Empfehlung MIG/MAG Schweißgerät für Gelegenheitsnutzer

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gismo1978

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Hallo, ich möchte mir demnächst ein MIG/MAG Schutzgasschweißgerät kaufen. Könnt ihr da ein Bestimmtes zu einem annehmbaren Preis empfehlen?

Ich benötige das Gerät eher selten und möchte damit hauptsächlich Bleche und Träger am Auto schweißen. Landmaschinen oder LKW werde ich nicht anrühren. Ich denke mal 0,5cm Dicke wird das Maximum dessen sein, was ich schweißen möchte.

Ein Baumarktgerät von Güde oder Einhell kommt aber nicht in Frage. Es soll halt schon etwas qualitativ hochwertigeres sein (ohne den Rahmen - ich bin halt nur ein Gelegenheitsnutzer- zu sprengen). Ich hatte an ein Gerät von Elektra Beckum gedacht. Und zwar folgendes:

Elektra Beckum MIG MAG 170 30

Könnt ihr das Gerät empfehlen? Gibt es Bessere Geräte zu einem ähnlichen Preis?

Danke im Vorraus.
SG Björn
 
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Carsten2

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Also das Elektra Beckum Mig/Mag Schweißgerät ist schon einmal ein "richtiges" Schutzgasschweißgerät.

Z.B. Einhell und Herkules T.I.P sind Schrottgeräte. Diese Baumarktgeräte haben keine Schweißdrossel und keine Kondensatorenreihe zur Glättung. Diese "Schweißteile" haben also nur ungeglättete Gleichspannung.

Das Elektra Beckum MIG/MAG 170/30 TLC hat eine Schweißdrossel und eine Kondensatorenreihe. Daher ist dieses Gerät schon mal dem Baumarktschrott vorzuziehen.

Aber 160 A bei "nur" 20 % ED ist auch nicht so der Bringer. Ist auch nur ein 2 Takt. Kein Rückbrand und Gasnachstromzeit einstellbar. Wenn du schon bereit bist 800 € auszugeben. Dann würde ich mir gleich ein besseres, größeres Gerät mit 2/4 Takt, einstellbaren Rückbrand und Gasnachströmzeit und min. 200 A bei min 35 % ED kaufen. Ich hatte letztens bei meinem örtlichen Schweißerei Fachhändler ein solches Gerät für unter 1000 € gesehen.

Erst beim schweißen wird man die höhere Stromstärke und vor allem den Rückbrand zu schätzen wissen. Ich brauchte selbst drei Schweißgeräte, bevor ich zufrieden war.

Ich glaub das Gerät sollte 950 € kosten, es war das MAG 2010.

http://www.schweissring.de/front_content.php?client=3&lang=3&idcat=33&idart=69

MfG
Carsten
 
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gismo1978

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Hallo Carsten,

wie würdest du denn die Qualität des Eurotronic Geräts einschätzen? Ich bin immer etwas vorsichtiger, bei Marken die ich nicht kenne.

Und darf ich fragen was du schweißt? Es hört sich ja so an, also ob du schon mehr Erfahrung hast. Machst du das gewerblich?

Kannst du mir vielleicht auch erklären, was es mit den einstellbaren Rückbrand und der Gasnachströmzeit auf sich hat?

Im Prinzip wäre das o.g. Gerät schon interessant. Vor allem, weil es bei mit in der Gegend (Bad Salzufflen) auch ein Geschäft von denen gibt.

Wichtig ist mir allerdings auch, daß das Gerät eine Investition für mindestens die nächsten 10 Jahre sein soll. Denn ich werde es nicht so oft brauchen, und da muß es sich schon in der Haltbarkeit lohnen.

SG Björn
 
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Carsten2

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Ich hab mal den Preis für das MAG 2010 Gerät rausgesucht.

Kostet 799,- €. Also viel mehr Leistung und Ausstattung für gleiches Geld wie das Elektra Beckum.

Die Eurotronic Geräte sind die Hausmarke vom Schweissring, so wie Artec von Wollschläger. Zur Qualität: Alles Industriegeräte für kommerziellen Einsatz bis zu 550 Ampere und mit Baumarkt/Hobbygeräten absolut nicht zu vergleichen. Sollen nach Aussage meines Händlers aus Deutschland kommen. Dein Elektra Beckum ist eher ein einfaches gutes Heimwerker Gerät.

Der Drahtrückbrand oder "burn back" ist eine Zeitverzögerung für den Drahtvorschub. Bei höheren Stromstärken "verbrennt" der Schweißdraht nach Abschalten des Lichtbogens in der Stromdüse und muß bei billigen Geräten jedesmal freigepopelt werden. Beim einstellbaren Drahtrückbrand wird der Schweißdraht nach Abschalten des Lichtbogens noch minimal weiterbefördert damit der Draht nicht in der Stromdüse verklebt. Weiterhin muß der Rückbrand so eingestellt werden, daß der Schweißdraht nicht noch in dis flüssige Schmelze hereingedrückt wird.

Die einstellbare Gasnachströmzeit ist für das letzte Stück der Schweißnaht beim Abschalten des Lichtbogens verantwortlich. Das Gas soll noch etwas Nachströhmen und die Schmelze schützen, aber nicht Abkühlen.

Da du wohl eh nur die 2 Takt Schaltung benutzt ist die 4 Takt Schaltung eher Spielerei.

Schweissen tue ich hauptsächlich KFZ für die TÜV-Plakette. Nebenbei natürlich Bastelleien wie Fahrwerke für Grubenheber und Gestelle für Werkbänke u.s.w.

Wenn das Gerät etwas für die nächsten 10 Jahre sein soll, dann kauf dir das Elektra Beckum lieber nicht. Deine Schweißkenntnisse und somit auch deine Schweißaufgaben werden in den nächsten 10 Jahren wachsen, das Schweißgerät aber nicht.

Es gibt viele gute Hersteller von Schutzgasschweißgeräten auch Elektra Beckum, aber Elektra Beckum(Metabo-Geräte) sind im direkten Vergleich mit anderen Geräten einfach zu teuer.

Gruß
Carsten
 
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hs

Guest
gismo1978 schrieb:
wie würdest du denn die Qualität des Eurotronic Geräts einschätzen? Ich bin immer etwas vorsichtiger, bei Marken die ich nicht kenne.

habe mal eben mit Google geschaut - und auch nichts gefunden.
Interessant aber, daß z.B. T.I.P. die Mehrheitsanteile bei dem Schweißgeräte-Produzenten ISKRA Varjenje in Slowenien besitzt : http://www.iskra-varjenje.si ... TIP gibt an, daß : Iskra-Varjenje beliefert auch namhafte deutsche Schweißgeräte-Produzenten unter Eigenmarke
Nach der Marke als solches, würde ich daher nicht unbedingt gehen.

Ich habe vor Jahren mal ein kleines TIP gekauft - und nachdem ich das Gehäuse komplett neu gebaut habe (stabiler und praktischer als die Gehäuse fertiger Geräte), sowie es mit einem Binzel Schlauchpaket/Brenner ausgestattet habe - funktioniert es auch ganz gut.
Wobei man natürlich auch ein älteres DM600-Gerät nicht mit aktuellen Geräte der €1000,- Klasse vergleichen kann. Bereits das DM2000,- Merkle Gerät eines Kumpels schweißt besser.
Dennoch habe ich damit viele Autos 'durch den TÜV geschweißt' sowie eine Oldtimer-Karosserie von Grund auf restauriert.

Was Du evtl. noch erwähnen solltest : das von Dir ausgesuchte ElektraBeckum bietet 230V und 400V-Anschluß. Wenn Du u.a. einen 230V-Anschluß benötigst, so grenzt das die möglichen Geräte ein.
Ich habe mal mit dem 170er geschweißt : ging auch prima ... Du würdest damit sicher auch glücklich werden ... und für insgesamt €1000 hättest Du dann bereits eine komplette Ausstattung incl. Gasflasche und Automatikschweißhelm. Gerade wenn nur gelegentliches (Zitat : Ich benötige das Gerät eher selten) Autobasteln das Ziel ist, brauchst Du sicher nicht jedes (teure) Feature.
Wobei ich mir in Deiner Stelle - und sei es nur um vergleichen zu können, mir so ein Güde ruhig mal genauer anschauen würde : klick, denn Einstellungsmöglichkeit für Drahtrückbrand (burn back) und Schweißstromanstiegsverhalten
(slope up)
sowie 32 Schaltstufen und ein 4m-Schweißpaket bieten diese auch.


Gruß, hs
 
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Carsten2

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Also das Güde Schutzgasschweiißgerät MIG 250 ZD/A wiegt gerade mal 60 KG bei 250 Ampere. Wohl ein sehr klein dimensionierter Trafo. Auch sehr interessant "Schweißstromanstiegsverhalten
(slope up)" Der Schweißstrom wird doch durch die Schaltstufen bzw. Abgriffe am Trafo vorgegeben. Oder ist die Spannung gemeint ? Dann wäre es aber nicht mehr DIN konform.

Erkläre mal bitte "Schweißstromanstiegsverhalten". Ich lerne gerne dazu. Oder ist damit die Begrenzung der Stromspitze beim Trofenübergang gemeint ?

Verstehe mich bitte nich falsch. Das Güde ist sicherlich brauchbar - doch würde ich das EUROTRONIC auf jedenfall bevorzugen. Wie gesagt, es ist die Hausmarke vom Schweissring. Wenn du nach Artec suchst bekommst du auch keine tollen Treffer bei google. Die Hausmarke Artec von Wollschläger ist aber in der Industrie bekannt. Zumindest hier in Bochum. Und zu Artec Schweisstechnik/Wollschläger ist hier in Bochum und Umgebung nur noch Reiz (www.reiz-online.de) eine wirkliche Alternative und die verkaufen zumindest keinen Scheiß.(Also Reiz gehört zu Schweissring)

Zu deinem TIP Gerät. Sicherlich wird es schweißen. Wenn du es aber schon auseinandergebaut hattest wirst du auch festgestellt haben, daß es keine Schweißdrossel und keine Kondensatorenreihe besitzt. Also im Eigentlichen kein "echtes" Schutzgasschweißgerät ist, welches eine ordentliche geglättete Gleichspannung liefert und keine Stromspitzen aufweist.

Leider sind ordentliche Geräte teuer. Deshalb habe ich mich auch jahrelang mit Einhell und Co rumgeärgert.
 
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knut

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Würde eins von Lorch oder z.b. Rehm holen ...z.b. Rehm Synergic Pro 170-2 ... 795.- + ....
 
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hs

Guest
Hi,

Carsten2 schrieb:
Also das Güde Schutzgasschweiißgerät MIG 250 ZD/A wiegt gerade mal 60 KG bei 250 Ampere. Wohl ein sehr klein dimensionierter Trafo.

ich habe die Leistungen nicht mit anderen verglichen, aber i.d.R. wird ein großer Trafo durch eine aktive Zwangsbelüftung etwas ausgeglichen.
Sicher ist ein größerer Trafo schöner (das erwähnte Merkle besitzt z.B. keine Lüfter), aber im KFZ-Bereich kommt man ohnehin nicht in die Verlegenheit mit solch' riesigen Strömen schweißen zu müssen (ganz abgesehen davon, daß man für diese Ströme auch nicht mehr den für dünne Bleche geeigneten Draht verwenden kann).
Desweiteren kommt Gewicht auch oft durch hohe Materialstärken des Gehäuses - wenn ich mir das Merkle so ansehe ....


Auch sehr interessant "Schweißstromanstiegsverhalten
(slope up)" Der Schweißstrom wird doch durch die Schaltstufen bzw. Abgriffe am Trafo vorgegeben. Oder ist die Spannung gemeint ? Dann wäre es aber nicht mehr DIN konform.
Erkläre mal bitte "Schweißstromanstiegsverhalten". Ich lerne gerne dazu. Oder ist damit die Begrenzung der Stromspitze beim Trofenübergang gemeint ?


bitte frag' mich nicht jede Einzelheit - ich bin kein Schweißfachmann und habe in diesem Bereich die Ahnung, welche man in einer 'normalen' Metallausbildung mitbekommt.
Möglich auch, daß man da etwas seltsam aus der englischen Sprache übersetzt hat.
Letztendlich gehe ich immer eher von dem aus, was man in der Praxis tatsächlich benötigt, bzw. was Sinn macht.
Viele schöne Regelungen, bringen dem wirklichen Fachmann etwas, wenn er sich damit bis ins letzte Detail auskennt - und weiß was er da macht.
Als 'Hanswurst'schweißer halte ich sowas eher für verwirrend. Denn ich will ja 'nur' ein paar Bleche miteinander verbinden.
Du hast sicher Recht, daß mit der Erfahrung auch die Ansprüche steigen - auf der anderen Seite kenne ich genügend Leute, welche ohne besondere techn. Feature täglich mit ihren Maschinen an Autos schweißen.

Verstehe mich bitte nich falsch. Das Güde ist sicherlich brauchbar - doch würde ich das EUROTRONIC auf jedenfall bevorzugen. Wie gesagt, es ist die Hausmarke vom Schweissring. Wenn du nach Artec suchst bekommst du auch keine tollen Treffer bei google. Die Hausmarke Artec von Wollschläger ist aber in der Industrie bekannt. Zumindest hier in Bochum. Und zu Artec Schweisstechnik/Wollschläger ist hier in Bochum und Umgebung nur noch Reiz (www.reiz-online.de) eine wirkliche Alternative und die verkaufen zumindest keinen Scheiß.(Also Reiz gehört zu Schweissring)

ich hatte ja nur erwähnt, daß es sich sicher lohnt, die Sachen mal anzuschauen und zu vergleichen.
Denn oft ist es so, daß die 'Günstig'geräte renommierter Marken auch nur zugekauft werden - und oft auch nicht soo dramatisch gut sind. Vergleichen lohnt bei einer so teuren Anschaffung immer.


Zu deinem TIP Gerät. Sicherlich wird es schweißen.

Wenn du es aber schon auseinandergebaut hattest wirst du auch festgestellt haben, daß es keine Schweißdrossel und keine Kondensatorenreihe besitzt. Also im Eigentlichen kein "echtes" Schutzgasschweißgerät ist, welches eine ordentliche geglättete Gleichspannung liefert und keine Stromspitzen aufweist.

Leider sind ordentliche Geräte teuer. Deshalb habe ich mich auch jahrelang mit Einhell und Co rumgeärgert.

ich werde überhaupt nicht dagegen sprechen, daß die billigen Geräte schlechter sind. Logisch, daß ein dreimal so teures - und ~ 10 Jahre jüngeres Gerät mehr bietet.

Hier ein Bild vom Inneren des TIP ... sieht lausig aus :wink:
klick

Aber es ist halt so, daß man mit den einfachen Geräten auch arbeiten kann. Ein wichtiger Punkt ist z.B. der Brenner : den günstigen liegen oft Teile bei, die sich nur ungenügend bedienen lassen (d.h. das der Schalter einen präzisen Schaltpunkt besitzt) - der Umstieg auf Binzel brachte eine enorme Verbesserung. So hatte ich z.B. auch häufiger festgebrannte Drähte, etc. - seit dem neuen Schlauchpaket und dem neuen Brenner kein einziges Mal mehr (deswegen wüßte ich auch nicht, warum ich eine regelbare Freibrandautomatik bräuchte :wink: )

Ich lege eher Wert darauf, daß das Gesamtpaket stimmt - und das die Sache in der Praxis Sinn macht. So sind z.B. die Gehäuse der ganz neuen Metabo-Schweißgeräte hübsch anzusehen - aber unpraktisch.
Gut hingegen ist die frontseitig angebrachte 230V-Steckdose (lustigerweise habe ich das vor ~ einem Jahr, als ich das neue Gehäuse für mein Gerät gebaut habe, auch gleich miteingebaut) - denn da wo man schweißt, braucht man i.d.R. auch eine Flex oder eine Lampe.
Das einfache Drahtvorschub-Poti habe ich durch ein arretierbares 10fach-Wendelpoti ersetzt (ist etwas übertrieben, aber so läßt sich der Drahtvorschub schon genau einstellen - und das Poti wird durch eine Unachtsamkeit nicht mehr verstellt)
Ein Schweißpaket sollte mind. 3m ... besser 4m lang sein - denn es gibt nichts schlimmeres als ständig das Gerät hinter sich herziehen zu müssen.
Ich weiß nicht wie das bei den neuen Metabos ist - aber alle die mir bekannten Geräte (selbst die riesigen Oerlikons) besitzen lausige Flaschenhalterungen : fast immer eine simple Kette. Resultat : beim Fahren schaukelt die Flasche mit dem typischen 'kalingelkalingel' hin- und her.
Da man als Heim'bastler' selten große Flaschen nutzt - sondern fast immer die schlanken 10l-Eigentumsflaschen ... hat mein neues Gehäuse eine vernünftige Halterung erhalten.

Natürlich muß ein Schweißgerät in erster Linie gut schweißen - aber wenn ich sehe, was ich so mit dem DM600,- Gerät alles gemacht habe .... und sehe was die €800-Geräte alles inzwischen bieten. Dann dürfte sicher keines dieser Geräte für die gelegentliche Auto-Bastelei ungeeignet sein.
Natürlich sollte man schon versuchen das maximale für sein Geld zu bekommen - aber keines der Geräte dieser Klasse wird in der Praxis weniger gut zum Schweißen von Autos geeignet sein.

Gruß, hs
P.S. was ich z.B. ziemlich überflüssig halte : die Punktschweißautomatik der Geräte. Bei Reparaturschweißungen muß man eh' immer recht individuell arbeiten - bis ich die Zeit für den jew. Zweck korrekt eingestellt habe - bin ich ohne Automatik bereits fertig.
 
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Carsten2

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@ knut

Lorch und Rehm gehören natürlich auch zu den Top Geräten.

Da gibt es auch noch UTP ESAB TELWIN ARTEC JÄCKLE und noch bestimmt 20 andere Firmen die ich vergessen habe.
Das EUROTRONIC MAG 2010 war ja auch nur eine Anternative von vielen.


@ hs

Zu deinem TIP. Na ja sehr kleiner Trafo. :lol: Aber eine echte Schweißdrossel !!! :D

Ich würde mir an deiner Stelle noch eine Kondensatorenreihe gönnen. Dann wird das Schweißverhalten beim Zünden merkbar besser. Kostet bei eBay ca. 10 € bzw. neu als Ersatzteil von Elektra Beckum 35,- €.
Schön das dein Gerät auch einen seperaten Printtrafo für die Steuerung und den Vorschub hat.

Mein allererstes Einhell hatte vom Haupttrafo den Strom abgezweigt. Als beim Lichtbogen die Spannung zusammenbrach, war der Vorschub nur sehr bedingt zu gebrauchen.

Bei den Billigteilen ist es immer so ein Lottospiel was verbaut wurde.

P.S.
Hohe Schweiströme sind bei dicken Materialien z.B Doppel-T Träger sehr von Vorteil..." :lol:
Gruß
Carsten
 
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Carsten2

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hs schrieb:
P.S. was ich z.B. ziemlich überflüssig halte : die Punktschweißautomatik der Geräte. Bei Reparaturschweißungen muß man eh' immer recht individuell arbeiten - bis ich die Zeit für den jew. Zweck korrekt eingestellt habe - bin ich ohne Automatik bereits fertig.

Dies habe ich Anfangs genauso gesehen. Mittlerweile benutze ich diese Punktautomatik recht häufig für die vorgefertigten Reparaturbleche. Ist bei den langen Holmen sehr praktisch.

Sicherlich geht es auch ohne. Aber ich möcht nicht mehr ohne Punktautomatik schweißen. Zu dem Rückbrand - diese Funktion wird in meinen Augen erst bei höheren Stromstärken so ab 160 A aufwärts sehr sinnvoll. Mittlerweile schweiße ich recht viel Bleche mit 4mm und mehr. Hier brauche ich die höheren Stromstärken und den Rückbrand.

MfG
Carsten
 
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gismo1978

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Hallo,

also ich glaube ich bin verzweifelt. :wink: Ich dachte nicht, daß die Materie so kompliziert ist.

Hat jemand von euch denn schon mal mit den angesprochenen Eurotronic Geräten geschweißt?

Welches Gerät verwendet Ihr zur Zeit? (an Carsten und HS) Mal abgesehen vom TIP, daß du ja anscheinden schon von grund auf restauriert hast. :wink:

230V und 400V wäre sicherlich gut. Zu Hause haben wir beides. Aber ich weiß nicht, wie es anderswo ist oder wenn man umzieht. Wie leicht läßt sich denn so ein Starkstromanschluß verlegen? Was braucht man dafür?

Nun habe ich gestern gesagt, daß ich wohl nur am Auto schweißen werde. Aber appropos " gestiegene Schweißaufgaben" - auch das kann sicherlich mal kommen. Ich könnte mir auch vorstellen, mal einen eigenen Motorträger zu schweißen. Zum einen für einen für meinen T3 Bus und außerdem für ein Eigenbau Stromagregat mit VW 1,6L Motor. Kommt man da überhaupt mit 170 Amps hin?

Ein Doppel-T Träger wir mir aber wohl nie unterkommen! :)

HS: ich dachte bis jetzt, daß Güde keine gute Qualität liefert. Viele äußern sich ziemlich schlecht über diesen Hersteller / Importeur. Hast du andere Erfahrungen gemacht? Das Schlauchpaket beim .o.g. Güde Gerät schein zumindest vom gleichen Hersteller zu sein wie deins.

Wie sieht es denn überhaupt bei den Schlauchpaketen aus? Welche Unterschiede gibt es da? Ich habe bis jetzt schon mal eine von einem Güde Baumarktgerät in der Hand gehabt. Das hatte einen kleinen schwarzen Knopf an der Seite und sah nicht sehr vertrauenserweckend aus. Das machte das SP von EB schon einen besseren Eindruck (die Pistole, und das Kabel war abnehmbar).

Wobei mir gerade die Idee kommt: Kann man bei so einem Schweißfachhändler (z.B. Schweißring) wohl auch mal testschweißen? Das wär natürlich ziemlich gut.

Die Art der Kühlung scheint mir bis jetzt nicht so wichtig. Viel wichtiger ist mir, daß so ein Gerät lange hält. Zur 2/4 Takt Automatik kann ich nun nicht so viel sagen - also ob ich das brauche. Aber ich könnte mir vorstellen, daß es wohl doch eher was für Profischweißer ist. Reicht es nicht auch, wenn man den Knopf an der Pistole gedrückt hält?

Welchen Vorteil beitet denn eigentlich ein konstanter Schweißstrom? Das wurde ja im Zusammenhang mit Schweißdrossel und Kondensatorreihe erwähnt.

Bei Ebay habe ich auch noch folgende Geräte gesehen. Kommentare?:

Schutzgasschweißgeräte

Bringt mir als Privatnutzer MIG Löten irgendwelche Vorteile? Außerem isses schon verdammt teuer. Hier nochmal das gleiche "Problem":


Wegen dem Hinweis mit dem Automatikhelm: Hat jemand von euch sowas schon mal benutzt? Das schon mit ein sehr interessantes praktisches Ding zu sein (im Gegensatz zu den "Schutzschilden").

Vielen Dank für eure Hilfe. Ich leg mich erstmal wieder hin... :wink:

Schöne Grüße aus Ostwestfalen
Björn
 
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hs

Guest
Hi,

Carsten2 schrieb:
Zu deinem TIP. Na ja sehr kleiner Trafo. :lol: Aber eine echte Schweißdrossel !!! :D

Ich würde mir an deiner Stelle noch eine Kondensatorenreihe gönnen. Dann wird das Schweißverhalten beim Zünden merkbar besser. Kostet bei eBay ca. 10 € bzw. neu als Ersatzteil von Elektra Beckum 35,- €.
Schön das dein Gerät auch einen seperaten Printtrafo für die Steuerung und den Vorschub hat.

vielleicht müßte man sich das tatsächlich mal überlegen - andererseits komme ich ja so wie es jetzt ist, ganz gut mit aus.

Mein allererstes Einhell hatte vom Haupttrafo den Strom abgezweigt. Als beim Lichtbogen die Spannung zusammenbrach, war der Vorschub nur sehr bedingt zu gebrauchen.

Bei den Billigteilen ist es immer so ein Lottospiel was verbaut wurde.


ich habe nochmal in die Betriebsanleitung der Güde geschaut (kann man von der Website herrunterladen) - mit 'Schweißstromanstiegsverhalten' meinen die sicher :
Drahtanlaufzeit: Die Drahtvorschubgeschwindigkeit, die vorher ausgewählt wurde, wird stufenweise erreicht, das verringert den Anlaufstrom.
was eigentlich auch sehr schön ist : die Parameter werden alle über eine Digitalanzeige angezeigt - und lassen eine recht feinfühlige Einstellung zu - z.B.:
Drahtgeschwindigkeit : min=05 - max.=99


Hohe Schweiströme sind bei dicken Materialien z.B Doppel-T Träger sehr von Vorteil..."

... mit meinem TIP könnte man zwar 5-6mm noch ordentlich verbinden - aber bei 'relevanten' Dingen, wo es wirklich halten soll (Karosseriedrehvorrichtung, Rahmenpresse), habe ich Vierkantrohre, bzw. 100er IPB-Träger dennoch mit Stabelektroden geschweißt. Für sowas müßte dann tatsächlich mehr Leistung her - und auch stärkerer Draht. Für diese seltenen Fälle rechnet es sich m.M. aber nicht einen teures Gerät zu kaufen, - was auch unhandlicher ist.

Gruß, hs
 
chevyman

chevyman

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Carsten2

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@ hs

hab auch noch nen Dalex 3 Phasen Trafo für Elektroden. (Sauschwer) :evil: Am liebsten hätte ich nen Inverter mit HF Zündung, dann könnte ich mich mit WIG versuchen.

@ gismo1978

Schweißausrüstung UTP - nur leider unbezahlbar.

Automatikhelm ist ein Muß !!! Der Beste den ich testen durfte ist ein Speedglas 9000. Selbst habe ich einen UTP baugleich mit dem einstellbaren Artec Helm. Aber ich finde den für die Ausstattung überteuert.

Brauchbare gute Schweißhelme:

http://cgi.ebay.de/Automatik-Schwei...016169926QQcategoryZ19799QQrdZ1QQcmdZViewItem

http://cgi.ebay.de/Automatik-WIG-MI...564199034QQcategoryZ56548QQrdZ1QQcmdZViewItem

Hier ist der baugleiche den ich verwende:
http://cgi.ebay.de/PROFI-Automatik-...566814721QQcategoryZ83632QQrdZ1QQcmdZViewItem

Zu dem Eurotronic:

Ja damit habe ich schon Probegebrutzelt. Prima !!!
Du solltest damit auch bei deinem Händler Probeschweißen. (Generelle Empfehlung !!!)

Nun wichtig für den Kauf - kauf dir ein Markengerät bei einem örtlichen Händler, damit es im Notfall auch mit Ersatzteilen/Reparatur klappt.

Zum 400 Volt-Anschluß. Es gibt 1 Phasen 230/400 Volt Geräte und 3 Phasen 400 Volt Geräte. Die Verlegung ist eigentlich recht simpel, sollte aber unbedingt durch einen Fachmann durchgeführt werden !!!

Für einen 400 Volt 16 A 6 h Anschluß reicht eine 5 x 2,5² Nym-J Leitung und ein 400 Volt 5-polige CEE Steckdose aus. Vorsicherung 3x16 B oder besser K.

Bei einer 32 A Version benötigs du schon min. 5x4² oder je nach Verlegelänge sogar 5x6². (Ist aber für dich uninteressant)

Zum Schlauchpaket: Die meisten sind nur Binzel kompatibel.
Das Optimum ist ein orginal Binzel. Unterschiede max. Stromstärke, Seelenart - Kunstoff, Teflon und Durchmesser, Kühlungsart, drehbarer flexibler Hals u.s.w.

Laß dich doch mal bei einem richtigen Schweißstützpunkt beraten.

MfG
Carsten

P.S.
Erklär mir doch mal bitte jemand, wie man die Links abkürzt. So wie hs es macht - bitte bitte.
 
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Carsten2

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@ chevyman

ja ist auch ein gutes Gerät.

ABER
Eine Gewährleistung auf Gebrauchtwaren wird ausgeschlossen.

Und das bei einem Händler !!! Klingt nicht sehr vertrauenserweckend.

Carsten
 
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hs

Guest
Hi,

gismo1978 schrieb:
also ich glaube ich bin verzweifelt. :wink: Ich dachte nicht, daß die Materie so kompliziert ist.

genau das meinte ich ja : es ist eigentlich nicht kompliziert : in der Preisklasse um €800,- wirst Du immer ein Gerät erhalten, mit dem Du arbeiten kannst.
Die Gefahr beim Vergleichen : man stellt fest, daß man plötzlich Feature unbedingt benötigt, die man vorher noch überhaupt nicht kannte :wink:

Hat jemand von euch denn schon mal mit den angesprochenen Eurotronic Geräten geschweißt?

s.o. - eigentlich brauchst Du das nicht, weil es sich von anderen Geräten dieser Klasse kaum unterscheiden wird. Preise pendeln sich i.d.R. irgendwo bei allen Herstellern ein.

Welches Gerät verwendet Ihr zur Zeit? (an Carsten und HS) Mal abgesehen vom TIP, daß du ja anscheinden schon von grund auf restauriert hast. :wink:

das TIP war vom Gehäuse schon immer sehr 'labberig' - das hat mich gestört. Desweiteren taugte das Schweißpaket nichts.
Andere Feature (wie die Steckdose oder die bessere Flaschenhalterung) bieten auch teure Geräte oft nicht.
Geschweißt habe ich bisher mit dem erwähnten TIP, mit einem Merkle (Bezeichnung weiß ich nicht - es ist ein Gerät mit wahlweise 230/400V ... sowas bietet Merkle z.Zt. nicht an), mit einem kleinen ElektraBeckum (130/20 ... knapp DM700,- ... wird nicht mehr hergestellt), dem 170er ElektraBeckum und einem riesigen Oerlikon (wassergekühlt, externer Drahtvorschub : großes Industriegerät um starke Träger schweißen zu können).
Das kleine EB ist etwas schlechter als mein TIP ausgestattet, aber auch damit konnte man problemlos Autos schweißen. Das Merkle ist prima, mit dem 170er EB habe ich nur kurz gearbeitet - machte aber auch einen ordentlichen Eindruck ... na ja - und das Oerlikon brauchen wir wohl nicht in die nähere Auswahl einzubeziehen :wink:

230V und 400V wäre sicherlich gut. Zu Hause haben wir beides. Aber ich weiß nicht, wie es anderswo ist oder wenn man umzieht. Wie leicht läßt sich denn so ein Starkstromanschluß verlegen? Was braucht man dafür?

na ja - im Prinzip ist der Aufwand klein, nur fraglich ob das immer alles so einfach geht. Ein 400V-Gerät bietet auch bessere techn. Voraussetzungen - aber mit 230V kann man auch prima arbeiten.

Nun habe ich gestern gesagt, daß ich wohl nur am Auto schweißen werde. Aber appropos " gestiegene Schweißaufgaben" - auch das kann sicherlich mal kommen. Ich könnte mir auch vorstellen, mal einen eigenen Motorträger zu schweißen. Zum einen für einen für meinen T3 Bus und außerdem für ein Eigenbau Stromagregat mit VW 1,6L Motor. Kommt man da überhaupt mit 170 Amps hin?

problemlos - größere Materialstärken als 5mm wirst Du dafür nicht benötigen ... und selbst wenn 'mal' geht es auch.
Nur wenn Du sowas öfter machst, bzw. es noch dicker wird, dann brauchst Du mehr Leistung.

HS: ich dachte bis jetzt, daß Güde keine gute Qualität liefert. Viele äußern sich ziemlich schlecht über diesen Hersteller / Importeur. Hast du andere Erfahrungen gemacht? Das Schlauchpaket beim .o.g. Güde Gerät schein zumindest vom gleichen Hersteller zu sein wie deins.

Erfahrungen kann ich Dir keine dazu liefern - dennoch würde ich es mir anschauen. Güde wird oft verschmäht, weil Importeur - aber es wird Dir sicher auch niemand sagen können, woher die kleinen Geräte anderer Hersteller stammen.

Ich glaube nicht, daß an den Güde ein Binzel-Brenner montiert ist - dort steht immer nur 'Binzel kompatibel'.
Binzel ist der Hersteller von Brennern : http://www.binzel-abicor.com

Wie sieht es denn überhaupt bei den Schlauchpaketen aus? Welche Unterschiede gibt es da? Ich habe bis jetzt schon mal eine von einem Güde Baumarktgerät in der Hand gehabt. Das hatte einen kleinen schwarzen Knopf an der Seite und sah nicht sehr vertrauenserweckend aus. Das machte das SP von EB schon einen besseren Eindruck (die Pistole, und das Kabel war abnehmbar).

Ich vermute, daß ein kleines Güde anders ausgeliefert wird, als die großen Güde. Denn abnehmbar sollte das Schlauchpaket auf jeden Fall sein (ich habe mein Schweißgerät mit einer EURO-Aufnahme nachgerüstet - Adapter kostete glaube ich ~ €30) - und bei den größeren Güde ist das so.
Zu den Brennern als solches kann ich Dir wenig sagen - aber ich mache da keine Experimente mehr ... das 4m-Schlauchpaket incl. Brenner hat mich (wenn ich mich recht erinnere) bei eBay ~ €50,- gekostet.

Die Art der Kühlung scheint mir bis jetzt nicht so wichtig. Viel wichtiger ist mir, daß so ein Gerät lange hält.

na ja - wirklich 'drinstecken' tust Du in keinem Gerät.
Der Brenner, bzw. das Schlauchpaket (bzw. die Seele darin) wird über kurz oder lang verschleißen - das ist einfach so.
Theoretisch könnten sich auch Schaltkontakte oder Potis abnutzen - aber Ersatz bekommst Du dafür (notfalls bei einem anderen Hersteller) auch. Trafo unterliegt praktisch keinem Verschleiß.
Bleibt die Elektronik - das könnte dann tatsächlich ein Problem nach einigen Jahren werden.
Allerdings kann ich mir das bei nicht 100%igen Markenfabrikaten (wie dem erwähnten Eurotronic) auch vorstellen. D.h. wenn Du nach =/>10 Jahren dort mit einer defekten Platine ankommst, kann es gut sein, daß Du dafür auch keine Ersatzteile mehr bekommst. Metabo (also ElektraBeckum) garantiert 8 Jahre.
Bei Herstellern wie Merkle, also lange Jahre Industrielieferant mit relativ kleiner Produktpalette, wird es verm. etwas besser aussehen.

Zur 2/4 Takt Automatik kann ich nun nicht so viel sagen - also ob ich das brauche. Aber ich könnte mir vorstellen, daß es wohl doch eher was für Profischweißer ist. Reicht es nicht auch, wenn man den Knopf an der Pistole gedrückt hält?

ja natürlich reicht das.
Die Punktautomatik erlaubt Dir lediglich eine Einstellung der Schweißzeit. Theoretisch einmal korrekt eingestellt, brauchst Du nur noch den Brenner an die gewünschte Stelle halten, die Taste des Brenners betätigen - und durch die immer gleiche Zeitdauer werden alle Punkte schön gleich.
Nachteil der Sache : beim Lochpunkten liegen die Bleche dann doch nicht alle 100%ig exakt übereinander, das Originalblech ist an manchen Stellen schon mal etwas dünner oder dicker (Korossion oder durch die Fertigung), etc. - na ja ... und bis man eine wirklich gute Einstellzeit gefunden hat, ist man mit der 'normalen' Methode schon fast fertig :wink:

Welchen Vorteil beitet denn eigentlich ein konstanter Schweißstrom? Das wurde ja im Zusammenhang mit Schweißdrossel und Kondensatorreihe erwähnt.

je 'besser' die Eigenschaften des Schweißgerätes, desto besser auch die Qualität der Naht, bzw. je weniger Schwierigkeiten in problematischen Situationen - oder je leichter das Zünden.

Aber die Unterschiede zwischen den günstigen und den richtig teuren Geräten sind nicht wie Tag und Nacht. Man merkt das zwar schon - nur ist es eben auch nicht so, daß man mit dem anderen nicht arbeiten könnte.
Und wie bereits erwähnt : wenn Du Dich in einer bestimmten Preisklasse bewegst, werden die Unterschiede nicht bedeutend sein.

Bei Ebay habe ich auch noch folgende Geräte gesehen. Kommentare?

... nur : wer die Wahl hat, hat die Qual :wink:

Bringt mir als Privatnutzer MIG Löten irgendwelche Vorteile? Außerem isses schon verdammt teuer.

MIG-Löten wird z.T. bei einigen Fahrzeugen bei der Reparatur vorgeschrieben (hochfeste Bleche bei Opel z.B.).
Aber auch da ist das alles so eine Sache - es gab zum MIG-Reparatur-Löten bereits einen Bericht in der Oldtimer-Markt ... und einen Leserbrief dann dazu von einem Karosseriebauer und techn. Redakteur bei Opel : ... den Herstellervorschriften liegen nicht nur Berechnungen und Versuche zu Grunde, sondern auch genauestens festgelegte und vorgeschriebene Parametereinstellungen der MIG-Lötmaschinen ...
Zudem ist das bei dem Löten alles ein wenig anders (kein verschleifen der der Lötnähte wegen der geringeren Belastungsfähigkeit) - da würde ich also erstmal die Finger von lassen.

Wegen dem Hinweis mit dem Automatikhelm: Hat jemand von euch sowas schon mal benutzt? Das schon mit ein sehr interessantes praktisches Ding zu sein (im Gegensatz zu den "Schutzschilden").

ja - mit einem billigen von eBay :
da wo man mit arbeiten kann, ein Super-Teil : beide Hände zum Arbeiten frei : eine wirkliche Hilfe
(nur wenn es irgendwo zu eng wird muß man halt noch das normale Schild verwenden)

Gruß, hs
 
chevyman

chevyman

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Den Spruch versuchen auch viele Händler. Im Zweifelsfall käme er damit nie durch, egal wie seine AGB aussehen.
Seine Bewertungen lassen jedoch auch nicht den Verdacht aufkommen, er würde einen Schrotthandel betreiben. Selbstabholung dürfte Dir wohl möglich sein, und ein eine kurze Funktionskontrolle wird man Dir dabei wohl nicht abschlagen. Besonders dann nicht, wenn man alle restlichen Utensilien mitbringt.
 
H

hs

Guest
Hi,

das eBay-Gebraucht-Gerät hat auch so eine unpraktische schmale Form wie die neuen Metabos :
wenn Du da bereits den Schweißhelm drauflegst, kannst Du Dir schon ausrechnen, wann dieser herunterpurzeln wird.
(zumal die Standfläche des Gerätes ja so oder so genauso groß wie bei den anderen ist)

Schweißpaketlänge steht auch nicht mit bei - und wie gut der Brenner und das Paket noch ist ... tja

In der Preis-/Leistungsklasse würde ich neu kaufen

Gruß, hs
 
chevyman

chevyman

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Hi,

das eBay-Gebraucht-Gerät hat auch so eine unpraktische schmale Form wie die neuen Metabos :
wenn Du da bereits den Schweißhelm drauflegst, kannst Du Dir schon ausrechnen, wann dieser herunterpurzeln wird.
(zumal die Standfläche des Gerätes ja so oder so genauso groß wie bei den anderen ist)

Manche mögen die schlanke Bauform, ich mag aber auch lieber die dicken. Wäre jedoch für mich kein ko-Kriterium, wenn der Rest stimmt.

Schweißpaketlänge steht auch nicht mit bei - und wie gut der Brenner und das Paket noch ist ... tja

Die Länge würde ich auf 3m schätzen, Gerät und Paket sehen eigentlich sehr gut aus. Eine neue Seele, Strom- und Gasdüse sind auch nur Peanuts. Sowas sollte man ohnehin auf Reserve liegen haben, sonst stellt sich der Bedarf garantiert ein, wenn alle Läden zu sind.


In der Preis-/Leistungsklasse würde ich neu kaufen

Gruß, hs
So habe ich vor ein paar Jahren auch noch gedacht, das hat sich zu meinem Glück geändert.
Ich habe mein wassergekühltes 300A-Gerät von Ebay, hat mich Frühjahr 2003 € 226 und ein paar Cent gekostet. Alles was ich neu brauchte, war die äußere Schutzhülle für das MB 401 Schlauchpaket. Sie war nicht zwingend erforderlich, aber ohne durchgescheuerte Stellen sieht's gleich viel schöner aus.
Das Gerät dürfte Ende der 80ger/Anfang 90er Jahre gebaut sein, ist solide wie ein Panzer und schweißt super. Einen besseren Deal kann ich mir kaum vorstellen.

Gruß Steffen
 
Thema: Empfehlung MIG/MAG Schweißgerät für Gelegenheitsnutzer

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