18mm Loch zum Oval erweitern

Diskutiere 18mm Loch zum Oval erweitern im Forum Metallbearbeitung im Bereich Anwendungsforen - Hallo, ein 10x50mm Baustahl mit 18mm Bohrung ist als Zapfenlager in einen Betonpfeiler eingemörtelt. Um eine Verstellbarkeit zu erreichen, möchte...
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hansdruck

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Hallo,
ein 10x50mm Baustahl mit 18mm Bohrung ist als Zapfenlager in einen Betonpfeiler eingemörtelt. Um eine Verstellbarkeit zu erreichen, möchte ich diese Bohrung zu einem Oval erweitern, das schließlich 18x(9+20+9)mm = 18x38mm groß ist.
Ich bin kein Metaller, daher bitte ich um Nachsicht für die dummen Fragen:
Ich stelle mir vor, zunächst das zweite Loch zu bohren, was bei diesem Durchmesser auf der Leiter stehend wohl nicht ganz einfach ist.
Sollte ich stufenweise aufbohren? oder nur in Größe der Querschneide? Bohrmaschine ist eine uralt Metabo SBE620.
Anschließend sind die Längsseiten zu sägen: Sollte man einen Sägeansatz einfeilen oder schräg sägen und anschließend feilen?
Grüße Richard
 
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I10

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Das geht ganz easy mit einem Geradschleifer und Hartmetall Frässtift.
Habe hier etliche Bohrungen in 10mm Material aufgefräßt.
 
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hansdruck

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Hallo, Danke,
so ein Teil habe ich nicht. Muss auch "klassisch" gehen...
Richard
 
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Sollte ich stufenweise aufbohren? oder nur in Größe der Querschneide? Bohrmaschine ist eine uralt Metabo SBE620.
Mit diesem historischen Schätzchen wirst du wohl keine andere Möäglichkeit haben als stufenweise zu arbeiten - mit einer Schrittweite, die die Maschine schafft. Alternativ kannst du eine Lochsäge nehmen, dann hat die Bohrmaschine nicht ganz so viel zu tun.

Dem Sägeblatt erstmal etwas Platz zu verschaffen ist eine gute Idee. Sonst bleibt an den Seiten einiges stehen und du hast ordentlich zu Feilen.

Es gibt übrigens auch HSS-Fräser für die Bohrmaschine. Die sind natürlich nicht ganz so effektiv wie der Gradschleifer, aber immernoch besser als von Hand.
 
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hansdruck

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Hallo,
ich habe eine Trend T4 Oberfräse mit herausnehmbarem Fräsmotor, 750Watt, 43mm Spannhals und 6/8mm Spannzange. Die geht im Leerlauf bis 34.000/min. Die müsste ich auch als Geradschleifer verwenden können. Dann bräuchte ich nur einen Frässtift. Klappt das?
Richard
 
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Ich sehe jetzt spontan nicht, warum das nicht gehen sollte. Eventuell, weil die Fräse und die Metallspäne sich nicht vertragen.

Ein Fräser von 6, höchstens 8 mm Durchmesser sollte gut passen.

Gerade wenn du über Kopf arbeitest, solltest du eine sehr dichte Schutzbrille haben. Die Späne, die da rauskommen, sind ziemlich fies.
 
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hansdruck

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Hallo, das ist gut.
Ruko scheint ein gutes PL-Verhältnis zu haben, Pferd ist teuer.
Vielleicht mit einem 3er-Satz beginnen?
Welchen Durchmesser benötigt man für einen schmaleren Schlitz z.B. 8mm? Nimmt man genau den passenden oder einen kleineren und arbeitet man in mehreren Durchgängen? Geht man immer von einem Loch aus, oder arbeitet man sich zunächst durch das Material.
Gibt es weitere Marken oder Hinweise?
Grüße Richard
 
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Dirk

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Gerade wenn du über Kopf arbeitest, solltest du eine sehr dichte Schutzbrille haben. Die Späne, die da rauskommen, sind ziemlich fies.
Solche Arbeiten macht man niemals ohne Schutzbrille!
 
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hansdruck

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Danke, Dirk, ich habe genügend eigene Erfahrungen inklusive Sonntagsbesuch beim Augenarzt zur Splitterentfernung. Ist aber schon 35 Jahre her. Seitdem nur noch mit Schutzbrille.
Aber Tipps zur Fräserauswahl sind willkommen: z.B. Ruko 116004
Richard.
 
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Vielleicht mit einem 3er-Satz beginnen?
Das kannst du natürlich, wird aber hier wohl nicht notwendig sein. Wenn das einigermaßen gut zugänglich ist, kommst du mit einem einzelnen, walzenförmigen Fräser aus.

Welchen Durchmesser benötigt man für einen schmaleren Schlitz z.B. 8mm? Nimmt man genau den passenden oder einen kleineren und arbeitet man in mehreren Durchgängen?
Immer einen kleineren. Pferd gibt irgendwo in seinem Katalog an, dass man einen Fräser nicht mehr als 1/3 seines Umfangs ins Material "eingraben" sollte. Das kann ich aus Erfahrung bestätigen. Die fangen dann an zu "rattern" und dann besteht die Chance, dass sie Zähne verlieren etc. Also einfach eine Nut wie bei Holz zu fräsen, ist nicht.

Die "Tough" von Pferd sollen sich laut denen sehr gut schlagen, wenn sie mehr Materialkontakt haben, dazu habe ich aber keine Erfahrungen.

Geht man immer von einem Loch aus, oder arbeitet man sich zunächst durch das Material.
Wie es dir am besten passt, aber von einem Loch aus dürfte einfacher sein.

Gibt es weitere Marken oder Hinweise?
Neben Pferd habe ich noch Tyrolit. Biax stellt soweit ich weiß auch gute Fräser her. Karnasch und Rhodius dürften etwas billiger sein, aber beiden würde ich wohl auch vertrauen.
Von Pferd gibt es immer wieder sehr günstige, wenn man nicht gerade genau einen speziellen Fräser sucht. Z. B, https://www.idealo.de/preisvergleich/OffersOfProduct/200779977_-hss-fraesstift-22410736-pferd.html oder
https://www.idealo.de/preisvergleich/OffersOfProduct/200780205_-hss-fraesstift-22405036-pferd.html

Die von dir verlinkten Rukos würde ich übrigens nicht nehmen. Die 10 mm Durchmesser könnten für deine Fräse etwas viel sein - gerade weil bei dem Durchmesser auch weniger Umdrehungen als 34 000 notwendig sind und du das Gerät dann nochmal runterstellen musst. Selbst bei 8 mm würde ich schon etwas runter gehen.
 
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hansdruck

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Hallo,
meine Trend ist regelbar. Ich habe ein Pferd-Video gesehen und da ging es so um 20000/min zur Sache. Da wurde das auch mit dem 1/3 "des Kopfes" gesagt im Zusammenhang mit dem Eintauchen. Ich verstehe das so, dass man unter dem Radius bleiben muss, denn ganz eintauchen wäre der Durchmesser. Auch vom Umschlingungswinkel ist die Rede, der aber nicht weiter quantifiziert wird.
Im Katalog steht dann genauer:
Sie darauf, dass der Umschlingungswinkel maximal 1/3 des Frässtiftumfanges beträgt.
Geht man von einem Loch aus, kann man also nicht einfach eine schmalere Nut ziehen, weil dann ja der halbe Fräser im Eingriff ist. Schaukelt man sich dann so bogenförmig durch oder zieht man schräg die Rille?
Grüße Richard
 
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Schräg eine Rille ist dann auch wieder ein großer Teil des Umfangs. Aber du solltest einfach versuchen, wie es am besten bei dir funktioniert (wird wohl eine Kombination aus beidem sein). Du wirst ziemlich schnell merken, was dem Fräser gefällt und was nicht - das Feedback ist sehr direkt. Wenn es rattert, anders ansetzen.

Solche Arbeiten macht man niemals ohne Schutzbrille!
Der Fokus lag eher auf "dicht" als auf "Schutzbrille", also eine Korbbrille. Hier geht es nicht nur um direkte Treffer von vorne, sondern auch um das, was so rumrieselt. Die Späne sind wenige Zehntel dick und ca. 3 mm lang - also schöne kleine Nadeln und die hat man auch überall sitzen...
 
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I10

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Oh ja! Die Späne sind wirklich extrem. Die findest du in der Kleidung an den unmöglichsten Stellen wieder.
Ich hatte zusätzlich zur Schutzbrille noch einen Vollvisierhelm ( Industrie nicht Motorrad).
Und wenn du zwischendurch pinkeln gehst,hast du die Späne da auch.
 
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Senkblei

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Hallo,
ich habe eine Trend T4 Oberfräse mit herausnehmbarem Fräsmotor, 750Watt, 43mm Spannhals und 6/8mm Spannzange. Die geht im Leerlauf bis 34.000/min. Die müsste ich auch als Geradschleifer verwenden können. Dann bräuchte ich nur einen Frässtift. Klappt das?
Richard
Könnte man damit in 2 mm Blech Ausschnitte fräsen (ggf. mit einer Führung)? Hat jemand praktische Erfahrung damit?
 
powersupply

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Könnte man damit in 2 mm Blech Ausschnitte fräsen (ggf. mit einer Führung)? Hat jemand praktische Erfahrung damit
Folgendes gelesen und verstanden?
Immer einen kleineren. Pferd gibt irgendwo in seinem Katalog an, dass man einen Fräser nicht mehr als 1/3 seines Umfangs ins Material "eingraben" sollte. Das kann ich aus Erfahrung bestätigen. Die fangen dann an zu "rattern" und dann besteht die Chance, dass sie Zähne verlieren etc.

PS
 
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Senkblei

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Mir ist unklar, auf was sich dies genau bezieht. Beim Fräsen in der Praxis kann man dies niemals systematisch einhalten.

Meine Frage bezog sich auf das Fräsen von Ausschnitten in Schaltschränken bis 2 mm Blechstärke, anstelle Laser oder Stanzen. Plasma muss ich testen. Bislang habe ich nur gestanzt und CNC lasern lassen. CNC Plasma sofern technisch möglich oder CNC Fräsen wären in-house denkbar, CNC Laser ist aufgrund der zu hohen Anlageanschaffungskosten nicht realistisch obwohl technisch die beste Lösung.
CNC Plasma oder Fräsen kann man selbst entwickeln, beim CNC Laser ist bereits alleinig der Laser (inkl. Schneidkopf und Optiken) zu teuer und zudem sollten dann ausreichende Auslatungen erreicht werden. Ferner ist die Wartung eines grösseren Lasers ist nicht so einfach.
 
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Beim Fräsen in der Praxis kann man dies niemals systematisch einhalten..
Doof, dass sich die Physik für die Praxis nicht ändert. Praxis: Siehe oben - wenn es rattert, anders ansetzen. Es geht hier immerhin um einen freihändig geführten Gradschleifer(ersatz). Eine Portalfräse kann auch "in die Vollen" fräsen und wäre in deinem Fall wohl eher das Mittel der Wahl.
 
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hansdruck

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Hallo,
leider finde ich es nicht mehr wieder: Irgendwo habe ich einen Fräsmotor in einen Fräsständer eingespannt gesehen und das Werkstück auf einem Kreuztisch.
Grüße Richard
 
powersupply

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Probiers doch einfach aus. So ein Fräser kostet nicht die Welt. Habe auch schon bei RIC einen teurer Bohrer gekauft und gleich beim zweiten erfolgreich Loch zerstört...
Zum Fräsen noch was: Ich hab auf meiner Tischbohrmaschine auch schon Fräsarbeiten durchgeführt. Da durfte ich mit einem scharfen Fräser in der Tiefe jeweils nur wenige Zehntel zustellen. Einen Schlitz in Blech zu fräsen kann ich mir momentan nicht vorstellen. Freihändig schon gar nicht.

PS
 
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Ein_Gast

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Das geht problemlos mit diesen Fräsern an einem Gradschleifer, nur halt nicht gerade durch. Wenn man sich "halbmondförmig" vorarbeitet, kann man schon ordentliche Löcher damit graben. Nur würde ich bei wiederkehrenden Blecharbeiten höchstwahrscheinlich andere Methoden wählen (Nibbler?). Wohlgemerkt freihand. Laser, Stanzen und Portalfräsen ist eher für stationäres Arbeiten.
 
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