Exzenterschleifer

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Mosterich

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Moin Moin!

Ich sondiere gerade den Markt nach Exzenterschleifern, dabei sind mir einige Fragen in den Sinn gekommen, die Ihr mir bestimmt beantworten könnt:

1. Auf dem Markt befinden sich Exzenterschleifer und Getriebeexzenterschleifer, dabei haben die Getriebeexzenterschleifer eine zuschaltbare Zwangsmitnahme. Erfolgt denn bei normalen Exzenterschleifern die Drehbewegung des Schleiftellers nur aufgrund des exzentrisch gelagerten Antriebs?

2. Bei den Herstellern wird der Abtrag und die Oberflächengüte stark an die Exzentrizität gekoppelt, dabei widersprechen sich die Hersteller teilweise selbst. Der Festool Rotex 150 wird mit seinem Schwingkreis von 5mm zum Feinschleifen angepriesen, während ein anderer Exzenterschleifer mit 5mm Schwingkreis als Spezialist für den Zwischenschliff vorgestellt wird. Bei Metabo werden Exzenterschleifer mit 5mm Schwingkreis als Feinschleifer mit hohem Abtrag bezeichnet, welchen Sinn macht dann noch der Duo?? Ich habe so das Gefühl, als würde die Sache mit dem Schwingkreis nicht ganz so heiß gegessen werden, wie die Kataloge ihn kochen. Macht sich die Größe des Schwingkreises beim Schleifen von Massivholz stark bemerkbar?

3. Ich habe bisher immer Schleifpapier im Baumarkt in relativ kleinen Verpackungseinheiten gekauft, das wird wohl von der Standzeit und dem Einzelpreis so ziemlich das dümmste sein, was man machen kann. Davon will ich nun Abstand nehmen. Lohnt es sich, Qualitätsschleifmittel zu kaufen? Wenn ja, welche Hersteller sind empfehlenswert und was muss ich pro Schleifscheibe so in etwa anlegen?

4. Festool benutzt ein anderes Absaugsystem dass laut Festool natürlich viel besser ist und auch die Standzeit der Schleifscheiben erhöht. Ich war bisher mit der 6-Loch-Absaugung zufrieden, was aber nicht heißt, dass es nicht besser geht. Ist das Festool-System merklich besser?

Vielen Dank für Eure Antworten.

Mit feundlichen Grüßen,

Mosterich
 
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ChristianA

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Hallo, Jörg,

zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich dir die technischen Unterschiede zwischen einem normalen Exzenterschleifer und einem mit Zwangsmitnahme nicht erklären kann.

Soweit mir bekannt, bietet ein Exzenterschleifer mit kleinem Hub tendenziell eine höhere Oberflächenqualität bei weniger Abtrag als einer mit großem Hub. Bei einigen Anwendungen z. B. beim Schleifen von dünnen Furnieren, Lacken würde ich mir um die Wahl des richtigen Hubs mehr „Sorgen machen“ als bei anderen.
Die Entscheidung zwischen dem Festool ETS 150/3 und dem ETS 150/5 fällt wohl kaum jemandem leicht.
Wenn ich lange genug schleife, kann ich mit dem 150/3 letztlich genauso viel Material abtragen wie mit dem 150/5, der Zeitaufwand ist allerdings höher. Umgekehrt kann ich aber mit dem 150/5 nicht ganz so fein schleifen wie mit dem 150/3. Andererseits schwören einige Puristen sowieso auf den letzten Schliff von Hand. Du siehst schon, wie kompliziert sich diese Angelegenheit gestaltet.
Wenn ich nicht andauernd extrem empfindliche, dünne Werkstoffe bearbeiten und langfristig „nur“ einen (Exzenter-)Schleifer kaufen würde, fiele meine Wahl auf den 150/5. Steht der Kauf eines weiteren Schleifers mit mehr Abtragleistung langfristig ohnehin zur Debatte, würde ich den 150/3 nehmen.
Mit dem Rotex habe ich keine Erfahrung, weiß allerdings, dass ihn einige durchaus anspruchsvolle Leute selbst für den letzten Schliff verwenden. Der Rotex mit 150 mm Scheibendurchmesser ist relativ groß und im Vergleich zu den ETS-Typen spürbar schwerer. Wenn du also über Kopf oder an vertikalen Flächen schleifen willst, muss der große Rotex nicht unbedingt optimal sein.
Vor einige Jahren habe ich den ES 150/3 erworben und bin mit diesem Werkzeug beim Schleifen von Holzwerkstoffen (MDF, Sperrholz, Massivholzplatten etc.) immer gut zurecht gekommen. Eine höhere Abtragleistung habe ich bisher kaum vermisst.
Nichtsdestotrotz werde ich mir früher oder später auch noch einen Rotex kaufen. Diesen möchte ich auch zum Polieren verwenden.

Mit Schleifern anderer Hersteller bin ich nicht sonderlich gut vertraut. Der Duo von Metabo macht einen sehr soliden Eindruck, ist für meinen Geschmack aber schon ziemlich schwer.

Letztlich kann es sicher nicht schaden, ein paar Schleifer vor dem Kauf – z. B. auf einer Hausmesse – zu testen. Schließlich wird die Oberflächengüte nicht allein vom Hub, sondern auch von der Qualität des Schleifers an sich und vom Schleifmittel beeinflusst.

Meinen Festool Schleifer verwende ich mit Festool Schleifpapier. Aufgrund der speziellen Lochung ist es nicht möglich, jedes beliebige Papier zu benutzen. Man ist aber nicht an Festool allein gebunden, Klingspor bietet beispielsweise auch Schleifmittel für Festool Schleifer.
Referenzwerte zur Standzeit des Festool Papiers liegen mir leider keine vor. Freunde und Bekannte, die ebenfalls mit Festool Schleifern arbeiten und vorher Erfahrungen mit Produkten anderer Marken gesammelt haben, zeigen sich mit der Standzeit und dem Preis-Leistungs-Verhältnis des Festool Papiers sehr zufrieden.

Vor dem Kauf meines Schleifers hatte ich einen Schwingschleifer ohne Absaugung in Gebrauch. Darüber hinaus habe ich nur einen Black & Decker Multischleifer benutzt. Der Multischleifer hatte mich in keinen Belangen (auch nicht in der Absaugung) begeistert.
Mangels Vergleichmöglichkeiten kann ich dir nur sagen, dass ich mit meinem Schleifer – angeschlossen an einen Sauger – jederzeit bedenkenlos im Wohnzimmer arbeiten würde.
Hast du bei deinem 6-Loch System beobachtet, dass sich das Papier in der Mitte des Tellers zusetzt?

Natürlich ist Festool nicht der einzige Anbieter von Exzenterschleifern. Aber da sich mein Erfahrungsschatz primär auf diesen Hersteller bezieht, habe ich meine Ausführungen weitgehend darauf beschränkt.

Herzliche Grüße

Christian
 
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Dietrich

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Hallo Jörg, hallo Christian,

der Rotex ist eigentlich nicht mit normalen Exzenterschleifern zu vergleichen, weder von der Bauweise her, noch vom Preis!

Seit knapp 1,5 Jahren arbeite ich mit dem Metabo Duo, der sich dank der beiden Schwingkreise sehr gut für den schnellen Abtrag, aber auch für den Feinschliff eignet. Die Verarbeitungsqualität, die Motorleistung und die Absaugleistung, bescheinigen ihm die Zugehörigkeit in die Gruppe der Top-Geräte dieser Kategorie. Auch Mafell hat die Maschine aus der Metabo-Fertigung im Programm!
 
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ChristianA

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Dietrich schrieb:
Hallo Jörg, hallo Christian,

der Rotex ist eigentlich nicht mit normalen Exzenterschleifern zu vergleichen, weder von der Bauweise her, noch vom Preis!

Wie einem die Bauweise des Rotex' (bzw. vergleichbar konstruierter Schleifer) liegt, muss jeder individuell entscheiden. Der Preis ist augenscheinlich hoch, aber angesichts der multifunktionalen Einsetzbarkeit vertretbar. Addiere einfach die Kosten für einen Rotationsschleifer, einen konventionellen Exzenterschleifer und einen Polierer.
Wie du es selbst geschrieben hast, der Rotex ist eigentlich nicht mit normalen Exzenterschleifern zu vergleichen, er nimmt eine herausragende Rolle ein.

Christian
 
Matthias_T

Matthias_T

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Eine mit dem Rotex vergleichbare Maschine wäre noch der Bosch GEX 150 Turbo.

Sehr schönes Maschinchen, auch wenn einige hier im Forum eine Bosch-blau Aversion haben! :mrgreen:
 
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Mosterich

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Hallo zusammen,

vielen Dank erstmal für die Antworten, ich sollte vielleicht aber doch meine Gadankengänge zu dem gesamten Thema niederschreiben.

Ich arbeite zur Zeit mit einem Exzenterschleifer von Skil mit einem 125mm Schleifteller. Bis auf die Tatsache, dass dieses Gerät keine Elektronik besitzt und man nicht mit der laufenden Maschine auf dem Werkstück aufsetzen kann, weil es sonst hässliche Riefen gibt, bin ich mit der Maschine eigentlich ganz zufrieden. Der Schwingkreis ist 5mm gross, die Abtragsleistung reicht mir, die Oberflächengüte ebenso. Die Anwendung ist ganz klar die Bearbeitung von Massivholz und der Zwischenschliff beim Lackieren. Ich gehe nun davon aus, dass der gute Skil-Schleifer früher oder später seinen Geist aufgibt, dann will ich ihn durch ein hochwetiges Gerät mit Elektronik ersetzen, dass gut auf meinen Anwendungsbereich zugeschnitten ist.

Jetzt geht der Ärger aber los, denn der Markt umfasst eine Menge Exzenterschleifer, die ich in drei Klassen einteilen möchte:

1. Getriebe-Exzenterschleifer - Das ist bestimmt die vielseitigste Maschine, Grobschliff, Zwischeschliff und Polieren soll damit abgedeckt werden. Sehr schön, wenn man als Heimwerker mehrere Maschinen in einer hat, allerdings haben diese Geräte auch den Preis mehrerer Maschinen, was mich aber nicht abschreckt. Da schreckt mich schon eher die Bauform ab, denn durch die gewinkelte Bauform muss man die Maschine wohl immer mit zwei Händen führen. Eine Ausnahme soll der Schleifer von Bosch sein, der ist angeblich so kopflastig, dass er auch im Betrieb aufrecht stehenbleibt. Geriebe-Exzenterschleifer gibt es zumindest von Festool, Mafell, Makita, Bosch und Kress.

2. Exzenterschleifer - Zu den Geräten muss ich wohl kaum was sagen, es gibt sie von verschiedensten Herstellern mit verschiedensten Schwingkreisen. Durch die aufrechte Bauform kann man sie beim Schleifen bequem mit einer Hand führen. Hervorzuheben ist hier der Duo von Metabo, der zwei Schwingkreise besitzt. Die Maschine gibt es baugleich von Mafell und DeWalt.

3. Einhand-Exzenterschleifer - Der Unterschied zu den Exzenterschleifern ist nicht sehr gross, diese Maschinen sind sehr klein und sehr leicht, dafür werden sie nur mit 125mm Tellerdurchmesser und relativ geringen Schwingkreisen angeboten. Diese Schleifer gibt es unter anderem von Festool, Makita, DeWalt und Flex.

Auf die Größe der Schleifteller bin ich hier nicht eingegangen, da ich sie für mich als nicht besonders wichtig einstufe. Im Moment arbeite ich mit 125mm und komme gut zurecht, besonders große Flächen schleife ich sehr selten, trotzdem würde ich, wenn ich mir ein Gerät aus den ersten beiden Kategorien aussuchen würde, immer einen Schleifer mit 150mm Schleifteller nehmen.

Da für mich Gewicht und Handling ausserordentlich wichtig sind, liebäugele ich eigentlich mehr mit den Einhandgeräten, besonders der kleine von Festool mit nur 1,1 kg hat es mir angetan. Allerdings hat dieser nur einen Schwingkreis von 2 mm. Ich befürchte nun, dass der Abtrag ziemlich gering ist, was ich nicht begrüssen würde. Ausserdem weiss ich nicht, ob das kleine Gewicht beim Schleifen von waagerechten Flächen nicht eher ein Nachteil ist.

Ich habe übrigens mal eine kleine Internet-Recherche bezüglich der Schleifpapiere gemacht, dabei kam folgendes zutage:

Festool 72 Cent/Scheibe bei 50 Stück
Metabo 69 Cent/Scheibe bei 25 Stück
Bosch 55 Cent/Scheibe bei 50 Stück
Rotert 36 Cent/Scheibe bei 100 Stück www.rotert.com Nur für Gewerbetreibende!
Ebay 35 Cent/Scheibe bei 50 Stück Sofort-Kauf
Ebay 25 Cent/Scheibe bei 100 Stück Sofort-Kauf

Alle Preise beziehen sich auf Schleifpapier mit 150 mm Durchmeser und der Körnung P120. Die Mehrwertsteuer ist enthalten, bei Rotert und Ebay habe ich das Porto mit eingerechnet, wenn man hier mehrere Körnungen bestellt, spart man Porto und es wird noch billiger. Es ist zwar sehr schwierig, eine objektive Aussage über die Standzeiten zu machen, aber eine dreimal so hohe Standzeit der Festool Papiere gegenüber den Ebay-Produkten halte ich für eher unwahrscheinlich.

@Dietrich:
Wie beurteilst Du die Abtragsleistungen Deines Duos? Ist der Unterschied zwischen den Schwingkreisen hoch oder eher gering?

@Christian:
Auch ich würde mit meinem Gerät bedenkenlos im Wohnzimmer schleifen, sofern ich ein Absaugmobil verwende. Ein Zusetzen der Schleifpapiere in der Mitte ist mir bisher noch nicht störend aufgefallen.

Viele Grüsse, Jörg
 
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Dietrich

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Hallo Jörg,

gemessen habe ich das nicht, aber der Unterschied an der Oberflächen-Rauhigkeit ist enerm, mit dem großen Schwingkreis bleibt die Oberfläche leicht faserig, mit dem kleinen Schwingkreis wird die Oberfläche glatt, hart und dicht.
Bei leichten Versätzen in der Holzoberfläche leistet der Duo mit dem großen Schwingkreis sehr guten Abtrag.

Ich würde den Duo wieder kaufen.
 
Alfred

Alfred

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Beim angetriebenen Exzenter des Rotex o. ä. Maschinen bewegt sich der Schwingkreis radial von der Stelle, d.h. er ist vom Zentrum aus gesehen vielleicht 5 mm und radial ein Kringel, als wenn man ein ganz breites A ohne den Querstrich schreiben würde. Im Prospekt ist es abgebildet. Diese Funktion ist zuschaltbar, ohne dieser arbeitet er als normaler Schwingschleifer. Bei den anderen runden Exzenterschleifern ist der Teller frei drehbar und bleibt beim Schleifen stehen, in der Luft dreht er schnell durch und manche Geräte haben dazu eine eigene Tellerbremse eingebaut. Überzeugt hat mich damals die Vorführung am sägerauhen Hirnholz. Versucht einfach mal ein abgelängtes Kantholz 10x10 cm mit dem Schwingschleifer an der Schnbittstelle glatt zu schleifen.
Festoschleifpapier halte ich für sehr gut und lange in der Standzeit, 3 fache Standzeit gegenüber irgendeinen Billigpapier halte ich für untertrieben, ich würde vielleicht 10 fach angeben. Es gibt 4 Sorten, Brilliant und Saphir für Holz und Lack habe ich in Körnungen von 24 bis 220 im Einsatz. Was nützt ein billiges Papier wenn bei hartem Untergrund nach 20 Sekunden kein Sand mehr drauf ist oder stumpf ist.
 
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ChristianA

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Hallo, Jörg!

ad1)
Die Getriebe-Exzenterschleifer (egal von welchem Hersteller) gehören meiner Einschätzung nach zur gehobenen Klasse. Daher sollte man, wenn man die Kosten von Einzelmaschinen addiert, nicht unbedingt auf die billigsten Modelle zurückgreifen. Sicherlich sinkt der Preis eines Getriebe-Exzenterschleifers dadurch nicht, aber er lässt sich auf diese Weise in meinen Augen relativieren.
Der kleine Festool Rotex dürfte sich, was ich anhand von Trockenversuchen feststellen konnte, sehr gut mit einer Hand führen lassen. Selbst mit dem großen Festool Rotex kann man, wie ich aus vertrauenswürdigen Quellen weiß, problemlos mit einer Hand arbeiten.
Näheres dazu findest du unter anderem auf folgenden Websites:
Woodshopdemos - John Lucas: Siehe z. B. hier
Festool Owners Group

ad2) & ad3)
Wenn man nur auf waagrechten Flächen schleift, spielt die Masse des Geräts wohl eine untergeordnete Rolle. Negative Äußerungen über zu geringe Masse von kleinen Exzenterschleifern sind mir noch nicht zu Ohren gekommen. Im Zweifelsfall würde ich ein oder mehrere Gerät(e) ausprobieren.

Herzliche Grüße

Christian
 
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Mosterich

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Hallo allerseits,

vielen Dank erstmal fuer die Antworten. Ich glaube, ich komme der Sache langsam auf die Schliche. Entscheidend dafuer ist das, was Alfred geschrieben hat, so etwas in der Art hatte ich ja schon vermutet. Alfred, bist Du Dir sicher, dass der Teller ganz stehen bleibt, wenn man auf das Werkstueck aufsetzt? Die Abbildung aus dem Festool-Katalog kenne ich, allerdings wird bei Bosch und Metabo mit ueberlagernden Rotations- und Exzenterbewegungen geworben. Im aktuellen Metabo Katalog steht zum Beispiel auf Seite 115:"Dreh- und zusaetzliche Schwingbewegung des Stuetztellers fuer optimalen Schliff". Bei Bosch waehlt man eine aehnliche Formulierung.

Na, wie dem auch sei, auf jeden Fall macht die Klasse der Einhandexzenterschleifer nun keinen Sinn mehr fuer mich. Ich habe naemlich einen kleinen Schwingschleifer, den ich auch einhaendig gut bedienen kann, jeoch ist mir hier der Abtrag zu gering. Von einem Exzenterschleifer verspreche ich mir mehr Abtrag. Da die Schwingkreise der Einhandexzenterschleifer aehnlich gering sind wie bei meinem Schwingschleifer sehe ich da keinen Vorteil.

Es bleiben also noch der Duo und die Getriebeexzenterschleifer uebrig. Hier ist das wichtig, was Christian geschrieben hat. Sollte es mit einem Getriebeexzenterschleifer moeglich sein, weitgehend ermuedungsfrei einhaendig zu schleifen, ist es das Geraet meiner Wahl. Ich werde die in Frage kommende Geraete im Fachhandel ausprobieren. Neben dem Handling habe ich bis jetzt kaum Praeferenzen, Festool und Mafell bieten die Geraete im Systainer an, das finde ich gut, ist aber kein kaufentscheidendes Argument, eher das Zuenglein an der Waage. Festool glaenzt mit der speziellen Absaugung und gutem Papier. Gibt es sonst noch irgendwelche besonderen Vor- und Nachteile der einzelnen Geraete? Ich haette sonst frei aus dem Bauch raus, ganz nach Handling entschieden.

Ich wollte noch mal auf die Schleifpapiere zu sprechen kommen. Ein Faktor 10 in der Standzeit zwischen billig und Festool ist natuerlich schon eine Ansage, da erscheinen die Preise gleich in einem ganz anderen Licht. Sind die Schleifpapiere von Bosch, Metabo und Mafell viel schlechter?

@Christian: Die kleine Spitze bezueglich der Preise sollte nicht heissen, dass ich den Preis nicht angemessen finde. Wenn ich der Meinung bin, dass ein Getriebeexzenterschleifer genau das richtige Geraet fuer meine Anwendungen ist, dann spare ich eben etwas laenger.

Gruss, Joerg
 
Alfred

Alfred

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Hallo,
bei abgeschalteten Exzenter ist der Teller frei drehbar, ich habe ihn jetzt extra nochmal ausprobiert, man kann unterm Laufen den Teller mit der Hand vor oder zurückdrehen, beim Aufsetzen wird er stehen bleiben.
 
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Dietrich

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Hallo Joerg,

auch wenn es möglich ist den Rotex mit einer Hand zu führen, ist das mit Sicherheit kaum ermüdungsfrei, denn er ist in Flexbauweise gefertigt, der Motor steht nicht senkrecht über der Antriebswelle des Tellers sondern ragt liegend heraus, deshalb ist er ein echtes 2-Handgerät.
Die "normalen" Exzenterschleifer sind echte Einhandmaschinen, ob nun Bosch, Festo oder Mafell/Metabo draufsteht.
Der Duo und natürlich sein Mafell Zwillingsbruder haben ein Aluminiumgetriebegehäuse, das sorgt neben der Langlebigkeit der Lagerung, auch für einen kühlen Griff am oberen Ende der Maschine, denn unten sitzt außerdem noch ein großes Aluminium-Lüfterrad welches Staub und Hitze aus dem Schleifbereich schnell entfernt. Der Sauger bekommt den Dreck sozusagen zugeschaufelt.

Zudem stimmen bei Metabo die Garantie und Servicebedingungen.
 
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Otmar

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Hallo,
das wichtigste beim Excenterschelifer ist die Absaugung. Wegend er Absaugung bleibt das Schleifpapier d.h. eigentlich der Kleber (Resin) kühl und das Schliefkorn kann nicht so leicht ausbrechen. Weiters füllen sich die Zwischenräume der Schleifkörner nicht so leicht mit Schleifklein auf. D.h. Das Schleifkorn steht mit seiner vollen Höhe zur Verfügung. Das beeinflußt die Abtragsleistung entscheidend. Die Feinheit des Schliffes wird allein durch die Korngröße beeinflußt. Entscheidend ist auch wieviele Körner pro cm2 aufgepickt sind. Zum Polieren nimmt kein Schliefpapier sondern Poliermittel, das üblicherweise mit Schwabbelscheiben aufgetragen wird. Gute Schleifmittel kommen von detr österr. Tyrolit oder der schweizer SIA oder der schwedischen BonaKemi. Wichtig für die Abtragleistung ist auch der Anpressdruck. Wird durch zu starkes Niederdrücken der Maschine die Geschwindigkeit des schneidenden Kornes zu klein, so hat es kaum eine kinetische Energie, die den Schneiddruck übernehmen kann, sondern der Schneiddruck wird nur durch die Bindung (Kleber zwischen Korn und Trägermaterial) übertagen.Reicht die nicht aus, bricht das Korn aus. (Gilt auch für jeden Winkelschleifer). Das Wesen des Excenterschleifers ist eigentlich die frei taumelnde Scheibe, die ein zufälliges amorphes Schleifbild ergibt (Im Gegensatz zum Schwingschleifer der Kreise zieht dei Schlingen werden wenn man die Maschine zieht oder zum Rotationsschleifer, der große Kreise macht). Von der amerikanischen MicroMesh gibt es Papier über K1200.Da kann man Edelstahl zum Spiegel schleifen oder Plexiglas glasklar durchsichtig. Ich selbst habe für fallweisen Bedarf so ein klienes grünes Spielzeug von Bosch. Entscheidend ist doch wer das Ding in der Hand hat.
svzdD Otmar
 
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Mosterich

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Moin Moin

auch wenn es möglich ist den Rotex mit einer Hand zu führen, ist das mit Sicherheit kaum ermüdungsfrei, denn er ist in Flexbauweise gefertigt, der Motor steht nicht senkrecht über der Antriebswelle des Tellers sondern ragt liegend heraus, deshalb ist er ein echtes 2-Handgerät

Genau das will ich testen. Leider bin ich gerade nicht in Deutschland, aber wenn ich in vier Wochen wieder zurueck bin, gehe ich zum Maschinenhaendler meines Vertrauens und probiere das aus. Ich informiere Euch dann. Wenn danach die Entscheidung gefallen ist, muss nur noch gespart werden :(

das wichtigste beim Excenterschelifer ist die Absaugung

Ich benutze alle Schleifgeraete (ausser Flex und Hand) prinzipiell nur mit externer Staubabsaugung.

Gruss Joerg
 
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Mosterich

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Moin Moin,

ich war nunmehr bei drei Fachhändlern und die einzigen Getriebeexzenterschleifer, die ich betrachten konnte, waren die beiden Rotex von Festool.

Fazit: Der Rotex 150 ist mir etwas zu hecklastig. Es ist bestimmt möglich, einhändig zu schleifen, aber das Handling hat mich insgesamt nicht überzeugt. Der kleine Rotex ist schon eher meine Kragenweite. Er ist leichter und kompakter und liegt mir gut in der Hand. Mit dem könnte ich mich anfreunden, zumal ich mit den 125er Scheiben bis jetzt prima klar komme.

Jetzt bleibt noch der Bosch GEX150Turbo, den ich auch nochmal in die Hand nehmen möchte. Außerdem meinte ein Fachhändler, dass eine Überarbeitung des Rotex 150 schon in den Startlöchern steht. Die anderen Schleifer habe ich schon so gut wie abgeschrieben, da sie entweder keiner führt, oder aber recht schwer sind. Das Gerät von Mafell wiegt 3kg! Wer führt eigentlich noch Kress? Stirbt die Marke in Deutschland aus?

Gruß, Jörg
 
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Mosterich

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Hallo zusammen,

ich war neulich auf der Holz und Handwerk und habe einige Exzenterschleifer getestet, meine Erfahrungen und meine Entscheidung möchte ich Euch nicht vorenthalten.

Ich habe mit folgenden Modellen gearbeitet:

Metabo SX E 450 Duo / Mafell UT 150 E (baugleich)
Mafell UX 150 E
Bosch GEX 150 Turbo
Festool Rotex 125
Festool Rotex 150
Festool ETS 150/5

Bevor ich hier meine Eindrücke schildere, möchte ich noch betonen, dass ich keinen objektiven Test gemacht habe, ich habe mit jedem Gerät höchstens fünf Minuten gearbeitet, die Schleifpapiere und die Unterlagen waren unterschiedlich.

Für mich war entscheidend, ob ein einhändiges Schleifen überhaupt möglich ist und wie sich die Geräte dabei führen lassen. Ich liebäugele zwar mit einem Getriebeexzenterschleifer, habe zum Vergleichen aber auch ein paar Exzenterschleifer getestet.

Fazit:
Einhändiges Schleifen ist mit allen Geräten möglich, meiner Meinung nach sollte das auch bei den Getriebeexzenterschleifern einigermaßen ermüdungsfrei gehen. Am schlechtesten gefallen hat mir der Rorex 125, da er die kleinste Auflagefläche hat und deswegen leichter abkippt als der Rest. Der Mafell Getriebeexzenterschleifer hat ein gutes Handling, ist mir aber etwas zu klobig. Der neue Rotex 150 und der Bosch GEX Turbo nehmen sich nicht viel, das Handling finde ich in etwa gleich. Festool schiebt sich durch die typischen Festool-Gimmicks nach vorne, so dass es wohl der Rotex 150 werden wird.
Von den reinen Exzenterschleifern hat mir der Festool 150/5 am besten gefallen, den konnte man wirklich mit einem Figer führen, Vibrationen und Drehbewegungen habe ich keine wahrgenommen. Vom Duo war ich nicht so angetan, besonders weil er bei der einhändigen Kantenbearbeitung ziemlich schlecht abschneidet.

Gruß, Mosterich
 
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hellomoebel

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Hallo Mosterich,

stehe im Moment vor derselben Entscheidung. Ich suche zusätzlich zu meinen Schwingschleifer und Bandschleifer noch etwas für den Fein und Feinstschliff von Holzoberflächen.

In die engere Auswahl hab ich genommen:
Festool ETS 150/3 EQ für 300 Euro bei Ebay
+ inkl. 25 Schleifscheiben
+ Systainer

Bosch GEX 150 Turbo für 300 Euro bei Ebay
+ vielseitiger ( Frage ist allerdings brauch ich das überhaupt für Feinschliff)
- schwerer als der Festool
- kein Systainer

Bosch GEX 150 ACE für 180 Euro bei Ebay
+ inkl. 25 Schleifscheiben
- kein Systainer

Metabo Duo ist erstmal rausgefallen weil etwas unhandlich, Rotex dito weil zu teuer
 
S

Semah

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Bein Bosch Tubro ist doch nen Koffer dabei!!

Ausserdem unterscheidet er sich von seiner Bauform und Doppelkreis aus.

Mein Favorit wäre der Bosch.

Leider etwas zuteuer aber in der Klasse wohl das guenstige mit der Ausstattung.
 
H

hellomoebel

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ich hätte aber gern einen Systainer statt dem Plastik oder auch Metallkoffer. Der Bosch ist aber wohl für den Feinschliff überdimensioniert, wenn du den 150 Turbo meinst
 
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Mosterich

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Mahlzeit,

also wenn Du den Exzenterschleifer nur für den Feinstschliff nutzen willst und für den Grobschliff den Bandschleifer hast, dann würde ich eher in Richtung reiner Exzenterschleifer tendieren.

Wie ich oben schon erwähnte bin ich von dem Festool ETS 150/5 sehr angetan, der 150/3 dürfte vom Handling sehr ähnlich sein. Den Bosch kann ich nicht beurteilen. Falls Du die Möglichkeit hast, die beiden zu testen, wäre es ideal, ansonsten musst Du selbst entscheiden, ob sich der Aufpreis zum Festool lohnt oder nicht.

Das Bosch keinen Systainer anbietet, ist mir auch schon unangenehm aufgefallen. So etwas kann durchaus mal das Zünglein an der Waage sein. Es gibt selbstverständlich die Möglichkeit, den GEX turbo in einen Rotex Systainer zu verfrachten, aber das treibt die Kosten in die Höhe. A propos Höhe, meines Wissens ist der günstigste Getriebe-Exzenterschleifer auf dem deutschen Markt der Kress 900 MPS, den habe ich vor einiger Zeit schon für 250 Euros (neu) bei Ebay gesehen.

Gruß, Mosterich
 
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Thema: Exzenterschleifer

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