Erfinder des Akkuschraubers ?

Diskutiere Erfinder des Akkuschraubers ? im Forum Akkuwerkzeuge im Bereich Werkzeuge & Maschinen - Hallo zusammen, ich habe bei der Suche zur Frage oben dieses Forum entdeckt und denke, hier könnte ich eine Antwort finden. :roll: Inzwischen...
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Ralph

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Hallo zusammen,

ich habe bei der Suche zur Frage oben dieses Forum entdeckt und denke, hier könnte ich eine Antwort finden. :roll:
Inzwischen weiß ich, daß der Akkuschrauber ein Nebenprodukt der Weltraumfahrt ist, weil man mangels Masseträgheit im All Schrauben kaum festdrehen kann. Insofern spielt bestimmt die NASA eine Rolle ... aber welche Person, welcher Name steht hinter der Erfindung des Akkuschraubers ??? Wir hatten neulich 'ne Kumpels-Diskussion und wollten dem Typ eigentlich ein Denkmal stiften, aber keiner wußte, wem denn nu ... Hat jemand eine Ahnung ?

Tschüß
Ralph
 
H

hs

Guest
Hi,

bei Black&Decker findet man folgendes :


1961 – 1962 – Black & Decker bringt die erste Akku-Bohrmaschine der Welt auf den Markt. Sie wird mit Hilfe eingebauter Nickel-Cadmium-Zellen betrieben. Ein Akku-Rasentrimmer und vier weitere Akku-Bohrmaschinen für den industriellen Bedarf folgen 1962.



Robert H. Riley Jr.
Invented first cordless drill for Black & Decker in 1961; developed tools for early space programs

Robert Riley never knew what would happen when he tested battery packs for the first cordless drills in his lab at Black & Decker, so he built a special room to contain the occasional explosions. Nicad battery technology was in its infancy in 1960 when Riley experimented with portable power, so he had to improvise. He created four-cell packs consisting of half-sections of D-cell batteries held together with plastic shrink wrap.

He'd hook them up, max them out, and see how much power he could generate with his DC motors.

These days it may be hard to imagine a world without cordless tools, but the motivation behind Riley's research stemmed from the day's demographics. Aluminum storm window installation was one of the biggest markets for contractors in the late 1950s and early 1960s. A contractor would typically show up at a home during the day, plug his tools into a porch lamp adapter, and ask the housewife to turn on the light switch. Then the demographics changed and women entered or re-entered the job market. Homes were vacant during the day, and nobody was there to turn on the power for contractors. Battery power seemed to be the answer, and cordless tools got off to a fairly inauspicious beginning.

Riley faced a tough challenge. In 1960, 120-volt, professional-grade drills put out 200 to 250 watts, Riley's first 4.8-volt cordless drills could only produce 10 to 20 watts, so he employed new techniques to make his battery-powered tools as efficient as possible. He made the brushes out of silver graphite, designed a 12-to-1 gear reduction to increase torque and reduce gear loss, used a 64-pitch gear with very fine teeth, and reduced the armature pinion's diameter to 1/8-inch. He also made the rotor out of silver graphite to reduce voltage drop on the comutator, and wired the switch contact with flexible wire so he only needed one stationary contact.

In 1962, Riley filed for a patent on a heavier duty ½-inch drill for industrial use. It had two handles and each housed a battery pack. Early test results proved the tool could drill 567 3/16-inch diameter, 2-inch-deep holes–or run continuously for one hour and 16 minutes–on one charge. Riley's patent application clearly set the stage for today's cordless tool designs, stating the intent that the invention produce, " ... the same output torque as that of a conventional ½-inch electric drill." Riley received a patent for the drill in 1965.

By the late 1960's Riley had doubled the tool's power output to 35 to 40 watts. His research took an unexpected turn when Martin Marrietta contracted with Black & Decker to design tools for the national space program in the mid-1960's. The first tool Riley helped develop was a zero-impact wrench for the Gemini project. The tool allowed an astronaut to spin bolts in zero-gravity without spinning himself. And then came the Apollo moon program. Black & Decker developed a cordless rotary hammer for the mission; it had hollow core-sample drill bits and could operate at extreme temperatures and in zero-atmosphere conditions.

Cordless tools didn't become widely popular until the 1980s, but Robert Riley stands near the top of the Hall of Fame list for his inventions and the way they changed the tool industry forever.



Gruß, hs
 
D

Dietrich

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Hallo Hs,

immerhin gab es beides schon vorher, Bohrmaschine und Akku!

Die Technik der aufladbaren Akkumulatorenzellen, dürfte in beiden Weltkriegen sehr forciert worden sein, z.B. für den Unterwasserantrieb von U-Booten.
 
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hs

Guest
Hi,

Dietrich schrieb:
immerhin gab es beides schon vorher, Bohrmaschine und Akku!

aber eben keine Akkubohrmaschine
(Bohrer und Inseln gab es ja ganz sicher auch schon vor Bohrinseln :wink: )

Die Technik der aufladbaren Akkumulatorenzellen, dürfte in beiden Weltkriegen sehr forciert worden sein, z.B. für den Unterwasserantrieb von U-Booten.

.... möglich - aber schön zu sehen, daß hinter der Entwicklung o.a. Maschinen eben nicht als Hauptmotivation die Zerstörung von möglichst viel Leben stand.

Gruß, hs
 
D

Dietrich

Moderator
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Hallo Hs,

Bohrer und Inseln sind meilenweit entfernt von Bohrinseln, ich dachte eher an die Brüder Wright!

BRT waren das Ziel, für die Besatzungen gab es ebenfalls kaum Rettung, wurde allerdings mit 5/6 Eigenverlusten an Leben bezahlt.

Ich hör ja schon auf, wir entfernen uns vom Thema!
 
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Ralph

Threadstarter
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das ist doch schon mal ziemlich informativ, Danke ! Robert Riley, Motiv die autonome Montage von Aluverkleidungen, Leistungsprobleme, dann Förderung durch die Raumfahrt im Gemini-Programm. Das klingt logisch. Wenn keine anderen Infos mehr auftauchen, wäre das die Antwort, Klasse !! :D

Tschö
Ralph
 
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flat

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Alfred schrieb:
Ralph schrieb:
weil man mangels Masseträgheit im All Schrauben kaum festdrehen kann.
glaube ich weniger......

Ist aber vorsichtig formuliert :wink:

Man könnte auch ganz offen sagen, daß das der 100%ige Schwachsinn ist. Die Abwesenheit (bzw. sehr starke Abschwächung) der Erdanziehungskraft (Gravitation) hat keinerlei Einfluß auf die Masseträgheit. Die ist nämlich immer und überall vorhanden. Nicht immer gleich groß aber immer vorhanden. Erst nahe der Lichtgeschwindigkeit wächst sie dann sehr stark an und tendiert gegen unendlich hoch.
 
Alfred

Alfred

Moderator
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Genau, wenn zwei tonnenschwere Raumschiffe im All bei Schwerelosigkeit mit z. B. 100 Km/h zusammenstoßen hat das die selbe Auswirkung wie auf der Erde, nur hier bleibt der Schrott liegen. Und ein Anzugsmoment im All dürfte sich genau so verhalten wie auf der Erde.
 
H

hs

Guest
Hi,

Dietrich schrieb:
immerhin gab es beides schon vorher, Bohrmaschine und Akku!

.... aber nicht so schicke Overalls :wink:


ap15-KSC-71PC-468.jpg


Gruß, hs
 
H

hs

Guest
Hi,

.... tja, wer weiß das schon :wink:

---
die hatten aber scheinbar Probleme, weil die Mondoberfläche wohl nicht so war, wie vorher angenommen :
hier klicken (unten auf dieser Seite sind nochmal zwei Bilder Astronaut + Konstrukteur)
... auf den NASA-Seiten findet sich div. Foto- und Filmmaterial - auch Querschnittzeichnungen von den Bohrern, etc.

Gruß, hs
 
R

Ralph

Threadstarter
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Stimmt, da habe ich leider die beiden Begriffe verwechselt. Trägheit hebt sich nicht auf, danke fürn Hinweis.

Tschö
Ralph
 
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flat

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Da bin ich aber beruhigt, daß Du es nur verwechselt hast. Passiert ja jedem mal.

PISA ist out, es lebe die Einbildung. So schlecht kann unser Bildungssystem gar nicht sein, wenn der Export so gut läuft. :wink:
 
Thema: Erfinder des Akkuschraubers ?
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