Diskussion zum Testbericht "Anwendungstest von Metabo Säbelsägen im Januar 2020"

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Ein_Gast
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Diskussion zum Testbericht "Anwendungstest von Metabo Säbelsägen im Januar 2020"

Beitrag von Ein_Gast » Donnerstag 19. März 2020, 23:41

Diese Diskussion bezieht sich auf diesen Test: Klick.

Ganz ehrlich, dieser Test liest sich so, als hätte niemand Ahnung von dem gehabt, wie man mit solchen Sägen Arbeitet.
dolmar-sammler hat geschrieben:
Donnerstag 19. März 2020, 23:01
Sägeblätter Metabo 31987 (1), 31926 (2) für Holz und Metal
Das ist für Grünholz schon grundsätzlich die falsche Ausstattung. Die Zahnung dieser Holz/Metall-Blätter ist viel zu fein für feuchtes Holz (wie auch im Test beschrieben wurde). Dafür gibt es Bosch 1531 oder sogar 1542 (die Metabo-Nummern kenne ich gerade nicht).
Da aber die Zweige oftmals unter Spannung standen, klemmte das Blatt im Holz und die Säge hämmerte gegen den Stamm.
Dafür sägt man für gewöhnlich von der anderen Seite...
Bei Motorsägen hat man da übrigens exakt das gleiche Problem mit einem eingeklemmten Schwert.
Die Arbeitsleistung gegenüber einer Kettensäge war jedoch zu gering, da sich die Sägeblattzähne mit nassem Sägemehl zusetzten und der Schnitt aussetzte.
Siehe oben.
Auch die Länge des Blattes 31987 (1) führte dazu, dass es teilweise in die Erde tauchte und Erde mitnahm.
Da fällt mir nichts zu ein...
Dann muss man halt nicht in die Erde sägen. Würde man mit einer Motorsäge übrigens auch, nur nimmt die einem das wirklich übel (Kette direkt stumpf).
Hier zeigte sie dann bessere Schnittergebnisse, vorausgesetzt dass das Sägeblatt nicht durch Windeinwirkung klemmte.
Wurde da in einem Tornado gesägt? Ich hatte noch nie soviel Wind, dass mit deshalb die Säge klemmte. :crazy: Ich denke, es sollte "Verwindung" sein. Wie gesagt, von der anderen Seite sägen.
Abschließend stellen wir fest, dass zum Grünholzsägen der Ast nicht dicker als 2x Hublänge des Blattes sein sollte und das gröbste Sägeblatt verwendet werden sollte, ggf. nachschärfen
Man sollte mit der Compact ernsthaft nur Äste mit 3,2 cm Durchmesser sägen? Dafür würde ich eine Astschere empfehlen. Selbst die 6 cm bei der großen sind ziemlich niedrig eingeschätzt. Solche Sägen bekommen auch 20 cm und mehr durch. Und bevor ich ein Säbelsägenblatt nachschärfe, geht es in die Tonne...

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powersupply
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Re: Anwendungstest von Säbelsägen im Januar 2020

Beitrag von powersupply » Donnerstag 19. März 2020, 23:44

Hallo

Ich bin erstaunt über wieviel Probleme Du mit klemmenden Sägeblättern berichtest. :shock:
Hätte ich jetzt nicht erwartet und werde mir eine Anschaffung überdenken.

Kann es vielleicht auch sein, dass die sägenden Personen unzureichend mit dem Sägen von Ästen vertraut waren.
Mit der Motorsäge lernt man beispielsweise recht schnell, dass man Äste am Baum zunächst von unten an- und dann von oben absägt. Wieviel dann von unten einzuschneiden ist muss man jndividuell einschätzen.
OK. Ein Säbelsägenblatt hat nicht annähernd soviel Freischnitt wie eine Kettensäge. Das wird man wohl berücksichtigen müssen und ein entsprechend grobes Sägeblatt verwenden.

PS

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Re: Diskussion zum Testbericht "Anwendungstest von Metabo Säbelsägen im Januar 2020"

Beitrag von Brandmeister » Freitag 20. März 2020, 00:45

powersupply hat geschrieben:
Donnerstag 19. März 2020, 23:44
Ich bin erstaunt über wieviel Probleme Du mit klemmenden Sägeblättern berichtest.
...
Ein Säbelsägenblatt hat nicht annähernd soviel Freischnitt wie eine Kettensäge. Das wird man wohl berücksichtigen müssen und ein entsprechend grobes Sägeblatt verwenden.
Bei der Säbelsäge kommt es wirklich sehr darauf an, das passende Blatt zu verwenden. Bei grünem Holz gäbe es da abgesehen von den bereits erwähnten Bosch 1531 und 1542 identisch aussehende Alternativen von Bayerwald und MPS Gibt es auch für etwas günstiger als Labelware von Wolfcraft. Gehen wir mal davon aus, dass die meisten der Blätter entweder vom gleichen Band gefallen sind oder es da designmäßig nur wenige sinnvolle Alternativen gibt.
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Re: Diskussion zum Testbericht "Anwendungstest von Metabo Säbelsägen im Januar 2020"

Beitrag von Ein_Gast » Freitag 20. März 2020, 01:23

Brandmeister hat geschrieben:
Freitag 20. März 2020, 00:45
Gehen wir mal davon aus, dass die meisten der Blätter entweder vom gleichen Band gefallen sind oder es da designmäßig nur wenige sinnvolle Alternativen gibt.
Es stimmt, die Auswahl an verschiedenen Grünholzblättern ist recht stark eingeschränkt. Es gibt noch ein Blatt von Wilpu mit einer etwas anderen Bauform: https://wilpu.de/Produktdetail/?artno=1 ... 2&search=x
Weitere Ausnahmen von den zwei "Standardblättern" fallen mir nicht ein, wobei ich mit dem Wilpu auch keine Erfahrungen habe.

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Re: Diskussion zum Testbericht "Anwendungstest von Metabo Säbelsägen im Januar 2020"

Beitrag von Brandmeister » Freitag 20. März 2020, 01:40

Makita hat auch noch mindestens eines mit anderer Geometrie: https://www.makita.de/product/p-47117.html. Hat halt da eine Lücke, wo bei MPS und Co der Einzelzahn steht.
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Re: Diskussion zum Testbericht "Anwendungstest von Metabo Säbelsägen im Januar 2020"

Beitrag von MSG » Freitag 20. März 2020, 11:56

Ein_Gast hat geschrieben:
Freitag 20. März 2020, 01:23
Es gibt noch ein Blatt von Wilpu mit einer etwas anderen Bauform: https://wilpu.de/Produktdetail/?artno=1 ... 2&search=x
Ich hoffe, da ist das Sägeblatt besser als die Webseite...
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... das erste müssten mm Zahnabstand sein

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Re: Diskussion zum Testbericht "Anwendungstest von Metabo Säbelsägen im Januar 2020"

Beitrag von Lausig » Freitag 20. März 2020, 15:13

Ich habe ja auch einen Versuch mit einer Kompaktsäbelsäge angestellt. Für mich war das Fazit, dass es mal so als Notlösung geht, wenn man mit der langen Astschere/Handsäge/Kettensäge nicht gut genug rankommt, z.B. an einem Wurzelstock oder in der Ecke hinter dem Schuppen.

Bei kleinen Grundstücken ist eine Handsäge perfekt. Eine Felco oder Fiskars mit gebogenen Sägeblatt sägt wie von selbst und liegt wie eine 1 in der Hand und im Holz.

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Re: Diskussion zum Testbericht "Anwendungstest von Metabo Säbelsägen im Januar 2020"

Beitrag von Ein_Gast » Freitag 20. März 2020, 15:53

Lausig hat geschrieben:
Freitag 20. März 2020, 15:13
Bei kleinen Grundstücken ist eine Handsäge perfekt. Eine Felco oder Fiskars mit gebogenen Sägeblatt sägt wie von selbst und liegt wie eine 1 in der Hand und im Holz.
Für einzelne Schnitte mag das sicherlich so sein. Pflege mittlerweile mehrere Grundstücke und wenn einige Schnitte anfallen, kann das mit der Handsäge aber ziemlich mühsam werden.

Nutze bis ca. 4 cm gerne die Astschere. Mehr wäre sicherlich auch möglich, aber das wird dann schon recht anstrengend. Für Dickeres wird spontan entschieden. Einzelne Schnitte werden mit der Säbelsäge gemacht - kein Öl (+Benzin) einfüllen, keine Kette schärfen und deutlich handlicher etc. - bei mehreren Schnitten ab ca. 10 cm kommt die Motorsäge zum Zug und alles dazwischen so nach Lust und Laune. Die Handsäge nutze ich eigentlich nicht mehr.

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Re: Diskussion zum Testbericht "Anwendungstest von Metabo Säbelsägen im Januar 2020"

Beitrag von powersupply » Freitag 20. März 2020, 18:12

Die Willi geht bestimmt auch ordentlich durch das Holz. So eine ähnliche haben wir als Handklappsäge.
Hmmm, :lichtauf: wenn ich die messerähnlich scharfschleife brauch ich ja einen Waffenschein... :ducken:

Die genannten gebogenen Sägen kann man wahrscheinlich eher nicht mit einer Säbelsägen verwenden. Zumindest nicht so stark gebogen wie die Wolf die ich habe. Damit lassen sich auch mit voll ausgezogenen Verlängerung relativ einfach noch ein 8cm Ast absägen.

PS

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Re: Diskussion zum Testbericht "Anwendungstest von Metabo Säbelsägen im Januar 2020"

Beitrag von MrDitschy » Samstag 21. März 2020, 16:56

Na wenn schon dann eine Katanaboy! :mrgreen:

Doch zur Anwendung einer el. Säbelsäge/Reciprosäge (egal ob Kabel oder Akku) kenne ich auch so einige Diskussionen, also damit umgehen ist angeblich nicht so einfach - derweil braucht nur gegen den Hub gehalten werden und das Sägeblatt darf natürlich nicht einklemmen (ist aber bei allen Sägen so, eben je nach Leistung füher oder später).

Aber so eine große Säbelsäge wie die hier vorgestellt Metabo, wäre mir auch zu groß und unhandlich im Gehölz (egal von welchen Hersteller). Daher mag ich z.B. meine kleine 18V Makita DJR183 so sehr, die liegt durch ihre Doppelschalter und Art Messergriff immer gut in einer Hand und ist mit einem dünnen/langen Stichsägen-Blatt z.B. perfekt im Gehölz oder auch beim renovieren (die zweite Hand ist immer frei, um das zu sägende Objekt spannungsfrei zu halten ... da säge ich alle dicken von Hölzer, die eben das Sägeblatt hergibt). :wink:
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