Bezahlbare Tischbohrmaschine: Asiaten alle gleich?

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Hallo zusammen,

ich bin zur Zeit auf der Suche nach einer neuen Tischbohrmaschine bis ca. 400 (allerhöchstens 450) Euro. Anwendung findet sie im Hobbybereich. Überwiegend Holz mit Durchmessern von unter 12 mm. Ab und zu aber auch mal was mit dem 120er Kreisschneider von Falke oder ein paar einfache Metallbohrungen bis ca. 8 mm Stärke.

Die letzten 1,5 Jahre habe ich mit einer Scheppach DP 40 gearbeitet, mit der ich von Anfang an jedoch nicht wirklich zufrieden war. Das Drehrad hatte vom ersten Tag an enorm viel Spiel, was sich mit dem Anziehen der Madenschraube leider nicht beheben ließ. Rundlauf und Präzision waren nicht sonderlich überragend, für die meisten Zwecke jedoch hinreichend. Inzwischen ist nun auch die Drehzahlregelung ausgefallen, weshalb die Maschine durchgehend auf voller RPM läuft. Wundert mich ehrlich gesagt nicht. Allein der Poti ist qualitativ derart minderwertig, dass vermutlich selbst die Kappe einer Sprühdose bessere Dienste leisten könnte.

Wie dem auch sei. Die olle DP 40 ist nun in Reparatur beim Hersteller. Hoffentlich bekomme ich vom Baumarkt in den nächsten zwei Wochen das Geld zurück, damit ich mit diesem Teil endlich abschließen kann.

Nach der Reklamation und dem Hinweis des Kundenbetreuers, dass derartige Beschwerden bei dieser Marke eigentlich unüblich seien, habe ich mal einen kritischen Blick in die Bohrmaschinenabteilung gewagt und mir dort den größeren Bruder "DP 60" angesehen. Dort leider das gleiche Spiel (extrem wackeliger Hebel), haptisch genau so grenzwertig. Die etwas teurere PDB 40 von Bosch, die ja mancherorts als Allzweckwaffe für Hobbyisten behandelt wird, machte schon einen etwas besseren Eindruck. Bei dem Aufpreis hätte ich ehrlich gesagt jedoch mehr erwartet. Haptisch wirkt sie ebenfalls etwas klapperig. Sieht mir nicht nach einer Maschine aus, die man in 10 Jahren noch benutzen kann.

Nach diesem ganzen Brimbohrium steht für mich eigentlich fest, dass ich was Bodenständigeres brauche.
Die Frage ist allerdings: Wie viel Budget muss man aufwenden, um eine qualitativ halbwegs annehmbare Maschine zu bekommen, die nicht innerhalb von drei Jahren die Biege macht und die Bedürfnisse eines Hobbybaslters gut bedienen kann?

Ich habe mich natürlich schon ein wenig umgesehen und dabei die Modelle von bspw. Holzmann, Bernardo und Güde aber auch Optimum und Epple gefunden. Der Schwerpunkt liegt für mich an der Stelle klar auf Stabilität und Langlebigkeit. Dass heißt, keine elektronische Regelung (mit den Riemen werde ich mich wohl arrangieren müssen) und eine möglichst massive Bauweise. In meinem Werkraum sind leider nur 230 V verfügbar.

Was kommt ggf. infrage?

[*] Optimum OPTIdrill B20 (ab 410 Euro, 51 kg, 70 mm Säule, 550 W)
[*] Holzmann SB4116HM (ab 300 Euro, 50 kg, 70 mm Säule, 600 W)
[*] Bernardo TB 20 T (ab 430 Euro, 54 kg, 72 mm Säule, 550 W)
[*] Bernardo BM 25 T (ab 450 Euro, 57 kg, 72 mm Säule, 750 W - aber wieder mit digitalem Interface, Haltbarkeit??)
[*] Güde GTB 20/812 (ab 250 Euro, 48 kg, 70 mm Säule, 800W)

Offensichtlich handelt es sich bei den gelisteten Modell durchweg um asiatische Produktionen, die sich in Bauform und Ausstattung meist sehr stark ähneln. Ich gehe mal davon aus, dass solche Maschinen sehr häufig kopiert oder auf Auftrag abgewandelt werden, um ein anderes Branding zu bedienen. Die Specs sind nicht immer identisch, muss aber natürlich nichts heißen.

Was meint ihr?
Werden die obigen Modelle im Schnitt mehr oder weniger die gleiche Qualität und Zuverlässigkeit liefern? Ist es egal, was man da nimmt? Oder gibt es vielleicht Kandidaten, die für eine besonder gute oder schlechte QC bekannt sind?

Ich hoffe, dass ich für unter 450 Euro eine Maschine finden kann, die keine absolute Plastikbüchse ist und nach wenigen Jahren nicht schon die Gretsche macht. Muss kein Profigerät sein. Aber ein gewisses qualitatives Grundniveau sollte sie schon erfüllen.

(PS: Gebrauchtgeräte eher ungern. Ungutes Bauchgefühl.)

Freue mich auf euere Einschätzungen. :)

Beste Grüße
Gemüsefraumann
 
D

Dev

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Gemüsefraumann schrieb:
[*] Optimum OPTIdrill B20 (ab 410 Euro, 51 kg, 70 mm Säule, 550 W)
Die Maschine steht seit einigen Jahren bei mir im Keller. Es steht noch Quantum B20 drauf, aber mittlerweile gehört Quantum anscheinend zu Optimum und die Maschine ist - soweit ich das beurteilen kann - noch immer identisch.

Fangen wir mal mit dem Negativen an: Sie läuft sehr unruhig. Je nach mechanischer Übersetzung (Eigenfrequenz!) schwingt sie sich gerne ein wenig auf und man sieht dann, dass der Maschinenkopf samt Säule und Bohrtisch ca. 1mm vor und zurück wippt - im Leerlauf ohne eingespanntes Werkzeug.
Ich tippe auf eine Unwucht der Riemenscheibe an der Spindel. Wenn man nur den Motor ohne Riemen laufen lässt ist alles ruhig. Und der Rundlauf ist auch ok, so dass es nicht die gesamte Spindel sein wird.
Näher untersucht habe ich das aber nicht. Es vermittelt einem zwar permanet das Gefühl, an einer billigen Chinagurke zu arbeiten, aber man kann sie trotzdem benutzen. :wink:

Wenn man etwas kräftiger am Vorschub zieht, biegt der Bohrtisch sich vorne auch ungefähr 2mm nach unten. Sowohl Tisch als auch Säule und Anbindung Maschinenkopf/Säule sind nicht ausreichend stabil, um das zu verhindern.

Das sind allerdings auch meine beiden Hauptkritikpunkte. Unabhängig davon macht die Maschine sich gar nicht so schlecht. Der Rundlauf ist ok (ca. 5/100 direkt am Bohrerschaft unter dem Schnellspannbohrfutter gemessen), die Pinole hat relativ wenig Spiel.

Die 20 mm Durchmesser in Metall, die der Hersteller in den Raum stellt, traue ich der Maschine nicht zu. Das Maximum war bei mir bisher ein 16er Bohrer in 10 mm dicken Stahl S235JR. Das ging, war aber nicht mehr schön. 12,5mm Löcher in 6mm Flachstahl habe ich mit der Maschine auch schon mal 30 Stück direkt hintereinander gebohrt. Das geht super und ist überhaupt kein Problem.
Einen Kreisschneider besitze ich nicht. Dazu kann ich also nichts sagen. Ein 40er Forstnerbohrer in Weichholz funktioniert aber gut.

Die Maschine ist brauchbar, mechanisch in Ordnung, aber keineswegs hochwertig verarbeitet.

Die etwas teurere PDB 40 von Bosch, die ja mancherorts als Allzweckwaffe für Hobbyisten behandelt wird, machte schon einen etwas besseren Eindruck.
Die Maschine ist in meinen Augen ein überteuerter Plastikbomber.
Nur zwei mechanische Gänge (elektronische Drehzahlverstellung ist dafür kein Ausgleich, da sie keinen Drehmomentgewinn bei niedrigen Drehzahlen bietet), nur 125 mm Ausladung und vor allem viel zu leicht (11 kg). Einzig das Spannsystem zur Fixierung des Werkstücks ist ein innovativer Ansatz und scheint (zumindest für leichte Arbeiten) brauchbar zu sein.
Die verlinkte Holzmann Tischbohrmaschine ist für wenige Euro mehr in der 50 kg Klasse unterwegs, hat 170 mm Ausladung und 12 mechanische Übersetzungen, d.h. bei der kleinsten Drehzahl von 180 U/min steht die volle Motorleistung zur Verfügung.

Grundsätzlich denke ich, mit einer Maschine in der Leistungsklasse der B20 kann man halbwegs glücklich werden, wenn man kein total schlechtes Exemplar erwischt.
Die SB4116HM sieht von den technischen Daten erst einmal vergleichbar aus. Was ich nicht gesehen habe und vermissen würde: Einen Bohrtiefeanschlag - es scheint nur eine Tiefenskala zu geben, aber keinen einstellbaren Anschlag.

Zu Unterschieden in der Qualitätskontrolle bei den einzelnen Herstellern kann ich leider nichts sagen. Ich würde aber immer versuchen, entweder vort Ort zu kaufen (und genau die zu erwerbende Maschine vorher einmal auspacken, ansehen und an der Pinole wackeln), oder bei einem Shop bestellen, der eine problemlose Rücksendung ermöglicht.

Bedenke bei Deinem Budget, dass auch ein vernünftiger Maschinenschraubstock benötigt wird, wenn im Metallbereich gearbeitet werden soll. Die ganz billigen 15 € Teile sind vor allem eins: billig.
 
S

Senkblei

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Gemüsefraumann schrieb:
Hallo zusammen,(...) Hinweis des Kundenbetreuers, dass derartige Beschwerden bei dieser Marke [Scheppbach] eigentlich unüblich seien
:)

Von Scheppach (bislang schrieb ich aus versehen Scheppbach!!!! :) ) halte ich nicht viel. Beziehe much u.a. auf deren "4 in1 Multigartengeräte" mit Rucksackmotor, dessen Ausführung lächerlich ist. Ähnliche trifft m.E. auf auf zumindest gewisse andere Scheppach Produkte zu.

Nur bei all denen private-gelabelten China Motorgeräte weiss man oft nicht wer für wen produziert und wo genau die Unterschiede sind. Z.B. gewisse Zipper Produkte sind Scheppach (zuminest soviel ich feststellen konnte) identisch und vereinzelt gar nicht so schlecht. Nur auch hier kann ich nicht beurteilen, ob es einfach ein glücklicher Zufall war (bzgl. Qualitätsstreuung).

Punkto Tischbohrmaschine würde ich die Pattfield (Eigenmarke von Hornbach) wie die Pest meiden, die die ich näher beurteilen konnte war katastrophal gefertigt, fehlte glaub sogar irgendwo ein Gewinde, von Passungen nie was gehört, alles klemmte, usw. Lausige Unterklasse!
Vom Bosch Grün Plastikdingsbums halte ich ebenfalls nichts, ist auch viel zu teuer.
Die Flott waren, flott, jedoch teuer. :) Die aktuellen kenne ich nicht.

Ideal wäre vermutlich was älteres gebrauchtes aus (west-)deutscher Fertigung. Lager sind übrigens seit sehr langer Zeit normiert so dass für zahlreiche erstaunlich alte Werkzeugmaschinen (>70 Jahre) Wälzlager immer noch verfügbar sind.
Irgendwie bei Spanabhebenden Werkzeugmaschinen kriegt man halt einfach meistens das wofür man bereit war zu bezahlen. Präzisionsteile fertigen ist nicht so die stärke der China-Massenproduktion, mal vereinfacht ausgedrückt. gibt auch Ausnahmen ,nur hat Präzision stets einen Preis, und dies weltweit.
 
Gemüsefraumann

Gemüsefraumann

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Vielen Dank für eure Rückmeldung!

Wie stark wäre denn beispielsweise die Säule der Optidrill B20? In einem Review zur obigen Güde habe ich gesehen, dass sie lediglich 2,4 mm besitzt:

Ich tendiere fast schon dazu, mein Glück mit der günstigeren Güde oder Holzmann zu veruchen und dann ein neues Bohrfutter und ggf. eine neue Spindel nachzurüsten. Bei den teureren Modellen für 100-200 Euro mehr ist mir noch nicht ganz ersichtlich, wo die Verbesserungen der Maschine insgesamt liegen sollen.

Mit dem Gedanken, mir einen "Oldttimer" zuzulegen, kann ich mich noch nicht ganz anfreunden. Die Gefahr, mir eine Gurke einzuhandeln, die ich als solche nicht auf Anhieb erkenne und bei der ich Mängel dann auch nicht mehr reklamieren kann, wäre mir einfach zu hoch.

Was kostet eigentlich ein solchen Maschinen angemessener Schraubstock - in welcher Größenordnung bewegt man sich da grob?

Beste Grüße
Gemüsefraumann
 
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Dev

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Gemüsefraumann schrieb:
Wie stark wäre denn beispielsweise die Säule der Optidrill B20? In einem Review zur obigen Güde habe ich gesehen, dass sie lediglich 2,4 mm besitzt

Es ist leider schon einige Jahre her, dass ich die Maschine zusammengebaut habe. Den Maschinenkopf hebe ich jetzt aber nicht runter...
Aus der Erinnerung könnten die knapp über 2mm aber hinkommen. Dick war die Säule ebenfalls nicht.

Was kostet eigentlich ein solchen Maschinen angemessener Schraubstock - in welcher Größenordnung bewegt man sich da grob?
Ich nutze einen Röhm DPV Größe 2, der ca. 65 € kostet.
Der ist solide und passt Größenmäßig gut zur Größe des Bohrtisches der B20. In der Preisklasse sollte es auch andere brauchbare Modelle geben.

Gute Schraubstöcke gibt es auch von Cekaba. Von Format gibt es auch einen vermutlich umgelabelten Cekaba Bon zu kaufen. Das ist dann aber die Premiumklasse und nicht zwingend notwendig.
Entscheidend ist eine gute Führung der beweglichen Backe.
Backen, die nur eine kurze Führung haben, neigen zum Kippeln. Was ich mit einer langen Führung meine, siehst Du gut am verlinkten Schraubstock, der an der beweglichen Backe noch zwei Verlängerungen hat.
 
powersupply

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Gemüsefraumann schrieb:
Wie stark wäre denn beispielsweise die Säule der Optidrill B20? In einem Review zur obigen Güde habe ich gesehen, dass sie lediglich 2,4 mm besitzt:
Okeee :shock:
Ich könnte schwören, dass die Säule meiner Krenn, die stammt aber noch aus den 80ern, aus Guß ist. Mit deutlich größerer Wandstärke.
So was hatte ich den heutigen billigeren Maschinen insgeheim auch zugetraut...
Aber gut. Billiger geht immer.

PS
 
Gemüsefraumann

Gemüsefraumann

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@Dev:
Danke für die Empfehlungen! Sind vorgemerkt. :)

@powersupply:
Ich hätte auch mit etwas mehr gerechnet. Die 2-3 mm scheinen in dieser Preisklasse aber nicht all zu unüblich zu sein. Die paar kg mehr bei den beiden Bernardos oben in der Liste werden wohl auch eher durch die Größe des Tisches als die Stärke der Säule zustandekommen.
Eigentlich kann man dann auch gleich bei einer der günstigeren Maschinen bleiben und das restliche Budget in die Aufrüstung stecken!? :?

Was meint ihr, wie viel Aufwand es wäre, eine stabilere Säule (5 mm oder Vollprofil) nachzurüsten? Bin mir nicht sicher, ob die Halterung, die an die Bodenplatte koppeln, normalerweise fest mit der Säule verschweißt oder nur gesteckt und geschraubt ist. Wenn man die Säule einfach zerlegen kann, würde ich ggf. direkt einen Ersatz mit einkalkulieren.

Dazu ein Futter und Dorn von Röhm. Riemen müsste man vielleicht auch noch im Auge behalten, soll bei der Güde recht grob gefertigt sein.

Am Tisch kann man vermutlich nicht viel machen, außer ihn bei schwereren Lasten nach unten abzustützen.

Beste Grüße
Gemüsefraumann
 
S

Senkblei

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Gemüsefraumann schrieb:
Was meint ihr, wie viel Aufwand es wäre, eine stabilere Säule (5 mm oder Vollprofil) nachzurüsten? Bin mir nicht sicher, ob die Halterung, die an die Bodenplatte koppeln, normalerweise fest mit der Säule verschweißt oder nur gesteckt und geschraubt ist. Wenn man die Säule einfach zerlegen kann, würde ich ggf. direkt einen Ersatz mit einkalkulieren.
IMO lohnt sich ein solcher Mehraufwand nicht, die Säule ist nur eine von unzähligen Schwachstellen bei Baumarkt-Billigstmaschinen (Güde, Einhell, Pattfield, Scheppach, usw.).
Bei den Grösseren, die ich von näherem gesehen habe, ist die Säule meist herausnehmbar. Nur ein dickwandiges Rohr ist dann vermultlich nur nahtlos (=teuer) lieferbar und den Aussendurchmesser müsste man vermutlich trotzdem au Mass drehen, sonst wackelt dann die Säule, usw.
Oft ist die Höhenverstellung mit Zahnstange bereits ein Witz für sich. Wie lächerlich die aufklappbare Blechabdeckung des Riemenantriebs ausgeführt ist sagt auch noch was aus.

Ältere Occasion-Machine sollte man sich natürlich vorort zuerst ansehen können. Etwas neues online kaufen, es zusammenbauen und dann weil unzufireden wieder zerlegen zum zurücksenden ist übrigens auch zeitaufwendig.

Maschinenschraubstöcke gibt's so viele dass man mit was Glück auch was billiges durchaus brauchbares finden kann. Halt dann nicht ein Gressel, dafür zig mal billiger.

Grössere Tischbohrmaschine würde ich mir im Handwerksbedarf ansehen, nicht im Baumarkt.
 
powersupply

powersupply

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Gemüsefraumann schrieb:
Ich hätte auch mit etwas mehr gerechnet. Die 2-3 mm scheinen in dieser Preisklasse aber nicht all zu unüblich zu sein. Die paar kg mehr bei den beiden Bernardos oben in der Liste werden wohl auch eher durch die Größe des Tisches als die Stärke der Säule zustandekommen.
Ich habe gerade nochmal im anderen Thread, bei dem es um die 30er Bohrung geht, nach dem Link zu meiner Maschine geschaut.
Ich war mir bezüglich der ca 80kg die ich im Gedächtnis habe nicht Sicher weil die heutigen Maschinen alle mit um die 50 - 60kg zu Gewichte tragen. Meine Maschine wiegt doch tatsächlich 85kg! :shock:

PS
 
M

Matchless

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von allen vorgeschlagenen Maschinen empfehle ich dir die Opti. Ich möchte über das Warum nicht ausschweifen, nur soviel: ein guter Freund, seines Zeichens Bootsbauer, nutzt eine Opti B16 seit gefühlt 15 Jahren (real sind es vielleicht ein paar Jahre weniger). Das Ding tut es noch. Bearbeitet zu 90 % Holz, ansonsten Metall und schont die Maschine keineswegs.
Bei China Maschinen (und das sind alle über die wir hier reden) bekommst du was du bezahlst, herstellerunabhängig. Der Marktdruck ist viel zu groß, als dass es Ausreißer in die eine oder die andere Richtung gäbe. Und China kann auch richtig gut sein! Gib dem Chinesen das gleiche Budget wie für eine Maschine deutscher Fertigung und er baut dir die bessere Maschine. Klingt hart, ist aber heutzutage so.
Rumbasteln würde ich an keiner Hobbymaschine, lohnt schlicht nicht.
Stichwort: "Eine Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied." Also entweder du tauschst gleich alle Teile (dann könntest du gleich eine bessere Maschine kaufen) oder du lässt es ganz bleiben. Ggf. kannst du das Bohrfutter tauschen, da du dieses, wenn die Maschine die Hufe streckt, zur nächsten Maschine mitnehmen kannst. Das Geld wäre also nicht verbrannt.

Bzgl. Bohrdurchmessern: Meine Maschine ist eine WMW Heckert aus DDR Fertigung, wiegt 160 kg und ist auf eine Dauerbohrleistung von 13 mm ausgelegt. Die Maximalbohrleistung ist mit 20 mm angegeben. Jetzt kannst du deine vorgeschlagenen Maschinen mit ihren Fantasieangaben ungefähr ins Verhältnis setzen.
Du würdest mit der Opti aber glücklich werden, da bin ich mir sicher.

Ein guter Maschinenschraubstock, der den Namen auch verdient, kostet mindestens 3-stellig. Mehr möchte ich dazu nicht sagen. Den brauchst du für Hobbyanforderungen aber nicht. Halte dich an die bereits gegebenen Empfehlungen.


Wäre ich in der Situation, würde ich mich bei diesem Budget jederzeit für eine gebrauchte, gut erhaltene (ggf. komplett revisionierte) Ost- oder Westmaschine entscheiden. Dann liegen bei gleichem Preis wirklich Welten zwischen den Maschinen (also alte Maschine vs neue China für gleiches Budget).
Ich kann aber auch verstehen, wenn jemand keinen Nerv dafür hat und Angst, in die Sch**** zu greifen.

Wenn du noch Fragen hast, nur her damit.

Viele Grüße
Julius
 
Gemüsefraumann

Gemüsefraumann

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Hallo zusammen,

danke wieder einmal für eure Rückmeldungen! :)

Solche Säulen mit 70 mm Durchmesser bekommt man für etwa 70 Euro im Zuschnitt, beispielsweise auf 75 cm Länge. Als Meterware schon für grob 55 Euro. Vollprofil wohlgemerkt! Das finde ich durchaus vertretbar. Die Passgenauigkeit im Durchmesser könnte aber wirklich problematisch werden, da müsste man also ggf. noch Hand anlegen...

Mit Bohrfutter und Kegeldorn zusammen wäre ich dann etwa bei etwa 130 Euro. Mit diesen Optionen würde mich eine auffrisierte Güde 20/812 rund 400 Euro kosten. Das wäre noch innerhalb meiner Schmerzgrenze.

Ich kenne die Argumente für den Gebrauchtkauf von Altmaschinen. Bevor ich zig Kilometer fahre, um mir eine überteuerte, völlig verrostete Mühle anzuschauen, bei der ich nachher keinerlei Anspruch auf Reklamation oder Rückgabe mehr habe, kaufe ich jedoch lieber neu beim Händler. Ist einfach eine persönliche Entscheidung.

Danke auch an Matchless für die Schilderungen zur Optidrill B16. Ich kann mir jedoch immer noch nicht so recht erklären, wo der Aufpreis bei Marken wie Optimum oder Epple innerhalb dieser Klasse gerechtfertigt sein soll. Wenn man sich die Rezensionen zu diesen Maschinen anschaut, dann finden sich sehr häufig Mängel, die auch bei den günstigeren Geräten beanstandet werden. Auch die Qualitätskontrollen scheinen gleichermaßen dürfig zu sein, weshalb auch bei diesen Marken eventuell ein Umtausch nötig ist. Das muss man bei diesen "günstigen" asiatischen Maschinen offenbar grundsätzlich mit einkalkulieren. In den meisten Fällen scheinen die Besitzer nach ihren Reklamationen (sofern nötig) jedoch recht zufrieden zu sein. Wenn man ein gutes Modell erwischt, lässt es sich mit diesen Maschinen durchaus arbeiten. Das ist so das Fazit, das ich aus meinen Recherchen der letzen Tage mitnehme.

Ich denke, ich probiere es einfach mal mit der günstigeren Güde oder Holzmann. Wenns absoluter Mist ist und meinen Vorstellungen überhaupt nicht gerecht wird, habe ich ja immer noch das Recht auf Rücktritt.

Viele Grüße
Gemüsefraumann
 
M

MSG

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Die Güde GTB 20/12 in Drehstromausführung hatte ich lange Jahre und war damit recht zufrieden. Rundlauf stimmt, wenn du den 20er Bohrer durch ein Stück Metall gedrückt hast, war sie schon etwas flexibel. Geschafft hat sie es.
Ich hab sie dann nur verkauft, weil ich mir eine größere Ixion gekauft hatte. Aber für den Preis hat sie alles erledigt.
Und wenn du nur etwas Holz oder Stahl bis 8mm bohren möchtest - das schaffen auch die kleineren Kollegen. Die Güde hatte knapp 18cm Ausladung, das ist immer von Vorteil.
 
Gemüsefraumann

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Danke für eure Rückmeldungen! :)

Ich habe mich nun entschieden und die Holzmann SB4116HM geordert. Die Entscheidung fiel zu Gunsten der Holzmann, da diese diese eine etwas größere Basis hat und dort mit vier anstatt nur zwei Schrauben fixiert wird. Habe darauf geachtet, einen Händler zu wählen, der auch eine kostenfreie Rücksendung anbietet (nur für den Notfall). Die Maschine hat mich nun 317 Euro gekostet.

Ich werde berichten. :wink:

Viele Grüße
Gemüsefraumann
 
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Dietrich

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Hallo,

wie man vom Regen in die Traufe kommt, oder eben lernen durch Schmerzen:)
Wie oft willst Du denn noch so eine halbherzige Summe in den Ostasien-Metallschrott investieren?
Reicht ein Reinfall nicht?
Wir haben in Europa viel mehr als einen Dutzend anständige Anbieter, die allesamt wissen was sie tun und wie eine TBM richtig gebaut wird. Und es gibt genug Gebrauchtmaschinen auf denen man ohne einen Handschlag zu tun direkt bohren kann, man muß ja keine nehmen die nicht funktioniert.
Einmal mit einer anständigen Maschine gebohrt und Du weist um was es geht.

Hallo Julius,

wenn der Chinese das könnte würde er es tun und bräuchte nicht mehr abkupfern.
 
Gemüsefraumann

Gemüsefraumann

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@Dietrich:
Ich unterstütze gerne regionale Unternehmen und investiere auch lieber einmal in Qualität, anstatt zwei mal billig zu kaufen. Letztlich muss aber alles seine Verhältnismäßigkeit haben. Ein hierzulande gefertigtes, hochwertiges Markenprodukt ist schlichtweg nicht in meiner Preisklasse verfügbar. Das nehme ich zur Kenntnis und sehe mich daher nach Alternativen um.
Gebrauchtgeräte kämen prinzipiell infrage. Allerdings nur dann, wenn Verfügbarkeit, Zustand, Preis und Vertrauen gegenüber dem Verkäufer Hand in Hand gehen. All das ist bei Portalen wie eBay keines Falls selbstverständlich, fordert offenbar auch viel Zeit, die sich vielleicht nicht jeder nehmen will.

Maschinen wie die o.g. Holzmann, die in dieser Bauform schon seit Jahrzenten unterwegs sind, scheinen sich im Hobbybereich bisher gut bewährt zu haben. Das entnehme ich jedenfalls der Summe der Rezensionen und Reviews zu Produkten dieser Preisklasse (~300 Euro), bei denen die Käufer für ihre Zwecke - spätestens nach einer Reklamation oder einem Tausch des Bohrfutters - überwiegend doch recht zufrieden waren bzw. dies auch heute noch sind. Dass man hier keine Präzisionsmechanik und makellose Verarbeitungsqualität bekommt, ist denke ich klar. Wer ernsthaft im untersten Undertstelbereich bohren und keinerlei Abstriche bei Qualität oder Haptik machen will, definiert halt von vornherein ganz andere Kriterien. Wie bereits angedeutet, es geht hier um Verhältnismäßigkeit und Preisleistung.

Die Scheppach DP40 war definitiv ein Reinfall. Ich schätze aber, dass bei dem aktuell (eigentlich mehr als) verdoppelten Budget und einem Verzicht auf die absolute Leichtbauweise sowie den digitalen Schnickschnack etwas mehr gehen sollte. Falls irgendwas nicht in Ordnung sein sollte, bleibt ja immer noch der Widerruf bzw. der Anspruch auf Reklamation. Wir werden sehen. :)
 
Alfred

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die chinesischen Maschinen unterscheiden sich nur durch die Farbe, manche sind rot, blau, grün...
schau mal bei https://ar-tec.de/
vorbei oder lass dir mal einen Katalog senden, ich habe schon mehrere Maschinen dort gekauft und bin auch mit dem Service bzw. Ersatzteilbeschaffung zufrieden.
Bei Abholung gibt es noch einen Abholpreis, ist aber bei deiner Entfernung zu weit.
 
Gemüsefraumann

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Hier übrigens noch ein interessanter Beitrag zur Holzmann SB4115N, der nächstkleineren Maschine zu der, die ich bestellt habe:

Mit einem guten Futter scheint man beim Rundlauf noch einiges rausholen zu können. Das deckt sich mit dem Video zur Güde, welches ich vor drei Tagen gepostet habe.

Gibt es noch nennenswerte Alternativen zum Röhm Supra in der erschwinglicheren Klasse? Das im Video gezeigte Futter von Optimum hätte den Vorteil, dass es bis 16 mm raufkommt. Ein gebrauchtes Albrecht wäre auch eine Option. Die, die ich bisher bei Kleinanzeigen gefunden habe, sehen zum Teil aber schon recht angerostet aus. Keine Ahnung, wie die von Innen aussehen. Auch hier leider wieder schwierig mit dem vorherigen Ausprobieren.

@Alfred:
Danke für den Tipp. Hast du zufällig die Namen der Maschinen im Kopf, die hier infrage kämen?
 
powersupply

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Hallo

Noch etwas, aus eigener Erfahrung.
Ich meine Du hattest etwas von Gewindebohren erwähnt.
Das geht nur mit einem Zahnkranzbohrfutter oder einem Supra mit Feststelleinrichtung sinnvoll!
Die anderen "normalen" Schnellspannfutter dreht es beim Rückwärstlauf alle auf, Albrecht sowie Röhm.

PS
 
powersupply

powersupply

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Dann wars Eisenherz, im anderen Bohrmaschinenthread der das erwähnt hatte.
PS
 
Thema: Bezahlbare Tischbohrmaschine: Asiaten alle gleich?

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