Ausreissen von Multiplex verhindern

Diskutiere Ausreissen von Multiplex verhindern im Forum Holzbearbeitung im Bereich Anwendungsforen - Das neue Werkzeug ist da und schon taucht eine Frage auf: undzwar wir haben die Boxen wie immer gebaut, mit der Fräse und Paralellanschlag...
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Tamaris-PA

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Das neue Werkzeug ist da und schon taucht eine Frage auf: undzwar wir haben die Boxen wie immer gebaut, mit der Fräse und Paralellanschlag abgerundet, nur an den Kanten ist das Holz durch das Fräsen leicht runtergerissen, wie kann man das verhindern, bzw. woran liegt das?
 
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RRS

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Was genau habt ihr mit der Fräse gemacht?

Grundsätzlich könnte es an der Fräserqualität liegen. Es ist nun mal so, dass man von billigen Fräsern keine sauberen Schnitte erwarten darf. Aber ich kenne ja die eingesetzten Fräser nicht.

Eine andere Möglichkeit ist, dass der fräser in Relation zur Schichtlage der ausgerissenen Lage falsch geführt wurde.

Was mir nicht eingeht - wie kann man etwas mit dem Parallelanschlag abrunden?

Gruss

Rolf
 
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Tamaris-PA

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RRS schrieb:
Was genau habt ihr mit der Fräse gemacht?

Grundsätzlich könnte es an der Fräserqualität liegen. Es ist nun mal so, dass man von billigen Fräsern keine sauberen Schnitte erwarten darf. Aber ich kenne ja die eingesetzten Fräser nicht.

Eine andere Möglichkeit ist, dass der fräser in Relation zur Schichtlage der ausgerissenen Lage falsch geführt wurde.

Was mir nicht eingeht - wie kann man etwas mit dem Parallelanschlag abrunden?

Gruss

Rolf

Was man mit dem Fräser eben macht, an den Kanten entlangfahren (15mm Multiplex) 12er Fräser guter Qualität.

Der Paralellanschlag ist dazu da, das man nicht in die Schraubenlöcher kommt, wenn die Kiste noch nicht gespachtelt ist.

Das Holz ist leicht nach unten eingerissen, das kann ich mir nicht erklären, das Problem hatten wir mit unserer billigen Maschine nie.
 
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Hallo,

bei Multiplex darf die Schneide des Fräsers nicht über die Fläche laufen. Schwer zu beschreiben das Ganze. Wenn du Kanten bündig fräsen möchtest und der Fräser dabei nicht nur die Kante berührt, sondern auch die Fläche des daraufstoßenden Brettes reißt es aus. Genauso ist es beim Abrunden. Angenommen du hast einen 10mm viertelstabfräser und rundest eine Multiplexkante ab, so darf der Fräser nicht zu tief eingestellt werden, sonst franst es.

du schreibst, dass du mit dem Parallelanschlag die Kanten bündig fräst. Das ist nicht die beste Lösung dafür. Kauf dir einen richtigen Bündigfräser mit Anlaufring und Wendeplatten. Da mußt du einmal ca. 80 Euro + Wendeplatten investieren, hat aber dann Ruhe und wirklich bündig gefräste Kanten, die nicht ausreißen.

An der Fräse selbst wird es nicht liegen.

Gruß

Heiko
 
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RRS

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Also wenn ich das richtig verstehe, geht ihr mit einem Halbrundfräser über die Kanten, um die scharfe Kante zu brechen? Ich hoffe doch mal nicht, ihr wollt damit die Kante begradigen? Das wäre nun der völlig falsche Weg!

Abrunden macht man nicht mit Parallelanschlag (unabhängig vom Material), sondern mit einem guten, kugelgelagerten Abrundfräser, der mit dem Lager die Kante entlanggeführt wird. Geht natürlich nur, wenn die Kante zuvor schon sauber bestossen ist, was aber sowieso der Fall sein muss.

Kanten gerade bearbeiten entweder mit dem Handhobel, der Abrichte oder auf dem Frästisch.

Wichtig ist auch, den Fräser immer gegen die Drehrichtung zu führen. Einmal andersrum und Splitter sind vorprogrammiert.

Meine Erfahrung mit Festool OFQ1010 und 12er- Abrundfräser der gleichen Firma zeigen keine Ausrisse, wenn das Multiplex 1. Wahl ist. Da ist der 2. Knackpunkt - das oft um mehr als 100% überteuerte Baumarkt-Material ist oft von der Verleimung her B- oder C-Qualität, während der Holzhandel zumeist nur A-Qualitäten führt. Die schlechten Qualitäten tendieren natürlich zu Leimaufbrüchen.

Es ist im Übrigen ein Fehler zu glauben, mit Oberfräsen bearbeitete Teile bedürften keiner Nacharbeit mehr. Das ist eher selten der Fall.

Gruss

Rolf
 
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Tamaris-PA

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sofern die boxen noch nicht gespachtelt sind muss man mit einem paralellanschlag arbeiten, sonst kommt man in die schraubenlöcher, wenn man sie vorher schon spachtelt, geht die spachtelmasse beim fräsen gerne mal raus.

der fräser ist ein abrundffräser 12mm mit anlaufring.
 
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Dietrich

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Hallo Tamaris-PA,

fräst Du wirklich im Gegenlauf?

Du nimmst die Fräse an den Griffen so, das die Anzeige bzw. Stellrad der Höhenfeineinstellung zu Dir schaut, und ziehst die OF mit laufendem Fräser zu Dir hin!

MPX mit dem 12,7mm Radienfräser würde ich mindestens in 2 evtl. in 3 Arbeitsgängen fräsen, beim letzten Durchgang 1-2/10mm tiefer als vorher, wenig Spanabnahme bei der Endbearbeitung ergibt ein sauberes Fräsbild.
 
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Tamaris-PA

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Ist bei dem Projekt nicht weiter Schlimm, aber ist eben je nach Projekt schonmal wichtig. Die Werkbank muss auch mal abgerundet werden, da werde ich mir die Tips zu Herzen nehmen.
 
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Hallo,

ich kann das jetzt irgendwie nicht ganz nachvollziehen. Wenn das Kugellager über die Schraubenlöcher läuft, wie kannst du dann einen Überstand wegfräsen? Wenn ich eine Ecke aus zwei Brettern verschraube, kann doch nur die Seite überstehen, in die die Schrauben gedreht werden. Wenn ich dann bündig fräsen will, läuft das Kugellager über die Seite, die keine Schraubenlöcher hat.

Du schreibst, dass die Spachtelmasse beim Fräsen rausbricht, das sollte nicht passieren, du scheinst hier entweder eine falsche Spachtelmasse zu nehmen oder die Schrauben sind nicht tief geng versenkt, das führt auch dazu, das die Spachtelmasse nicht hällt. Wir fräsen teilweise auch noch nach dem Spachteln und dem ersten Schleifen und da bricht nichts raus.

Vielleicht kannst du ja auch mal ein Bild einer sochen Ecke zeigen, dann sieht man das Problem vielleicht etwas besser und kann dir Tips geben.

Gruß

Heiko
 
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Tamaris-PA

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Heiko schrieb:
Hallo,

ich kann das jetzt irgendwie nicht ganz nachvollziehen. Wenn das Kugellager über die Schraubenlöcher läuft, wie kannst du dann einen Überstand wegfräsen? Wenn ich eine Ecke aus zwei Brettern verschraube, kann doch nur die Seite überstehen, in die die Schrauben gedreht werden. Wenn ich dann bündig fräsen will, läuft das Kugellager über die Seite, die keine Schraubenlöcher hat.

Wenn man beim Fräsen in die Schraubenlöcher kommt ist es eben schon blöd, wir arbeiten teilweise zu 3 in der Werkstatt und nicht jeder weiß über alles bescheid, das ändert sich aber mit der Zeit noch.

Heiko schrieb:
Du schreibst, dass die Spachtelmasse beim Fräsen rausbricht, das sollte nicht passieren, du scheinst hier entweder eine falsche Spachtelmasse zu nehmen oder die Schrauben sind nicht tief geng versenkt, das führt auch dazu, das die Spachtelmasse nicht hällt. Wir fräsen teilweise auch noch nach dem Spachteln und dem ersten Schleifen und da bricht nichts raus.

Vielleicht kannst du ja auch mal ein Bild einer sochen Ecke zeigen, dann sieht man das Problem vielleicht etwas besser und kann dir Tips geben.

Gruß

Heiko

Die Spachtelmaße ist meist Schnellspachtel, aber gerne auch mal 2K Spachtel aus dem Auto Bereich(härtet sehr sehr schnell und lässt sich sehr gut schleifen, aber dann stinkt die ganze Werkstatt + das halbe Lager danach)

Bilder kann ich morgen früh reinstellen.
 
Thema: Ausreissen von Multiplex verhindern

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