Holz für Gartenbank?

Alles über Holzbearbeitung, Holzarten, fachgerechte Verbindungen und praktische Tipps für die Werkstatt. Darüber wird hier diskutiert.

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MrDitschy
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Holz für Gartenbank?

Beitrag von MrDitschy » 18. Apr 2020, 12:46

Hallo zusammen,

meine Gartenbank vor der Haustüre sollte ich mal reparieren (ja, steht eher zur Deko da, als das die in Gebraucht ist, dennoch muss die auch wieder für die nächsten Jahrzehnte etwas aushalten - steht jetzt über 30 Jahre Sommer als auch Winter draußen und einmal hatte ich die Bretter schon re/li gekürzt, da die Schraubenlöcher abgefault waren).

Nun, welches Holz ist dazu ideal?
Welche Holzart das ist, weiß ich nicht genau. Hätte eigentlich auf Bangkirai getippt, doch das Holz und die Bruchstelle ist ja hell, also ähnlich Fichte (ist nur dunkel lasiert). Zumindest sind die Brettchen recht dünn und Fichte dachte wäre eher nicht geeignet, oder reicht Fichte und federt dann eher?

Zuhause habe ich normale Dachlatten und ältere dicke Lärche-Dielen, alles weitere müsste ich kaufen.
Wenn Bangkirai, würde ich ein paar Terrassen Dielen holen, oder dann gleich WPC Dielen?

Brauche etwas Feedback, wobei am einfachsten denke wieder Fichten Dachlatten wären!?
(Wollte eigentlich mal eine Bank aus Balken bauen, aber das gefällt mir nicht mehr).

Gruß
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Dieter K
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Re: Holz für Gartenbank?

Beitrag von Dieter K » 18. Apr 2020, 18:44

Hallo,
hmm, tja, ich schlage vor, du versuchst erst mal, die alten Hölzer von der Bank zu entfernen. Ich hatte solche Bänke auch mal, die haben zwar nicht ganz so schlimm ausgesehen wie deine, aber die Hölzer waren angefressen und die ganzen Bänke haben gewackelt. Ich habe schon beim Versuch, die alten Hölzer zu entfernen, sowas von die Lust verloren. Die Schrauben sind so ekelhaft verrostet und mit den Winkelschleifer kommst an die schlecht hin. Sie sind inzwischen alle entsorgt. Schon das Streichen der Gusseisenteile war jedes Jahr ein Trauma.

Solltest du mehr Geduld bei solchen Arbeiten haben, Fichte würde ich auf keinen Fall empfehlen. Fichtenholz ist zu schnell verwittert. Wenn deine Lärchenbretter Kernholz sind kannst du sie nehmen. Falls du dir nicht sicher bist, vor unserem Haus liegen gerade ein paar Lärchenstämme, an denen ist der Farbunterschied gut zu erkennen. Da könnte ich dir ein Bild schicken.

Das Holz der Bänke könnte Teak gewesen sein, ich bin mir aber nicht mehr sicher.

Grüße
Dieter

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MrDitschy
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Re: Holz für Gartenbank?

Beitrag von MrDitschy » 18. Apr 2020, 19:22

Danke.
Lärchekern ist orange, muss mal schauen, aber denke das ist Mischmasch.

Was hältst du von Bangkirai?


Und ja, als ich das erste mal repariert hatte, war das lösen der Schrauben auch ein murks. Aber wenn das alle 15-20 Jahr ist´, geht's ja noch …. passt halt von der Optik recht gut vors Haus.

Vertragen sich Edelstahl Schrauben mit dem Guss?
Oder gibt es ein besseres Befestigungsmaterial (würde aktuell denke auch eine Dichtmasse um das Bohrloch im Holz drücken, dann die Schraube vollends durch)?
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powersupply
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Re: Holz für Gartenbank?

Beitrag von powersupply » 18. Apr 2020, 20:00

Aus einheimischen Wäldern kommt auch Douglasie die für gute Haltbarkeit bekannt ist.
Am Garagentor habe ich Lârche, welche dem feinen Wuchs zufolge, eher aus Osteuropa oder Sibirien stammt. Das ist von Natur aus auch unbehandelt sehr beständig.

PS

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Dieter K
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Re: Holz für Gartenbank?

Beitrag von Dieter K » 18. Apr 2020, 20:08

MrDitschy hat geschrieben:
18. Apr 2020, 19:22
Was hältst du von Bangkirai?
Von Tropenhölzern halte ich wenig. Sind zwar sehr witterungsbeständig, aber einheimische Hölzer tun es auch. Wie PS schreibt, Douglasie ist auch eine gute alternative, da ist es genau so wie mit der Lärche. Kernholz muss es sein, hat auch eine orange Färbung.
Vertragen sich Edelstahl Schrauben mit dem Guss?
Mir ist nichts Nachteiliges bekannt.
Oder gibt es ein besseres Befestigungsmaterial (würde aktuell denke auch eine Dichtmasse um das Bohrloch im Holz drücken, dann die Schraube vollends durch)?
Alles, was du an Dichtungmasse reindrückst ist zusätzlich ein Feuchtigkeitsspeicher. Zwischen Holz und Dichungsmasse trocknet es nicht so schnell ab. Das Holz gammelt schneller.

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Re: Holz für Gartenbank?

Beitrag von jesse » 18. Apr 2020, 21:31

Wenn Du an Robinie Terassendielen kommen kannst, dann hast du ein Holz für die Ewigkeit. Gabs mal bei Holzland. Die Dielen könntest Du passend auftrennen, und ohne Holzschutz halten die sehr lange.

Gruß Jesse

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Re: Holz für Gartenbank?

Beitrag von zimmy » 19. Apr 2020, 18:22

ihr hab alle recht mit den Hölzern, bitte KEIN Tropenholz!!!
MMn. nützt das beste Holz nix wenn man es nicht regelmäßig pflegt :wink:
Ich hab meine Bank (Dachlatten aber geschliffenes Holz) schon über 10 Jahre und regelmäßig mit Bienenwachs behandelt und die sieht noch gut aus. Den Bienenwachs hab ich selber hergestellt (Bienenwachs und Terpentinöl) ist biologisch und gut. Nachteil dieser Geschichte ist, du musst 1X im Jahr 'ne halbe Stunde opfern um die Hölzer einzureiben oder ein zu pinseln, je nachdem wie du den Wachs verflüssigst. :glaskugel: Edelstahlschrauben, dürften keinen Ärger machen.
zimmy

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Re: Holz für Gartenbank?

Beitrag von MrDitschy » 19. Apr 2020, 20:13

Danke, möchte hier aber bitte keine Holz Herkunft Diskussion anfangen ... Problematiken des Abbaus und Herkunft gibt es bei allen Rostoffen.


Mir ging es eigentlich darum, ein Holz zu finden, das laaange hält und in dünne Leisten gesägt dennoch zwei Personen aushält (ca. 150kg).
Dazu möchte ich natürlich nicht unbedingt alle Jahre nachbehandeln oder alle 10 Jahre wieder neu machen … wenn möglich sogar das Holz roh belassen und das ganze darf dann gerne wieder verwittert ausschauen und dabei fast "ewig" halten. :wink:

Daher die weitere Nachfrage zu Bankirai:
1. Ob Bankirai überhaupt dafür geeignet ist, da m.W. lang fasriges Holz mehr aushält als kurz fasriges Holz. Bankirai ist m.W. kurz fasrig, oder? Aber denke das ist eher vernachlässigbar, oder?
2. Wie ist es aber mit Harz, wie verhält sich dazu Bankirai (wegen Klamotten)? Kiefer, Lärche oder Douglasie harzten ja gerne.
3. Bankirai dürft wenn kurz fasriges Holz eher nicht rauh werden, wenn verwittert, oder (auch wegen Klamotten)?

Habe zumindest zu 2. und 3. den Vergleich zu Lärche Bretter am Sandkasten, das ist nicht so optimal.


Von Bankirai kostet eine Terrassendiele/Brett über 30€ ... 3x 300x14,5cm müssten ausreichen, um die 12x ca 140x7cm Leisten zu sägen, also ca. 100€.

In 2,5cm Stärke:
https://www.bauhaus.info/terrassendiele ... p/23697861

In 2,1cm Stärke:
https://www.obi.de/terrassendielen/terr ... /p/9006933
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Re: Holz für Gartenbank?

Beitrag von Ein_Gast » 19. Apr 2020, 20:38

Wenn du es absolut unbehandelt lassen möchtest, käme noch Bongossi in Frage. Dürfte auch genügend stabil sein.

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Re: Holz für Gartenbank?

Beitrag von MrDitschy » 19. Apr 2020, 21:01

Danke, kannte ich nicht, aber Bongossi wirkt mir fast zu rötlich und ist nicht im Baumarkt erhältlich, hmm …
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