Das nenne ich Holznutzung

Diskutiere Das nenne ich Holznutzung im Forum GaLaBau, Land und Forst im Bereich Anwendungsforen - 06.05.06 Kahlschläge in Brandenburg Die Holzbranche entwickelt sich positiv und die Preise für Rohholz steigen. Diesen Trend nutzen...
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waldarbeiter

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06.05.06

Kahlschläge in Brandenburg

Die Holzbranche entwickelt sich positiv und die Preise für Rohholz steigen. Diesen Trend nutzen einzelne Waldbesitzer aus. Sie schlagen auf einer Fläche so viel Holz, dass weniger als die vorgeschriebenen 40 Prozent des Baumbestands verbleiben. Die Landesforstverwaltung wertet dies als Kahlschläge, die nach dem Landeswaldgesetz verboten sind. Solche Kahlschläge sind gegenwärtig in mehreren Waldgebieten südlich von Wittstock auf 100 Hektar und bei Alt Ruppin auf 16 Hektar unschwer zu erkennen. Diese Art der Holznutzung stellt eine Ordnungswidrigkeit nach dem Landeswaldgesetz dar. In Ordnungswidrigkeitsverfahren werden die Eigentümer gegenwärtig zur Verantwortung gezogen. Die Ämter für Forstwirtschaft Alt Ruppin und Kyritz werden dem rechtswidrigen Handeln Einhalt gebieten und für eine Wiederbewaldung der Flächen sorgen. Die Verwaltungsverfahren sind noch nicht abgeschlossen. Die Eigentümer können gegen die Ordnungsverfügungen und die Bußgeldbescheide Rechtsmittel einlegen.


Habe ich aus der Internet AFZ

Grüße Michael
 
K

Knatterton

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Bericht in der HAZ letzte woche:
Die niedersächsischen Landesforsten schlagen immer mehr Junge Eichen als Wertholz.
Durften Eichen bisher ab 200 Jahren gefällt werden, wurde die Grenze nun auf 160 Jahre herabgsetzt.
Die Forste müssen seit der umstrukturierung im letzten Jahr profitabel arbeiten und sind daher gezwungen mehr Holz zu verkaufen.
Gehts so weiter ist der alte Eichenbestand bald weg.
Ein Schaden für Generationen entsteht aus unsinniger Reformwut innnerhalb kürzester Zeit.
 
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W-und-F

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zum Beitrag von Waldarbeiter: Eine Riesen Sauerei! :evil:

zum Beitrag von Knatterton: Unter der Voraussetzung das weiterhin nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit gewirtschaftet wird und ein ausreichender Altbestand erhalten bleibt, denke ich ist das kein Problem.
 
Matthias_T

Matthias_T

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Knatterton schrieb:
Ein Schaden für Generationen entsteht aus unsinniger Reformwut innnerhalb kürzester Zeit.

Es ist zwar regional und je nach Besitzart unterschiedlich, aber insgesamt betrachtet ist der Wald in Deutschland deutlich überstockt und in den letzten Jahrzehnten zu wenig genutzt worden!

Die Zuwächse haben sich bei fast allen Baumarten massiv erhöht, es kann also deutlich mehr Holz nachhaltig genutzt werden, als noch vor 50 Jahren.

Der Deutsche Wald wird also auch bei steigender Holznachfrage so schnell nicht verschwinden, zumals die nachhaltige Bewirtschaftung und Planung (die wie von W-und-F bereits angedeutet auch kürzeren Umtreibszeiten gewährleistet sein kann) zumindest in den öffentlich bewirtschafteten Wäldern zwingend vorgeschrieben ist.
 
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