Bügelstichsäge oder Knaufmodell - welche Vor- & Nachteil

Diskutiere Bügelstichsäge oder Knaufmodell - welche Vor- & Nachteil im Forum Elektrowerkzeuge im Bereich Werkzeuge & Maschinen - Nachdem meine alte und recht einfache AEG Bügelstichsäge ihren Geist aufgegeben hat, steht nun ein Neukauf an. Es darf ruhig etwas besseres fürs...
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toddie

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Nachdem meine alte und recht einfache AEG Bügelstichsäge ihren Geist aufgegeben hat, steht nun ein Neukauf an. Es darf ruhig etwas besseres fürs "Leben" sein, da ich recht häufig mit Holz arbeite.

Nun habe ich bei Handwerkern oft die Knaufartigen Stichsägen gesehen und tlw. auch damit gearbeitet. Das war schon ein Unterschied zu meiner, was aber sicherlich auch daran lag, dass es sich um höherwertigere Maschinen handelte.

Kann mir nun jemand sagen, welche Vor- & Nachteile die jeweilige Bauart hat. Ich dachte ja zunächst, dass hochwertig immer Knauf statt Bügel heißt. Habe jetzt aber gesehen, dass BOSCH die hier auch immer wieder positiv erwähnte GST 135 in beiden Ausführungen bietet. Also scheint es auch gute Gründe für das Bügelmodell zu geben.

Bin für jede erhellende Info dankbar,

Toddie :D
 
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knut

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Die meisten Hersteller bieten beides an, da hilft nur selber testen was dir besser liegt. So weit ich weiß haben allerdings die knaufsägen allgemein keinen gasgebeschalter, die Bügelgriffsägen allerdings schon.
 
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mechanisator

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Die Knaufsägen sollen handlicher sein wenn man von "unten"sägt.
 
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schreinerlein

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mechanisator schrieb:
Die Knaufsägen sollen handlicher sein wenn man von "unten"sägt.

Moin

Genau so sieht´s aus :D

Die Stichsäge ist für den Schreiner hauptsächlich eine Montagesäge,meist wird sie benutzt um Schrankblenden der Wand anzupassen oder ähnliche Anpassarbeiten.

Angerissen wird auf der Sichtseite,gesägt auf der Unterseite.
Und um den Anriss sehen zu können dreht man die Säge und sägt von der Unterseite aus.

Das geht mit einer Bügelgriffstichsäge recht schlecht.

Gruß
 
K

Kalle-Ralle

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Das geht zwar auch mit einer Bügelsäge, aber längst nicht so geschmeidig. Man muss den Schalter arretieren, das Motorgehäuse umfassen und dann klappt es. Wirklich interessant wird es, wenn die Säge dann klemmt und man schnell ausschalten muss, dann heißt es mit einer Aufwärtsbewegung die Schalterarretierung wieder lösen, was dazu führt, dass man die Säge mit einem Finger weniger hält obwohl die schon zappelt, alles in allem nicht zu empfehlen, das klappt mit Knauf eindeutig besser!

Eine Knaufsäge kann man auch prima mit zwei Händen führen, geführt mit einer Hand greift man sehr nah am Maschinenschwerpunkt, das finde ich sehr angenehm, ich würde keine andere mehr nehmen, ich finde sie einfach flexibler in der Handhabung.
 
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toddie

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Bin mal wieder sehr angetan von der sehr schnellen und kompetenten Reaktion hier im Forum.

Werde mir die Knaufstichsäge holen :wink:
 
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Kalle-Ralle

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Dann machst du garantiert nichts falsch...
 
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Schwaenzi

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Wenn Du grundsätzlich mit deiner AEG zufrieden warst und der Marke treu bleiben möchtest, solltest Du Dir auch mal die AEG Step 800 X ansehen. Ist eine sehr gute Säge, die hier im Forum schon viel gelobt wurde. Ich habe sie selbst auch und bin sehr zufrieden.

Grüße - Chris
 
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T-Roe

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toddie schrieb:
Eine Knaufsäge kann man auch prima mit zwei Händen führen, geführt mit einer Hand greift man sehr nah am Maschinenschwerpunkt, das finde ich sehr angenehm, ich würde keine andere mehr nehmen, ich finde sie einfach flexibler in der Handhabung.

Also ich muß mal sagen du sprichst mir aus der Seele.
Ich habe auch die Bosch 135 GST und die Führung auf dem Schwerpunkt ist genial. Das geht durch wie Butter.
 
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hs

Guest
Hi,

... kommt auf die Anwendung an. Denn wie Knut bereits geschrieben hat : die Knaufsägen besitzen keinen Gasgebeschalter.
Sägt man Kunststoff (z.B. Plexiglas), Metall, etc. - wo man von vornherein nicht so gut einschätzen kann, welche Geschwindigkeit die richtige ist, fängt das Stokeln an (weil bei der Bosch z.B. das Drehzahlrad ganz hinten an der Maschine ist)

Ralle schrieb:
Das geht zwar auch mit einer Bügelsäge, aber längst nicht so geschmeidig. Man muss den Schalter arretieren, das Motorgehäuse umfassen und dann klappt es. Wirklich interessant wird es, wenn die Säge dann klemmt und man schnell ausschalten muss, dann heißt es mit einer Aufwärtsbewegung die Schalterarretierung wieder lösen, was dazu führt, dass man die Säge mit einem Finger weniger hält obwohl die schon zappelt,

... na ja.
Einerseits sägen viele wohl eh' von oben nach unten (weil man nämlich ansonsten die ganze Zeit die > 2,5kg der Maschine fest nach oben gegen das Werkstück drücken muß) - andererseits muß man auch nicht unbedingt den Schalter arretieren und dann das Motorgehäuse umfassen. Die Hand ist eigentlich schon in der Lage sich etwas verdrehen zu können : man drückt dann mit der Handfläche die Säge nach oben.

Beim einhändigen Sägen - wenn man z.B. lange Bretter zus. mit einer Hand festhalten muß um sie abzulängen, dürfte die Bügelversion auch vorteilhafter sein - denn bei der Knaufsäge geht das Ein/Ausschalten u.U. mit einer Hand nicht so gut, wenn man zus. die Säge auch noch festhalten muß.

Gruß, hs
 
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sellinghausen

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Moin

Ein Vorteil von Stichsägen mit Bügelgriff ist die meist kürzere Bauform. Wenns mal richtig Eng wird, können ein paar Zentimeter schon ausschlaggebend sein. Kommt halt auf die Anwendung an - bei mir war das der Fall, als ich im Auto einen Ausschnitt für nen Lautsprecher machen wollte. Da bin ich mit der Knauf-Säge nicht um die Ecke gekommen. Mit der Bügel-Säge gings.

Sonst fällt mir aber kein Nachteil von Knauf-Sägen ein.

Zu dem Punkt - Sägen von unten:

Gibt es nicht Sägeblätter wo die Zähne umgedreht sind? Dann müsste man doch nicht mehr von unten sägen - oder täusche ich mich da?

Gruß S. Ellinghausen
 
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Kalle-Ralle

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Klar haben beide Modelle ihre Berechtigung und Vor- und Nachteile, mir ist nur eine Knauf lieber.

Ich stelle es mir unangenehmer vor, wenn ich bei Überkopfarbeiten das Gewicht der Maschine über den Bügel ausbalancieren muss, der Schwerpunkt liegt ja dann doch eher über und nicht in der Hand. Werde ich aber mal ausprobieren, es ist ja nicht so, das ich keine mit Bügel hätte... :wink:

Ausschalten geht bei mir ganz prima, der Schalter ist federbelastet, ich muss nur kurz auf den hinteren Bereich tippen, dann rastet der aus der Klinke und schnell zurück, dann ist aus. Der Schalter liegt auch direkt unterm Daumen, da hatte ich bislang keine Probs.

In heiklem Material mache ich Probeschnitte (eigentlich immer zu empfehlen), da ich das wirklich nicht einschätzen kann, welche Drehzahl bei welcher Zahnteilung in welchem Material das beste Ergebnis liefert. Hab ich aber die Einstellung, ist sie reproduzierbar eingestellt. Gibt es eigentlich Gasgebeschalter mit Vorwahl, wie z. B. an einer Bohrmaschine?

@sellinghausen

Die gibt es, leider nicht von allen Arten, soweit ich weiß.
 
H

hs

Guest
Hi,

Ralle schrieb:
Gibt es eigentlich Gasgebeschalter mit Vorwahl, wie z. B. an einer Bohrmaschine?

... haben das nicht alle ?
Meine kleine grüne Bosch besitzt sowas jedenfalls.

Gruß, hs
 
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Kalle-Ralle

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Also meine nicht (Aldi :roll: )
 
H

hs

Guest
Hi,

... bei der großen, hier erwähnten Bosch stellt man hinten an der Maschine die Hubzahl ein und kann dann mit dem Gasgebeschalter bis zu dieser Vorwahl 'Gas' geben - die Konstantelektronik sollte diese Vorwahl dann unter versch. Belastungen halten.

... so ein Gasgebeschalter ist z.B. auch beim Ansägen sehr praktisch - z.B. bei Metallen.

Gruß, hs
 
K

Kalle-Ralle

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Datt stimmt, mit Vorwahl ist das sehr praktisch, nur doof bei einer Knaufmaschine zu realisieren...

Sanftanlauf hat meine GST zwar auch, aber der läuft an bis zur eingestellten Drehzahl und dann durch, unterwegs kann ich das ohne weiteres nicht mehr beeinflussen.
 
Thema: Bügelstichsäge oder Knaufmodell - welche Vor- & Nachteil

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