welche (kompakte) Tischkreissäge ?

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Dani€l
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welche (kompakte) Tischkreissäge ?

Beitrag von Dani€l » 15. Feb 2020, 18:35

Hallo,

gibte es möglichst eine kompakte Tischkreissäge die ihr empfehlen könnt ?

Ich muss immer mal wieder kleinere Zuschnitte bis 16mm Stärke durchführen und muss immer zum Baumarkt fahren, wo mir dann 1€ je Schnitt berechnet wird.
Also ich habe nicht sehr viel Stauraum in der Werkstatt und suche deswegen möglichstt etwas kompakteres. Ich dachte auch schon an eine Handkreissäge, aber ist mir dann doch etwas zu gefährlich.

Vielleicht kennt ihr ja welche mit Tisch die nicht so viel Platz beanspruchen ? Mir ist schon klar, dass eine grössere besser wäre, aber wie gesagt ich habe zu wenig Stauraum.

Ein_Gast
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Re: welche (kompakte) Tischkreissäge ?

Beitrag von Ein_Gast » 15. Feb 2020, 18:51

Gucke mal nach einer Erika von Mafell. Modell 60 ist sehr kompakt.

Dev
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Re: welche (kompakte) Tischkreissäge ?

Beitrag von Dev » 15. Feb 2020, 19:56

Dani€l hat geschrieben:
15. Feb 2020, 18:35
Ich dachte auch schon an eine Handkreissäge, aber ist mir dann doch etwas zu gefährlich.
Wie groß sind denn die Zuschnitte, die benötigt werden? Alles was so groß ist, dass man eine Führungsschiene drauf befestigen kann, ist mit einer vernünftigen Tauchsäge sehr sicher zu schneiden. Meines Erachtens sogar sicherer als mit einer TKS, wo eher die Gefahr besteht, dass Du abrutscht und mit den Fingern ins Sägeblatt kommst.

Bei meiner Festool-Schiene ist die hintere Auflage ca. 16 cm von der Schnittkante entfernt. Solange also eine Auflagefläche von 16 cm zur Verfügung steht, funktioniert das problemlos. Von einer 20 cm Platte einen 4cm Streifen abschneiden ist also kein Problem.

Die 20 cm Platte mittig durchschneiden geht auch mit einem kleinen Trick:
Geschnitten wird an der Kante der Arbeitsplatte (Leicht überstehen lassen). Der freiliegende Teil der Führungsschiene wird mit einem Reststück Holz gleicher Dicke unterfüttert und gespannt wird mit den Schraubzwingen gegen die Arbeitsplatte (an der Ecke der Arbeitsplatte spannen) . Meist kann man dann nur eine Schraubzwinge setzen, aber das reicht.
Oder halt wie beim Festool MFT.

So eine Tauchsäge ist sehr schön kompakt. Das ist nur ein Systainer und eine Führungsschiene, die Du flach an die Wand hängen kannst. Und die Schnittqualität ist hervorragend. Damit sind ausrissfreie Schnitte in beschichtetem Plattenmaterial kein Problem.

Aber schreib doch erst einmal etwas zur Größe der Werkstücke. Dann wird es vielleicht klarer, was Du brauchst.

Brandmeister
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Re: welche (kompakte) Tischkreissäge ?

Beitrag von Brandmeister » 16. Feb 2020, 15:47

Ich schätze eine Handkreissäge nicht gefährlicher als eine Tischkreissäge ein. Zumindest kenne ich zwei Leute, die Finger an TKS verloren haben, aber keinen, dem das bei einer HKS gelungen wäre.

Ohne die Abmessung der zu sägenden Werkstücke zu kennen, würde ich mich da Devs Ausführungen anschließen.
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Dani€l
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Re: welche (kompakte) Tischkreissäge ?

Beitrag von Dani€l » 16. Feb 2020, 15:53

Also die kleinsten Bretter werden so ca. 20x20cm sein.

Für den Fall das so eine Handkreissäge in Frage kommt, welche Führungsschienen empfehlt ihr dazu

Danke

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Re: welche (kompakte) Tischkreissäge ?

Beitrag von H. Gürth » 16. Feb 2020, 16:11

werden so ca. 20x20cm sein
Na ja. Kleiner geht immer. Was ist das Maximum ? 50cm ; 100cm ; oder mehr ?
Nichts wissen macht nichts.
..........und mich gar nicht erst fragen !

Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und verständlich formuliert wurde.

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Re: welche (kompakte) Tischkreissäge ?

Beitrag von Jürgi » 16. Feb 2020, 17:37

Die beste Tauchsäge in Summe ihrer Eigenschaften ist vielleicht die Festool.
Aber auch Maffel, Bosch, Makita bauen gute Sachen.
Was willst du denn ausgeben?
Die Festool gibt's ab 400,-

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Re: welche (kompakte) Tischkreissäge ?

Beitrag von Dev » 16. Feb 2020, 19:24

Die Schiene sollte halt zur Säge passen und die richtige Länge haben.
Für die Festool TS 55 bietet Festool eine ganze Reihe von Führungsschienen an.

Ich habe die FS 1400/2. Bedenke: Von der genannten Länge gehen noch am Anfang und am Ende der Schiene jeweils einige cm ab, weil die Säge voll aufliegen sollte. Ich habe es nie nachgemessen, aber ich denke, mit der Schiene sind 120-125 cm Schnittlänge das Maximum.
Zu lang sollte die Schiene auch nicht gewählt werden, weil sie dann unhandlich wird.
Zu der Führungsschiene werden noch zwei Schraubzwingen benötigt, die von unten in die Schiene eingeschoben werden und das Spannen des Werkstücks ermöglichen. Entweder die Original Festool (FSZ 120 oder FS-HZ 160) oder passende von einem Fremdanbieter. Meine sind z.B. von Bessey und passen ebenfalls.

Festool ist meines Erachtens zusammen mit Mafell die hochwertigste Ausführung. Es gibt aber noch eine ganze Menge weiterer Anbieter. Das hängt wie immer vom Budget ab. Die Tauchsäge von Makita soll auch nicht schlecht sein. Und dann gibt es noch Scheppach, Güde und vermutlich auch Parkside. Zu denen sage ich jetzt nichts... :wink:

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Re: welche (kompakte) Tischkreissäge ?

Beitrag von Ein_Gast » 16. Feb 2020, 20:34

Dani€l hat geschrieben:
16. Feb 2020, 15:53
Also die kleinsten Bretter werden so ca. 20x20cm sein.
Das ist mit der Handkreissäge die Pest, so kleine Bretter zu sägen. Wenn du Pech hast, bekommst du nichtmal die Führungsschiene darauf befestigt. Dann musst du irgendwo was unterlegen etc. Da ist die HKS eher bei größeren Abmessungen komfortabel. Wenn du viele solcher Kleinteile hast, würde ich sogar über eine Kapp- und Gehrungssäge nachdenken.

Brandmeister
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Re: welche (kompakte) Tischkreissäge ?

Beitrag von Brandmeister » 16. Feb 2020, 21:14

Ein_Gast hat geschrieben:
16. Feb 2020, 20:34
Das ist mit der Handkreissäge die Pest, so kleine Bretter zu sägen. Wenn du Pech hast, bekommst du nichtmal die Führungsschiene darauf befestigt...
Ein Fall für die GKS 12V irgendwas und ein Aluwinkelprofil als Anschlag... :mrgreen:
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