Black&Decker - Metabo

Diskutiere Black&Decker - Metabo im Forum Elektrowerkzeuge im Bereich Werkzeuge & Maschinen - Black&Decker expandiert, man wusste es immer schon:Black&Decker expandiert
H. Gürth

H. Gürth

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Auch das noch. Erst Maschinen aus China und jetzt das ?
Da bricht Dietrich aber lautlos zusammen. :lol: :lol:
 
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Dietrich

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Hallo Toool, hallo H. Gürth,

warum sollte ich bei dem Link lautlos zusammenbrechen?

Da ist offenbar was verwechselt worden, es handelt sich um "den" E-B Klassiker unter den Kappsägen, in neuerer Zeit trägt sie wegen der Zusammenführung von Metabo und E-B den Namen des Nürtinger Herstellers. Was das mit B&D zu tun hat...?
 
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toooooool

Guest
Bei Metabo ist wohl bedenklicher, dass die Produktionsquote aus Deutschland rapide abzunehmen scheint. Waren im Katalog 2005 noch 90% in Deutschland gefertigt, besagt die aktuelle Angabe nur noch 80%. Im Hornbach-Monatsprospekt sind auch nicht mehr alle Modelle mit "Ich bin eine einheimische" gekennzeichnet. Trotz der, in diesem Forum entstandenen, Vorbehalte hatte ich mir das Winkelschleifer-Sondermodell "WX-20-230 SP" wegen dem drehbaren Haupthandgriff näher angeguckt. Aber Metabo erweckt momentan den Eindruck, dass man sich nicht unbedingt sicher sein kann, woher die Geräte letztlich stammen. So entsteht der Eindruck, dass man unter Umständen doch ein Chinagerät kauft. Oder man kauft ein Chinamodell und bemerkt dies erst danach, dann ist dies für das Vertrauen in eine Marke äusserst schädlich, so in der Familie bei Bosch geschehen. Es dauert dann doch recht lange bis man in Marke wieder Vertrauen setzt.
Ich hoffe doch für alle Metabo-Jünger & -Priester, dass in 2007 die Quote der deutschen Fertigung bei Metabo nicht bei 70%(2008: 60%; 2009: 50%;...) liegt.
Denn dann dürfte es kein Fehler des Anbieters mehr sein, dass Black&Decker und Metabo eins sind. Wie kann ein Hersteller, der vor einigen Jahren noch arg besorgt um seinen Ruf war; Aufkäufe in Baumärkten; nun solch ein Risiko eingehen. Bosch konnte sich dies leisten, Metabo nicht.
 
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Dietrich

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Hallo Toool,

"abzunehmen scheint"

wo eine Metabo gebaut wird entscheidet der Kunde, auf jeder Maschine des Herstellers steht drauf wo sie produziert wurde, und danach kann man sich richten.

Als Freund der Marke Metabo habe ich natürlich nur Maschinen aus Nürtingen, Laichingen und Meppen, neben einigen Scheppachs, Mafell und Fein.
 
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Dirk

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Dietrich schrieb:
wo eine Metabo gebaut wird entscheidet der Kunde
Ja klar, genauso wie die Belegschaft entscheidet, ob sie weiterbeschäftigt wird...
Dietrich, Du glaubst doch nicht etwa selbst an dieses Marketing-Geschwafel, oder!?


Dirk
 
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toooooool

Guest
Ich auch schon auf die PN geantwortet.

Ich finde es dennoch eigenartig, dass man sich bei Metabo immer persönlich angegriffen fühlt. Aber bei Marken, welche man nie selbst (in jüngster Zeit) bei der Arbeit verwendet hat; wie Hitachi, AEG, DeWalt und zahlreiche andere; am abwerten und schlechtmachen ist. Metabo wird für die Masse deshalb auch nicht zwingend zur qualitativ-führenden Marke. Bei Metabo wird es wohl enden, wie bei fast jedem anderen Hersteller. Der Markenname ist alles, die Produktionsstätte nichts. Keinen überzeugten DeWalt- oder Hitachi-Anwender kümmert es, woher die Geräte stammen, solange sie überzeugende Arbeit abliefern. Dann weis man wenigstens, warum man überzeugt vom Hersteller ist.
"Made In Germany" ist keine Überzeugung, sondern ein trauriger Rest.
 
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Dietrich

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@Toool schrieb,

" Der Markenname ist alles, die Produktionsstätte nichts. Keinen überzeugten DeWalt- oder Hitachi-Anwender kümmert es, woher die Geräte stammen, solange sie überzeugende Arbeit abliefern"

Es mag sein das es die Anwender o. g. Marken nicht interessiert, nach wie vor gibt es aber einen Personenkreis dem gerade der Fertigungsstandort wichtig ist. Arbeitsplätze und Kaufverhalten lassen sich eben nicht entkoppeln, wer das glaubt der träumt!
 
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Dirk

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Dietrich schrieb:
nach wie vor gibt es aber einen Personenkreis dem gerade der Fertigungsstandort wichtig ist. Arbeitsplätze und Kaufverhalten lassen sich eben nicht entkoppeln, wer das glaubt der träumt!
Ich glaube ja eher, dass Du träumst. Was glaubst Du eigentlich, wie gross die "kritische Masse" bei so Herstellern wie Metabo oder beispielsweise Siemens bei Handys sein muss, bevor die das überhaupt bemerken? Eins? Hundert? Oder tausend? Selbst wenn alle 4000 Mitarbeiter und die Mitarbeiter der betroffenen Zulieferer (Balda, Lumberg usw., um nur mal die Grossen zu nennen) plötzlich kein Siemens mehr gekauft hätten, oder, andersherum, um die Firma zu retten, jeder eines: es wäre niemandem aufgefallen. Da treffen nämlich mehrere Punkte aufeinander:
O. Die hergestellte Produktmenge ist fast schon unvorstellbar hoch. Das gilt (in seinem Markt) auch für z.B. Bohrmaschinen.
O. Die Käufer sind mittlerweile fast bei allen Produkten (jedenfalls bei den hier als Beispiel genannten) weltweit verteilt. Da geht die genannte Menge ja schon in den Tagesschwankungen unter.
O. Es sind keine kurzlebigen Massenprodukte wie Brötchen oder Eier. Wenn sich alle Kunden bei Kamps (grosse Bäckereikette) dazu berufen fühlen, an einem Tag keine Brötchen zu kaufen, dann wird das für Kamps schon schmerzvoll sein, da er ja auch eine Tagesprodukt herstellt. Kommst Du hingegen auf die Idee, die gleichen Menschen (also die, die Du erreichst, genau wie bei den Handys oder Bohrmaschinen) aufzufordern, kein Handy oder keine Bohrmaschine zu kaufen, dann wird der Hersteller das kaum bemerken, selbst in den Statistiken wird es höchstens ein Husten sein. Warum? Ganz einfach: es handelt sich um Produkte, die nicht häufig gekauft werden, soll heissen, ein grosser Prozentsatz der von Dir angesprochenen Personen hätte wahrscheinlich sowieso an diesem Tag X kein Handy oder keine Bohrmaschine gekauft. Ausserdem erreichst Du die gleiche begrenzte Menschenmasse wie bei den Brötchen, nur das der Brötchenhersteller eben auch ein viel begrenzteres Einzugsgebiet als der Handy- oder Bohrmaschinenhersteller hat.

Dietrich, statistisch gesehen ist es bei Werkzeugen, Handys und ähnlich gearteten Massen- und Flächenprodukten einfach nicht möglich, durch das eigene Kaufverhalten den Markt oder gar den Hersteller nennenswert zu beeinflussen. Da müsstest Du schon bundesweite Fernsehwerbung auf allen Sendern schalten, um überhaupt eine "kritische Masse" an Empfängern der Botschaft zu erreichen.

Sagt Dir Michael Moore (Fahrenheit 9/11 usw.) was? Der hat mal einen sehr sehenswerten Film namens "Roger and me" gemacht, in welchem es darum geht, dass eine ganze Stadt, nämlich seine Heimatstadt, daran zugrundegegangen ist, dass General Motors das dort ansässige Autowerk (>20tsd Beschäftigte, wenn ich mich recht erinnere) einfach so, "mir nichts dir nichts", aus geschäftspolitischen Gründen dichtgemacht hat. Die Stadt hat das ganz, ganz hart getroffen, weil das Autowerk Haupt-Arbeitgeber war, GM hat die Proteste noch nicht einmal bemerkt (in den niedergeschriebenen Geschäftswerten meine ich jetzt)!

Ehrlich gesagt: ich kann mir nicht vorstellen, dass Du das, was Du in diesem thread (und anderswo auch schon) schrubst ("wo eine Metabo gebaut wird entscheidet der Kunde" und "Arbeitsplätze und Kaufverhalten lassen sich eben nicht entkoppeln, wer das glaubt der träumt!") wirklich glaubst, und wenn doch, dann verstehe ich wirklich nicht, warum - es geht nämlich zu so ziemlich 100% an der Realität unserer Zeit vorbei. Leider.


Dirk
P.S.: insgeheim hätte ich es ja gerne genau so, wie Du Dir die Welt malst, aber sie ist nunmal leider nicht mehr so.
 
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Dietrich

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Hallo Dirk,

ganz so schwarz sehe ich es eben nicht, sonst wären doch die kleinen Hersteller, wie Mafell und Fein längst zu.
Gäbe es keine Käufer für hochwertiges Elektrowerkzeug aus "D" genug andere auch hochwertige Hersteller gäbe es ja, würden diese nicht mehr hier produziert.
Deine Argumentation klingt nach landesweiter Selbstaufgabe.

Mir sind 2 Fälle bekannt in denen die Macht der Verbraucher gerade Global-Player böse traf, Shell und Walmart!

Im Supermarkt erleben wir die Internationalisierung, Hersteller wie Kraft, Unilever-Bestfoods, Procter&Gamble beherrschen und steuern unsere Essgewohnheiten, daneben gibt es Kartoffeln aus Ägypten (die eigentlich jeden m2 Anbaufläche selbst brauchen).

Fair gehandelten Kaffee oder Tee, findet man nur unter den Bückwaren (Regal ganz unten).

Wollen wir das in allen Bereichen?
 
Thema: Black&Decker - Metabo

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