News: Milwaukee Akku-Lötkolben M12 SI

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News: Milwaukee Akku-Lötkolben M12 SI

Beitrag von Redaktion » 18. Jun 2018, 23:50

Der neue Akku-Lötkolben M12 SI von Milwaukee erleichtert die Arbeit überall dort, wo Kabelverbindungen gelötet werden müssen. Er ist flexibler verwendbar als Netzstrom-Modelle und auch einfacher zu handhaben als Gaslötbrenner, die mit offener Flamme arbeiten.

Siehe: Milwaukee Akku-Lötkolben M12 SI

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powersupply
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Re: News: Milwaukee Akku-Lötkolben M12 SI

Beitrag von powersupply » 19. Jun 2018, 00:35

Moin

400°C dauerhaft ist schon heftig für eine Lötspitze. Das lässt bei regelmäßigem Gebrauch keine allzulange Lebensdauer erwarten. Gut, eine Lötstation auf dem Tisch ist oftmals stundenlang eingeschaltet während der Akkulöterich nach spätestens 50min eh von alleine ausgeht.
Es wäre noch interessant zu wissen ob das Gerät einen EinSCHALTER oder einen EinTASTER hat.
Einen Gaslötkolben muss ich nur starten. Dann bleibt er an bis das Gas alle ist...
Für mobilen Reparaturbetrieb sollten die 50 min Betriebsdauer aber locker ausreichend sein.

PS

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Re: News: Milwaukee Akku-Lötkolben M12 SI

Beitrag von Dirk » 19. Jun 2018, 00:52

powersupply hat geschrieben:
19. Jun 2018, 00:35
400°C dauerhaft ist schon heftig für eine Lötspitze. Das lässt bei regelmäßigem Gebrauch keine allzulange Lebensdauer erwarten.
Nö, warum? Ich habe für meine Weller WTCP-S hier mehrere Lötspitzen liegen, die liegen teilweise noch höher. Je spitzer die Lötspitze ist, desto höher muss auch die eingestellte Temperatur sein, weil sonst die Wärme nicht an die Lötstelle gebracht werden kann. Meine "Bleistift-spitz" z.B. sind 8 oder 9 und haben damit eine angegebene Temperatur von 425°C bzw. höher.
Abgebildet ist der Lötkolben mit Bleistift-Spitze, da sind die 400°C sogar meinem Dafürhalten nach grenzwertig niedrig.
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Re: News: Milwaukee Akku-Lötkolben M12 SI

Beitrag von michaelhild » 19. Jun 2018, 06:36

Um irgendwas irgendwie zusammenzubraten mag das Teil gehen.
Für fachmännische Lötungen ist die Temperatur einfach zu hoch. Ich gehe ja mal davon aus, dass Milwaukee die Temp. vorne an der Spitze angibt und nicht irgendwo hinten am Übergang Heizelement zu Spitze.
Das mag keine Spitze auf Dauer, das mag kein Lot und erst recht kein Flussmittel. Von elektronischen Bauteilen ganz zu schweigen.

Lest Euch mal in die Sache ein, gerade zum Thema Bleifrei gibts ja einiges an Informationen, gerade dabei sind die Temperaturen kritisch.
Grüße Micha

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Dirk
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Re: News: Milwaukee Akku-Lötkolben M12 SI

Beitrag von Dirk » 19. Jun 2018, 06:51

michaelhild hat geschrieben:
19. Jun 2018, 06:36
Für fachmännische Lötungen ist die Temperatur einfach zu hoch. Ich gehe ja mal davon aus, dass Milwaukee die Temp. vorne an der Spitze angibt und nicht irgendwo hinten am Übergang Heizelement zu Spitze.
Wie sollen sie das machen? An der Spitze kann man nicht messen, die ist massiv. FürBleistift-spitz wird das passen, auch für "fachmännische" Lötungen. Dafür muss ich mich auch nirgendwo einlesen, mir sind die schlechteren Eigenschaften des neuen bleifreien Lot sehr wohl bekannt.
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Re: News: Milwaukee Akku-Lötkolben M12 SI

Beitrag von powersupply » 19. Jun 2018, 07:58

Dirk hat geschrieben:
19. Jun 2018, 00:52
Meine "Bleistift-spitz" z.B. sind 8 oder 9 und haben damit eine angegebene Temperatur von 425°C bzw. höher.
Oha! Was lötest Du denn damit? Mit der hohen Temperatur ist das Löten von Speziallot denkbar.
Ich komm locker mit 7er Lötspitzen Klar. Nur für dicke Sachen oder Leiterplatten mit viel Massefläche nehme ich eine 8er. 9er habe ich gar keine.
Gutes bleihaltiges Lot kann man sogar gut mit einer 6er Spitze verarbeiten. Insbesondere bei Lochrasterplatinen deren Lötaugen sonst an der Lötspitze kleben bleibt.

PS

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Re: News: Milwaukee Akku-Lötkolben M12 SI

Beitrag von michaelhild » 19. Jun 2018, 08:22

Dirk hat geschrieben:
19. Jun 2018, 06:51
Dafür muss ich mich auch nirgendwo einlesen, mir sind die schlechteren Eigenschaften des neuen bleifreien Lot sehr wohl bekannt.
Gut wenn Du das alles weißt, frag ich mich, warum Du meinst, man müsse mit solch hohen Temperaturen löten?
Wir müssen da jetzt auch nicht drüber diskutieren. Die Solltemperaturen fürs Löten und alles weitere kann man nachlesen. Wenn Du das nicht willst ist es Deine Sache.

Als Faustregel gilt, Schmelztemp. des Lötzinns + 100-120°K. Das gibt je nach Legierung was um 340-350°C. (Für bleifreie Lote). Bei bleihaltigen sind die Temperaturen noch niedriger.
Bei Temperaturen über 400°C steigt der Lötspitzenverschleiß um bis zu Faktor 4.
Zudem verkohlt das Flussmittel, die Wirkung geht stark zurück und es gibt unnötig Dreck.
Durch die (zu) hohen Temperaturen der Zinnschmelze, können sich durch die längere Abkühlphase Mikrorisse in der Lötstelle bilden, die später zu Ausfällen führen kann.

So habe fertig, weiter diskutier ich nicht mit Dir darüber. Die Fakten sind nun mal da und wenn die nicht Deiner Meinung entsprechen, ist das Dein Problem.
Grüße Micha

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Re: News: Milwaukee Akku-Lötkolben M12 SI

Beitrag von Dirk » 19. Jun 2018, 14:03

Das habe ich schon geschrieben: die Temperatur an der Lötstelle ist relevant, nicht die angegebene Temperatur am Lötkolben. Und bei Bleistift-Spitz muss die Temperatur des Lötkolben sehr hoch sein, weil beim Löten die korrekte Löttemperatur an der Lötstelle ankommen muss.

Du (genau wie ich) hast doch anhand der Meldung überhaupt keine Ahnung, wo Milwaukee misst. In der Anleitung steht es übrigens auch nicht.
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Re: News: Milwaukee Akku-Lötkolben M12 SI

Beitrag von powersupply » 19. Jun 2018, 14:35

Ich denke, wir reden gerade von einen nicht angedachten Hauptanwendungszweck der, ich nenns jetzt mal, Akkulötpistole.
Wenn man das Anwendungsbild als Maßstab nimmt sind die 400° OK. Mal eben ein paar Drähte zusammenlöten. Dafür ist die Geregelte Temperatur gegenüber den bislang erhältlichen Lötpistolen ein deutlicher Fortschritt.
Für längere feine Platinenarbeiten ist das Gerät eh zu schwer und unhandlich.

PS

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Re: News: Milwaukee Akku-Lötkolben M12 SI

Beitrag von Meineoma » 19. Jun 2018, 15:35

Das wäre eine schöne Testaktion wert :D

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