AEG verlagert restliche Produktion nach Tschechien

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H.-A. Losch

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Wie der SWR berichtet, will der Elektrowerkzeughersteller AEG Electric Tools in seinem Werk in schwäbischen Winnenden bis zum Sommer 2011 300 von derzeit noch 440 Arbeitsplätzen abbauen.

Das AEG-Werk in Winnenden gibt es seit fast 50 Jahren. In Spitzenzeiten waren dort 2000 Mitarbeiter beschäftigt. Nach der Auflösung des AEG-Konzern wurde die Elektrowerkzeugproduktion an den schwedischen Atlas Copco-Konzern und im Jahr 2004 schließlich an den chinesischen TTI-Konzern verkauft (siehe auch: http://www.werkzeug-news.de/news4/05-aeg-milwaukee-verkauf.html ). Der Name AEG durfte weiter verwendet werden.

Seitdem wurden immer größere Teile der Produktion aus dem Winnender Werk ins Ausland verlagert. Am Schluss wurden in Winnenden wohl nur noch Bohrhammer produziert. Viele andere Maschinen der tradtionsreichen Marke kamen längst aus China.

Mit dem neuen Schnitt sollen Montage, Fertigung und Forschung ins Ausland oder an externe Lieferanten verlagert werden. Nur Vertrieb und Materialbeschaffung sollen vorerst noch in Winnenden bleiben. Laut Stuttgarter Zeitung (Elektrowerkzeug-Hersteller leiden unter Baukrise) liege die Ursache für die Verlagerung der Produktion in hohem Wettbewerbsdruck und der Baukrise. Branchenkenner wissen aber, dass die meisten AEG-Probleme im eigenen Haus gemacht wurden. Unstetige Vertriebs- und Marketingpolitik sowie Fehler bei der Produktentwicklung brachten die AEG-Werkzeuge immer weiter ins Abseits. Das nun angekündigte Aus für AEG-Maschinen "Made in Winnenden/Germany" wurde in der Branche schon lange erwartet.
 
H.-A. Losch schrieb:
Das nun angekündigte Aus für AEG-Maschinen "Made in Winnenden/Germany" wurde in der Branche schon lange erwartet.
ich gerade noch eine der letzten Maschinen ergattert (SE 3,6) :D
 
Thema: AEG verlagert restliche Produktion nach Tschechien
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