Mafell LO 50 <> Festool OF 1010

Hier geht es um Elektrowerkzeuge und ihre Anwendung

Moderatoren: Dirk, Dominik Liesenfeld

Gast

Mafell LO 50 <> Festool OF 1010

Beitrag von Gast » Donnerstag 16. Februar 2006, 19:11

Hallo,

heute hat mein freundlicher Mafell Händler meine Festool OF 1010 in Zahlung genommen.

Da ich nun den direkten Vergleich beider Maschinen und der entsprechenden Führungssystme habe, möchte ich euch meine Erfahrungen nicht vorenthalten.

Zunächt einmal die Punkte, die mich an der Fetool störten:

1. Die Absaugung funktioniert nur bei geringen Spanmengen. Bei größeren Mengen verstopft der recht kleine Durchlass sehr schnell.

2. Die Klemmung der Frästiefenverstellung muss sehr fest angezogen werden. Sehr oft passierte es mir, dass ich zwar dachte fest genug angezogen zu haben, aber es war dann doch nicht fest.

3. Das kleine Plastikteil, das den Fräser verdeckt und für eine gute Spanabsaugung sorgen soll, stört sehr oft bei der Montage von Fräsern mit größeren Durchmessern.

4. Wenn man einen Kopierring montiert muss man mit verschiedenen Schrauben hantieren, Torx für den Plastikring und Schlitz für den Kopierring.

5. Der schräge Griff gefällt mir persönlich nicht. Mir liegt ein gerader Griff mehr.

6. Beim Einsatz von langen Wendeplattenfräsern vibriert die Maschine sehr stark. Dabei verstellt sich die Tiefeneinstellung.

7. Das Arbeiten mit der Führungsschiene ist ein Witz. Die Maschine liegt nur max. mit der Hälfte des Maschinentisches auf der Schiene. Das kleine Plastikteil, dass dies ausgleichen soll bietet keine ausreichende Auflage.Der FS- Adapter muss mit einer Hand festgehalten werden und heruntergedrückt werden. Der Adapter hat entweder Spiel oder ist zu stramm. Daziwischen ist keine Einstellung möglich. Alles in allem ist diese Art zu fräsen sehr wackelig.

ABer ist das nun bei der Mafell besser? Antwort Ja!

Zu 1) Die Maschine läßt sich wunderbar absaugen. Auc große Mengen an Spänen werden sehr gut abgeführt.

Zu 2) die Klemmung für die Frästiefe läßt sich sehr gut fixieren. Der Knauf liegt besser in der Hand und zieht schön fest.

Zu 3) Beim Einsetzen von größeren Fräsern kann die Absaughaube sehr schnell gelöst werden und stört somit beim Wechseln nicht.

zu 4) zur Montage von Kopierringen benötigt man keine zwei Werkzeuge und die Montage erfolgt mit den gleichen Schrauben.

zu 5) die Mafell hat einen geraden Griff, gefällt mir persönlich besser.

zu 6) Nach Aussage meines Händlers werden beide Maschinen von Festool gebaut. Bei der Mafell werden aber z. B. andere Lager verbaut, was erklärt, warum bei der Mafell weniger Vibrationen auftreten.

Zu 7) Das Mafell Führungslineal ist nach einer ganz anderen Systematik aufgebaut. Ich habe es heute beim Händler getestet. Die Maschine sitzt sehr schön fest darin, nichts wackelt. Man kann beide Hände für die Maschine verwenden und muss keinen Adapter festhalten. Fineinstellung und Längenbegrenzung sind bereits enthalten. Alles ist aud Metall und macht einen sehr guten Eindruck. Die Maschine liegt voll auf, nichts wackelt.


Der Preis von knapp 200 Euro hielt mich allerdings davon ab, das Führungslineal direkt mitzunehmen. außerdem habe ich derzeit keinen echten Bedarf dafür.

Was noch erwähnt werden sollte ist, dass bei Mafell die Feineinstellung für den Parallelanschlag und ein Kopierring mitgelifert werden, was bei Festool nicht der Fall ist.

Dass der Service bei Festool so toll ist, kann ich auch nicht bestätigen. Ich habe zweimal per Mail angefragt, welcher Durchmeser bei den Kopierringen angegeben ist, innen oder Außen. Die letzte Anfrage war vor fünf Wochen. Eine Antwort habe ich nie erhalten. Einen Katalog habe ich online bestelt. Mal davon abgesehen, dass die Bestellprozedur etwas übertrieben ist (fehlt nur noch eine Schufa anfrage), sechs Wochen Lieferzeit für einen Katalog sind einfach zu lang,passen aber zu den langen Lieferzeiten für Zubehör.

Alles in allem bin ich froh, das ich jetzt die Mafell habe. Vor allem, weil ich kein Verlustgeschäft gemacht habe und für die Festool einen guten Preis bekam. Ich habe dann gerade noch einen Hitachi Faustschleifer, einen Satz Schleifpapier, drei Rauchmelder, zwei Lochsägen und einen guten Satz Maul/ Ringschlüssel mitgenommen und dann gerade mal einen Hunni draufgezahlt :-)

Ich möchte hier jetzt keine Diskusion "Mafell ist besser als Festool" lostreten, sondern lediglich meine eigenen Erfahrungen aufzeigen. Jeder darf natürlich mit seinem Festool Werkzeug glücklich werden.


Gruß

Heiko

P.S. Die Feineinstellung für den FS Adapter habe ich behalten. Der ist jetzt an meinem (sebstgebauten) Fräszirkel.

Dietrich
Moderator
Beiträge: 6561
Registriert: Montag 26. Januar 2004, 17:24
Wohnort/Region: MTK
Kontaktdaten:

Beitrag von Dietrich » Donnerstag 16. Februar 2006, 19:52

Hallo Heiko,

duck Dich, das schwarze Imperium schlägt zurück:-)))
Gruß Dietrich

www.holz-seite.de

Werkzeug made in Germany, eine Klasse für sich

ChristianA
Beiträge: 2802
Registriert: Freitag 9. April 2004, 15:38
Wohnort/Region:
Wohnort: Österreich

Re: Mafell LO 50 <> Festool OF 1010

Beitrag von ChristianA » Donnerstag 16. Februar 2006, 20:16

Guten Abend, Heiko!

Danke für den interessanten Bericht.
Heiko hat geschrieben: 4. Wenn man einen Kopierring montiert muss man mit verschiedenen Schrauben hantieren, Torx für den Plastikring und Schlitz für den Kopierring.
Ist es möglich, dass hier unterschiedliche "Versionen" im Umlauf sind?
Bei meiner OF 1010 (gekauft 2003) ist der Plastikring mit "Kombischrauben", die sich sowohl mittels Torx- als auch mittels Schlitzschraubendrehern betätigen lassen, befestigt. Meinem Kopierring (ebenfalls 2003 gekauft, allerdings noch in blauer Verpackung mit "Festo" Aufschrift) lagen Schlitzschrauben bei.
Ob man die Schrauben des Plastikrings auch für Kopierringe verwenden könnte, weiß ich aus dem Stegreif nicht.
Heiko hat geschrieben:Der Preis von knapp 200 Euro hielt mich allerdings davon ab, das Führungslineal direkt mitzunehmen. außerdem habe ich derzeit keinen echten Bedarf dafür.
Eine günstige und ebenso einfache Selbstbauvariante findet man hier. Wird deinen Ansprüchen zwar vielleicht nicht genügen, aber für den einen oder anderen ist die Seite unter Umständen eine nützliche Anregung.
Heiko hat geschrieben:Ich habe dann gerade noch einen Hitachi Faustschleifer, einen Satz Schleifpapier, drei Rauchmelder, zwei Lochsägen und einen guten Satz Maul/ Ringschlüssel mitgenommen und dann gerade mal einen Hunni draufgezahlt :-)
Ein Erfahrungsbericht über den Schleifer würde mich interessieren.

Heiko hat geschrieben:P.S. Die Feineinstellung für den FS Adapter habe ich behalten. Der ist jetzt an meinem (sebstgebauten) Fräszirkel.
Könntest du davon Fotos posten?

Herzliche Grüße

Christian

Gast

Re: Mafell LO 50 <> Festool OF 1010

Beitrag von Gast » Donnerstag 16. Februar 2006, 20:21

Hallo,
Christian Aufreiter hat geschrieben: Ein Erfahrungsbericht über den Schleifer würde mich interessieren.

Heiko hat geschrieben:P.S. Die Feineinstellung für den FS Adapter habe ich behalten. Der ist jetzt an meinem (sebstgebauten) Fräszirkel.
Könntest du davon Fotos posten?

Herzliche Grüße

Christian

Also den Schleifer muss ich erst mal selbst ausprobieren. Ich habe ihn nur mal kurz eingeschaltet. Vibrationen kommen beim Bediener so gut wie keine an.

Am Samstag werde ich mal einige Fotos vom Fräszirkel und der Feineinstellung daran machen. Wenn ich dann noch das Kabel der Kamera finde stelle ich einige Bilder online.

Gruß

Heiko

ChristianA
Beiträge: 2802
Registriert: Freitag 9. April 2004, 15:38
Wohnort/Region:
Wohnort: Österreich

Re: Mafell LO 50 <> Festool OF 1010

Beitrag von ChristianA » Donnerstag 16. Februar 2006, 21:46

Heiko hat geschrieben: Am Samstag werde ich mal einige Fotos vom Fräszirkel und der Feineinstellung daran machen. Wenn ich dann noch das Kabel der Kamera finde stelle ich einige Bilder online.
Danke, das wäre toll.

Christian

suedwind
Beiträge: 3
Registriert: Montag 13. Februar 2006, 10:38
Wohnort/Region:

Beitrag von suedwind » Freitag 17. Februar 2006, 09:18

Hallo Heiko

Interessante Gegenüberstellung. Deine Punkte 1,3 und 4 bewogen mich damals die of1400 zu kaufen. Vor allem die Absaugung sowie der Klickverschluß der Kopierringe und der Absaughilfe funktionieren (ohne Werkzeug) prima. Die Absaughaube an der Fußplatte läßt sich mit einem Griff vollständig entfernen. Die Probleme mit der Klemmung habe ich beim Vergleich 1010/1400 eigentlich nicht feststellen können, Wendeplattenfräser habe ich bisher nicht benutzt.

Mit der Führungsschiene komme ich gut zurecht. Die Feineinstellung am Führungsschienenadapter (eigentlich zwei Adapter mit Verstellung der Abstände über Gewinde) der 1400 hingegen halte ich für einen Scherz. Die Verstellung über das Gewinde ist zwar ok, hat aber bei Rechts/Linksdrehung soviel Spiel, dass eine Feinverstellung praktisch nicht möglich und keine Reproduzierbarkeit gegeben ist. Ich habe sie demontiert und benutze eine Messlehre (ist sowieso genauer).

Viel Spaß mit der Mafell (man merkt Deine Begeisterung für die Kiste)!

Heiner

RRS
Beiträge: 508
Registriert: Freitag 5. November 2004, 14:21
Wohnort/Region:
Wohnort: Hessen

Re: Mafell LO 50 <> Festool OF 1010

Beitrag von RRS » Freitag 17. Februar 2006, 11:45

Heiko hat geschrieben:Zunächt einmal die Punkte, die mich an der Fetool störten:

1. Die Absaugung funktioniert nur bei geringen Spanmengen. Bei größeren Mengen verstopft der recht kleine Durchlass sehr schnell.

2. Die Klemmung der Frästiefenverstellung muss sehr fest angezogen werden. Sehr oft passierte es mir, dass ich zwar dachte fest genug angezogen zu haben, aber es war dann doch nicht fest.

3. Das kleine Plastikteil, das den Fräser verdeckt und für eine gute Spanabsaugung sorgen soll, stört sehr oft bei der Montage von Fräsern mit größeren Durchmessern.

4. Wenn man einen Kopierring montiert muss man mit verschiedenen Schrauben hantieren, Torx für den Plastikring und Schlitz für den Kopierring.

5. Der schräge Griff gefällt mir persönlich nicht. Mir liegt ein gerader Griff mehr.

6. Beim Einsatz von langen Wendeplattenfräsern vibriert die Maschine sehr stark. Dabei verstellt sich die Tiefeneinstellung.

7. Das Arbeiten mit der Führungsschiene ist ein Witz. Die Maschine liegt nur max. mit der Hälfte des Maschinentisches auf der Schiene. Das kleine Plastikteil, dass dies ausgleichen soll bietet keine ausreichende Auflage.Der FS- Adapter muss mit einer Hand festgehalten werden und heruntergedrückt werden. Der Adapter hat entweder Spiel oder ist zu stramm. Daziwischen ist keine Einstellung möglich. Alles in allem ist diese Art zu fräsen sehr wackelig.
Hallo Heiko!

Als glücklicher besitzer einer OF 1010 - die Mafell kenne ich nicht - möcht ich meinen Senf dazugeben:

zu 1) das ist wohl eine Frage des Unterdrucks, den die Absauganlage aufbringen kann. Probleme damit kenne ich eigentlich nicht. Ausnahme: einmal bei schlechtem Holz hat der Fräser lange Späne ausgerissen, die sich verklemmten.

zu 2) wenn das so ist, wie Du schreibst, dann ist die Klemmung vermutlich verschlissen.

zu 3) Das Teil kann eigentlich nicht stören, wenn man die Maschine gemäss Spezifikation einsetzt. Die Maschine soll nicht mit Fräserdurchmessern > 30 mm betrieben werden (Dazu ist sie eigentlich auch zu schwach)

zu 4) stimmt nicht für meine Maschine Bj. 2004. Die Schrauben sind identisch.

zu 5) Geschmackssache! Einen geraden Griff wollte ich nach der Erfahrung mit der Formgebung der 1010 sicher nicht mehr.

zu 6) kann ich nicht bestätigen. Unausgewuchtete Fräser oder Lagerschaden?

zu 7) keine Fräse kann mit der Hälfte ihres Durchmessers aufliegen, wenn der Fräser mittig in der Fräsplatte angeordnet ist. Die maximale Auflage ist immer Fräsplattendurchmesser/2 - Fräserdurchmesser/2 (- ein Sicherheitsabstand). Das muss bei der Mafell genauso sein. Die Plastikstütze mag nicht das letzte Wort sein, erfüllt aber bei meinen Arbeiten ihren Zweck gut. Der Schienenadapter lässt sich recht problemlos einstellen. Ein bischen Schmierung verbessert das Ganze noch (aber bloss nicht zuviel!)

Auf der Schiene führe ich die Fräse eigentlich alleine mit ihrem grossen Handgriff einhändig und ohne grossen vertikalen Druck. Das reicht völlig aus,wenn man die Abstützung nutzen kann. Wenn nicht - da stimme ich zu - muss man den Adapter mit führen, wozu er ja auch einen Knopf/Griff hat.

Bei meinem Händler ist Festool-Zubehör - wenn bis Montag bestellt - sicher nach 3 Tagen abzuholen. Katalog? Hat der Händler auch vorrätig.

Ist wohl wie beim Auto - die Anforderungen sind verschieden und die Geschmäcker auch.

Gruss

Rolf

Gast

Re: Mafell LO 50 <> Festool OF 1010

Beitrag von Gast » Freitag 17. Februar 2006, 19:46

RRS hat geschrieben: zu 1) das ist wohl eine Frage des Unterdrucks, den die Absauganlage aufbringen kann. Probleme damit kenne ich eigentlich nicht. Ausnahme: einmal bei schlechtem Holz hat der Fräser lange Späne ausgerissen, die sich verklemmten.
Also ich habe vorgestern mit einem 16er Wendeplattenfräser 1a Buche gefräst. Die Späne haben sich in der engen Öffnung verstopft. Ich kann leider nur schreiben wie es war. Bei der Mafell ist nunal der Spandurchlass größer.
RRS hat geschrieben: zu 2) wenn das so ist, wie Du schreibst, dann ist die Klemmung vermutlich verschlissen.
Nach 20 Betriebsstunden kann die noch nicht erschlissen sein. Es liegt nunmal daran, dass die Form nicht sehr griffig ist und kein fühlbarer "Druckpunkt" vorhanden ist. Je nach Handhaltung, z.B. wenn man während des Fräsens tiefer geht bekommt man einfach nicht genug druck auf die Klemmung.
RRS hat geschrieben: zu 3) Das Teil kann eigentlich nicht stören, wenn man die Maschine gemäss Spezifikation einsetzt. Die Maschine soll nicht mit Fräserdurchmessern > 30 mm betrieben werden (Dazu ist sie eigentlich auch zu schwach)
O.K. Vielleicht hast du gerade einen Abrundfräser 10mm zur Hand. Wenn ja, mach ihn doch mal drauf. Dabei wirst du feststellen, dass du den Maschinentisch sehr weit in Richtung Motor schieben mußt. Zwangsläufig bleibt nur noch wenig Platz zum hantieren mit dem Maulschlüssel. Der Fräser paßt nunmal nicht durch die Öffnung in dem Plastikteil. Das lösen und wieder befestigen des Deckels des Plastikteiles ist auch sehr fummelig. Der Bajonetverschluss der Mafell ist da einfach ein bischen bequemer.
RRS hat geschrieben: zu 4) stimmt nicht für meine Maschine Bj. 2004. Die Schrauben sind identisch.
Bei mir halt nicht. Mag sein, dass man einfach die Torx Schrauben für den Kopierring benutzen kann, probiert habe ich es ehrlich gesagt nicht. Dennoch finde ich es unsinnig überhaupt mehrere Schrauben zu verwenden.
RRS hat geschrieben: zu 5) Geschmackssache! Einen geraden Griff wollte ich nach der Erfahrung mit der Formgebung der 1010 sicher nicht mehr.
Das sind halt persönliche Vorlieben. Jeder wie es ihm am liebsten ist.
RRS hat geschrieben: zu 6) kann ich nicht bestätigen. Unausgewuchtete Fräser oder Lagerschaden?
Bei einem Wendeplattenfräser hat man immer eine minimale Unwucht. Das ist nunmal Systembedingt. Fakt ist nunmal, dass die Mafell weniger vibriert, als die Festool. Das habe ich auch bei uns in der Firma festgestellt, wo wir beide Maschinen mit Wendeplattenfräsern einsetzen. Die durchschnittliche Lebensdauer des Hauptlagers bei den Festool Maschinen beträgt ein halbes Jahr, bei der Mafell ist nach einem Jahr Einsatz noch keines kaputt gegangen. die Maschinen laufen bei uns teilweise acht Stunden am Tag. die Lager tauschen wir selbst. Ist keine große Aktion.

RRS hat geschrieben: zu 7) keine Fräse kann mit der Hälfte ihres Durchmessers aufliegen, wenn der Fräser mittig in der Fräsplatte angeordnet ist. Die maximale Auflage ist immer Fräsplattendurchmesser/2 - Fräserdurchmesser/2 (- ein Sicherheitsabstand).
Das ist mir natürlich klar. So genau wollte ich es nicht aufführen, da ich davon ausging, dass jeder weiß, was ich damit meine.
RRS hat geschrieben: Das muss bei der Mafell genauso sein. Die Plastikstütze mag nicht das letzte Wort sein, erfüllt aber bei meinen Arbeiten ihren Zweck gut. Der Schienenadapter lässt sich recht problemlos einstellen. Ein bischen Schmierung verbessert das Ganze noch (aber bloss nicht zuviel!)
Wenn du dir mal die Mafell Schiene ansiehst, wirst du feststellen, dass die Maschine rechts und links auf der Schiene aufliegt, da die Schiene einen breiten Schlitz hat, der den Arbeitsbreich frei macht.

Das Einstellen der Führung bei der Festool Schiene gelang mir nicht zu meiner Zufriedenheit. Vielleicht haben wir auch unterschiedliche Auffassungen von "Spielfrei" Ich meine damit ein minimales Spiel von max 0,1 - 0,2mm.
RRS hat geschrieben: Auf der Schiene führe ich die Fräse eigentlich alleine mit ihrem grossen Handgriff einhändig und ohne grossen vertikalen Druck. Das reicht völlig aus,wenn man die Abstützung nutzen kann. Wenn nicht - da stimme ich zu - muss man den Adapter mit führen, wozu er ja auch einen Knopf/Griff hat.
Natürlich kann man die Maschine recht leicht führen, wenn man nur mit geringer Zustellung und soit mit geringem Schneiddruck arbeitet. Wird dieser Druck jedoch höher, muss man permanent den Griff festhalten. Und nun versuch mal mitten in der Platte, sagen wir mal eine Buchenplatte gefühlvoll einzutauchen, die Tiefe festzustellen, ohne zu verwackeln. dazu braucht man dann drei Hände. Eine am Pistolengriff, eine am Feststeller und eine am Griff das Adapters. Ich selbst bin aber nur im Besitz von zwei Händen.
RRS hat geschrieben: Bei meinem Händler ist Festool-Zubehör - wenn bis Montag bestellt - sicher nach 3 Tagen abzuholen. Katalog? Hat der Händler auch vorrätig.
Dann hast du einen sehr guten Händler. Meiner ist 70km weit entfernt. Da fahre ich nicht für einen Katalog hin. Wenn ich online einen solchen anfordern kann, sollte dieser einfach in einem angemessenen Zeitraum bei mir ankommen.
RRS hat geschrieben: Ist wohl wie beim Auto - die Anforderungen sind verschieden und die Geschmäcker auch.
Ja, und das ist gut so! Immerhin nörgeln wir hier auch auf sehr hohem Niveau.

Gruß

Heiko

hs

Re: Mafell LO 50 <> Festool OF 1010

Beitrag von hs » Samstag 18. Februar 2006, 00:51

Hi,
Heiko hat geschrieben:Fakt ist nunmal, dass die Mafell weniger vibriert, als die Festool. Das habe ich auch bei uns in der Firma festgestellt, wo wir beide Maschinen mit Wendeplattenfräsern einsetzen. Die durchschnittliche Lebensdauer des Hauptlagers bei den Festool Maschinen beträgt ein halbes Jahr, bei der Mafell ist nach einem Jahr Einsatz noch keines kaputt gegangen. die Maschinen laufen bei uns teilweise acht Stunden am Tag. die Lager tauschen wir selbst. Ist keine große Aktion.
hmm, - schau doch mal was das genau für Lager sind
(bei Festool und bei Mafell) - i.d.R. sind es überall Standardlager (evtl. mit erhöhter Lagerluft (hinter der Lagerbezeichnung steht dann z.B. 'C3')).
Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, daß Mafell da etwas besonderes verwendet. Vibrationen dürften eher konstruktionsbedingt sein - z.B. durch nicht genügend feine Wuchtung. Ideal wäre, wenn die Möglichkeit bestehen würde, mal den Anker mit montierten Lüfter auf Unwucht zu überprüfen (feinwuchten).
Schwingungen sind der schnelle Tod eines jeden Lagers.

Gruß, hs

RRS
Beiträge: 508
Registriert: Freitag 5. November 2004, 14:21
Wohnort/Region:
Wohnort: Hessen

Beitrag von RRS » Samstag 18. Februar 2006, 12:00

Heiko hat geschrieben:
Also ich habe vorgestern mit einem 16er Wendeplattenfräser 1a Buche gefräst. Die Späne haben sich in der engen Öffnung verstopft. Ich kann leider nur schreiben wie es war. Bei der Mafell ist nunal der Spandurchlass größer.
Hallo Heiko,

das mit dem grösseren Spandurchlass glaube ich Dir gerne. Interessanterweise fräse ich auch gerade an gedämpfter Buche für meine Hobelbank rum. Teils auch mit 16er Fräser, allerdings keine Wendeplatte in dem Format. Und das geht gut mit der Absaugung. Deswegen denke ich schon, dass es eine Frage der Luftgeschwindigkeit ist, die die Absaugung erzeugen kann.
Heiko hat geschrieben: Nach 20 Betriebsstunden kann die noch nicht erschlissen sein. Es liegt nunmal daran, dass die Form nicht sehr griffig ist und kein fühlbarer "Druckpunkt" vorhanden ist. Je nach Handhaltung, z.B. wenn man während des Fräsens tiefer geht bekommt man einfach nicht genug druck auf die Klemmung.
Nach 20 Std. sollte das wirklich nicht sein. Auch hier scheinen unterschiedliche Bedürftnisse vorzuliegen. Für mich geht die Klemmung optimal und klemmt auch mit wenig Kraft sehr gut.
Heiko hat geschrieben: O.K. Vielleicht hast du gerade einen Abrundfräser 10mm zur Hand. Wenn ja, mach ihn doch mal drauf. Dabei wirst du feststellen, dass du den Maschinentisch sehr weit in Richtung Motor schieben mußt. Zwangsläufig bleibt nur noch wenig Platz zum hantieren mit dem Maulschlüssel. Der Fräser paßt nunmal nicht durch die Öffnung in dem Plastikteil. Das lösen und wieder befestigen des Deckels des Plastikteiles ist auch sehr fummelig. Der Bajonetverschluss der Mafell ist da einfach ein bischen bequemer.

Leider nein, nur Viertel- und Halbzoll. Ich gehe umgekehrt vor, die Maschine ist beim Fräserwechselüberhaupt nicht abgesenkt und die Fräser werden von oben eingesetzt. Geht für mich auch mit dem maximalzulässigen Durchmesser von 30 mm ausgezeichnet, geht auch noch mit einem Fräser, der 34mm hat (ich weiss, ich weiss, soll man nicht!).
Heiko hat geschrieben: Bei mir halt nicht. Mag sein, dass man einfach die Torx Schrauben für den Kopierring benutzen kann, probiert habe ich es ehrlich gesagt nicht. Dennoch finde ich es unsinnig überhaupt mehrere Schrauben zu verwenden.
Würde ich auch so sehen, aber in der Verpackung des Kopierrings fanden sich nun mal Torx. Also scheint man hier was geändert zu haben, wo Kritik sicher berechtigt war.
Heiko hat geschrieben: Bei einem Wendeplattenfräser hat man immer eine minimale Unwucht. Das ist nunmal Systembedingt. Fakt ist nunmal, dass die Mafell weniger vibriert, als die Festool. Das habe ich auch bei uns in der Firma festgestellt, wo wir beide Maschinen mit Wendeplattenfräsern einsetzen. Die durchschnittliche Lebensdauer des Hauptlagers bei den Festool Maschinen beträgt ein halbes Jahr, bei der Mafell ist nach einem Jahr Einsatz noch keines kaputt gegangen. die Maschinen laufen bei uns teilweise acht Stunden am Tag. die Lager tauschen wir selbst. Ist keine große Aktion.
Da ich die maschine nur hobbymässig einsetze, ist hier meine Erfahrung nicht adäquat.
Heiko hat geschrieben: Wenn du dir mal die Mafell Schiene ansiehst, wirst du feststellen, dass die Maschine rechts und links auf der Schiene aufliegt, da die Schiene einen breiten Schlitz hat, der den Arbeitsbreich frei macht
Ok, das ist ein anderes System. Kenne ich nicht- lass mich gerne belehren! :-)
Heiko hat geschrieben: Das Einstellen der Führung bei der Festool Schiene gelang mir nicht zu meiner Zufriedenheit. Vielleicht haben wir auch unterschiedliche Auffassungen von "Spielfrei" Ich meine damit ein minimales Spiel von max 0,1 - 0,2mm.
Gemessen hab ichs nicht, muss ich mal tun. Mein Gefühl sagt mir, dass es deutlich unter 0,1 mm sein sollte. Das wäre nämlich noch deutlich fühlbar.
Heiko hat geschrieben: Natürlich kann man die Maschine recht leicht führen, wenn man nur mit geringer Zustellung und soit mit geringem Schneiddruck arbeitet. Wird dieser Druck jedoch höher, muss man permanent den Griff festhalten. Und nun versuch mal mitten in der Platte, sagen wir mal eine Buchenplatte gefühlvoll einzutauchen, die Tiefe festzustellen, ohne zu verwackeln. dazu braucht man dann drei Hände. Eine am Pistolengriff, eine am Feststeller und eine am Griff das Adapters. Ich selbst bin aber nur im Besitz von zwei Händen.
Hm, unterschiedliche Arbeitsweisen? Wie schon mal oben erwähnt - genau solche Aufgaben hab ich derzeit beim Gestell der Hobelbank, wenn ich Nuten schneide. Und ich bin nicht immer sehr geduldig, gehe auch schon mal mit "zuviel" Zustellung ans Werk.
Heiko hat geschrieben: Dann hast du einen sehr guten Händler. Meiner ist 70km weit entfernt.
Ja, zum Glück! Ist zwar auch nicht am Ort, aber mit 20 km noch im Limit. Und er hat genug Marken zur Auswahl, um sich wirklich entscheiden zu können. Bei der Fräsengrösse hatte ich mich bewusst gegen eine DeWalt entschieden (621K ???), die viel zu hohe Bedienkräfte erforderte und keine Einhandbedienung erlaubte. Mafell? Muss ich mal fragen, ob er das führt.
Heiko hat geschrieben: Ja, und das ist gut so! Immerhin nörgeln wir hier auch auf sehr hohem Niveau.


Eben! :-)
Wie man mich mit Audi und Mercedes jagen kann.............die sind mir einfach nicht zuverlässig genug! ;-)

Gruss und ein schönes Wochenende!

Rolf

Antworten