Welche Tomaten für 2009!

Die Gestaltung und Pflege von Garten- und Grünlagen, Land und Forst sind Themen unseres Garten- und Landschaftsbau-, Land- und Forst-Forums.

Moderator: Matthias_T

Koordinate
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Beitrag von Koordinate » 6. Aug 2009, 15:43

Hallo,

Danke, aber auch das habe ich schon ausprobiert und die kleben das kann man sich nicht vorstellen. Eine Alternative wäre die Körner regelmässig auf Papierstreifen zu verbreiten und sie nachher samt dem Papier in den Boden zu setzen aber ich werde es noch versuchen auf einer dünnen Plastikfolie in der Sonne.

Mfg. Koordinate.

Pfeile
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Beitrag von Pfeile » 6. Aug 2009, 16:27

Klingt zwar blöd aber versuch mal eine Pelonstumpfhose zu spannen ( zw über einen 10l Eimer) und sie Samen datrocknen lassen .

Koordinate
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Beitrag von Koordinate » 8. Aug 2009, 08:46

Hallo,

Das Problem hat sich für dieses Jahr erledigt. Nachdem ich die Samenkörner jedes Mal mit dem Papier ins Wasser gelegt habe um sie von der Unterlage zu trennen hat es endlich geklappt. Auf jeden Fall nur Krepppapier verwenden und kein Zeitungspapier! Beim letzten Versuch habe ich die Körner vorher in ein Nylonsieb gemacht und mit dem in die Sonne gelegt.
Abends waren diese noch etwas feucht und leicht klebrig sodass ich sie auf einem dünnen Plastikfilm ausgebreitet habe wo sie zum Schluss ohne Aufwand eingesammelt werden konnten. Ich gehe aber davon aus dass es bestimmt spezifische Methoden gibt um diese Tomatensamen zu trocknen denn die Firmen können keinen solchen Aufwand betreiben. In der Hoffnung dass es doch jemand gibt der uns dieses Geheimnis lüftet bedanke ich mich für alle Hinweise und Tipps.

Mfg. Koordinate.

BauerKarl
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Beitrag von BauerKarl » 8. Aug 2009, 16:11

Tomatensamen gewinnen und aufbewahren:
Man nimmt dazu vollreife Tomaten und schneidet die Früchte quer durch, Saft und Kerne in eine Schüssel drücken. Kleine Cocktailtomaten kann man auch in den Mixer geben, die Samen überleben diesen Vorgang unbeschadet. Zu dem Brei die gleiche Menge Wasser zusetzen und 3 Tage lang stehen lassen. Bei diesem sogenannten Fermentierungsvorgang wird die geleeartige Schützhülle jedes Samens aufgelöst und es werden gleichzeitig eine Anzahl von Krankheitskeimen vernichtet. Ein Schimmelrasen auf dem Tomatenbrei ist als Zeichen eines gelungenen Fermentierungsprozesses zu sehen. Die Samen in einem Sieb gut auswaschen und zum Trocknen in eine beschriftete Kaffeefiltertüte geben. Aus ihr läßt sich getrocknetes Saatgut wunderbar wieder herauslösen.

Und: Samen niemals in der Sonne trocken !! :idea:
Grüße Karl
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Beitrag von Koordinate » 9. Aug 2009, 05:26

Hallo,

Danke für diesen Tipp, denn mit dieser Prozedur wird es wesentlich einfacher. Ich hatte in der Zwischenzeit über diese Methode irgendwo im Internet gelesen war aber skeptisch. Hier wurde sogar von 5 bis 6 Tagen geredet dass die Fermentierung auch vollständig sei und was mehr Schimmel oben drauf wäre was besser. Mit ihrem Beitrag haben Sie mir die Methode bestätigt und ich werde dies in der Woche mit anderen Tomaten ausprobieren. Leider hatte ich nur eine Kanadische Tomate und so hoffe ich dass die Samen keimen werden.

Mfg. Koordinate.

BauerKarl
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Beitrag von BauerKarl » 9. Aug 2009, 14:10

Beim Verzehr der Tomaten spürst Du auch ds. Geleeartige / Klibbrige, das ist der "Mantel", der Dir auf dem Papier anklebte.

Meine Frau nimmt die braunen Filtertüten, nimm im Endeffekt die günstigsten.
Grüße Karl
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Beitrag von Koordinate » 22. Aug 2009, 09:29

Hallo,

Da ich nichts dem Zufall überlasse habe ich jetzt einmal die vorgeschlagene Prozedur zur Samengewinnung ausprobiert. Einwandfrei funktioniert diese Methode und das alles ohne Aufwand. Es gibt eben eine Lösung für alles nur gewusst wie. Nochmals Danke für alles.

Mfg. Koordinate.

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Beitrag von Koordinate » 28. Apr 2010, 18:22

Hallo,

Dieses Jahr werde ich die Tomaten Kanadischer Herkunft pflanzen wo ich im letzten Herbst die Samen geerntet habe. Hat alles gut geklappt mit der Methode von Bauer Karl und habe Zurzeit etwa 200 Pflanzen im Gewächshaus stehen. Natürlich sind sie noch klein, ungefähr 120mm hoch aber bis zu den Eisheiligen sind es noch 2 Wochen. Selbstverständlich werden 2/3 dieser Pflanzen an andere Menschen verteilt und somit erhoffe ich mir dass diese Sorte in dieser Gegend am Leben bleibt.

Mfg. Koordinate.

BauerKarl
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Beitrag von BauerKarl » 28. Apr 2010, 23:32

Stelle Sie mal bitte bei mildem Wetter 3 Stunden rauss und abends wieder rein. 2 Tage später 5 Stunden. Langsam an outdoor gewöhnen.
Wenn geht, mache ein Dach über Deine Pflanzen. Westseite und oben zu. Rückseite und Ostseite offen lassen.
Viel Erfolg.
Grüße Karl
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Beitrag von Koordinate » 13. Jun 2010, 17:35

Hallo,

Die Tomaten gedeihen gut aber ich habe eine Knacknuss bei der Pflege. Laut meinen Erfahrungen sollte man immer die Triebe die zwischen dem Stängel und dem Blatt ausschießen wegmachen. Aber mein Problem ist immer an der Spitze der Pflanze denn hier unterscheide ich sehr schlecht wo die Spitze ist oder der Trieb. Wie sollte man es richtig machen und wie wird es überhaupt in den Tomatenplantagen gemacht denn die haben ja nicht die notwendige Zeit um sich mit diesen Trieben zu beschäftigen. Ich wäre froh wenn jemand hier berichten könnte der Erfahrung hat.

Mfg. Koordinate.

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