E-Kettensägen - Bauformen

Diskutiere E-Kettensägen - Bauformen im Forum Ketten- + Motorsägen im Bereich Werkzeuge & Maschinen - Guten Abend! Nachdem ich ausgiebig im Forum gestöbert und keinen Beitrag gefunden habe, der sich mit diesem Thema auseinandersetzt, möchte ich...
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ChristianA

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Guten Abend!

Nachdem ich ausgiebig im Forum gestöbert und keinen Beitrag gefunden habe, der sich mit diesem Thema auseinandersetzt, möchte ich euch hiermit bitten, folgende Frage(n) zu beantworten.
Haben E-Kettensägen mit quer eingebauten Motoren konstruktionsbedingt Vor-/Nachteile gegenüber ihren „Geschwistern“ mit längs liegenden Motoren?
Ist eine Bauart tendenziell robuster, leichter zu warten, sicherer etc. als die andere?
Dass sich die beiden Konstruktionsformen in der Handhabung unterscheiden leuchtet ein. An Erfahrungsberichten zum Handling bin ich interessiert, in erster Linie geht es mir aber um die technischen Unterschiede.

Vielen Dank!

Christian
 
M

Mark1972

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Ich denke bei den Sägen mit quer eingebautem Motor ist der Antrieb ohne Umwege, dh. leichter, billiger und evtl. robuster zu realisieren.

Bei längs eingebautem Motor muss die Kraf ja irgendwie um die Ecke gebracht werden - ist ein Kostenfaktor, etwas Kraft geht verloren und man hat eine Defektmöglichkeit mehr.

Bei einer ordentlichen Konstruktion könnten die potentiellen Nachteile allerdings auch gegenstandslos werden (vom Preis abgesehen) und das bessere Handling überwiegt.

Bestimmt hat jemand aus dem Forum da mal Erfahrungen gemacht?

Die Dolmars mit dem längs eingebautem Motor haben es mir auch sehr angetan - zur MS 210 könnte sich demnächst mal eine Dolmar gesellen.

Danach dann noch eine Husqvarna - und so ´ne Japansäge wäre ja auch noch was für den Sohn meines Vaters :D ...

Gruß, M. :wink:
 
K

Keksfriedhof

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Hallo,

Ich hatte den gleichen Gedankengang, "einmal um die Ecke" kostet Kraft und benötigt 2 Kegelräder. Aber: Der Antrieb von quer eingebauten E-Motoren wird untersetzt, meistens durch billige Kunststoffzahnräder, da geht auch Kraft dabei verloren ganz zu schweigen vom Plastik-Phantastic.
Ich denke deshalb, dass die höherwertigen Kegelräder aus Stahl (zumindest das Motorseitige kleine Kegelrad), die gleichzeitig die Funktion des Getriebes übernimmt, keine größeren Leistungsverluste aufweisen als die quer eingebauten Motoren.
Ex-zeichnung hier:
Beschreibung

Letztendlich dürfte bei beiden der Leistungsverlust nur ein Bruchteil dessen betragen was der cos phi ausmacht. Dürfte so um die 0,6 bis 0,8 sein, sprich bei 2000 W Leistungsaufnahme (der "Werbe" Wert) dürften am Ritzel etwa 1200-1600 Watt übrig bleiben.

Gruss
M.
 
W

waldphobie

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Ich würde den Überlegungen von Keksfriedhof zustimmen. Da kein Motor direkt am Ritzel ansitzt ist es egal, ob die Kraftübertragung durch Kegelräder umgesetzt und umgelenkt oder durch Zahnräder nur umgesetzt wird. Einzig die Qualität des Materials entscheidet über Leistungsverlust und Lebensdauer.
mit freundlichen Grüßen
andreas
 
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Papental

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Husqvarna gibt an, daß ihre neue E-Kettensäge mit Längsmotor "321 electric" mit 2.000 Watt einer 2,8 PS Benzinersäge entspricht.

H.
 
D

dolmar-sammler

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Es gibt einen Punkt, indem sich diese beiden Typen unterscheiden. Das wäre der Moment des Anlaufes. Bei querliegendem Motor springt die Säge, bei längsliegendem Motor kippt die Säge, besonders wenn es sich um eine 1800-2000W Säge handelt. Diese Kippen ist sehr gewöhnungsbedürftig. Die alte 219 von Dolmar (Bosch-Flex-Motor) hatte diese Eigenschaft weniger als die neuen leichteren Typen. Vermutlich lag das an der größeren Masse des Motors. Das hochwippen dagegen ist unbedeutend.
Ciao
 
K

Keksfriedhof

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dolmar-sammler schrieb:
Das wäre der Moment des Anlaufes. Bei querliegendem Motor springt die Säge, bei längsliegendem Motor kippt die Säge, besonders wenn es sich um eine 1800-2000W Säge handelt. Diese Kippen ist sehr gewöhnungsbedürftig.

Hallo,

Ist absolut nachvollziehbar was Du das sagst. Praktisch alle E-Sägen sind mittlerweile sehr sehr leicht wobei die beweglichen Teile des Motors wahrscheinlich die größte sich bewegende Masse darstellt, und wenn diese blitzschnell in Rotation gerät "zieht" es den rest mit sich.

Ergänzend kann man auch sagen, dass E-Sägen zwar eine geringere Leistung am Ritzel haben als Benzinsägen mit gleicher Nennleistung, Elektrosägen aber ein deutlich höheres Drehmoment haben und viel kräftiger durchziehen als vergleichbare Benzinsägen. Für den stationären Betrieb sind sie ziemlich ungeschlagen, und abgesehen von den anderen Vorteilen sind sie keinesfalls Spielzeuge sondern haben eine absolute Daseinsberechtigung auch wenn das Kabel eine echte Stolperfalle darstellt.

Gruss
 
H

Hellwig

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Man kann ein rotes oder orangenes Kabel mit Zugentlastung verwenden welches besser sichtbar ist und unabsichtliches ausstöpseln verhindert.
Meine ES31A von Dolmar zieht auch sehr gut durch , totz "nur" 1.500 Watt Aufnahmeleistung.
 
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