News: Heimwerker greifen wieder mehr zu Kabelgeräten

Alles rund um Akkuschrauber und andere Akkuwerkzeuge

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News: Heimwerker greifen wieder mehr zu Kabelgeräten

Beitrag von Redaktion » 7. Feb 2017, 23:16

Aktuelle Zahlen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zeigen, dass Heimwerker seltener zu Akkuwerkzeugen greifen als Profis. Das Kabel hat bei Hobby-Handwerkern noch längst nicht ausgedient.

Siehe: Akkuwerkzeug-Markt: Heimwerker greifen wieder mehr zu Kabelgeräten

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jesse
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Re: News: Heimwerker greifen wieder mehr zu Kabelgeräten

Beitrag von jesse » 10. Feb 2017, 18:05

Versteh ich gut. Im Heimwerkerbereich finde ich den Akkuschrauber gut, alle anderen Geräte habe ich mit Kabel. Die laufen nach 30 Jahren immer noch. Keine Ahnung, wie viele Akkuschrauber ich schon hatte. Da nach ein paar Jahren auch der beste Akku kaputt ist, und dann sicher nicht mehr zu vernünftigen Preisen Ersatz zu bekommen ist, finde ich es unwirtschaftlich und umweltschädlich, zumindest nicht resourcenschonend, für alle Akkugeräte zu verwenden.

Einer Umfrage zufolge wird eine Bohrmaschine im Privathaushalt im Schnitt im Jahr 3 Minuten verwendet. Da sind die vielen Stunden, die wir Heimwerker sie benutzen mit eingerechnet.

Bei Profis sieht es sicher anders aus. Da lohnen sich gute Akkugeräte sicher.

Aber es ist nur meine einzelne Meinung. Sicher benutzt ihr alle Eure Geräte häufiger.
Darum schlagt mich nicht.

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Dirk
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Re: News: Heimwerker greifen wieder mehr zu Kabelgeräten

Beitrag von Dirk » 10. Feb 2017, 18:21

jesse hat geschrieben:Keine Ahnung, wie viele Akkuschrauber ich schon hatte. Da nach ein paar Jahren auch der beste Akku kaputt ist, und dann sicher nicht mehr zu vernünftigen Preisen Ersatz zu bekommen ist,
Ich aber: genau zwei Generationen. Erst aus der NiCd-Generation, jetzt aus der LiIon-Generation. Selbst die ersten laufen noch bei einem Freund, und Akkus gibt es immer noch zu "vernünftigen Preisen". Alles keine nennenswerte Schwierigkeit.
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Re: News: Heimwerker greifen wieder mehr zu Kabelgeräten

Beitrag von powersupply » 10. Feb 2017, 23:28

Mein erster professioneller Akkuschrauber, ein schwarzer AEG mit 9,6V ist wegen abgenutzter Kohlebürsten ausgemustert worden.

Der Zweite, ein CDD12 von Festo, ist zwar noch da wird aber kaum noch benutzt da mir der Metabo vom Handling lieber ist. Dieser ist zur Zeit praktisch täglich im Einsatz und ich bin heilfroh, dass da kein Kabel dran ist wie an der Heißluft- bzw der Heißklebepistole.

PS

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Re: News: Heimwerker greifen wieder mehr zu Kabelgeräten

Beitrag von MrDitschy » 11. Feb 2017, 11:32

Hmm, in der Studie kommen ja Maschinen vor, die Herstellermarken in Baumärkten oder Discounter fast kaum in Akku-Version anbieten (wißt ja, einmal für ein Akku-System entschieden, ist man an dessen Hersteller gebunden .... anders wäre es sicher, wenn ein Akku auf alle Hersteller passen würde, wie der Schukostecker in die Steckdose). Wenn man dann einen Akkuschrauber z.B. von Parrkside oder Workzone kauft, schaut es schon mal mies aus.
Ganz aus dem Rahmen fällt auch das Heisluftgebläse.

Aber das größte Problem ist doch glaub die Erwartung an den Akku. Wenn man auch bei Handy und Co das Akkusterben in wenigen Jahren einfach mal so hinnimmt, muß hingegen der Akku am Akkuwerkzeug fast ewig halten .... dann kauft man auch noch nach 5-6 Jahren lieber einen neuen Akkuschrauber im Set, anstatt sich im Internet nur einen Marken- oder NoName- Ersatzakku zu bestellen.
Dann finde ich es aber nicht verkehrt, wenn sich dessen Kunden auf kabelgebundene Elektrowerkzeuge beschränken, um auch den el.Schrott zu minimieren.

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Re: News: Heimwerker greifen wieder mehr zu Kabelgeräten

Beitrag von FrankH » 11. Feb 2017, 12:28

Ich habe verschiedene Akkuschrauber (alter NiCd Schrauber, 10,8 und 18 V Li und einen 3,6 V Minischrauber), eine Graskantenschere und eine Heckenschere mit Akku, alles andere ist mit Kabel (Bohrhämmer, Bohrmaschinen, Sägen, Oberfräse, Heißluftgerät, Tacker, Multimaster, Schleifgeräte, Rasenmäher, Vertikutierer).
Klar, manchmal ist das Kabel schon lästig, aber für mich als Normal-/Gelegenheitsnutzer sind andere Kriterien wichtiger. Beim Umbau im Haus nutze ich meist sowieso die Absaugung vom Starmix-Sauger, da kann ich dann auch dessen Steckdose nutzen.

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Re: News: Heimwerker greifen wieder mehr zu Kabelgeräten

Beitrag von Dev » 11. Feb 2017, 15:47

Das sehe ich ähnlich. Der Akkuschrauber ist natürlich vorhanden, aber es ist bei mir das einzige Akkuwerkzeug.

Mittlerweile ist es der zweite Schrauber.
Der erste war ein günstiger Grüner von Bosch mit 9,6V NiMH Akku. Da war nach knapp 5 Jahren Schluss und der Ersatzakku war preislich inakzeptabel für so einen günstigen Schrauber. Als Ersatz kam ein 12V Schrauber von Makita, ebenfalls mit NiMH Akku. Da haben die beiden Originalakkus immerhin 7 Jahre gehalten und anschließend gab es zwei Nachbauakkus, die jetzt nach 5 Jahren keine wirkliche Lust mehr haben. In nächster Zeit muss also der dritte Akkuschrauber hier einziehen.
Die Kabelgebundene Schlagbohrmaschine hält im Vergleich seit 28 Jahren und der Bohrhammer wurde nach 26 Jahren getauscht.
Das entspricht bei den alten NiMH Akkus vier Akkugenerationen und bei neuen Lithiumakkus immer noch 2,5 Akkugenerationen.
In sofern bin ich der festen Überzeugung, dass kabelgebundene Elektrowerkzeuge für Heimwerker sinnvoll sind. Sowohl aus Kostensicht als auch was die ökologischen Aspekte angeht.

Und da ich bei Bohrhammer, Kapp- und Gehrungssäge und Handkreissäge sowieso immer einen Staubsauger zur Absaugung oder hinterher zum Saubermachen verwende, stört das Kabel im Vergleich zu dem fünf bis sechs Mal dickeren Schlauch nicht wirklich.

Würde ich jetzt beruflich Rauchmelder montieren und je Raum nur zwei 6er Dübel setzen müssen, wäre ein Akkugerät sicherlich direkt die erste Anschaffung. Als Heimwerker lebe ich gerne mit dem Kabel.

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Re: News: Heimwerker greifen wieder mehr zu Kabelgeräten

Beitrag von MrDitschy » 11. Feb 2017, 16:04

Akkumaschinen sind aber von der Haltbarkeit genauso anzusehen wie Netzmaschinen, nur die zuführung an Energie ist halt anders.

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Re: News: Heimwerker greifen wieder mehr zu Kabelgeräten

Beitrag von Dirk » 11. Feb 2017, 16:20

Ihr macht hier aber einen Denkfehler, denn ihr bezieht den Akku in die "Haltbarkeit" eines Gerätes mit ein. Ich halte diese Art von Vergleichs-Denken für unseriös, denn unter "Haltbarkeit" eines Gerätes verstehe ich die Zeit, in welcher ich es nutzen kann. Ansonsten wäre eine kabelgebundene Maschine auch als "nicht mehr nutzbar" zu bezeichnen, sobald Kabel oder Stecker kaputt sind. Macht aber keiner.
Seriös ist das nur, wenn man das Akkugerät getrennt vom Akku bewertet, und da dürfte eigentlich kaum ein Akkugerät erheblich schlechter als sein Kabel-Pendant da stehen, außer für den Sonderfall, daß man keinerlei Ersatz-Akkupacks mehr bekommt.
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Re: News: Heimwerker greifen wieder mehr zu Kabelgeräten

Beitrag von MrDitschy » 11. Feb 2017, 16:31

Ja genau, auf dieses wollte ich hinaus ....

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