(China)-Tischkreissäge und passender Händler

Ob Kapp- und Gehrungssäge, Bandsäge, Formatkreissäge, Drehbank, Ständerbohrmaschine oder gar das Bearbeitungszentrum. Hier geht es um Fragen rund um alle stationären Maschinen.

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-FX-
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(China)-Tischkreissäge und passender Händler

Beitrag von -FX- » Dienstag 9. Oktober 2018, 01:29

Hallo,

ich suche für gelegentlich nebegewerblichen Einsatz eine Tischkreissäge mit Schlitten.
Da nur ein bisschen Kleingeld erwirtschaftet werden und sich die Säge auch rechnen soll würde ich gerne bei unter 1000,- Euro bleiben.

Mit einigen angelesenen Informationen und wohl wissend, dass es für etwas mehr Geld sicherlich ganz tolle ältere Gebrauchte gibt, denke ich dennoch, dass ich mit einem kompakteren Neugerät vorläufig besser bedient wäre.
Klar, es geht auch um Ersatzteile im Fall der Fälle und das Geltendmachen der gezahlten MwSt als Vorsteuer.

Ein wenig von Youtube inspiriert standen schnell Bosch GTS-10 XC und Holzmann TS250 400V im Raum.
Konnte im Laden dann mal die GTS-10 J befummeln und - sorry schon mal im Vorraus an alle GTS-10 Besitzer - das Ding ist auch nicht so viel mehr als eine etwas wertigere Scheppach HS210 :ducken:

Also doch ein stationärer China-Kracher. Vorteil der Holzmann HS250 ist hier halt, dass man auch abseits von Youtube-Videos mit zweifelhafter Neutralität ein paar Infos findet und sich die Mängel in Grenzen zu halten scheinen.

Doch hier tut sich ein ganz anderes Problem auf. Während man bei der Bosch-Säge praktisch freie Händlerwahl und seitens des Herstellers einen excellenten Ersatzteilservice hat, habe ich zur Zeit das Gefühl, dass man bei deutschen Holzmann-Händlern nur die Wahl zwischen teuer, Pest oder Cholera hat.

Der örtliche sicherlich um guten Service bemühte Werkzeughändler besorgt mir das Ding zu einem Nettopreis, der höher ist als der Brutto-Preis beim großen Holzmann-Händler inkl. Lieferung zu mir. Nur machen die kaum was mit Holzmann und wenn es drum geht sind deren Möglichkeiten begrenzt.

Der bei Youtubern so gern beworbende Händler Scheppach Holzmaster 24 hat bei mir mächtig Eindruck hinterlassen - und zwar als Bodensatz unter den Kistenschiebern.
Vor eine Woche habe ich erstmals versucht dort jemanden telefonisch zu erreichen und auch die anschließenden über 20 Versuche an verschiedenen Werktagen zu verschiedenen Zeiten blieben erfolglos. Wenn sich jemand bei einem potentiellen verkauf schon so ziert - was mag dann wohl bei einem Gewährleistungsanspruch oder einer Ersatzteilanfrage passieren?

Ob es um den After-Sales Service bei den anderen größeren Holzmann-Händlern so viel besser bestellt ist darf zumindest laut einzelner Bewertungen bei google, eKomi, Trusted Shops und wie sie alle heißen, angezweifelt werden.

Fragt sich wie es bei Bernado bzw. dem Generalvertrieb LGH24 in DE aussieht. So vom Hörensagen aus dem Hobby-Zerspanungs-Bereich sind sie mir schon länger bekannt und scheinbar erfolgreich. Leider scheint es die entsprechende Säge zu Holzmann dort nicht als 400V-Version zu geben. Die Nächstgrößere, immerhin mit kleinem, echten Formatschiebetisch und Rundstangenführung für den Parallelanschlag hat für mich wiederum einen anderen Haken, den ich noch gar nicht erwähnt habe: wo bau ich da sinnvoll einen Frästisch mit ein?

Ihr merkt ich bin der Verzweiflung nahe :cry:

Irgendwelche weiteren Vorschläge zu Sägen und passenden Händlern?

Grüße
Chris

Brandmeister
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Re: (China)-Tischkreissäge und passender Händler

Beitrag von Brandmeister » Dienstag 9. Oktober 2018, 01:58

-FX- hat geschrieben:
Dienstag 9. Oktober 2018, 01:29
Doch hier tut sich ein ganz anderes Problem auf. Während man bei der Bosch-Säge praktisch freie Händlerwahl und seitens des Herstellers einen excellenten Ersatzteilservice hat, habe ich zur Zeit das Gefühl, dass man bei deutschen Holzmann-Händlern nur die Wahl zwischen teuer, Pest oder Cholera hat.

Der örtliche sicherlich um guten Service bemühte Werkzeughändler besorgt mir das Ding zu einem Nettopreis, der höher ist als der Brutto-Preis beim großen Holzmann-Händler inkl. Lieferung zu mir. Nur machen die kaum was mit Holzmann und wenn es drum geht sind deren Möglichkeiten begrenzt.

Der bei Youtubern so gern beworbende Händler Scheppach Holzmaster 24 hat bei mir mächtig Eindruck hinterlassen - und zwar als Bodensatz unter den Kistenschiebern.
Vor eine Woche habe ich erstmals versucht dort jemanden telefonisch zu erreichen und auch die anschließenden über 20 Versuche an verschiedenen Werktagen zu verschiedenen Zeiten blieben erfolglos. Wenn sich jemand bei einem potentiellen verkauf schon so ziert - was mag dann wohl bei einem Gewährleistungsanspruch oder einer Ersatzteilanfrage passieren?
Na ja, das wäre für mich allein schon ein schlagendes Argument für Bosch oder jeden anderen "richtigen" Hersteller.
Die Physik gewinnt immer!
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Dietrich
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Re: (China)-Tischkreissäge und passender Händler

Beitrag von Dietrich » Dienstag 9. Oktober 2018, 19:07

Hallo,

so mancher Youtuber hört sich sehr gerne reden und zeigt bei der Arbeit wenig Erfahrung mit stationärem Gerät, zudem wird vielfach eine äußerst gefährliche Arbeitsweise verbreitet, zum Vergleich immer mal die Suva-Videos anschauen auf was es wirklich ankommt. Leider erlauben die miserabel gefertigten Fernost-Maschinen oft gar keine sichere Arbeitsweise, Stichwort Spaltkeil, Sägeblattschutz....
Das Thema Ersatzteile wird bei Stationärmaschinen überschätzt, hält man sich an die Grundregeln, nie müde und nie unter Zeitdruck an Stationärmaschinen zu arbeiten, also überlegt einen Schritt nach dem anderen zu tun, dann geht äußerst selten was kaputt.
Legt man dennoch Wert auf den Support bleibt bleiben Maschinen von Ulmia und Flottjet, hierzu gibt es den Service beim Ulmer HWS.
Und man bekommt eine Maschine die nichts verspricht was sie nicht kann!
Gruß Dietrich

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Alfred
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Re: (China)-Tischkreissäge und passender Händler

Beitrag von Alfred » Dienstag 9. Oktober 2018, 21:41

-FX- hat geschrieben:
Dienstag 9. Oktober 2018, 01:29
Hallo,
ich suche für gelegentlich nebegewerblichen Einsatz eine Tischkreissäge mit Schlitten.
konkretisiere mal deinen Bedarf damit man gezielt antworten kann :!:
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Re: (China)-Tischkreissäge und passender Händler

Beitrag von -FX- » Mittwoch 10. Oktober 2018, 01:54

Hallo,

Hauptanwendungszweck werden ganz zu Anfang eine Art stumpf gestoßene kleine rechtwinklige Holzkisten mit Deckel und 40 cm an der längsten Seite.
Materialien sind 18mm Nadel-Leimholz, 9-12mm Multiplex und gefräste Nadelholz-Winkelleisten. Soweit total unspektakulär bis auf ein paar Besonderheiten im Bereich der Fräsarbeiten.

Bald folgen dürften Versionen zum Einen mit Gehrungen, zum anderen mit schräggestellten Seitenteilen.

Die Menge ist schwer einzuschätzen einschätzen, vielleicht 5 Stk/Monat mit Potential bis 30 Stk / Monat, was aber mehr Hoffnung als gesichert ist.

Soweit ausreichende Mengen verfügbar, dass man sich die besten herausselektieren kann, werden beim Leimholz zunächst mal kleinformatige Platten mit 120cm Länge und 30cm-40cm Breite verarbeitet.
Große Formate können mit vorhandener guter HKS mit Schiene vorzerkleinert werden, was dann eben z.B. immer beim Multiplex der Fall sein wird.

Schiebeschlitten also hauptsächlich wegen Anbringen des rechten Winkels an HKS-Abschnitte, Winkelleisten ablängen und für die Herstellung von nichtrechtwinkligen Teilen für schräggestellte Kistenwände.

Längsauftrennen von dickerem Massivholz, besäumen uns solche Spielereien entfallen, wenn es denn mal vorkommen sollte, auf den privaten Bereich, wo Zeit und die "Umständlichkeit" diverser Hilfsmittel (Besäumbrett) keine Rolle spielen.

Natürlich könnte es sein, dass es einfach läuft und, die Anforderungsprofile mit der Zeit wachsen und irgendwann mal ein richtiger nicht zu kurzer Formattisch benötigt wird. Aber so eine Entscheidung ist ja nicht unumstößlich und dann kann man sich immer noch was Größeres holen.

Danke
Chris

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Alfred
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Re: (China)-Tischkreissäge und passender Händler

Beitrag von Alfred » Mittwoch 10. Oktober 2018, 09:36

deinem Bedarf und Erklärungen nach kommt ohnehin nur ein europäischer Hersteller in Frage der auch einen schnellen Service für Stillstandszeiten bietet. Ob das gesetzte Limit reicht ist mal dahingestellt, evtl. auch die Möglichkeit bei gutem Geschäftsverlauf einen Umstieg auf professionellere Maschinen und die vorhandenen zu verkaufen.
Für den Anfang würde ich mal prüfen ganze Platten beim Holzhändler zu kaufen und dann die Serienteile dort schneiden zu lassen.
Die Recherche nach Händler und Maschine fällt dir jetzt sicher leichter... :wink:
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Re: (China)-Tischkreissäge und passender Händler

Beitrag von handmade » Mittwoch 10. Oktober 2018, 09:54

Die GTS10 haut der Buchändler, lt. M. Truppe, für rd 600€ raus.

Nicht Made in Germany Holzmaschinen, kannst Du bei Maschinenhandel Meyer in Göttingen ansehen, bestellen,....

Ich würd auf Service und Ersatzteile grossen Wert legen.
Viel Erfolg!
Gruß
handmade

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Re: (China)-Tischkreissäge und passender Händler

Beitrag von -FX- » Mittwoch 10. Oktober 2018, 20:56

Hi,

bin ja nicht so der riesen Truppe-Fan. Bosch blau haben ich das ein oder andere Gerät und mag sie grundsätzlich sehr gerne. Wie gesagt hat mich aber die ausgestellte GTS-10J aber nicht so richtig überzeugt. Es schien mir beim Parallelanschlag möglich zu sein, diesen schief festzuklemmen. Das kann meine Scheppach HS-105 auch für 200 Euro auch :wink:
Und ob der Spielzeug-Schiebeschlitten wirklich einen Mehrwert bringt?
Aber ja, die GTS-10 XC habe ich beim Buchhändler auch schon das ein oder andere mal für ~580€ gesehen. Mindestens bei so Aktionen wie Cyber-Monday gibt es die eigentlich immer günstig, wenn man schnell genug ist.

Der Gedanke mir die Teile mehr oder weniger weit auf der Plattensäge vorsägen zu lassen, kam mir auch. Auf Anfrage waren es dann mehr als 1,- Euro pro Arbeitsminute + MwSt. Gehrungen, Schräge Schnitte u.s.w. ist auch alles nicht drin. Das bringt es irgendwie nicht so richtig.

Habe zwischenzeitlich mit Holzmann Österreich telefoniert, weil ich schon selber an mir gezweifelt habe, ob ich die richtige Telefonnummer für den deutschen Händler verwendet habe. Nummer stimmt, Österreich steht regelmäßig in Kontakt mit dem Laden. Durfte mir dann noch anhören, dass man das jetzt nicht für so ungewöhnlich hält und warum ich denn nicht einfach eine E-Mail schreibe. Ob man dort verstanden hat, dass sich E-Mails im Zweifel deutlich besser ignorieren lassen als Telefongespräche und dass solche Händler geschäftsschädigend für die ganze Marke sind bezweifle ich mal vorsichtig. Schon traurig ...

Grüße
Chris

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Re: (China)-Tischkreissäge und passender Händler

Beitrag von ric » Donnerstag 11. Oktober 2018, 11:31

Ich bin selbst Händler (nicht für Maschinen), allerdings nur 1-Mann ohne regelmäßige Geschäftszeiten. Ich bevorzuge eindeutig Anfragen per E-Mail und beantworte diese auch erheblich schneller als Nachrichten auf meinem Anrufbeantworter, bei Anrufen, die mich direkt erreichen, habe ich nicht die Möglichkeit, mir eine Antwort in Ruhe zu überlegen, ggf. erst einmal zu recherchieren und einen Link einfach zu übermitteln. Sowohl Frage als auch Antwort sind bei E-Mails jederzeit nachvollziehbar.

Für möglich halte ich auch, daß bei deinen Anrufen vielleicht deine Rufnummer nicht übermittelt wurde oder eine, die aus irgend einem Grund in einschlägigen Listen als Spamnummer eingetragen ist. Wie oft bin ich schon wie blöd zum Telefon gerannt, nur um dann von einem unerwünschten Werbeanruf belästigt zu werden!

Letzte Woche war am Mittwoch Feiertag, da war vielfach Urlaubszeit. War denn kein Anrufbeantworter geschaltet, hast du da Nachrichten hinterlassen und keinen Rückruf erhalten?
Christian Richter
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Re: (China)-Tischkreissäge und passender Händler

Beitrag von -FX- » Donnerstag 11. Oktober 2018, 21:20

Habe selber schon lange genug mit dem Online-Handel zu tun um mir herauszunehmen das ganz anders zu sehen. Zumindest wenn die ein oder andere Google-Bewertung sagt, dass auf Reklamationsmails gar nicht reagiert wurde.
Auf E-Mail kann man immer noch verweisen, WENN die Frage nicht sofort geklärt werden kann.
Manche Dinge wie z.B. Produktberatung sind per E-Mail sogar unnötig umständlich, vorausgesetzt natürlich der Händler kennt seine Produkte.
Das es an den Telefonnummern liegt schließe ich aus.

Es wird schlicht und einfach das Geschäftsmodell sein. Ein paar Kisten verschieben und alles danach abwimmeln, kostet es doch nur unnötig Ressourcen. Stammkundschaft braucht es nicht, Verkäufe werden über die Preissuchmaschinen generiert. Wenn das Image endgültig im Keller ist vielleicht mal schnell unter anderem Namen neu gründen.

Was mich echt wundert ist, warum eine Firma, die sich die Mühe macht eine neue Marke auf den Markt zu etablieren, sich keine höheren Ziele in Sachen Vertriebspartnerwahl steckt. Das wäre doch mal was: Importmaschinen vom seriösen, um Kundenzufriedenheit bemühten Händler :lol:

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