Kress Winkelschleifer 1400 WSE/1 125

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-Zoli-
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Kress Winkelschleifer 1400 WSE/1 125

Beitrag von -Zoli- » 22. MĂ€r 2015, 21:00

– Kress Winkelschleifer WSE/1 125
– Wann angeschafft? 2014. VIII.
– Wo gekauft? In Ungarn in einem "Webladen"
– Neu/gebraucht? Neu
– bezahlter PreisDamals umgerechnet ~ 120 Euro
– Listenpreis des Herstellers fĂŒr NeugerĂ€t

Ausstattung

Die Maschine wurde im Klick-BoxII geliefert, mit 17 Sprachige Bedienungsanleitung(leider nur generell fĂŒr Winkelschleifer) ,
und SpannschlĂŒssel. ZusĂ€tzlich ist noch eine "Sprachlose" ausfaltbare Bedienungsanleitung mit Bilder beigelegt was im Werkstatt
usgehĂ€ngt sehr nĂŒtzlich werden kann, und was die Technische Daten dieses Werkzeug enthĂ€lt. Der Winkelschleifer hat ein 4m Langes Gummikabel.
Im Koffer gibt es reichlich Platz fĂŒr Zubehör, es ist so Groß, das man mit demontierten Schutzhaube noch eine weitere kleine Winkelschleifer reinpassen kann, aber dann ist das Einpacken schon nicht so einfach.
Das GerĂ€t ist noch im gegensatz zum Nachfolgermodell (WSXE 125) mit Patent-Quick-Verschluss Netzkabel versehen,was man sehr einfach entfernen kann. Es ist besonders nutzvoll, wenn man mehrere GerĂ€te mit diesem Kabelsystem hat, weil dann sind KabelbrĂŒche sehr einfach Feststellbar,man kann das Kabel einfacher lagern, Und KabbellĂ€nge kan man auch an die BedĂŒrfnisse anpassen/einkaufen.
Die Preis war ansonstens eine Sonderpreis fĂŒrs GerĂ€t mit Koffer (letzter StĂŒck im GeschĂ€ft), es war eine echte SnĂ€ppchen.
Das GerĂ€t hat ein thermische Überlastschutz, Anlaufstrombegrenzung, und Wiederanlaufschutz. Es hat laut Ersatzteilliste oben am Schleifspindel auch Kugellager was heutzutage ein raritĂ€t ist.( Heutzutage einige
Markenhersteller gerne auch die Nadellager ersparen, und mit SinterbĂŒchsen ersetzen.) Es wird dieses Kress damit also warscheinlich langlebiger sein, und der Schleifspindel hat null Spiel(Nach 20 Stunden Betriebszeit), nicht wie bei andere MarkengerĂ€te mit Gleitlager oben.

Die Befestigung der Schutzhaube ist leider Herstellerspezifisch, also Leider keine Schutz oder Absaughaube mit gewöhnlichen Anschlussmöglichkeit darauf befestigt werden kann. Leider ist es heute bei viele Hersteller so, aber nicht bei alle.
Das GerÀt hat auch eine gepanzerte Rotorwicklung, was auch nicht bei alle Konkurrenzprodukten der Fall ist.
Drehzahlbereich is von 3000-12000U/min verstellbar. Beim Nachfogermodell WSXE ist das Regelbereich nur von 6500-12000 einstellbar was aber kein wirkliches Problem darstellt, da man unter 5-6000 U/min mit diese GeĂ€te wegen Überheitzungsgefahr sowieso schon aufpassen soll, und mit 6500u/min schon auch Holzbearbeitung möglich ist.

Testergebnis: 6 Punkte

Handhabung

Gewicht ohne Kabel(abgeklemmt), mit Spannflansch, Schutzhaube und Handgriff 2,16 Kg, ohne Handgriff 2,06 Kg.
Wenn der Kabel nicht abgeklemmt ist, aber auch nicht mitgewogen(Nur der Anschlussteil), wiegt das GerÀt mit Handgriff 2,22 Kg.
Es hat 21 cm Umfang. Es lÀuft dank Bogenverzahnung relativ ruhig, und hat genug Kraft um sehr vieles zu bewÀltigen.
Die Schutzhaube umzustellen geht auch im Handschuhe sehr einfach. Man muß die ganze Haube einfach herunter drĂŒcken, und nach links oder rechts in die gewĂŒnschte Richtung schieben bis es sich einrastet.In dicke Handschuhen warscheinlich die einfachste Methode.

Am Bauch der Maschine gibt es eine kleine Tabelle wo die auswÀhlbare Drehzahle mit Drehzahlstufen gepaart gelistet sind.
Der Schalter hat vor, und nachteile. Es ist flach und hat ein bischen stĂ€rkere Feder, also es muß an einem bestimmten Druckpunkt bewusst betĂ€tigt werden um es nach vorne zu schieben. Dann muß die vorderseite des Schalters eingedrĂŒckt werden um es einrasten zu lassen.
(Ist nicht so kompliziert wie es klingt) Damit ist es zwar ein wenig schwerer einzuschalten, aber dafĂŒr kann mann ohne das Gefahr des Einzuschaltens Scheiben wechseln.Also idiotensicher. Und der Schalter ist so flach daß das GerĂ€t kurzzeitig auch mit linke HĂ€nde angenehm verwendet werden kann, aber weil der GerĂ€tekopf nicht gedreht werden kann, bleibt der
Schalter dort wo es ist.
Der Handgriff ist leiter keine echte Antiwibrationshandgriff. Damit ist es entsprechend leichter, aber bei arbeiten mit schwere unausgewogene TopfbĂŒrsten, oder Betonschleifer ist die Vibration leider Kaum gedĂ€mpft. Mit Trennscheiben,Diamanttrennscheibe, oder Gumiteller mit Schleifpapier lĂ€uft es aber sehr ruhig, und vibrationsarm. Der Handgriff ist Auch ein bischen kurzer wie gewöhnt , was einerseit bei bestimmte Arbeiten Platz spart,(bei schwer zugĂ€ngliche Stellen) und mehr GefĂŒhl des GerĂ€ts weitergibt, anderseits, Arbeiten ohne Schutzhaube sehr GefĂ€hrlich macht.
Der Schleifspindel ist nicht zu lang, also bei Schleifarbeiten mit Gumiteller, kann das Schleifpapier mit ganze FlĂ€che aufgelegt werden, aber um sowas zu machen muß die Schutzhaube weg, weil ansonstens entweder der Schleifpapier die ZurrĂŒckgebogene untere Kannte des Haubes BerĂŒhrt, oder der Teller sich dann innerhalb der Haube befindet. . Um mit Schleifpapier ganzflĂ€chig arbeiten zu können muß man es aber bei fast alle Winkelschleifer so machen. Oder eine absaughaube kaufen/basteln.
Also entweder Ganze Teller ins Schutzhaube reinpasst >>>Ganze FlÀche nicht aufgelegt werden kann,Oder Gummiteller lÀuft ausserhalb der Haube>> Dann kann die Shutzhaube draufbleiben, bietet aber gegen wegfliegende Teile
kein Schutz. Also hier hÀtte ein bischen lÀngere Handgriff mehr schutz bieten können.

Testergebnis: 5 Punkte

Leistung

Abgabeleistung laut Gebrauchsanleitung is 780 Watt. (Aufnahmeleistung 1400 Watt) Weil kein standardisiertes Meßmethod
fĂŒrs messen der Abgabeleistung gibt , und weil bei verschiedene Hersteller die angegeben Abgabeleistungswerte verschiedene Drehmomente (Anpressdruck am Schleifteller) bedeuten können ist dieses Wert nicht so wichtig.
Der Winkelschleifer hat genug Leistungsreserven fĂŒr schwere Trenn, und Schleifarbeiten.
Ich habe damit schon mit ZEC Teller im dauerbetrieb mit 6-7000 U/min schon 60-70 m2 Beton abgeschliffen(mit Pausen), was es ohne probleme durchgemacht hat.
Im untersten Drehzahlbereich (von 4-3000 U/min) muß man schon aufpassen um es nicht zu ĂŒberlasten (wie bei alle voll regelbare Winkelschleifer auch) obwohl ich sowas bisher mit 19-20 Betriebstunden noch nicht geschafft habe. Es hat aber ein Überlastschutz fĂŒr dem Fall, was bei mir bisher noch nicht anspringen sollte, und deswegen es auch nicht ausprobieren könnte.

Man muß beachten daß nicht alle Winkelschleifer haben auch ein thermischer Überlastschutz wo mit einer ThermofĂŒhler die Wicklungtemperatur ĂŒberwacht wird. Bei dieses Modell is est aber in der ET-Zeichnung zu erkennen. Wenn das GerĂ€t ĂŒberlastet wird lĂ€sst das Elektronik es mit einen ganz langsammes Drehzahl weiterzudrehen, um es schneller abkĂŒhlen zu lassen. Diese Funkzion wie schon arwĂ€hnt habe ich bei meinem GerĂ€t nicht geprĂŒft da es kein TestgerĂ€t ist.
Die Schmierung/Aufbau des Getriebekopf ist scheinbar gut durchgedacht, weil bei mir weder bei lĂ€ngere Trennarbeiten mit Volldrehzahl, noch bei Betonschleifen mit reduzierter Drehzahl ,Dauerbetrieb, und stĂ€rkere Anpressdruck das Getriebekopf nie so warm geworden ist daß ich es nicht berĂŒhren konnte.(Maximal villeicht 45-60 Celsius)

Testergebnis: 7 Punkte

Umwelt

Das GerĂ€t kommt aus der Schweiz, unnötige Umweltbelastung im Werk, bei Energieerzeugung, oder Transport fallen damit theoretisch weg. Als Verpackung dient der Koffer. Der Kabel(H05) kommt von Prysmian, auch EU Produkt. Übrigens bei Umweltbilanz zĂ€hlt Herkunftsland viel mehr als die Verpackung.

Testergebnis: 7 Punkte

Preis und Preis/LeistungverhÀltnis
Der gĂŒnstigste regelbare Winkelschleifer aus Deutsche/Schweizerische Fertigung in diese Leistungsklasse, auch ohne Sonderpreis, dazu kommen noch 10 Jahre Garantie in Deutschland. (In Ungarn leider nur 3).

Testergebnis: 7 Punkte


Ausgefallen?
Nein

Besondere Kritikpunkte
-Die Schutzhaube könnte mit paar Milimeter "höher" sein, damit alle Gummiteller auch ganz reinpassen.
- Eine lÀngere, und echte Antivibrationshandgriff könnte bei bestimmte Schleifarbeiten sehr gut tun.
-Die GerĂ€te sind versiegelt, und laut Anleitung, wenn es nicht von einem autorisierten Fachwerkstatt geöffnet wird, erlischt sich der Garantie. Ich habe bei Kress extra nachgefragt, wie es mit eine KohlebĂŒrstewechsel dann seien sollte. Laut Kress also, wenn nur die Kohle FachmĂ€nnisch durchgefĂŒhrt gewechselt werden und nicht ins innenleben eingegriffen wird, nehmen die es mit der Versiegelung nich so ernst. Es ist zwar nett daß es so ist, aber weil darĂŒber nichts in der BA steht, wird man ein bischen verunsichert. (Und deswegen wollte ich das GerĂ€t nicht öffnen um andere Photos ĂŒber das Innenleben zu Posten.)



Positiv aufgefallen

Bei Aufbau/Liestung oben aufgelistet. Desweiteren sind die Ersatzteile im gegensatz zu einige andere Hersteller relativ gĂŒnstig, und im Ersatzteilliste sind auch die Verschleißteile aufgelistet, damit es klar wir, was bei Ausfall unter die Garantie fĂ€llt.
Weil Kress generell die GerĂ€teserie nicht in alle 2 Jahre wechselt, scheint die Ersatzteilversorgung fĂŒr lĂ€ngere Zeit gesichert zu sein.

VerbesserungsvorschlÀge
-Der ausströmende KĂŒhlluft könnte so gerichtet werden, daß es unten nach rechts wo sich das WerkstĂŒck sich befindet wegblĂ€sst, nicht nach links. (Weniger Staub damit ins GerĂ€t kommt)
- Kommunikation bezĂŒglich GarantiefĂ€lle eindeutiger zu machen.
-Ansonstens siehe oben.(AV Handgriff).


Mein Testurteil
Abgesehen von Kleinigkeiten, es ist ein sehr robustes und anspruchsvoll aufgebautes GerĂ€t. Der Nachfolgermodell (1400 WSXE 125)ist generell das selbe, ausser Patent-Quick-Verschluss Netzkabel, und Drehzahlbereich ist jetzt auf 6500- 12000 modifiziert.Mit 10 Jahre Garantie in Deutschland ist es auch fĂŒr Heimwerker eine interessante Option.


Mein Testergebnis
Ausstattung: 6 Punkte 25%
Handhabung: 5 Punkte 25%
Leistung: 7 Punkte 25%
Umwelt: 7 Punkte 10%
Preis u. Preis/LeistungsverhÀltnis: 7 Punkte 15%
Gesamtergebnis: 6,3 Punkte
Sehr gut

PS.: Deutsch ist nicht meine Muttersprache ich lebe auch nicht in Deutschland also Grammatische Fehler können vorkommen und ich ĂŒbernehme dafĂŒr nicht die Verantwortung. :mrgreen:
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-Zoli-
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Re: Kress Winkelschleifer 1400 WSE/1 125

Beitrag von -Zoli- » 22. MĂ€r 2015, 21:09

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-Zoli-
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Re: Kress Winkelschleifer 1400 WSE/1 125

Beitrag von -Zoli- » 27. Okt 2015, 16:19

Nachtrag:
Da ich einen neuen Gummiteller kaufen mußte, habe ich festgestellt, daß es jetzt sehr gut zur Schutzhaubenabmessung passt, damit man den Schleifteller jetzt ganzflĂ€chig auf dem WerkstĂŒck auflegen kann, ohne die Schutzhaube entfernen zu mĂŒssen. So liegt der Schleifpapier natĂŒrlich ausserhalb der Schutzhaube.
Dieser Kritikpunkt fÀllt also weg. Ist ratsam die Gummiteller vor dem kauf mit dem GerÀt zusammenzuprobieren, da die Abmessungen scheinen unterschiedlich zu sein.

Es hat ansonstens noch 10 Betriebstunden hinter sich, im heißesten Sommertagen die in Ungarn je gemessen wurden (35-39 Celsius im Schatten-Arbeitskleidung:Eine Unterhose). Bei Holzschleifen im Dauerbetrieb mit um die 6000 U/Min, Schleifpapier mit Gummiteller ganzflĂ€chig aufgelĂ€gt und mit sehr viel Holzstaub war der Schleifer am Motorteil stĂ€ndig um die 50 Grad Celsius heiß, hat es aber kein mal abgeschaltet. Man muß also nicht fĂŒrchten daß es zu leicht abraucht.
Und noch was zu merken: Der Tellerzahnrad wie ich es festgestellt habe, hat ein bichen RampenÀhnliches Aufbau damit
der Arretieungsknopf im betrieb ungewollt nicht so einfach eingedrĂŒckt werden kann. (Bitte damit nicht experimentieren, weil es das GerĂ€t zerstören kann!)

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