Bohrhammer einfetten

Diskutiere Bohrhammer einfetten im Forum Elektrowerkzeuge im Bereich Werkzeuge & Maschinen - Hallo, in der Bedienungsanleitung meiner Makita 2020 steht, daß bei jedem Bohrerwechsel etwas Fett auf den Schaft des Bohrers zu geben ist. 1...
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JürgenS

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Hallo,

in der Bedienungsanleitung meiner Makita 2020 steht, daß bei jedem Bohrerwechsel etwas Fett auf den Schaft des Bohrers zu geben ist.

1. Wirklich bei jedem Bohrerwechsel?
2. Was für ein Fett nehmt Ihr dafür?

Viele Grüße, Jürgen
 
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Dominik Liesenfeld

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Hallo!

sicherlich musst du nicht bei jedem Bohrerwechsel einfetten, achte aber immer drauf dass am Bohrerschaft ein Schmierfilm vorhanden ist(wenn der mit dreck zugesetzt ist kann man auch mal mit Waschbenzin entfetten und neu schmieren). ich nehme das Hilti-Meissel-Fett oder wenn bei der Maschine dabei das herstellereigene.. bei der Makita liegt normal auch ein Tübchen Fett bei. IUst alles eine gefühlssache, nur trocken sollte man nicht arbeiten, da dadurch die Bohreraufnahme schneller ausleiert. oder beim Staubbelastetend bohren in die decke ohne Staubschutzkappe der Bohrer mal festgeht.
 
Alfred

Alfred

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Hallo,
namhafte Hersteller haben hier eine automatische Schmierung mit eingebauten Ölbehälter und Schauglas.
 
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Dominik Liesenfeld

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Hö?

spielst du auf die Billig-Hämmer an die den großen Fettdeckel haben und meist wunderbar undicht sind?
 
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Die Axt im Haus ...

Guest
Hallo,

also ich nehme immer Kettensprühfett (für Motorräder). Kostet so ne Dose 5 ? --- die hebt lang. Das sprühe ich so ab und zu ins Bohrfutter rein. Meine Bohrer oder Meisel putze ich nach Gebrauch immer mit einem Lappen sorgfältig ab --- danach wische ich mir mit dem selben Lappen den Schweiß von der Stirn.
Viel wichtiger ist es alle Mascinen regelmässig, also so oft wie es Zeitlich geht, mit Druckluft auszublassen. Bei schlimmen Job's für die Maschinen, mache ich das sogar mal zwischendurch.

Grüße aus der Kurpfalz,

Helle

:lol:
 
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Dominik Liesenfeld

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Hallo!


*applaudiert* Vorbildlich! ab und zu mal ausblasen wirkt Wunder:)

Weiter so!
 
H. Gürth

H. Gürth

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Dominik Liesenfeld schrieb:
Hö?

spielst du auf die Billig-Hämmer an die den großen Fettdeckel haben und meist wunderbar undicht sind?

Hallo, nein die meint Er nicht.
Er spielt auf die älteren Modelle von DUSS an.
DUSS hatte bei all seinen älteren Modellen seit der Einführung des Bohrhammers P50 in 1964 eine Frischölschmierung. Die nachfolgenden Modelle P36 / PO32 ; P28/P28S ; PK 40 waren ebenfalls mit dieser Schmierung ausgestattet.
Bei all diesen Maschinen war das Schlagwerk zum Einstecksechskant der Werkzeuge offen . Der Schlagkörper hat also direkt auf den Werkzeugsechskant geschlagen. Das vom Erregerkolben, aus dem Öltank angesaugte Öl, hat das gesamte Schlagwerk geschmiert und ist dann am Werkzeugantrieb ausgetreten.
Die neueren und aktuellen DUSS haben alle ein versiegeltes Schlagwerk mit Dauerschmierung.

Beim Fetten von Bohrerschäften ist weniger oft mehr. :!:

Das Schmierfett in Verbindung mit feinem Bohrstaub erzeugt eine hervorragende Schleifpaste die teilweise mehr schadet als nutzt.

MfG

H. Gürth
 
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JürgenS

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Hallo,

danke für die Tipps.

Ölbehälter mit Schauglas hat mir gut gefallen.... :wink:

Mit den Lappen habe ich noch meine Probleme.
Also, erst Lappen einfetten, dann durchs Gesicht und dann Bohrer mit dem Lappen einfetten...
oder erst Fett ins Gesicht und dann Bohrmaschine ausblasen? :shock:

Aber nochmal im Ernst. Ich habe kein Originalfett und frage mich hauptsächlich welches Fett geeignet ist. Ich habe z.B. noch handeslübliches Lager/Kugellagerfett. Ist an das Fett besondere Ansprüche zu stellen (säurefrei, synthetisch oder ähnliches)?

Viele Grüße, Jürgen
 
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Dominik Liesenfeld

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Hallo!


Danke@H. Gürth für die Aufklärung! Wieder was dazugelernt, war mir vor noch nicht bekannt!

Mit der Schleifpaste das stimmt, nur leichtgängig muss der Meissel schon sein, sonst hat man zuviele verluste in der Schlagleistung, merkt man vor allem bei neuen Maschinen, wo die Aufnahme noch 'saugend' eng ist.
(Habe die letzten 2 -3 Monate ne Makita HR 4000c 'eingearbeitet', man merkt schon den Unterschied zwischen neu und eingespielt).

Das Fett sollte vor allem nicht zu schnell flüssig werden bei Erwärmung, weils einem sonst immer den meißel verschmiert. das Hilti-Fett ist schon prima, das von Makita aber auch brauchbar. Habe meinen kleinen, weil grad nix besseres zur Hand, auch schonmal mit Getriebefett von der Modellbahn geschmiert, hats auch gut getan 8)
 
H. Gürth

H. Gürth

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Hallo,
HILTI und auch AEG / AC haben zeitweilig den Maschinen eine kleine Dose "Bohrerspray" beigelegt. Gibt es bei manchen Herstellern im Zubehörgeschäft noch immer.
Alternativ genügt CARAMBA oder WD 40 oder vergleichbares Sprühöl.
DUSS legt eine Tube Fett bei, in der Art wie es SchuhcremeTuben gibt. Mit kleinem Auftrageschwamm im Kopf. Da bleibt die Fassade denn doch sauber :lol:

MfG

H. Gürth
 
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Dominik Liesenfeld

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Moin! das Hilti-Ölspray ist wohl eher als Pflegemittel gedacht(gleichwertig zu WD-40, nur dickflüssiger), damit schmiere ich die Futtermechanik usw an den Maschinen in der Firma, an die Meißell kommt aber Fett.. Mit WD-40 bekommt man die Gehäuse auch schön sauber. besonders gummierte teile/Schwarzen Kunststoff.
 
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JürgenS

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Hallo,

ich sprach gestern mit einem Techniker von Maktita. Der freute sich riesig, daß mal jemand nach "Pflegetipps" für einen Makita Bohrhammer fragte :wink:
Normalerweise is wohl auf'm Bau nichts mit Pflege. Er kriegt solche Bohrhämmer oft nach dreimonatigem Dauereinsatz als quasi Schrott auf den Tisch.
Bei denen sei dann auch nichts mehr zu retten, die hätten dann noch keinen Tropfen Fett gesehen.
Auf die Idee ihr Werkzeug zu pflegen kommen nur Heimwerker oder Leute die Ihr Werkzeug selber bezahlen :roll: :wink:

Also, der empfahl ganz gewöhnliches helles Mehrzweckfett. Dieses hellbraune Fett sei auch in den beiliegenden Tuben von Makita.
Neben dem regelmäßigen Einfetten empfahl er auch das regelmäßige "Durchpusten" mit Druckluft.

Der nette Verkäufer im Fachhandel kannte zwar auch ein Spezialfett (30ml) für Bohrhämmer (Preis4,80 Euro), meinte aber ebenso, daß das Quatsch sei, nomales Mehrzweckfett reiche völlig.
Habe also heute für 3 Euro eine ganze Kartusche gekauft - die reicht bei mir, wenn ich damit nur die Bohrer einfette, für geschätzte 25 Jahre :P
Allerdings kann man das natürlich auch gut für andere Zwecke gebrauchen.

Viele Grüße, Jürgen
 
Alfred

Alfred

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Hallo,
ja richtig, der Duss mit dem Schauglas! Das original Duss Öl trug die Aufschrift " DUSS Hammer Öl".
Ich frage mich was die Schmierung für einen Sinn hat, wenn man mit Hammer und Meißel arbeitet schmiert man doch auch nicht den Hammer mit Fett ein?
 
H. Gürth

H. Gürth

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Alfred schrieb:
Hallo,
ja richtig, der Duss mit dem Schauglas! Das original Duss Öl trug die Aufschrift " DUSS Hammer Öl".
Ich frage mich was die Schmierung für einen Sinn hat, wenn man mit Hammer und Meißel arbeitet schmiert man doch auch nicht den Hammer mit Fett ein?

Hallo Alfred, o.a. Beitrag :
Scherz. Satire, Irionie oder tiefere Bedeutung ?

MfG

H. Gürth
 
Alfred

Alfred

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Hallo,
also ich finde die Fettung zwischen Meißel und Kraftübertragung nicht sinnvoll, die SDS Bohrer laufen ja auch trocken in den Aufnahmen. Innen im Antrieb ist die Schmierung schon notwendig.
 
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flat

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Wie bitte? Wenn ein Bohrer oder Meißel in einer SDS- oder Sechkant- oder Keilwellenaufnahme beim Hammerbohren oder Meißeln ständig vor und zurück geschlagen wird, dann sollte er in jedem Fall auch gefettet werden. Da reicht es keinesfalls, wenn nur der pneumatische Hammer selbst gefettet wird. Die Werkzeugaufnahme führt doch das Werkzeug auch in Längsrichtung und muß dafür doch auch geschmiert sein. :?: :idea:

Sonst kannst Du schon nach 2 Wochen Arbeit den Bohrer/Meißel in die Aufnahme reinwerfern, statt ihn reinzustecken. :wink:
 
Alfred

Alfred

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Hallo,
Bohrer werden doch nicht hin- und hergeworfen, die sind doch beim Bohren auf Druck belastet. Bei Metabo gibt es sogar einen Ausbläser, geht ja scheinbar nur wenns trocken ist und nicht schmierig.
 
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Dirk

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Hallo Alfred,

kann es sein, daß Du das Prinzip nicht so richtig verstanden hast? SDS wird nur für Bohr-Hämmer verwendet, dort wird eben kein permanenter Axialdruck ausgeübt. Der Anwender soll die Maschine andrücken, bis er festen Gegendruck spürt, und dann wieder ganz leicht "Luft lassen". Der Vortrieb wird dann durch den Döpper bewerkstelligt, nicht durch Armdruck.
Im Idealfall wird also ein SDS-Bohrer ausschließlich dann auf Druck belastet, wenn der Döpper (=Schlagkolben) auf den Bohrer schlägt.

Gruß

Dirk
 
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Neptun

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Naja ich bin auch Bauarbeiter (Maurer). Also die Geräte was wir auf der Baustelle haben sind mit Sicherheit nicht nach 3 Monaten hinüber. Wenn das so der Fall wäre könnte mit Sicherheit die Firma zusperren. Man rechne alle 3 Monate bei über 100 Baustellen neues Inventar, das ist auf Dauer ein Aus für jeden Arbeitgeber. Noch dazu bei den Werkzeugpreisen, selbst wenn ein Betrieb zum Teil bis zu 50% Rabatt bekommt.
Außerdem könnten da Firmen wie Hilti zusperren, wenn man bedenkt wie oft das die innerhalb der 4 Jahre Full Service Garantie ihre Maschinen generalüberholen müssten. Wenn eine Maschine nach 3 Monaten Zitat "Schrott" ist, würde ich das für ein Zeichen schlechter Qualität des Hersteller halten. Meiselfett ist bei uns immer dabei. Wobei das jetzt bei den Hilti-Geräten eher wie Fett und nicht mehr wie Öl (ehemals Spray) aussieht. Gibt es aber noch immer für Schussapperat und dergleichen. Ich würde sagen je nach Benützung des Gerätes 1-3 mal täglich ein Spritzerchen.

MFG Neptun
 
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JürgenS

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Hallo Neptun,

ich kann natürlich nur wiedergeben, was der Makitatechniker sagte und der hat eben wohl nicht nur Kunden die Ihr Werkzeug so vorbildlich pflegen wie bei Euch.
Er hat eben auch Maschinen liegen die nach drei Monaten Dauerbetrieb kein einziges Mal (!) gefettet wurden.
Das hält wohl kein Bohrhammer aus, die Reperatur wird dann aber auch nicht auf Garantie ausgeführt, da lt. Makita eindeutig ein schwerer Bedienungsfehler vorliegt.

Viele Grüße, Jürgen
 
Thema: Bohrhammer einfetten

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