Einstellung des Verleimfräskopfes

Diskutiere Einstellung des Verleimfräskopfes im Forum Holzbearbeitung im Bereich Anwendungsforen - Hallo! Ich habe nun eine Tischfräse und einen Universalfräskopf mit Verleimfräsermesser (doppeltrapez) erstanden. :D Ich weiß zwar grundsätzlich...
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alexander20

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Hallo!
Ich habe nun eine Tischfräse und einen Universalfräskopf mit Verleimfräsermesser (doppeltrapez) erstanden. :D Ich weiß zwar grundsätzlich, wie man den Fräskopf einstellt (genau mittig zum Werkstück), doch hätte ich gerne von euch gewußt, wie ihr das macht. Habt ihr da einen Trick :idea: oder Erfahrungen, die ihr mir verraten könnt? Ich würde sonst grundsätzlich mit der Schiebelehre ans Werk gehen....
Bitte um Tipps aus der Praxis. :?:
 
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Dietrich

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Hallo Alexander,

Glückwunsch zur Tischfräse, der Königin der Holzbearbeitung!

Um welche Maschine handelt es sich denn?

Eines vorweg, die Schieblehre (Meßschieber) brauchst Du auf jeden Fall.
Du solltest Dir schon beim Auftrennen bzw. später beim Hobeln schon eine Leiste eines preiswerten Holzes in exakt der gleichen Stärke, wie Deine Leisten aus dem "guten" Holz, mithobeln. Mit gleicher Stärke meine ich Meßschiebergenau, Abweichung kleiner als 0,1mm!!!
Sowieso solltest Du beim Dickenhobeln drauf achten das die Leisten in der Stärke nahezu abweichungsfrei sind.

Wenn Du beispielsweise einen 40mm hohen Fräser verwendest, die leisten 30mm dick sind, stellst Du den eingespannten Fräser so ein, das er etwa 35mm aus der Maschinentischplatte schaut, dabei sollten die Zahnspitzen etwa 3,5 besser 4mm aus den Fräsanschlägen schauen.
Das Probestück (die BG-Holz findet das nicht lustig, es ist verboten), bitte lang genug fertigen, ruhig 2m, wird nun etwa 15cm lang gefräst.
Mit der TKS oder BS, das gefräste Stück abschneiden, so weit wie das Profil voll ausgeführt ist, in der Mitte der Länge das Stück wieder teilen, so das 2 Stücke von etwa 7,5cm Länge entstehen.
Merke Dir mit welcher Seite das Holz auf der Maschinentischplatte auflag, drehe eines der Teile um, und schiebe die Profilabschnitte zusammen.
Wenn sich bei fest zusammengedrückten Teilen (kleine Zwinge) keine Stufe auftut, stimmt die Einstellung, ist aber eher unwahrscheinlich.
Eine vorhandene Stufe, lässt sich leicht mit dem Dorn des Meßschiebers messen, die Frässpindel um die Hälfte des Wertes verstellen, Kontrolle durch eine weitere Fräsung. Stimmt die Einstellung kann nun das gute Holz gefräst werden!

Nochmal zur Probefräsung, wenn man die Probehölzer in ausreichender Länge fertigt, sowie beim Probefräsen, alle Sicherheitsvorschriften anwendet, d.h. Handschutz herunter klappt, richtige Drehzahl einstellen, die Fräsanschläge so nah wie möglich an den Fräser stellt, die Andrückvorrichtung nutzt, also so vorgeht wie man es auch beim Fräsen der Werkstücke vorgeht, ist der Vorgang eine klare Sache und eigentlich sicher!
Bitte nicht leichtsinnig zu kleine Holzstücke zu Probefräsungen heranziehen!!!
400x im Jahr gehen den Profis in unserem Land Finger auf diese Art verloren!!!

Gruß Dietrich
 
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alexander20

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Hallo Dietrich!
Danke für deine Tipps, ich werde das am Wochenende so ausprobieren. Die Maschine ist eine Hammer C3 31. Ich weiß, dass du kein Fan von Kombimaschinen bist, aber es geht bei mir vom Platz her nicht anders. Außerdem ist die Hobelmaschine völlig unabhängig von der KS/Fräse verwendbar, da sie einen eigenen Motor hat und ich einen Extraanschlag dazukaufe. Lediglich Sägen und Fräsen ist einander mitunter im Weg. Um das erträglich zu machen, hat die Maschine dafür zwei Motoren und ich habe sie für die Höhenverstellung der Frässpindel mit Digitalhandrad ausgestattet um gegebenenfalls die Einstellung möglichst genau wiederholen zu können.
Bisher habe ich erst gehobelt, das funktioniert mit der 3 Messer Welle wesentlich besser als meine alte Hobelmaschine. Auch der Schiebetisch für die KS macht einen sehr guten Eindruck ich bin bisher recht zufrieden. Nur gefräst habe ich bisher noch nicht, da habe ich auch nicht viel Erfahrung. Außerdem habe ich jetzt einen Vorschubapparat, mit so etwas habe ich bisher noch nicht gearbeitet.
Ich bin daher für alle Tipps zum Thema Tischfräse (bzw. Links, Büchertipps etc.) sehr dankbar und es kann sein, dass ich mich mit der einen oder anderen Frage im Forum melde. :wink:
 
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Dietrich

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Hallo Alexander,

na, dann bist Du jetzt doch sehr gut ausgestattet, Glückwunsch zur Maschine!

Wenn Du die Fräse erstmals ausprobierst, stelle fest wieviel Zehntel die Höhenverstellung "Nullhub" hat.

Du fräst mit bestimmter Höhenposition etwas, drehst die Spindel 30mm tiefer, und stellst sie zurück auf den vorhergehenden Wert, dann fräst Du wieder, dürfte sich zwischen 0 und 0,5mm bewegen.

Wenn Du noch Fragen hast, gerne, ich werde versuchen sie zu beantworten.

Gruß Dietrich
 
Thema: Einstellung des Verleimfräskopfes

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