Erweiterung alter Siedle - Klingelstation

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Hallo,

im mitte der 1980er gebauten Haus meiner Mutter ist eine Siedle Vario 511 Türsprechanlage verbaut. Das Haus hat 3 Etagen . Erdgeschoss und 1. Etage wurden beim Bau des Hauses gleich mit Haustelefonstationen ausgerüstet, die 2. Etage blieb jedoch unausgebaut ohne elektrische Installation.

Die 2. Etage hab ich mir mal irgendwann als Wohnung ausgebaut bin jedoch nie dazu gekommen, die Klingel anzuschließen. Nun möchte ich die Wohnung aber weitervermieten und muss genau das nachholen. Ich habe am Eingang der Wohung ein 12-adriges Kabel gefunden, dessen (vermeintlich) anderes Ende ich beim Öffnen der Türstation entdeckt habe (das untere Kabel):

Türstation.jpeg

Nun wollte ich gestern das Kabel an die Stelle verlängern, an der später das Haustelefon sein soll. Ich wollte sichergehen, dass das das richtige Kabel ist und hab unten an der Klingel einfach mal zwei Adern gebrückt und oben in der Wohnung auf Durchgang gemessen, jedoch hat das Messgerät keinen Durchgang angezeigt. Mehr als 20m wird das Kabel wohl nicht haben, es ist ein 0.8er Querschnitt. Nun bin ich mir aufgrund des fehlenden Durchgangs sehr unsicher, ob mein Projekt Erfolg haben wird.

Meine konkrete Frage an vielleicht den ein oder anderen, der sich mit Siedle Stationen auskennt: Kann es sein, dass bei den Siedle Teilen die Kabel alle an den Netzgleichrichter gelegt und dort irgendwie weitergezogen werden und ich deshalb keinen Durchgang messen konnte?

Ich dachte bislang, jedes Haustelefon geht direkt zur Türstation und auch vom Netzgleichrichter geht eine Leitung zur Türstation, um die Anlage mit Strom zu versorgen. Nun bin ich kein ausgebildeter Elektriker aber wenn ich mir den Anschlussplan so anschaue, dann sieht es für mich danach aus, als wäre genau das nicht der Fall:
Anschlussplan.jpg

Kann mir hier jemand in diesem Fall eine einen Anhaltspunkt liefern, woran es liegen könnte, dass ich keinen Durchang messen konnte?
 

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Mit was hast du den Durchgang geprüft? Es kann sein, dass Durchgangsprüfer aus dem Installationsbereich nur bei vergleichweise geringen Widerständen einen Durchgang anzeigen. Ein "normales" Multimeter könnte da mehr anzeigen.

Hast du einfach mal zwei andere Kabel versucht?
 
ist denn dafür auch das Endgerät vorhanden?
Bei den alten Anlagen ist bei Problemen oder Erweiterung nur noch der Austausch zu empfehlen weil es keine Teile mehr gibt.
Ich habe hier eine alte Ritto und Siedle Anlage verbaut, für eine gebrauchte Sprechstation werden um die 50-60€ verlangt bei der dann auch noch der entsprechende Ausbau vorhanden sein muss.
 
Dem Anschlussplan nach (linke Seite davon) ist das mehr eine Art "Bus", wo die Kabel von unten bei der Türstation nach oben gehen zu den Sprechstellen im Haus.

Interessant wäre mal ein Bild von der ersten Sprechstelle. Vermutlich geht da ein Kabel nach unten zur Türstation und eines nach oben zur nächsten Sprechstelle.... und vermutlich sind da nicht alle Kabel durchverbunden (oder gar keine durchverbunden mangels Sprechstelle im Stockwerk drüber)
 
Mit was hast du den Durchgang geprüft? Es kann sein, dass Durchgangsprüfer aus dem Installationsbereich nur bei vergleichweise geringen Widerständen einen Durchgang anzeigen. Ein "normales" Multimeter könnte da mehr anzeigen.

Hast du einfach mal zwei andere Kabel versucht?
Mit einem Duspol. Da wird es wohl irgendeinen Schwellen-Widerstand im System geben, ab dem der Duspol nicht mehr ausschlägt. Aber wie hoch der ist, weiß ich nicht. Vielleicht versuche ich mich mal mit einem Multimeter. Hab auch verschiedene Leitungen getestet, um sicher zu gehen.

ist denn dafür auch das Endgerät vorhanden?
Bei den alten Anlagen ist bei Problemen oder Erweiterung nur noch der Austausch zu empfehlen weil es keine Teile mehr gibt.
Ich habe hier eine alte Ritto und Siedle Anlage verbaut, für eine gebrauchte Sprechstation werden um die 50-60€ verlangt bei der dann auch noch der entsprechende Ausbau vorhanden sein muss.
Jap, da hab ich mich vorher informiert. Für das Verkabelungssystem der alten HT 511 (6+n) gibt es ein Austauschgerät, das so aussieht wie die neueren Generationen.

Dem Anschlussplan nach (linke Seite davon) ist das mehr eine Art "Bus", wo die Kabel von unten bei der Türstation nach oben gehen zu den Sprechstellen im Haus.

Interessant wäre mal ein Bild von der ersten Sprechstelle. Vermutlich geht da ein Kabel nach unten zur Türstation und eines nach oben zur nächsten Sprechstelle.... und vermutlich sind da nicht alle Kabel durchverbunden (oder gar keine durchverbunden mangels Sprechstelle im Stockwerk drüber)

Werd ich am Wochenende mal nachschauen, wenn ich wieder dort bin!
 
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Hast du denn da TM oder TLM 511 verbaut?
-Da muß man die Verkabelung halt gut verfolgen-
sowas wurde früher gerne von Elektrikern eingebaut, die waren mit so vielen verschiedenen Kabel bzw.
Potentialen oft überfordert, haben u.U. nicht alle durchgeklemmt...
 
Genau. Elektriker haben nur Bohren, "Strippen ziehen" und Anklemmen gelernt, nie wie die Sache mit dem Strom funktioniert. Deshalb waren sie davon auch "überfordert"... 🤦🏻
 
Elektriker haben nur Bohren, "Strippen ziehen" und Anklemmen gelernt, nie wie die Sache mit dem Strom funktioniert.
Auch die soll es geben!
Mir hat mal einer, der später zwar einen Industriemeister zum Abschluss gebracht hatte, seinen Gesellenbrief gezeigt, aber fachlich nicht sonderlich begabt war. Hab ne Weile mit ihm zusammengearbeitet...
In dem Gesellenbrif stand doch tatsächlich sinngemäß drin, dass er nach der Ausbildung "haupsächlich beim Schlitzeklopfen beschäftigt" war. Für mich hat das das was ich mit ihm beiḿ Stördienst teilweise erlebte bestätigt... Und ja, es gibt noch schlimmere die mit durchgezogen werden.

PS
 
Die gibt es immer und überall. Diese Pauschalisierung finde ich hier aber unangebracht.
 
Man darf nicht viel auf den Ausbildungsberuf geben, es kommt immer darauf an wo man gelernt hat und wie motiviert man war. Was leider oft vorkommt ist das der Chef seine MA falsch einschätzt und überfordert. Da kommt es nicht selten vor das eine Klingelanlage oder ähnliches mit angeboten wird obwohl die ausführenden keine Ahnung davon haben. Wenn das zum Chef durchsickert stellt der fest das zu wenig Geld kalkuliert wurde um einen fachlich geeigneten Sub zu beauftragen, also irgentwie zum laufen bringen egal wie und hoffen das nie jemand wegen Gewährleistung kommt. Von so "versauten" Anlagen sind mir schon viele über den weg gelaufen auch in ganz anderen Bereichen
 
Beim Elektriker bashing möchte ich mich nicht beteiligen, aber zum Thema Verkabelung und Leitungen durchklingen bzw. durchmessen nur soviel:
Der Widerstandwert einer solchen Leitung ist so klein, dass Du den Durchgang mit jedem X beliebigen Summer, Ohm- oder Multimeter messen kannst. Wenn nicht jede Sprechstelle separat angefahren wurde ist es sehr wahrscheinlich so, dass die Leitung durchgeschleift, aber nicht durchgeklemmt wurde. Also die vorhandenen Sprechstellen öffnen und nachschauen wo die offenen Enden zum Vorschein kommen 😉🙋🏽‍♂️
 
Der Widerstandwert einer solchen Leitung ist so klein, dass Du den Durchgang mit jedem X beliebigen Summer, Ohm- oder Multimeter messen kannst.
Das ist die Theorie. :wink: Die Praxis ist, dass du nach 40 Jahren eine dicke Oxidschicht auf dem Kabel hast und oft auch eine Menge Dreck. Dann bei hin und zurück das Ganze gleich vier mal. Ich bin einfach mal davon ausgegangen, dass er für seine Messung nicht alles blank geschliffen hat.
 
Wenn wir nicht reden nicht über eine „Tropfsteinhöhle“ reden, sondern über ein normales Wohnhaus ohne feuchte Wände, dann sollte eine solche Durchgangsprüfung ein Ergebnis liefern vielleicht auch etwas hochohmiger 😉🙋🏽‍♂️
 
Hast du denn da TM oder TLM 511 verbaut?
-Da muß man die Verkabelung halt gut verfolgen-
sowas wurde früher gerne von Elektrikern eingebaut, die waren mit so vielen verschiedenen Kabel bzw.
Potentialen oft überfordert, haben u.U. nicht alle durchgeklemmt...
Beides! TM ist der Taster zum Klingeln, TLM der Lautsprecher, in den der Besucher sein Anliegen formulieren kann. Das ist ja das Tolle an der Vario, man kann sich die benötigten Module selbst zusammenstellen.
 
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