Ablängtechnik

Diskutiere Ablängtechnik im Forum Ketten- + Motorsägen im Bereich Werkzeuge & Maschinen - Hallo, wie würdet ihr einen ca 15m langen Stamm, so mit ca 80 cm Durchmesser, der richtig schön plan und eingedrückt auf dem Waldboden liegt...
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Nuklearno

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08.12.2005
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57
Hallo,
wie würdet ihr einen ca 15m langen Stamm, so mit ca 80 cm Durchmesser, der richtig schön plan und eingedrückt auf dem Waldboden liegt, ablängen, ohne dabei die Kette durch einen zünftigen Schnitt in den Waldboden :wink: zu ruinieren ?
Hab mich dabei neulichs ein wenig dumm angestellt...
 
Gar nicht ablängen, sondern als Stammholz verkaufen.
Und wenn er doch krumm ist, dann liegt er irgendwo hohl. Und da kannst du dann durchsägen. Die beiden kleineren Teile kann man dann normalerweise (wenn kein Ast tief in den Boden gerammt wurde) mit dem Wendehaken drehen, nachdem man so weit wie möglich von oben durchgesägt hat.

mfg
 
Nee, der Stamm ist wirklich kerzengrade und mit einem Wendekaken ist da nichts zu machen
 
Amur schrieb:
Gar nicht ablängen, sondern als Stammholz verkaufen.

"ablängen" bedeutet nicht zwangsläufig "Brennholz sägen" !
Wenn ich von "ablängen" rede, dann meine ich Stammholz ablängen.

Ich gehe auch mal davon aus, dass Nuklearno damit den Stamm vom Industrie-, bzw. Brennholz trennen will ...

Zurück zur Frage:
Erst mal von beiden Seiten (je nach dem, welche Schwertlänge du einsetzt) den Schnitt nach unten bis knapp über den Boden durchführen. Ggf. musst du noch einen Keil oben in den Schnitt setzen, damit sich der Schnitt nicht schliesst.
(Sieht man ja während dem Sägen, ob sich der Schnitt weitet, schliesst oder gleich bleibt ...)
Jetzt hilft nur noch umsichtiges Arbeiten.
Ich fahr den unten verbliebenen Rest dann NIE mit Vollgas durch.
Immer mit Gefühl.

Wenn du das öfters gemacht hast, bekommst du irgendwann ein Auge dafür.

@Nuklearno
Aber lass mich nicht dumm sterben:
Stammholz/Industrieholz oder (wider Erwarten) doch Brennholz ?
 
... es ist wider erwarten Brennholz, 1a Buche, stand ganz fürchterlich im Weg und ist bereits kleingemacht
 
:shock:

Wie war die Qualität des Stammes ?

War das dein eigenes Bäumchen, oder hast du das von einem Förster zur Brennholzaufarbeitung bekommen ?
 
das ist zugewiesenes Brennholz aus einem Privatwald gewesen.
Bei uns in SH lassen Sie keine Selbstwertber mehr in die Wälder- total überlaufen.

Zustand des Holzes: sehr gerade gewachsen, ausladende Krone,
keinerlei Anzeichen von morschem oder befallenen Holz.
Schnittfläche ist schneeweiß
 
Hm - müsste ich gesehen haben, um die Qulität zu bestimmen.
Auch wenn das Holz schneeweiss ist, kann es mindere Qualität sein ...

Der Privatwaldbesitzer sollte das schon wissen ...
Deshalb wirds wohl mehr ne C- Buche gewesen sein.

War der Stamm astig, hatte er Drehwuchs oder zeigte er andere Mängel am Stamm ?
 
Wenn der Stamm nicht allzu dick(schwer) ist und der Untergrund nicht zu weich dann kannst du versuchen mit einem Sappi /Sappel den Stamm vom Boden hochzuhebeln. Natürlich sollte man das zu zweit machen einer hebelt hoch der andere schneidet :)
Im letzten Sommer/Herbst hab ich so sehr viele Föhren (ca 16-20cm)
abgelängt...


Gruß Thomas
 
Wo in SH wohnst du denn? Oder lässt der Förster keine Neuen mehr in den Wald? Ich weiß von einigen langen Wartelisten aber nicht, dass keiner reingelassen wird. Ich bin seit zwei Jahren in SH Selbsterwerber (vorher Niedersachsen)
MfG
Hanno
 
Huski Tom schrieb:
....
Im letzten Sommer/Herbst hab ich so sehr viele Föhren (ca 16-20cm)
abgelängt...


Gruß Thomas

Da mag das schon gehen, aber Buchen Langholz mit 80cm Druchmesser ist eine ganz andere Kategorie. Da geht mit anheben nix. Bestenfalls mit einem großen Fällheber drehen. Aber nur wenn der Boden hart ist und der Stamm kerzengerade ohne Äste ist und gut liegt. Wenn der in den Boden eingesunken ist, macht er keinen Mucks.

Sofern gar nicht anders möglich, anreissen und an ein paar Stellen (alle 4-6m oder Mitte?) vorsichtig durchschneiden und den Stamm in kleinere drehbare Abschnitte aufteilen. AN den Schnittstellen den Boden möglichst viel entfernen. Ganz wird sich eine Bodenberührung nicht ausschließen lassen.
Was anderes fällt mir jedenfalls nicht ein, ausser Maschineneinsatz (drehen mit Traktor). Aber da ist Kette nachfeilen wohl fast genauso schnell.

mfg
 
@forstler
Ich denke auch, dass der Walbesitzer weiß, was er macht.
Aber für mein einfach geschultes Auge machte der Stamm einen guten Eindruck. Gerade gewachsen, Astwerk setzte ziemlich hoch an, sah aus wie ein Metallsäule ... das ist aber nur mein Eindruck

@lauenburger
Stimmt, es gibt Wartelisten. Aber selbst auf diese bin ich nicht mehr gekommen (bin sogar schon ausgelacht worden :cry: )

Bei uns sind so pro Forstbezirk je ca. 150 Leute am Start .
Kein einziger Förster hat sich zumindest meine Telefonummer mal notiert, so dass ich wenns denn noch was geben sollte, ich ne Info bekomme - schlimm
 
Hat mich halt stutzig gemacht.
Ich kenne nämlich niemanden der eine komplette 80er Buche zu Brennholz verarbeitet (sofern es einigermassen ein schöner Stamm ist).
Denn normalerweise bekommt man für das Stammholz mehr als für Brennholz.
 
Das einzige was ich mir vorstellen könnte , wäre der Verkauf von Industrieholz , weil diese es nicht abnehmen will oder zu niedrige Preise zahlt. Sicherlich ist es eine Sauerei wertvolles Nutzholz zu verbrennen aber es gibt zum Beispiel auch die Verbrennung von Getreide zu Heizzwecken was ich persönlich genauso schlimm finde , ist zwar nicht überall erlaubt , kommt aber vor. Natürliche Pellets sozusagen.

MfG , Hellwig 8)
 
In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Forst&Technik" steht was anderes:

Der Preis für das Industriehiolz zieht an, da derzeit viel Holz in Energieholz verarbeitet wird.
Das Holz fehlt dann natürlich der Industrie.
Prognosen besagen, dass der Preis für das Industrieholz noch weiter steigen wird.

Aber so wie Nuklearno den Stamm beschrieben hat, kann ich mir nur schlecht vorstellen, dass der ganze 15m-Stamm ein Industrieholz gewesen sein soll.
Selbst für einen C-Stamm bekommt man in der Regel mehr, als wenn man ihn als Brennholz verkauft ...
 
Ich denke, dass die Preise nicht nur für Industrieholz, sondern auch beim Brennholz ansteigen werden. Wie stark die Preise steigen werden, hängt von der Nachfrage ab und da bei Weitem noch nicht alle Bauten einen Kachelofen oder gar eine Holzzentralheizung haben, wird Holz sicher längerfristig teurer werden.
 
Mich haben noch vor kurzem meine Kumpels ausgelacht: "was will der mit mehreren Sägen voller Forstmontur nem Spalter, Anhänger u.s.w. " Nun kommen plötzlich alle und fragen nach aufgearbeitetem Brennholz, oder ob se mir helfen sollen und bekommen dafür Brennholz. Will natürlich keiner Spalten oder schleppen sondern alle nur schön aufm Polter stehen und Sägen.
Ich nehm jetzt mal den ein oder anderen mit ins Kronenholz, dann gibts Handschuhe an und es wird gestapelt! Und plötzlich scheinet denen 60€ für getrocknetes Brennholz garnicht mehr so viel zu sein! Also der Preis wird weiter steigen!
Grüsse: Marc
 
Knatterton schrieb:
Mich haben noch vor kurzem meine Kumpels ausgelacht: "was will der mit mehreren Sägen voller Forstmontur nem Spalter, Anhänger u.s.w. " Nun kommen plötzlich alle und fragen nach aufgearbeitetem Brennholz, oder ob se mir helfen sollen und bekommen dafür Brennholz. Will natürlich keiner Spalten oder schleppen sondern alle nur schön aufm Polter stehen und Sägen.
Ich nehm jetzt mal den ein oder anderen mit ins Kronenholz, dann gibts Handschuhe an und es wird gestapelt! Und plötzlich scheinet denen 60€ für getrocknetes Brennholz garnicht mehr so viel zu sein! Also der Preis wird weiter steigen!
Grüsse: Marc

Genau , mitnehmen und mal richtig MITARBEITEN lassen. Dann noch darauf hinweisen das man das gespaltene Holz erst nach 2 Jahren verbrennen darf und schon sehen sie das Wort "Holzmachen" mit ganz anderen Augen ! So jemand wird sich dann auch nicht mehr über Waldarbeiter oder Selbstwerber lustig machen.

MfG , Hellwig 8)
 
Das ist richtig so !
Leider finde ich selten ein paar Helfer.
Zu 98% sind es mein Vater und ich ...
Alle wollen nur kaufen und nix arbeiten ...

Ich glaube auch, dass die Brennholzpreise weiter steigen werden.
Besonders die (immer mehr gefragten) Brennholzpolter.
Denn durch die steigenden Spritpreise müssen auch die Rückeunternehmen mehr Geld verlangen. Und dadurch kostet dann das Polterbrennholz mehr.
Ich denke aber, dass die normalen Flächenlose preislich in einem erträglicheren Preisrahmen bleiben werden, da hier nicht so viel Unternehmerarbeit drin steckt.
Gut - der Selbstwerber muss ein bisschen Mehrarbeit leisten.
Aber das nimmt man doch für die einigen eingesparten Euros gerne in Kauf, oder ?
 
stimmt, ich nehm jetzt schon mit was ich kriegen kann - bin auch mal gespannt, wo das hinführt
 
Thema: Ablängtechnik

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