Bastel-Höhle: Dach isolieren

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Hallo zusammen,

der Winter naht und ich möchte das Dach meiner Schrauber-Garage etwas dämmen.

Im Moment ist der Dachaufbau (Pultdach) ziemlich einfach (von oben nach unten)

* Dachpappe 2-Lagig
* Rauhspund 24mm Bretter
* Sparren 18 x 6cm

Meine Idee war jetzt eine Dämmung zwischen den Sparren einzubringen aus Steinwolle und/oder herumliegenden Styropor, darunter eine Dampfsperre und darunter OSB Platten.

Bedenken habe ich hier aber, sozusagen eine geschlossene Dämmkonstruktion zu schaffen, die nicht hinterlüftet wird. Das Dach oben ist ja dicht, seitlich ist auch alles abgeschlossen und wenn ich jetzt unten noch die Dampfsperre/OSB dran schraube, ist die ganze Dämmschicht rundum geschlossen.

Könnte es da eventuell Probleme geben?

Danke & Grüße,

Mathias
 
Hi
Geschlossen wäre doch in Ordnung.
Wenn Du von unten, unterhalb der Dämmung, eine Dampfbremse aufbringst sollte das funktionieren.

PS
 
Hallo,

ich bin kein Freund von nicht hinterlüfteten Dämmungen bei mit Dachpappe gedeckten Dächern.

Unter 2 Lagen Dachpappe verstehe ich eine Unterbahn wie eine R333 unbesandet, darüber eine R500 besandet genagelt. Das hält nicht lange dicht.
In einer feuchten Dämmung können die Sparren schön vor sich hingammeln und nach einigen Jahren fällt alles runter was du jetzt hinschraubst.

Mach Trapezblech auf dein Pultdach, dann hast du deine Ruhe.

Grüße,
Dieter
 
Hallo ihr beiden,

@powersupply : Ja eigentlich sollte das klappen .... aber tut es das sicher? Man sieht ja eventuelle Probleme erst, wenn es garantiert zu spät ist.

@Dieter K Es sind zwei Lagen plus eine Unterbahn. Die sind aber erst seit 5 oder 6 Jahren drauf und ich wollte die jetzt nicht gleich durch Trapezbleche ersetzen....

Irgendwie bin ich jetzt immer noch ratlos ;(
 
Hallöchen, bin ja auch nur interessierter Leie. Aber wenn von oben und seitlich alles dicht ist würde ich es so tun.
Die Sparren mit Dämmwolle füllen, diffusionsoffene Folie einbauen, an den Wänden runterziehen und alles sauber verkleben. Dann die OSB-Platten.
Wobei gemeinhin OSB als Dampfsperre gilt. Du könntest evtl. die Folie weglassen und die Stöße der OSB-Platten komplett verkleben bis hin das auch der Anschluß zu den Wänden 100% dicht verklebt werden muss. Damit es schön aussieht kommt zum Schluß Gibskartonplatten dran.
So haben wir es bei uns gemacht mit den Siga Produkten. Soll jetzt keine Werbung sein. Gibt bestimmt auch andere Anbieter von dem ganzen Klebebändern und Dichtstoffen. Ich glaube Isover bietet auch was in die Richtung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es sind zwei Lagen plus eine Unterbahn.

Das Problem sind die Nägel. Holz arbeitet und Schmelzwasser findet immer einen Weg.
Sorry, aber ich hab kein gutes Bauchgefühl. Dafür sind mir schon zu viel Dächer kaputt gegangen.
 
Geschlossen wäre doch in Ordnung.
Geschlossen ist ein Euphemismus für "die Feuchtigkeit kommt rein, aber nicht wieder raus". :mrgreen:

Die übliche Regel lautet, dass die Durchlässigkeit für Wasserdampf für die einzelnen Schichten von innen nach außen zunehmen sollte, d.h. die innerste Schicht ist die undurchlässigste. Leider haben Dachbahnen aus Bitumen wohl einen Sd-Wert > 100, sind also quasi diffusionsdicht.

Variante 1) Wenn du jetzt innen eine Dampfbremse anbringst, dann kommt die Luftfeuchtigkeit langsam da durch (die Dampfbremse ist bewusst diffusionsoffen) und kondensiert dann in der Dämmebene aus. Deine Dämmung und die Dachbalken werden dann feucht und gammeln.

Variante 2) Wenn du innen eine Dampfsperre (nicht diffusionsoffen) verbaust, dann hast du genau so einen oben beschriebenen geschlossenen Bereich gebaut. Der ist erstmal trocken und alles ist gut, aber wenn aus irgendeinem Grund auch nur minimal Wasser reintropft oder die Dampfsperre nicht perfekt dicht ist und Luftfeuchtigkeit von innen rein kommt, dann sammelt sich da drin wieder Wasser und alles gammelt weg. Und du merkst es erst, wenn es viel zu spät ist.

Variante 2 ist in sofern besser als dass die Katastrophe erst eintritt, wenn minimale Verarbeitungsfehler vorliegen. Variante 1 endet hingegen immer und prinzipbedingt in einer Katastrophe.
Empfehlenswert ist aber keine der beiden Varianten.

Gedämmte Dächer sollten irgendeine Form einer hinterlüfteten und regendichten äußeren Schicht aufweisen. Das können z.B. die von Dieter genannten Trapezbleche sein. Alles andere ist "hochmoderne Bautechnik", die gut funktioniert, wenn alles richtig gemacht wird. Mit anderen Worten: Sie verzeiht keine Fehler. Sowas lässt man dann lieber eine Firma machen. Die macht das auch nicht besser, hat aber eine Betriebshaftpflicht. :wink:
 
Meine Idee war jetzt eine Dämmung zwischen den Sparren einzubringen aus Steinwolle und/oder herumliegenden Styropor, darunter eine Dampfsperre und darunter OSB Platten.

Bedenken habe ich hier aber, sozusagen eine geschlossene Dämmkonstruktion zu schaffen, die nicht hinterlüftet wird. Das Dach oben ist ja dicht, seitlich ist auch alles abgeschlossen und wenn ich jetzt unten noch die Dampfsperre/OSB dran schraube, ist die ganze Dämmschicht rundum geschlossen.
Also wenn du unter die Dämmung/Sparren eine Dampfsperre anbringst (keine Dampfbremse) und alles rundum abdichtest, kann keine Feuchtigkeit in die Dämmung vin innen gelangen und alles ist gut (vorausgesetzt dass nie etwas von außen eindringt).
Weiter ist es ja auch noch, wie warm die Bude beheizt wird ...
 
Gedämmte Dächer sollten irgendeine Form einer hinterlüfteten und regendichten äußeren Schicht aufweisen. Das können z.B. die von Dieter genannten Trapezbleche sein. Alles andere ist "hochmoderne Bautechnik", die gut funktioniert, wenn alles richtig gemacht wird. Mit anderen Worten: Sie verzeiht keine Fehler. Sowas lässt man dann lieber eine Firma machen. Die macht das auch nicht besser, hat aber eine Betriebshaftpflicht. :wink:
Die Hinterlüftung bedarf es nur bei diffusionsoffenem Aufbau, dass die Feuchtigkeit dann auch abtransportiert werden kann und wenn doch mal Wasser von außen eintritt, schützt die Unterspannbahn das eindringen in die Dämmung.
 
Ich würde für eine Zwischensparrendämmung eine feuchteadaptive Dampfbremse und einen hygroskopischen Dämmstoff verwenden.
 
Die Diffusionsoffenheit muß von innen nach außen offener werden.
 
Wird halt schwierig bei einem Blechdach...
Daher muss die Feuchte im Warmbereich gehalten werden. So wie @Kieseldumper schon beschrieb.

PS
 
Falls es noch aktuell ist: die Dachpappenhaut wird Dampfbremse.
Also Kantholz z.B. 4 x6 hochkant da draufschrauben, wo die Sparren drunter sind, Dämmung dazwischen auf die Dachpappe legen, "diffusionsoffene" Folie über alles quer drüber, dann nochmals Dachlatten auf die Kanthölzer als Abstandhalter, dann Traglattung und je nach Wahl Tonziegel, Betondachsteine oder Trapezblech drauf.
Je nachdem wo es ist empfiehlt es sich, den Spalt unter der Dachhaut, der als Hinterlüftung offen bleiben soll, mit Drahtgitterstreifen zuzumachen, damit da keine Mäuse oder Siebenschläfer reingehen.
 
Er will in die 18cm Sparren isolieren, nicht nur 6cm oben drauf ...
 
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