Bohrständer -welcher ist empfehlenswert?

Diskutiere Bohrständer -welcher ist empfehlenswert? im Forum Elektrowerkzeuge im Bereich Werkzeuge & Maschinen - Hallo! mal eine Frage in die Runde: Ich suche einen neuen Bohrständer für die normalen 43mm Eurohals-Bohrmaschinen. Der bisherige von Proxxon...
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Dominik Liesenfeld

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Hallo!

mal eine Frage in die Runde: Ich suche einen neuen Bohrständer für die normalen 43mm Eurohals-Bohrmaschinen. Der bisherige von Proxxon versetzt leider seitlich zu sehr, wird nur über einen spielbehafteten Nutenstein in einer Nut auf der Säulenrückseite geführt. An sich ist das Dding sehr Massiv, aber leider deshalb höchstens noch zum Fräsen auf X/Y Ebene zu gebrauchen, wenn man ihn festklemmt (dann versetzt er nicht, da der ganze Schlitten festgeklemmt wird) zu gebrauchen.

Da für eine Tisch/Säulenbohrmaschine der Platz und derzeit das Geld fehlt, suche ich nach einem neuen Bohrständer, möglichst Massiv und sehr präzise (die demenstprechend gute Bohrmaschine ist in Form einer Metabo SBE 651 vorhanden).

Von der Konzeption gefällt mir die Proxxon BFB 2000 Bohr-und Fräsbank ganz gut, da wird der Schlitten gegen die Säulenklemme und nicht mehr gegen die Säule direkt geführt, deshalb kann der Ausleger auch aussermittig geschwenkt werden, was bei Verwendung eines Koordinatentisches sicher von Vorteil ist. Feinvorschub auf der Z-Achse ist ebenfalls möglich, daher mitFräsmotor auch als Koordinatenfräse brauchbar, die Bohrmaschinenaufnahme lässt sich auch schrägstellen-in wieweit das auf die Winkelgenauigkeit beim Bohren geht, ist fraglich.

Wie sieht es mit Wolfcraft aus? machen ja einen einigermaßen stabilen Eindruck, aber wirklich genau und robust-Fragezeichen.

Nun, was könntet ihr mir von welchem Hersteller empfehlen? Wer bietet Rechteck/Sechskantsäulen-Ständer an, die sollen dem Vernehmen ja bessere Führungsstabilität haben?

Viele Grüße und schonmal Danke für eure Hilfe!
 
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Dietrich

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Hallo Dominik,

bis vor 4 Jahren hatte ich noch einen Wolfkraft Bohrständer mit 6 Kant-Säule, die Verbindung Fuß-Säule war etwas schwach, die Säule gewährleistete eben keine präzise Führung, die Bohrtiefenverstellung rutschte mit, alles in allem konnte man Löcher damit bohren, aber eben nur provisorisch.
Irgendwann suchte ich einen Ersatz für den Bohrständer, in meinem 94er Metabo-Katalog fand ich genau das Richtige, einen 22 kg schweren Bohrständer aus 40mm Vollwelle und Grauguss. Das Problem, er wurde 1996 aus der Fertigung genommen, es gab also eigentlich keinen mehr:(
Jedoch hatte ich Dusel, und fand bei einem Händler einen solchen Bohrständer, vollkommen verstaubt stand er in der Ecke, für 450DM habe ich ihn mitgenommen.
Nur zum Vergleich, die anderen beiden Bohrständer aus dem von mir genannten Hause, wiegen 4,6 und 6,8 kg!

So verrichtet jetzt eine Fein Bohrmaschine aus den frühen 60igern, ihren Dienst in "angemessenem Ambiente"

Bilder von der Kombination auf: http://www.holz-seite.de.vu/ Maschinen, dann auf die Bohrmaschine klicken.

Gruß Dietrich
 
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Dominik Liesenfeld

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Hallo Dietrich!

dake für deine Ausführungen, Zusatzgewicht bringt natürlich Vibrationsdämpfung mit sich, Stabilität je nach Konstruktion dito. Nur gibt den Ständer ja nicht mehr, 230 Euros sind mir auch ein 100er zuviel dafür. Das geht weder von dne derzeitigen Einkünften(ausser Taschengeld =0) oder vom zukünftigen Lehrlingsgehalt.

Ich könnte höchstens mal sehen, ob ich so einen Metabo gebraucht bekomme, muss ja nicht immer neu sein, solange er noch Spielfrei ist.

Die Fein-Bohrmaschine hb ich ja schon auf den Fotos gesehen, Metabo hatte füher ja auch solche Klötzer, aber das ist leider Vergangenheit..hab letztens bei eBay leider so eine Auktion verpasst.

Kennt jemand dann noch bezahlbare alternativen zu dem Metabo-Schwergewichtsständer?
 
D

Dietrich

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Hallo Dominik,

der Bohrständer hatte die Typnummer 793 !

Maschinen mit Spatengriff, Zusatzgriff und viel Drehmomment gibt es immer noch, billiger sind die aber nicht geworden!

Gruß Dietrich
 
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hs

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Hi,

Dominik Liesenfeld schrieb:
Hallo Dietrich!

dake für deine Ausführungen, Zusatzgewicht bringt natürlich Vibrationsdämpfung mit sich, Stabilität je nach Konstruktion dito. Nur gibt den Ständer ja nicht mehr, 230 Euros sind mir auch ein 100er zuviel dafür. Das geht weder von dne derzeitigen Einkünften(ausser Taschengeld =0) oder vom zukünftigen Lehrlingsgehalt.

hmm, - die 'Proxxon BFB 2000 Bohr-und Fräsbank' kostet wohl
ohne Kreuztisch auch schon ~ € 140,-
Vielleicht wäre sowas ja nicht übel :
eBay-Link
Hier gebraucht :
eBay-Link

Was willst Du denn überhaupt vorrangig machen ? - für etwas
größere Arbeiten, gerade in Metall sind die Dinger alle nicht
so gut geeignet .... und da es für einen Hunderter bereits komplette
Tischbohrmaschinen gibt (die Aufgrund der MK-Werkzeugaufnahme
allerdings nicht zum Fräsen geeignet sind ... also 'Mini'sachen
in Holz oder Kunststoff geht thoretisch schon, aber man
sollte es besser lassen)

Gruß, hs
 
Alfred

Alfred

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Hallo,
ich habe auch noch 2 so Gusseiserne Bohrständer, einer dürfte von Metabo sein wo man die Maschine noch am Gehäuse gespannt hat (ca. 90mm Hals) und einen kleineren mit T-Nuten Gussfuss und 40 mm Rundsäule mit vorgelagerter 30 mm genuteter Hubsäule und Spannhals 47 mm. Bei diesem überlege ich immer ob man die vermutlich eingeschrumpfte 40er Säule aus dem Fuss rausbekommt und durch eine längere ersetzen kann.
Mein Tipp wäre gleich nach einer Ständerbohrmaschine ausschau halten, den Wolfkraft hatte ich auch mal, bescheiden...

Hallo Dietrich,
dein Metabo Bohrständer hat aber bestimmt nicht 43 mm Spannhals, der war für die früheren großen Metabo Maschinen, diesen hatten wir auch mal in der Firma bestellt und dann einen Adapter drehen lassen auf 43 mm.
Gruß
Alfred
 
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Dietrich

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Hallo Alfred,

im Katalog steht unter Aufnahmeöffnung: 57/55/43mm, ich kann mich aber nicht mehr an die Distanzringe erinnern. Ich glaube für die Fein habe ich keine Ringe gebraucht.

Übrigens die Wabeco Teile aus dem Link von Hs machen auch einen guten Eindruck.

Gruß Dietrich
 
D

Dominik Liesenfeld

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Hallo Zusammen!

Der Wabeco-Ständer sieht echt gut aus, zumal Wabeco ja nicht den schlechtesten Ruf genießt. wusste nicht, dass die neben Stationärfräsen auch Bohrständer bauen. Ich schau mal, wie die Gebrauchtauktion läuft, ansonsten schau ich mich mal wegen dem Neuteil um.

EDIT: Ich sehe gerade, dass bei dem gebrauchten der rundtisch fehlt... /EDIT

Ich brauche den Ständer hauptsächlich für absolut winklige Bohrungen in Holz(z.B. zum Dübeln), ab und zu auch mal Metall, dort aber nur mit kleinen Durchmessern bis 10//14mm.

Es mag für nen Hunderter zwar schon Tischbohrmaschinen geben, aber ich glaube kaum, dass die meinen Qualitätsansprüchen genügen. Da ich die Bohrmaschine eh nicht mehr für Beton/Stein brauche, kann ich so Ressourcen und Platz sparen. Im Zeifel dürfte eine gebrauchte Fein/Metabo mit niedriger Drehzahl und hohem Drehmoment auch noch haltbarer sein als so manche Fernost-Ständerbohrmaschine. Platz Spart es auch, da ich keine eigene Werkstatt habe:(

Was der Proxxon dem Wabeco-ständer allerdings voraus hat, ist die möglichkeit der Schrägstellung, da bei dem Proxxon neben dem Ausleger auch die Fürhung und somit der Vorschub gekippt wird-man kann damit schräg bohren,ohne die Werkzeugauflage zu kippen(so scheints wohl beim Wabeco-Rundttisch zu sein)

Also, Dankeschön an alle!
 
H

hs

Guest
Hi,

Alfred schrieb:
Bei diesem überlege ich immer ob man die vermutlich eingeschrumpfte 40er Säule aus dem Fuss rausbekommt und durch eine längere ersetzen kann.

das rausbekommen ist sicher einfach, da das Rundmaterial
vermutlich nicht gehärtet ist. Einfach knapp absägen, größeres
Loch in das im Tisch verbliebene Reststück bohren und an-
schließend mit Handbügelsäge einschlitzen - falls ein Schlitz
nicht reicht, zweimal einsägen. Dann kann man den Rest heraus-
schlagen.
Schwieriger wird das neue Einsetzen sein, sofern man nicht die
Möglichkeit hat das neue Rundmaterial stark herunterzukühlen.
Aber vielleicht reicht es aus, die neue Säule in die Gefriertruhe
zu packen (voll aufdrehen), den Fuß in den Backofen (auch
volle Pulle) und dann mit einem Hammer 'einpressen'. Die
ganze Aktion muß aber fix gehen - und besser sollte kein weiblicher
Mitbewohner im Haus sein (.... Backofen und so ... :wink: ), dafür aber
ein Kumpel, der hilft.

Gruß, hs
P.S. alternativ kannst Du natürlich auch versuchen die Säule
mit einer Presse herauszudrücken - die sollte dann natürlich
schon etwas 'Power' haben (ich habe mir mal eine 25to-Presse
selber gebaut - bei 'richtigen' Passungen kann nur selbst das
zu wenig Kraft sein).
Sofern der Fuß aber aus Guß ist, kann es bei zu hoher Kraft
passieren, daß dieser bricht ... - ich würde daher sägen ...
 
H

hs

Guest
Dominik Liesenfeld schrieb:
Ich brauche den Ständer hauptsächlich für absolut winklige Bohrungen in Holz(z.B. zum Dübeln), ab und zu auch mal Metall, dort aber nur mit kleinen Durchmessern bis 10//14mm.

Es mag für nen Hunderter zwar schon Tischbohrmaschinen geben, aber ich glaube kaum, dass die meinen Qualitätsansprüchen genügen. Da ich die Bohrmaschine eh nicht mehr für Beton/Stein brauche, kann ich so Ressourcen und Platz sparen. Im Zeifel dürfte eine gebrauchte Fein/Metabo mit niedriger Drehzahl und hohem Drehmoment auch noch haltbarer sein als so manche Fernost-Ständerbohrmaschine. Platz Spart es auch, da ich keine eigene Werkstatt habe:(

Hi,

der Platz ist das einzige Argument - glaub mir, eine Fernost-
Bohrmaschine ist wesentlich solider als so ein Bohrständer.
Das Gewicht ist höher und die Bauteile massiver.

eBay-Link

Der einzige Kritikpunkt ist, daß die Dinger bei den Gußteilen
oft unzulänglich entgratet sind - aber in 10min hat man das
schnell selbst erledigt.

Handbohrmaschinen sind auch konstruktionsbedingt nur für
kurzzeitigen Betrieb gedacht - nicht um permanent zu laufen.

Ich habe meine 91er Interkrenn (auch so ein Fernostprodukt)
gerade zerlegt um u.a. die Lager auszutauschen (nicht das es
notwendig gewesen wäre, aber ich will an der Maschine etwas
'umbasteln' - und da bietet sich der Tausch an).
Bei Bedarf kann ich mal Fotos von den Einzelteilen machen ...

Gruß, hs
 
D

Dietrich

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Hallo Hs,

irgendwie kann ich nicht glauben das, das Bild bei dem Ebay Angebot zu der Beschreibung gehört!

Das Ding sieht aus wie eine Standbohrmaschine, hat aber eine Miniausladung von 12,5 cm, es steht auch kein Gewicht dabei.

Irgendwas ist da faul?!

Gruß Dietrich
 
D

Dominik Liesenfeld

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Hallo hs!

sieht zwar alles schön und gut aus-aber wenn ich an einer Fabrikneuen Maschine schon sehe, das die Teile nicht/lieblos entgratet sind, wird mir übel. Ich hatte mal so ein Brüder-Mannesmann-China-Teil vor mir...ismirschlecht! Irgendwie wird es mir immer wichtiger, dass Made in Germany oder wenigstens Made in EU drauf steht, ohne die Diskussion jetzt wieder anzuheizen. Hitachi und Makita bilden da die bisher einzige Ausnahme.

Wo wir bei den TBM's sind-wie ist denn Quantum zu beurteilen? Auf dem Papier/Bildschrim hört sich das ja alles ganz süß an, aber, was steckt dahinter? Bei irgendeinem Vergleich gegen eie alzmetall hat die sogar noch einigermassen abgeschnitten, meine ich. Nur wird eine Maschine, die in die Leistungsklasse kommt, die ich dann Anschaffen würde (Wozu eine TBM kaufen wenn die dann wieder keine 16-20mm in Stahl schafft) würde auch wieder über 250 Euro liegen.


Dauerbetrieb brauche ich auch gar nicht, ich stehe nicht 8 Stunden/Tag an dem Apparat, 10 Minuten Dauerlauf machen einer Metabo-Bohrmaschine wirklich nichts aus.

Die Masse als Vibrationsdämpfer ist ein Argument-Aber 12 mm in Stahlrohr haben mir bisher auf dem Bohrständer keinen Kummer bereitet.

Ich werde wohl wirklich eher mal bei einem Qualitativ hochwertigen Bohrständer bleiben, den kann ich auch mal für gelegentliches Fräsen umnutzen, wenn ich einen günstigen & guten Fräsmotor finde.

Edit: Hallo Dietrich!

entweder ist das Foto so bearbeitet, dass der Apparat größer wirkt, oder da stimmt wirklich was nicht. Aber so ein Kram kommt mir eh nicht ins Haus. Mit der Werkzeugqualität halte ich es wohl genauso wie du, gutes hat seinen Preis, macht aber Freude am und beim Arbeiten. Das billigere tutsvielelicht fast genauso gut-aber Das Arbeiten macht oft weniger bis gar keine Freude, weil man sich an irgendwelchen unsinnigen Detailfehlern stört, die es eben ausmachen.
 
H

hs

Guest
Hi,

die 125mm sind Abstand Säule bis Bohrspindel - halt die
'Ausladung'.
Die Maschine wird etwas über 30kg wiegen und vermutlich eine
60mm-Säule besitzen (die Dinger nehmen sich alle nichts -
Werte einer Quantum B 16 F)

@Dominik
Nur wird eine Maschine, die in die Leistungsklasse kommt, die ich dann Anschaffen würde (Wozu eine TBM kaufen wenn die dann wieder keine 16-20mm in Stahl schafft) würde auch wieder über 250 Euro liegen.

wenn Du eine Maschine haben möchtest, die 16-20mm wirklich
'gut' schafft - und von einem Markenhersteller stammt, dann legst
Du eine fast vierstellige Summe auf den Tisch - darüber muß
man sich klar sein.
Aber als 'Gelegentlich'-Bohrer braucht man sowas eigentlich
auch nicht.
Ich habe mit meiner Maschine (größer und schwerer als die von
mir verlinkte - seinerzeit DM 420,- gekostet) schon 20er Löcher
in U-Stahl gebohrt :
20mm ist absolute Grenze, 16mm geht brauchbar, darunter
alles absolut problemlos (Maßstab gelernter Schlosser).

Dauerbetrieb brauche ich auch gar nicht, ich stehe nicht 8 Stunden/Tag an dem Apparat, 10 Minuten Dauerlauf machen einer Metabo-Bohrmaschine wirklich nichts aus.

na ja, - die Unterschiede zwischen 'Spielzeug'-Bohrständern
von Wolfcraft, Proxxon & Co kannst Du nicht mit den schweren
Fernostmaschinen vergleichen (die ~ € 250,- kosten).
Die Motoren sind z.B. Dauerläufer ohne Kohlen. Die Bohrspindel
ist im Abstand von ~ 180mm doppelt kugelgelagert, d.h. nicht
nur über die winzige Hals-Spannung wie im Maschinenständer.
Die Säulen sind deutlich stärker ausgelegt (80er), genau wie die
Bohrtischlagerung/aufnahme. Dadurch weniger Schwingungen
und Verformung.
Ich würde mal behaupten, so eine Maschine kauft man nur
einmal im Leben - zumindest als 'Gelegentlich'-Bohrer.

Wenn du nur € 150,- zur Verfügung hast - und die Fein ver-
wenden möchtest, würde ich als Übergangslösung wirklich mein
Glück bei eBay versuchen und was ordentliches, gebrauchtes
kaufen - für *deutlich* weniger Geld.
Bohrständer sind nun mal eine halbherzige Lösung - wegen der
Antriebsmaschine und der Bauart.

Gruß, hs
P.S.
hier ist das Wabeco-Teil übrigens nochmal mit rundem Tisch :
eBay-Link
 
D

Dietrich

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Hallo Hs,

Du schreibst, von 60mm Säule, 125mm Ausladung und 30 kg!?

Mein edler Bohrständer hat eine 40mm Welle, 180mm Ausladung und ohne Maschine, Futter usw. 22kg.

Es kann also keine Säule sein bei der 30 kg Maschine, sondern nur Rohr, außerdem wird einiges vom vermeindlichem Grauguss Aluminium Spritzguss sein. Deshalb auch der relativ kleine max. Bohrlochdurchmesser!?

Eine mehrstufige Übersetzungmöglichkeit, die ich an meiner Fein nicht habe, sollte doch bei niedrigen Drehzahlen das Drehmomment auf brachiale Werte erhöhen, um auch richtige Bohrwatzmänner anzutreiben.

Für mich verspricht die Maschinenoptik mehr als diese zu leisten vermag, deshalb Finger weg von den Fernostteilen.

Wer soetwas braucht, wirklich braucht geht zu Flott, Alzmetall.
Eine Kategorie darunter gibt es auch Maschinen von Flott, sowie baugleiche Metabos, die kann man auf die Werkbank stellen, kosten aber immer noch 4 stellig.

Wenn Dominik schon eine Drehmommentstarke 2 Gang Maschine hat, kann er die doch nutzen, in einem gescheiten Bohrständer.

Irgendwann in seinem beginnenden Handwerkerleben, läuft ihm bestimmt noch eine preiswerte, weil gebrauchte Spatengriffmaschine von Fein oder Metabo über den Weg. Die spannt er dann in seinen Bohrständer, dann hat er bis 30mm ausgesorgt, Holz bis 50mm:)

Gruß Dietrich
 
H

hs

Guest
Hi Dietrich,

Dietrich schrieb:
Hallo Hs,

Du schreibst, von 60mm Säule, 125mm Ausladung und 30 kg!?

Mein edler Bohrständer hat eine 40mm Welle, 180mm Ausladung und ohne Maschine, Futter usw. 22kg.

Es kann also keine Säule sein bei der 30 kg Maschine, sondern nur Rohr, außerdem wird einiges vom vermeindlichem Grauguss Aluminium Spritzguss sein. Deshalb auch der relativ kleine max. Bohrlochdurchmesser!?

genau das ist ja das Problem ...
Nur eine schnelle Rechnung :
axiales Widerstandsmoment
40er Vollwelle : 6,28cm³
60er Rohr mit 5mm Wandstärke : fast 11cm³
aber Gewicht bei 60cm Länge :
40er Vollwelle : knapp 6kg
60er Rohr mit 5mm Wandstärke : 4kg
d.h. höhere Biegefestigkeit (fast doppelt so hoch) bei geringerem
Gewicht (2/3 der Welle) ... wenn ich mich nicht verrechnet habe :wink:
Um aber ungünstige Schwingungen aufzunehmen, bringt das
höhere Gewicht in Form der Säule fast nichts. Effektiver ist es
sie am Entstehungsort versuchen zu absorbieren, d.h. ein
schwerer Maschinenkopf. Hier aber ist der Bohrständer +
Bohrmaschine wieder leicht. Daher ist die Bohrständerlösung
eigentlich doppelt schlecht : 'weichere' Säule bei zugleich
leichtem Maschinenkopf.
Wenn Dein Bohrständer dann sogar noch eine größere Aus-
ladung besitzt, wirkt sich das ja nochmal zusätzlich negativ
aus.

Eine mehrstufige Übersetzungmöglichkeit, die ich an meiner Fein nicht habe, sollte doch bei niedrigen Drehzahlen das Drehmomment auf brachiale Werte erhöhen, um auch richtige Bohrwatzmänner anzutreiben.

die alten, dicken Fein sind tatsächlich sehr kräftig. Aber das
sind die günstigen Standbohrmaschinen auch ! Bieten dafür
aber eine variable dem Werkstück oder/und Bohrer angemessene
Drehzahl. Mit kleinen Bohrern kann man nämlich nicht langsam
Bohren (o.k. - es geht schon ... aber unsinnig)

Für mich verspricht die Maschinenoptik mehr als diese zu leisten vermag, deshalb Finger weg von den Fernostteilen.

s.o. - auch der techn. Vorteil ist auf der Seite der Maschinen.

Wer soetwas braucht, wirklich braucht geht zu Flott, Alzmetall.
Eine Kategorie darunter gibt es auch Maschinen von Flott, sowie baugleiche Metabos, die kann man auf die Werkbank stellen, kosten aber immer noch 4 stellig.

die Billigmaschinen sind besser als ihr Ruf. Sicher gibt es
aufgrund des günstigen Preises ein paar Unzulänglichkeiten.
Aber ich habe mich beim Zerlegen auch gewundert, daß bei
den billigen Maschinen sogar die Innenseiten der Spindelführung
lackiert sind :
Bohr_innen.jpg


Wenn Dominik schon eine Drehmommentstarke 2 Gang Maschine hat, kann er die doch nutzen, in einem gescheiten Bohrständer.

ja natürlich !
Nur wenn er weiterhin in dieser Richtung basteln möchte, dann
wird das Teil doch irgendwann in der Ecke landen.
Ich habe mir vor Jahren auch zuerst so eine Mini-Standbohr-
maschine gekauft - taugte nichts.
Mit der Interkrenn bin ich jetzt schon seit 'zig Jahren zufrieden -
auch der eine oder andere Kumpel hat damit zwischenzeitlich
erfolgreich (und glücklich :wink: ) gebohrt.

Irgendwann in seinem beginnenden Handwerkerleben, läuft ihm bestimmt noch eine preiswerte, weil gebrauchte Spatengriffmaschine von Fein oder Metabo über den Weg. Die spannt er dann in seinen Bohrständer, dann hat er bis 30mm ausgesorgt, Holz bis 50mm:)

.... und besitzt dann noch immer eine halbherzige Lösung :wink:

Das was ich seit '91 an meiner Maschine machen mußte :
- einige Kanten am Tisch entgraten (nicht wirklich dramatisch,
aber man ist ja pingelig :wink: )
- eine Nut etwas nacharbeiten (der Nutenstein ging etwas stramm)
- eine Keilriemscheibe löste sich geringfügig. Zwar keine beein-
flussung beim Bohren, aber die Maschine lärmte dadurch. Keil-
riemenscheibe demontiert, Gewinde aufgebohrt, größeres ge-
schnitten und größere, neue Madenschraube verwendet.
... mehr eigentlich nicht.
Was außerdem etwas 'negativ' auffällt : die serienmäßigen Keil-
riemen sind nicht die quaitativ hochwertigsten :wink: Zwar arbeite
ich mit denen auch seit über zehn Jahren, aber zwei 'vernünftige'
werden demnächst besorgt - also auch nichts wirklich dramatisches.

Gruß, hs
 
D

Dietrich

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Hallo Hs,

vielen Dank für Deine Ausführungen!

Ist es wirklich so das ein 10mm Schaft eines Topfbohrers ein derartige Kraft schadlos überträgt, um damit eine oberflächengehärtete 40mm Vollwelle zu verbiegen?

Materialgerechtes Bohren hin oder her, ich habe auch schon 4mm Löcher in Holz mit 400 U/min gemacht, gehen tuts.

Es gehen aber auch noch 35mm in Buche, oder 80mm mit dem Kreisschneider, in Eisen hab ich noch keine großen Bohrungen machen müssen, kann deshalb wenig darüber sagen.

Gruß Dietrich
 
H

hs

Guest
Hi,

Dietrich schrieb:
Ist es wirklich so das ein 10mm Schaft eines Topfbohrers ein derartige Kraft schadlos überträgt, um damit eine oberflächengehärtete 40mm Vollwelle zu verbiegen?

sicher nicht - nur wenn man alles zusammenzählt, schneidet
so ein Bohrständer eben schlechter ab.
Wäre es vorteilhafter oder genausogut eine kleine Vollwelle
zu verwenden, so würde es ja gemacht werden. Es hat sich
aber ein anderer, geeigneterer Baustil durchgesetzt.
Konstruktionstechnisch bleibt so ein Bohrständer eben eine
halbherzige Lösung - die aber für bestimmte Einsatzzwecke
sicher seine Berechtigung hat (z.B. wenn man nur wenig Platz
hat oder nur wenig Geld ausgeben möchte - wobei das mit dem
'wenigen' Geld auch nur dann gilt, wenn eine Bohrmaschine vor-
handen ist. Zudem ist z.B. die Lebendauer der bei den Stand-
bohrmaschinen verwendeten Motoren eigentlich nur durch die
verwendeten Wälzlager begrenzt (die man sogar leicht und
günstig tauschen kann) - bei Handbohrmaschinen sieht das ganz
anders aus).

Materialgerechtes Bohren hin oder her, ich habe auch schon 4mm Löcher in Holz mit 400 U/min gemacht, gehen tuts.

.... wofür dann auch die Begriffe 'stanzen', löchen', ... in Frage kämen :wink: :wink:
(ich verwende auch nicht immer optimale Drehzahlen - aber
schön wenn man es machen kann, wenn man es muß)

Es gehen aber auch noch 35mm in Buche, oder 80mm mit dem Kreisschneider, in Eisen hab ich noch keine großen Bohrungen machen müssen, kann deshalb wenig darüber sagen.

na ja, den Unterschied zwischen Holz und Stahl sieht man ja
bereits bei den Angaben bei Handbohrmaschinen oder Akku-
maschinen : Stahl 13mm .... Holz 40mm

----
Ich habe ja auch schon das eine oder andere Gerät gekauft, bei
dem ich im Nachhinein gedacht habe : na ja - wirklich rentiert
hat sich das Teil eigentlich nicht.
Aber die Standbohrmaschine gehört 100%ig nicht dazu (o.k.
eine Fräse wäre mir auch lieber gewesen - aber selbst die kleinen
gehen schon gleich richtig ins Geld)


Gruß, hs
 
D

Dominik Liesenfeld

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Hallo!

Nochmal velen Dank für die sehr sachlichen und genauen Info's, schön wenn man neben dem Holzwurm auch noch nen Metaller im Forum hat 8) .

Ich denke beide Seiten sind sehr gut beleuchtet, für mich zählt halt auch eher die Holzbearbeitung. Stahl usw ist derzeit nicht so präsent, da ich keine Möglichkeit zu schweissen habe, Gewindebohrer und Schneideisen stehen auch noch auf der To-Buy Liste. Deshalb möchte ich mich erstmal im übrigen Bereich(Holz usw)rüsten, da bin ich prinzipiell mit dem Bohrständer bisher sehr gut klargekommen, nur der muckt halt zusehends.

Wenn die Metallbearbeitung ein Thema wird (zu der Lehre gehört soweit ich weiss auch ein Schweißerlehrgang), und mir auch die entsprechend belastbare Stromquelle (jetzt ist nix mit Drehstrom, nix 16-A Absicherung) zur Verfügung steht,dann kommt das dran und auch eine Säulen/Tisch-Bohrmaschine. Bis dahin wird der schwere Wabeco-Ständer oder so ein Metabo-Trumm mir sicher gute Dienste leisten.
Meine Bohrmaschine hat zwar nur 650Watt(P1), aber dafür gut Dampf, Für Irgendwelche brachialen Kraftakte handgeführt habe ich noch den Multihammer von Metabo mit 1010 W P1/600 W P2 mit SSBF, selbst bei 6*200er Spax merkt man dem keine Belastung an, zieht fast mit Leerlaufdrehzahl.

Also, nochmal Danke an alle, die mir hier weitergeholfen haben!
 
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dolmar-sammler

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Ich habe mir, nachdem ich mich mit dem Bohrmaschinenständer und meinen Mohrmaschinen beholfen habe, eine Standbohrmaschine von praktiker geholt (mal wieder billig) und bin damit zufrieden. kein seitlicher Versatz mehr, sauber geführt und schön leiser Motor. was will ich also mehr, sogar 1mm Hartmetallbohrer sind kein Problem mehr. Wenn sie wirklich mal kaputt geht, gibt es eine neue dieser Art
 
Thema: Bohrständer -welcher ist empfehlenswert?

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