit?

Diskutiere Fussleisten sägen, womit? im Forum Holzbearbeitung im Bereich Anwendungsforen - Hallo, ich will ein paar Fussleisten ersetzen und frage mich, was für eine Säge ich dafür kaufen soll/muss... Zwei Möglichkeiten habe ich schon...
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astra4

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Hallo,
ich will ein paar Fussleisten ersetzen und frage mich, was für eine Säge ich dafür kaufen soll/muss...

Zwei Möglichkeiten habe ich schon gesehen:

1. Gehrungslade + Feinsäge
2. Gehrungssäge

Dann habe ich gesehen, dass es auch diese elektrischen kapp- und Gehrungssägen gibt. Sägt man damit auch Fussleisten?

Ist das mit der Gehrungslade Schnickschnack? Mir ist aufgefallen, dass diese Laden (die ich gesehen habe jedenfalls) gar nicht so hoch sind wie die Fussleisten, zum Ansetzen der Säge scheint das also etwas mühsam zu sein...

Welches Werkzeug wäre am besten anzuschaffen? Bisher habe ich eine Stichsäge, die 85PE von Bosch, aber damit ist wohl keine schöne Gehrung hinzubekommen...
 
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Dietrich

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Hallo Astra4,

wenn Du kompromisslos genaue Gehrungen willst, brauchst Du ein genaues Gerät, eine gute Kappsäge kommt gut ausgestattet leicht auf 700€, wenn Du ansonsten wenig mit der Holzbearbeitung zu tun hast, Wahnsinn!

Es gibt aber auch eine legendär genaue Handsäge von Ulmia, hier ist der Link:
http://www.ulmia.de/Deutsch/Ulmia-Gehrungssaegen_1.htm#Gehrungss%E4ge%20Model%20348

Richtig billig ist so was auch nicht, aber damit hast Du ein Leben lang keine Probleme mehr mit Leisten-Gehrungen!
 
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ChristianA

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Hallo, zusammen!

@ astra: Wenn ich dich richtig verstanden habe, musst du nicht alle Tage Sesselleisten sägen. Somit fallen die teureren elektrischen Sägen (Kappsägen, Zugkreissägen, Leistensägen, ...) und die gehobenen Handsägen (z. B. Ulmia) wohl flach für dich.
Ob eine Billigkappsäge deinen Ansprüchen gerecht wird, kann ich nicht beurteilen. Neben den bereits von Dietrich erwähnten Handsägen von Ulmia gibt es auch günstigere Markenprodukte von Nobex und Küpper. Deren Sägen genießen einen relativ guten Ruf, wirklich günstig sind sie aber nicht.
Schneideladen gibt es in der Regel in verschiedenen Größen und Ausführungen. Beispielsweise werden auch Modelle aus Metall angeboten.
Das Hauptproblem beim Zusägen der Leisten wird vermutlich sein, dass kaum eine Ecke, die 90° haben sollte, tatsächlich 90° aufweisen wird. Somit sind Schneideladen nur bedingt geeignet, aber auch viele Kappsägen sind nur für Schnitte bis max. 45° geeignet.
An deiner Stelle würde ich mich nach Preisen von günstigen Handsägen erkundigen. Wenn die Differenz zwischen billiger Baumarktware und Küpper bzw. Nobex nicht enorm groß ist, würde ich zu einem günstigen Qualitätsprodukt greifen.

Mit freundlichen Grüßen

Christian
 
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Herta

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Hallo astra
Es ist egal ob eine Kappsäge teuer oder billig ist. Du kannst mit jeder Kappsäge gute Gährungen sägen das steht auser Frage.
aber du mußt die Sockelleiste Seiten verkehrt an den Anschlag setzen, dann bekommst Du eine einwandfreie Gährung.Hand sägen mit Lade kanst Du alle mieinander in den Müll werfen die
taugen alle nichts. was den Preis angeht von 700 € diser Preis gild nur für Profi Maschinen und nicht für Heimwerker.

Mfg.Herta
 
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MarkusS

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Habe mir letztes Jahr die Elektra-Beckum KGS 255 gekauft und bin mit der Maschine sehr zufrieden. Die Präzision ist generell sehr gut, Gehrungen passen einfach. Präzision, Einstell- und Sägebereich sollten für Heimwerkerbedürfnisse vollkommen ausreichend sein wobei sich die Maschine auch auf einer "richtigen" Baustelle nicht "verstecken" muss - wir haben in den letzten Wochen in einem Neubau über 600 Meter Tehalit Stahlblech-Brüstungskanal (pulverbeschichtet) montiert und dabei die Maschine permanent benutzt - einfach super, passt alles und ist sauber - selbst 45°-Gehrungen in den Ecken.

Die Maschine gibt es aktuell für EUR 299,-- bei eBay - Prädikat "preiswert". Je nach geplantem Einsatzbereich sollte man ggf. noch ein paar Euros zusätzlich einplanen für ein zweites Sägeblatt - werkseitig ist ein relativ "grobes" Holzsägeblatt drin, ich habe ein Z56 HM-Sägeblatt zusätzlich gekauft.

Gruss
Markus
 
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vohopri

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Hallo Astra,

wenn du solche Arbeiten nicht fortlaufend zu machen hast, dann lohnt sich die Anschaffung einer händischen Gehrungssäge aus dem Baumarkt. Die gibt es zu einem guten Preis und sind für den Basteleinsatz und gelegentliches Fussleistenschneiden recht gut geeignet. Ich empfehle die Verwendung mit einem Metallsägeblatt, dann reisst das Holz nicht so aus. Ulmia wäre natürlich um Klassen besser, lohnt sich aber nur im Profieinsatz. Billige Elektromaschinen sind EINE Katastrophe, teure Maschinen im Hobbyeinsatz sind eine ANDERE. Gehrungslade müsste man selbst bauen, damit man eine gute hat und für ihre Verwendung braucht man viel Übung.

GeSae01-480x360-24u.jpg


Grüsse,
Hannes
 
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ChristianA

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vohopri schrieb:
Hallo Astra,

wenn du solche Arbeiten nicht fortlaufend zu machen hast, dann lohnt sich die Anschaffung einer händischen Gehrungssäge aus dem Baumarkt. Die gibt es zu einem guten Preis und sind für den Basteleinsatz und gelegentliches Fussleistenschneiden recht gut geeignet. Ich empfehle die Verwendung mit einem Metallsägeblatt, dann reisst das Holz nicht so aus.

Stimmt, die Baumarktgehrungssäge mag für den gelegentlichen Einsatz reichen. Erfahrungen mit dem Metallsägeblatt habe ich nicht, aber wer ein wenig mehr Geld und Zeit investieren will, kann ein Japanblatt für Gestellsägen modifizieren und es in der Gehrungssäge verwenden.

Herzliche Grüße

Christian
 
L

Lötkolbenmechaniker

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Hallo miteinander!

Ich habe mir vor ungefähr drei Jahren auch für Fußleisten eine "billige" Kappsäge aus dem Baumarkt geholt, Fabrikat Rotwerk mit 850 Watt für damals ungefähr 100 DM. Zugegeben, die eingeprägte Skala ist nicht unbedingt einhunderprozentig genau, aber mit ein bisschen Übung sollte es möglich sein, ein Gefühl für "seine" Maschine zu bekommen und dann damit einwandfreie Ergebnisse zu erzielen. Ich persönlich möchte die Maschine für meinen gelegentlichen Heimwerkereinsatz bei Fußleisten nicht mehr missen und würde für diesen Einsatzzweck auch keine teuerere Maschine empfehlen.

Noch einen schönen Sonntag, der Lötkolbenmechaniker :)
 
A

astra4

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Hallo,

Danke für die nützlichen Infos. Ich hatte jetzt das Glück günstig eine gebrauchte Ulmia 352 zu ersteigern, so sieht sie aus:

ulmia2.jpg


Also, jetzt muss ich bloss noch meine Fussleisten damit zusägen...

Eigentlich weiss ich jetzt nicht genau was zu tun ist: Als Nachteil der Gehrungsladen wurde ja gesagt, dass diese eben nur 45 Grad Schnitte ermöglichen, dass aber nicht alle Ecken genau 90 Grad haben. Heisst das man muss zuerst den Winkel der Ecke messen? Und womit misst man den?

Diese Ulmia rastet ja auch einfach bei 45 Grad ein und eine Winkelskala zum Einstellen eines anderen Winkels kann ich nicht erkennen. Muss man das irgendwie mit einer Winkellehre übertragen, um die Säge auf den richtigen Winkel einzustellen?

Gruss
astra4
 
M

MarkusS

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Um Winkel zu übertragen verwendet man üblicherweise eine s.g. "Schmiege" http://www.feinewerkzeuge.de/schmie.htm#zield35

Gibt es in zig Ausführungen und Preisklassen, sicher auch im Baumarkt.

Zur Bedienung der Gehrungssäge kann ich nicht beitragen da ich das Gerät nicht kenne.

Gruss
Markus
 
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Herta

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Hallo Astra
Ob du mit deiner Säge glücklich wirst ist da hingestellt,Jede einigermasen gute Gährungssäge hat eine Skala für die Winkel einstellung,nungut deine hat keine, Gehe in ein Baumartk und kaufe Dir ein Winkelmesser die kosten ca,5,00€ Wenn Du willst kann ich dir eine Schicken,Gratis

Mfg.Herta
 
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ChristianA

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Gratulation zur neuen Ulmia!
Bevor du zu sägen beginnst, solltest du versuchen herauszufinden, ob das Sägeblatt einigermaßen scharf ist. Wie man das am besten macht, weiß ich leider nicht, da ich das Verhältnis Schnittqualität/-geschwindigkeit mit neuem Blatt und im momentanen Zustand nicht abschätzen kann. Vielleicht hat dazu jemand Tipps.
Das Standardblatt der Ulmia war mir für besonders feine Arbeiten zu grob. Deshalb habe ich mir ein japanisches Sägeblatt für Gestellsägen gekauft, es gekürzt und passende Löcher für die Befestigung gebohrt. Mit diesem Sägeblatt kann man wirklich sehr sauber und zügig arbeiten. Ein konventionelles, europäisches Sägeblatt für die Ulmia mit feiner Verzahnung besitze ich auch, probiert habe ich es allerdings noch nicht.

Die Ulmia Säge (wie viele andere Sägen auch) rastet bei den wichtigsten Winkeln ein. Bei allen anderen Winkeln hält die Säge mehr oder weniger gut allein durch die Klemmung. Wenn man ein paar Züge gesägt, also die Säge angesetzt hat, ist die Führung im Normalfall kein Problem.
Mit der Ulmia kannst du Schnitte zwischen 45° und 135° machen.
Alle Winkel außerhalb des genannten Bereiches - und die können auch gelegentlich vorkommen - sind nicht oder nur bedingt (durch ein "Herumjonglieren" mit dem Werkstück) möglich.

Winkel kann man sehr einfach mit einer Schmiege übertragen, das hat Markus schon erklärt. Üblicherweise ist beim Zusägen von Sesselleisten aber nicht der ganze, sondern bloß der halbe Winkel interessant. Um die Arbeit zu erleichtern, gibt es Schmiegen oder Winkelmesser, die den abgenommen Winkel gleich teilen, womit man die Säge ohne Rechenübungen einstellen kann.
Hier findest du Beispiele für diese Werkzeuge:
Nobex Winkelteiler
Gehrungsmaß Anglefix

Mit freundlichen Grüßen

Christian
 
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beejay

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Frage an MarkusS:

Laut Aussage des Herstellers ist die Elektra KGS aufgrund der zu hohen Schnittgeschwindigkeit für Stahlblech-Kanäle absolut ungeeignet.

"Die Schnittgeschwindigkeit der KGS 255 und 303 entspricht auch
der der KGS 305. Somit wird auch für diese Modelle von Seiten der Business Unit Elektra Beckum, das Schneiden von Stahlblech nicht empfohlen. Aus diesem Grunde werden auch keine speziellen Blätter für diese Anwendung angeboten. (...) Es wird jedoch ausdrücklich in der Bedienungsanleitung darauf hingewiesen, dass die Verwendung von Sägeblättern für diese Anwendung bestimmungswidrig ist."

Welche Sägeblätter hast Du für die Tehalit-Kanäle benutzt?

MfG
 
M

MarkusS

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Grübel, murmel - gut dass ich noch lebe :)

Sägeblatt muss ich mal nachsehen, ich bin nachher kurz in der Werkstatt, dann schaue ich mal.

Gruss
Markus
 
M

MarkusS

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So.

Der Besuch in der Werkstatt war leider nicht ergiebig. Die Beschriftung auf dem Sägeblatt ist nicht mehr lesbar, die Rechung gibt auch nix konkretes her ausser Sägeblatt und 83,-- Euro (netto).

Ich bin mir aber absolut sicher dass auf der Verpackung des Sägeblatts damals draufstand dass es für Stahlblech geeignet ist.

Das Sägeblatt dürfte ein HM mit Z58 sein, die Zähne sind relativ stumpf - für Holz ist das Teil nicht wirklich geeignet.

Festool hat übrigens ein spezielles Sägeblatt für Stahlblech für die AP 85 im Angebot, da sind wir nicht mehr weit von der KGS 255 weg - weder was den Durchmesser noch was die Drehzahl angeht.

Gruss
Markus
 
A

astra4

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Ich habe mir jetzt so einen Anglefix geholt, war mit etwa CHF 25.- gar nicht so teuer wie ich befürchtet hatte. Jetzt kann's also losgehen. Nochmals herzlichen Dank für die Hilfe.
 
Thema: Fussleisten sägen, womit?

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