Frage: Dreibeinkran mit Holzbeinen Kopfstück

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emil17

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Guten Tag liebe Experten,
ich war eben auf einer Baustelle ohne Zufahrt in den Bergen und wir haben dort einen selbstgebauten Dreibeinkran verwendet, um schwere Steine (mehrere hundert Kilo) zu versetzen. Die hatten dort ein Kopfstück aus vermutlich Gussstahl für einen Dreibeinkran, den man dann mit drei selbst im Wald geschlagenen Stangenhölzern bauen konnte. Das Kopfstück hat drei Befestigungslaschen, die beweglich an einer zentralen Platte befestigt sind, woran in der Mitte eine Lasche zum Einhängen eines Hebezeuges ist.
Leider wusste keiner mehr woher sie das hatten.
Frage: wie heisst das genau und wo kann ich ein solches Teil beziehen? Google Fotosuche findet nur "log splitter", also Spaltgeräte, was es definitiv nicht ist und auch nicht tun soll; und bei der Suche nach Dreibeinkranen findet man nur ganze Krane aus Metall einschliesslich der Beine. Das Geniale an dem Teil ist aber eben gerade, dass man es irgendwo hin ganz weit weg von allem mitnehmen kann (Gewicht weniger als 10 Kilo) und dass die Tragfähigkeit mit Stangen von etwa 10 cm Durchmesser doch schon ganz erheblich ist. Von Hand alleine transportierbere Fertigteile sind entweder zu schwer oder zu sperrig und was als Ganzes tragbar ist hat eine maximale Belastbarkeit, die viel zu gering ist.
Falls mir jemand weiterhelfen kann, bin ich um jeden Hinweis dankbar.
Dreibeinkopüf web.jpg
Dreibeinkopf 2.jpg
Dreibeinkopf 3.jpg
 
Die Konstruktion gehr ja mal gar nicht! Das ist ja was für selbsttätig denkende Menschen die ohne aufgedruckte maximale Tragkraft und sonstige Warnhinweise arbeiten sollen.
Wenn das die hierzulande für alle und jeden vordenkende Ingenieursschaft der BG und ähnlichen Gesellschaften sieht isses ganz schnell unter Verschluss.
Aber OK, zu denen hinter den sieben Bergen haben die es noch nicht hingeschafft...

Sorry, das musste mal wieder sein.
Ich wünsch dir dennoch viel Glück beim Finden des Originals.

PS
 
Genau das habe ich befürchtet ... Umbringen kann man sich auch mit geprüften Konstruktionen, wenns sein muss.
Ich glaube aber, dass da eingeprägt 2 Tons draufstand, so wie bei Schäkeln, Karabinern und ähnlichem Kram auch.
Ich unterschreibe einem möglichen Lieferanten auch gerne eine Erklärung, nur Rundhölzer mit CE-Zeichen als Stützen zu verwenden, auch wenns dann in der Praxis doch mal nicht zugelassene Fichte ungeschält aus dem Wald werden könnte.
Auf dem Bild hatten wir etwa 450 Kilo angehängt (geschätzte Steinabmessungen mal 2.6 kg/dm3). Das war von der Last her problemlos. Von der Stabilität her müsste man damit auch kleinere Stubben ziehen können.
Wir haben uns für ein Dreibein auch schon mit einem Stück Gewindestange und einer Würgeschlaufe beholfen (zwei Stangen etwa 1/2 Meter unterhalb vom Ende der Stangen quer durchbohren und mit Gewindestange oben verbinden, diese aufstellen, dann dritte Stange oben in den Spreiz legen, Würgeschlinge um alle drei Stangen drum und Flaschenzug dranhängen). Der im dritten Bild sichtbare Träger hängt mit einbem Ende an sowas. Leider werden damit die Stangen am Lastanhängepunkt auf Abknicken belastet, was ungünstiger ist.
Vielleicht findet sich so ein Teil ja doch irgendwo.
 
Ihr seid genial! der VK20 ist genau das was wir da verbaut haben. Mal schauen.
Und bis dann halt nach der alten Methode die drei Stangen oben zusammenbinden und mit einer Würgeschlinge die Last anhängen.
 
Immer gerne!
Wenn Du eine Bezugsquelle in Europa findest, oder jemanden, der das herschickt, dann melde ich gleich mal Interesse an:
Ich würde auch einen nehmen!
Gruß,
Martin
 
Übrigens habe ich gerade nachgeschaut:
8900 philippinische Peso entsprechen 147,18 Euro
: )
 
Beim THW reichte dafür ein Seil, der passende Knoten nannte sich Dreibockbund ;.)
 
Den Dreibockbund habe ich mir angesehen. Viel zu aufwendig. Und er verunmöglicht in der korrekten THW-Ausführung, schwere Lasten ein wenig seitlich zu bewegen. Der Dreibock hat ja den Nachteil, dass man nur senkrecht heben kann. Zum Versetzen der Last kann man den Bock ein wenig seitlich über die Last stellen, diese schwenkt dann unter den Aufhängepunkt des Kettenflaschenzuges wenn man anhebt. Durch Entlasten und Versetzen der Beine eins mach dem anderen kann man so je nach Baustellensituation, wenn man Platz hat, eine kurze Strecke seitlich versetzen und so schwere Steinblöcke aus dem Weg räumen.
Natürlich geht das alles auch anders und eleganter, aber eben oft nicht auf unebenem Boden.
Die gezeigte Platte mit den drei Löchern taugt von der Idee her nur für Kochkessel und dergleichen. Dafür tuts aber auch ein Stück Seil mit Schlaufe, die sich um den Krezungspunkt der Ständer zusammenzieht. Für schwerere Lasten müsste man die Ständer oben etwas auf Zapfen dünner schneiden, damit das Ding oben bleibt, wenn man den Bock aufstellt oder versetzt. Hier hat die Befestigung mit Bügelschrauben in der Praxis Vorteile.
 
Deshalb wurde der Derrickkran erfunden ...
 
Der Derrick Kran stammt aus dem Mittelalter ... da gab es noch keinen Henker Derrick.
 
Henker ist ja auch einer dieser neumodischen Berufe. Hast du den verlinkten Artikel gelesen?
 
Thema: Frage: Dreibeinkran mit Holzbeinen Kopfstück

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