Elektrohobel: Welcher?

Diskutiere Elektrohobel: Welcher? im Forum Elektrowerkzeuge im Bereich Werkzeuge & Maschinen - Hallo, ich hätte eine Frage zu Elektrohobeln: Welchen soll ich kaufen? Also ich habe mich schon mal etwas umgesehen... Der von Festool hat...
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astra4

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Hallo,

ich hätte eine Frage zu Elektrohobeln: Welchen soll ich kaufen?

Also ich habe mich schon mal etwas umgesehen...

Der von Festool hat einen einseitig gelagerten Messerkopf. Ist das nun gut oder nicht? Dass man nahe an einer Wand hobeln kann ist wohl der Vorteil davon, aber ist das dann auch ausreichend stabil etc.?

Gibts auch was billigeres als Festool, aber doch auch gut?

Stichsäge habe ich mir ja die 85 PE von Bosch gekauft, gibts von Bosch auch nen guten Hobel?

Sind eigentlich die Hobelmesser für alle oder viele Hersteller gleich oder gibts da keinen Standard?

Eine Oberfräse bräuchte ich gelegentlich auch. Wäre es sinnvoll, Elektrohobel und Oberfräse vom gleichen Hersteller zu haben, damit sie in ein "System" passen? Oder gibts für die Hobel keine solchen Zubehöre?
 
S

schrauber

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hallo

ich hab den bosch GHO 36-82 C läuft einfach top und das seit 15 jahren der bosch ist für mich nach festo der beste.
 
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astra4

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Hmm,... also irgendwie scheint bei Hobeln die Auswahl weniger gross zu sein als bei Bohrmaschinen,... Jedenfalls von Hilti, Flex und Makita scheints keine Handhobel zu geben.

Die von Metabo sehen etwas klobig aus, finde ich.

Von DeWalt hab ich meine Bohrmaschine, mit der ich ganz zufrieden bin. Sind die Hobel von DeWalt auch gut?
 
T

Tom

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Hallo,
Ich habe seit gut 10 Jahren den Metabo HO 0883, wird nicht mehr so hergestellt, nur noch mit Elektronik und 900W, sowie den "klobigen" Metabo HO 0882. Beide haben schon einige Kilometer gehobelt, Türen, Spanplatten, MDF, Fichte, etc. Kann nichts gegenteiliges über Lebensdauer oder Präzision sagen. Sicherlich taugen sie nicht zum gehobenen Möbelbau, aber für den "alltäglichen Gebrauch" sind sie gut genug. Vorher hatte ich den obligatorischen "Elu", den es mir, wie alle meine anderen Elu Geräte, 1991 bei der Spannungsumstellung auf 230 Volt ins Nirwana gehauen hat. Das hat mich dann einige Jahre von der Marke abgehalten. Einen blauen Bosch hatte ich auch mal vor vielen Jahren. Es war eigentlich ein Holz-Her in Blau. Aber die beiden Sohlen waren einige Zehntel verdreht. Somit war ein anständiges Arbeiten eigentlich unmöglich. Händler damals meinte: Kismet, hättest einen Elu kaufen sollen. Den grössten Nachteil beim Elu war die Tiefeneinstellung. Viel geknacke, aber keine Skala, wie es nun bei DeWalt ist, weiss ich nicht. Ansonsten eine absolut robuste Maschine. Habe mal 200 Brandschutztüren damit eingepasst.
Einen grünen Bosch hatte ich auch mal, aber ganz kurz. Übrigens, den "klobigen" Metabo gibt es manchmal, ohne Aufpreis, mit einem Untergestell. Ist nich ganz ungefährlich, aber sicherlich für den einen oder andern vielleicht nützlich.
Schönen Tag noch, Tom
 
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Dietrich

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Hallo Hobelsuchender,

diese elektrischen Handhobel sind eigentlich Spielzeug, zugegeben eine Tür anpassen funktioniert ganz gut, mehr fällt mir aber auch nicht ein.

Der Hobel, egal ob Handhobel el. Handhobel oder Hobelmaschine, ist dazu da Holzlängen von mehr oder weniger hohen Stückzahlen, so zu bearbeiten, um hinterher Holzleisten in gewünschten Maßen, rechtwinklig, von hoher Widerholgenauigkeit zu erhalten.

Dazu sind 3 Arbeitsschritte nötig:

1: Abrichten, eine der beiden breiten Flächen in sich gerade, und fluchtend zu erhalten
2: Fügen, eine der beiden schmelen Seiten, gerade, fluchtend und rechtwinklig zur abgerichteten Seite zu erhalten
3: Dickenhobeln, es wird jeweils die abgerichtete, anschließend die gefügte Seite als Bezug verwendet um in beiden Fällen eine exakt paralelle Fläche zu erhalten.

Personen die diesen Vorgang mit hölzernen oder eisernen Handhobeln beherrschen, nennt man voller Hochachtung Neandertaler, Bodybuilding treibende Bänker träumen von deren Armqualitäten:)

Mit einer halb- oder vollstationären Abricht- und Dickenhobelmaschine gelingt dies am einfachsten. Man erhält maßhaltige Werkstücke, die auch präzise geschnittene Verbindungen erlauben, sowie eine Weiterverarbeitung zu Leimholzplatten.

Mit einem el. Handhobel gelingt dies nur mit Einschränkung, oder gar nicht.

Eine der kleinsten Hobelmaschinen ist die Mafell AD 160, die derzeit etwa 630 € kostet. Eine kleine Kity mit 200mm Hobelbreite kostet etwas mehr.

Eine sehr große Auswahl gibt es bei den Hobelmaschinen mit 260mm Hobelbreite.

Gruß Dietrich
 
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MarkusS

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Zum grössten Teil mag ich mich Dietrich anschliessen - allerdings ist das ablängen von Türen mit dem Hobel meistens Murks. Da ist eine Handkreissäge mit Führungsschiene fast immer das bessere weil präzisere Werkzeug.

Ausnahme: Ein geübter Schreiner der mit dem Werkzeug wirklich umgehen kann.

Ein "Hobbyschreiner" richtet mit einem E-Hobel meistens nur eine furchtbare Verwüstung an.

Gruss
Markus
 
J

joggi

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Hallo,

wir haben den AEG Hobel mit 750 Watt und einer Hobelbreite von 10 cm.
Dazu noch die passende 'Hobelstation', also eine Dicken- und Abrichtvorrichtung.

Beim Bau einer Gartenbank hat sich die Sache schon sehr bewährt.
Aus ein paar 'billigen' Verschnittbrettern sind sehr schöne Gartenbankbretter geworden.
Für unseren Einsatzzweck ist diese Kombination klar die beste und preiswerteste Lösung um gute Ergebnisse zu erhalten da wir die Maschinen nicht jeden Tag nutzen und auch keinen 'richtigen' Möbelbau machen.

Gruß
Joggi
 
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astra4

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Dietrich schrieb:
Hallo Hobelsuchender,

diese elektrischen Handhobel sind eigentlich Spielzeug, zugegeben eine Tür anpassen funktioniert ganz gut, mehr fällt mir aber auch nicht ein....

Eine der kleinsten Hobelmaschinen ist die Mafell AD 160, die derzeit etwa 630 € kostet. Eine kleine Kity mit 200mm Hobelbreite kostet etwas mehr....

Also wenn ich richtig verstehe fragst Du mich was ich denn mit dem Hobel anzufangen gedenke...

Also das ist so: Ich bin gerade etwas am Basteln, eine Art Regal, 50 cm tief, mit zwei Seitenwänden und dann Tablaren dazwischen.

Die Seitenwände sind 18 mm Fichte. Die waren ein Wenig zu lang, also habe ich sie mit meiner Stichsäge etwas gekürzt,... Dummerweise ist jetzt das Eine immernoch 2-3 mm zu lang :/ Irgendwas ist da schief gelaufen.... Aber so wenig kann ich mit der Stichsäge nicht mehr absägen, also dachte ich an Hobeln. Ist aber die Stirnseite des Holzes, mit einem Handhobel wäre das ziemlich mühsam glaube ich, also ein Elektrohobel?

Ich denke mir, dass ich den auch benutzen könnte, wenn ich mal den Boden neu machen will (Bretter an die Form der Wand anpassen,...).
 
D

Dietrich

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Hallo Astra4,

für diese Arbeit brauchst Du keinen Hobel!

Am preiswertesten kannst Du dies mit einer jap. Handsäge erledigen, das geht schnell, mit etwas Übung auch genau. Wenn Du öfter solche Arbeiten bewältigen willst, wäre die Anschaffung einer Handkreissäge mit Führungsschiene zu überlegen. Sollte es zur Gewohnheit werden Regale und Schränke zu bauen, empfehle ich eine kleine präzise Tischkreissäge mit Schiebetisch.
Selbst betreibe ich seit 13 Jahren Möbelbau, einen el. Handhobel habe ich nicht.
Wenn Du Lust hast, kannst Du Dich bei mir in der Werkstatt mal umsehen, unter: www.holz-seite.de.vu/

Gruß Dietrich
 
M

MarkusS

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Hallo,

an Deiner Stelle würde ich mir das Geld für den E-Hobel sparen und stattdessen entweder in eine ordentliche Handkreissäge mit Führungsschiene oder alternativ in eine ordentliche Stichsäge mit Führungsschiene und passenden Zwingen investieren - oder gibt es für Deine vorhandene Stichsäge vielleicht sogar eine Führungsschiene?

Entsprechende Angebote findest Du z.B. bei Metabo oder Festool - wobei die Führungsschiene immer auf beide Maschinen (und noch auf ein paar andere (z.B. Oberfräse) des jeweiligen Herstellers) passt.

Metabo dürfte die preiswertere Lösung sein, Festool hat mehr (teures) Zubehör im Programm.

Mit der Führungsschiene bekommst Du ein sehr präzises Werkzeug dessen Genauigkeit deutlich unter 1 mm liegt - und das auch im Fall der Stichsäge kein Problem hat, auch nur 1 oder 2 mm am Rand abzunehmen.

Mit solchem Werkzeug kann man durchaus schon an die semiprofessionelle Möbelfertigung für den Eigenbedarf denken.

Gruss
Markus
 
Alfred

Alfred

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Hallo,
ich habe übrigens einen Makita Handhobel, frage mich allerdings was ein Handhobel mit einer Oberfräse "Systemdruchgängig" gemeinsam haben sollte. Die Messer kann ich bei Fräse nicht verwenden und umgekehrt, möglich wäre höchstens noch ein Kombigerät ??
Gruß
Alfred
 
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MarkusS

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Hi,

ich finde gerade Deinen Bezug nicht wg. Systemdurchgängigkeit vom Hobel zur Oberfräse?!?

Gruss
Markus
 
Alfred

Alfred

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Wäre es sinnvoll, Elektrohobel und Oberfräse vom gleichen Hersteller zu haben, damit sie in ein "System" passen?

Hallo,
in was für ein System denn? Damit ich mich nicht von einer roten Gehäusefarbe auf eine grüne umgewöhnen muss.
Gruß
Alfred
 
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Dietrich

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Hallo Alfred,

geht mir genauso, System ist nur zwingend notwendig bei OF und HKS, wegen der Schiene, Stichsäge mit Schiene ist sowieso Quatsch!
Wäre so, wie eine Bandsäge mit Formattisch:)

Gruß Dietrich
 
A

astra4

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Alfred schrieb:
Hallo,
... frage mich allerdings was ein Handhobel mit einer Oberfräse "Systemdruchgängig" gemeinsam haben sollte...
Gruß
Alfred
Naja, ich dachte an sowas wie einen kleinen Maschinentisch, wo man den Hobel drunterschraubt und so einen "Hobeltisch" bekommt. Wobei man unter denselben Tisch auch eine Oberfräse schrauben könnte,... sowas in der Art,... War auch nur so eine Idee 8)
 
M

MarkusS

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Hi,

Sowas in der Art gibt es von Festool http://www.festool.de - "System Basis Plus" - das ist die Firma wo auch die Stichsäge auf die Führungsschiene passt :D - allerdings alles mit etwas unerfreulichen Preisschildern versehen.

Gruss
Markus
 
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Dietrich

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Hallo MarkusS und Astra,

es mag sein das es kleine Hobelstationen auch zum Abricht und Dickenhobeln für den Einsatz von el. Handhobeln gibt, dies ist aber Systemunabhängig!

Das Festo System ist das umfangrechste, gefolgt von Metabo, beide Hersteller bieten Führungsschienen für OF, HKS, Stichsäge (unnütz), Sägetische für HKS Modelle, die zugegebenermaßen von Festo besser sind. Jedoch auch die Festo Sägetische sind nicht mit einer Stationärmaschine vergleichbar.
Beide Hersteller bieten weiteres umfangreiches Angebot zu OFs an, wobei Festo ein etwas größeres Sortiment anbietet.

Nach meiner Information kann keines dieser Systemextras für einen el. Hobel genutzt werden (wie auch).

Gruß Dietrich
 
W

wallstreet

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Warum ist eine Führungsschiene für eine Stichsäge unnütz?

Soll kein Trollversuch werden, sondern interessiert mich wirklich :)
 
M

MarkusS

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Hallo Dietrich,

Dietrich schrieb:
Nach meiner Information kann keines dieser Systemextras für einen el. Hobel genutzt werden (wie auch).

Du hast natürlich Recht.

Festool hat eine Basis für den Bandschleifer - das habe ich im Tran verwechselt.

Sorry!

Gruss
Markus
 
D

Dietrich

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Hallo Wallstreet,

was nützt ein von oben gesehen schnurgerader Schnitt, der weiter in der Tiefe des Schnittes hin und herpendelt, also Wellenlinie beschreibt!

Eine Stichsäge ist eines der uneffektivsten Holzbearbeitungsmaschinen, wenn nicht die uneffektivste überhaupt. Liegt an der im Vergleich sehr langsamen Zahngeschwindigkeit. Wenn überhaupt, dann zum Kurvenschneiden, wobei ich da in 90 % der Fälle eine Bandsäge vorziehe.

Ich hab nicht mal ne Metabo Stichsäge, sondern seit 13 Jahren eine noch ältere B&D von meinem Vater:)

Einige hier im Forum, wissen diesen Sachverhalt zu deuten.

Gruß Dietrich
 
Thema: Elektrohobel: Welcher?

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