Würth wechselt von Bosch zu TTI ...

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Dirk
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Re: Würth wechselt von Bosch zu TTI ...

Beitrag von Dirk » 4. Jan 2019, 20:02

Do-it-myself hat geschrieben:
4. Jan 2019, 19:44
Ich denke schon, dass man sich mittelfristig als Konkurrent zum Metabo CAS System aufbaut.
Wie gesagt, ich sehe das anders, weil eine Partnerschaft mit einem einzigen Hersteller nicht wirklich eine "offene" Schnittstelle in dem Sinn ist, wie es CAS ist. Aber gut.
Fein und Festool werden sich wohl demnächst auch mal Gedanken darüber machen müssen, wobei die zusammen auch kein schlechtes Team wären.
Die hätten sich schon vor Jahren darüber Gedanken machen müssen. Aber wie das halt so ist beim deutschen Mittelstand: die Nase zu hoch, zu verbohrt die Gedanken.
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Re: Würth wechselt von Bosch zu TTI ...

Beitrag von norinofu » 4. Jan 2019, 20:39

MrDitschy hat geschrieben:
4. Jan 2019, 19:58
War auch mein erster Gefanke, denn Würth hat ja jetzt schon seine Fühler breit ausgestreckt, da irgendwelche Partner (ähnlich CAS) mit ins Boot zu holen wäre sicher gegeben (wenn es möglich ist).
Würth hat sich seither am Markt umgeschaut, wo sie ihre Maschinen am günstigsten einkaufen können oder welcher Hersteller ein spezielles Werkzeug hat um entsprechendes Montagematerial von Würth verarbeiten zu können.
Die Geräte wurden dann in ein schwarzes Gehäuse gesteckt und unter dem eigenen Label über die eigenen Vertriebsstrukturen vermarktet. Da ist eher eine Parallele zu Hilti.

CAS bietet ein Akkusystem, das versch. Hersteller nutzen können und die Geräte weiterhin unter ihrem Namen über ihre eigenen Vertriebswege an ihre Kunden bringen.

Würth wird kein Interesse daran haben, dass ihre Akkus außerhalb der eigenen Vertriebskanäle verfügbar sind. Ist bei ASSY Schrauben ja auch so - die könnten diesen Schraubenkopf auch bei ihren DIY Produkten verwenden.
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Re: Würth wechselt von Bosch zu TTI ...

Beitrag von Do-it-myself » 5. Jan 2019, 12:50

Am Ende kann Würth aber fehlende Spezial-Maschinen sicherlich bei den CAS-Partner für Ihre Akku-Schnittstelle herstellen lassen. Es geht um den Absatz und den Preis für dich Hersteller. Wenn beide Seiten an eine Win-Win-Situation glauben kommt man ins Geschäft.

Als CAS Konkurrenz meine ich das so, dass wenn ich als Anwender/Endkunde mich für ein Akkusystem entscheiden muss, mir es dann egal sein kein mich für das CAS oder Würth Öko-System zu entscheiden wenn ich bei beiden auf alle Akku-Maschinen zugreifen kann welche von mir benötigt werden.

Als Würth Kunde könnte da der Vertrieb eine wichtige Rolle spielen, da man überall schnell vor Ort sein kann und Austauschgeräte quasi sofort verfügbar sind. Da bist du bei den CAS-Herstellern erstmal auf deinen Fachhandelspartner angewiesen...
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Re: Würth wechselt von Bosch zu TTI ...

Beitrag von norinofu » 5. Jan 2019, 14:07

Sicherlich kann Würth weiterhin bei versch. Herstellern einkaufen und dann in Zukunft seinen eigenen Akku dranbauen.
Aber es ist eben doch ein Unterschied zu CAS. Würth ist ein "Hersteller" der div. Geräte zukauft und umlabelt, so wie z.B.auch Hilti. Ich glaube nicht, dass Würth anderen Herstellern seine Akkus anbietet, damit diese die Akkus auch an ihre Geräte bauen können die nicht über Würth vertrieben werden.
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Re: Würth wechselt von Bosch zu TTI ...

Beitrag von MrDitschy » 5. Jan 2019, 14:20

@Do-it-myself: Jeep, den selben Gedankengang meinte ich auch.

Wird sich also zeigen, wie sich das neue M-Cube Akkumaschinen Programm von Würth entwickeln wird.
Auch ob nur auf Baumaschinen oder auch auf Landschaftpflege gesetzt wird, ob nur 18V oder auch 2x18V oder gar 36V usw. Maschinen/Akkus entwickelt werden ... oder auch 10,8V/12V usw.?

Gefühlt sprießen zumindest mehr neue Akku-System Hersteller aus dem Boden, als das sich Hersteller zusammen schließen. :(
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Re: Würth wechselt von Bosch zu TTI ...

Beitrag von Brandmeister » 5. Jan 2019, 17:22

norinofu hat geschrieben:
5. Jan 2019, 14:07
...Ich glaube nicht, dass Würth anderen Herstellern seine Akkus anbietet, damit diese die Akkus auch an ihre Geräte bauen können die nicht über Würth vertrieben werden.
Der Mehrnutzen eines eigenen Akkusystems - auch innerhalb des Flottenmanagements - dürfte bei Würth darin bestehen, die Bindung der Kundschaft an sich zu stärken. Da macht es eigentlich wenig Sinn, seinen Akku auch anderen Anbietern zur Verfügung zu stellen. Anders herum könnte man auch argumentieren, dass Hersteller, die eigene Akkus produzieren, wohl wenig Interesse daran haben dürften, ihre Geräte mit Würth-Akkus betreibbar zu machen. Das hieße u. U. auch nur, die eigene Position zu schwächen (Akku und Akkuladegerätevertrieb...).
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Re: Würth wechselt von Bosch zu TTI ...

Beitrag von Dirk » 5. Jan 2019, 18:44

Do-it-myself hat geschrieben:
5. Jan 2019, 12:50
Am Ende kann Würth aber fehlende Spezial-Maschinen sicherlich bei den CAS-Partner für Ihre Akku-Schnittstelle herstellen lassen. Es geht um den Absatz und den Preis für dich Hersteller. Wenn beide Seiten an eine Win-Win-Situation glauben kommt man ins Geschäft.

Als CAS Konkurrenz meine ich das so, dass wenn ich als Anwender/Endkunde mich für ein Akkusystem entscheiden muss, mir es dann egal sein kein mich für das CAS oder Würth Öko-System zu entscheiden wenn ich bei beiden auf alle Akku-Maschinen zugreifen kann welche von mir benötigt werden.

Als Würth Kunde könnte da der Vertrieb eine wichtige Rolle spielen, da man überall schnell vor Ort sein kann und Austauschgeräte quasi sofort verfügbar sind. Da bist du bei den CAS-Herstellern erstmal auf deinen Fachhandelspartner angewiesen...
Ich glaube, Du hast CAS auf der einen und "den Rest" auf der anderen Seite noch nicht wirklich verstanden. Es ist so, wie norinofu und Brandmeister schon schreiben: Würth will damit zu einem Hersteller aufsteigen. Die wollen also alles in ihrer Hand haben und eben nicht mehr von Zukauf abhängig sein, sind damit direkte Konkurrenz für Bosch, DeWalt, Makita und Co.. CAS liegt ein völlig anderer Grundgedanke, eine ganz andere Philosophie zugrunde.
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Re: Würth wechselt von Bosch zu TTI ...

Beitrag von Do-it-myself » 5. Jan 2019, 20:26

Die Logik und die Unterschiede dahinter werden verstanden, auch die "Freie"-Schnittstelle der CAS-Partner.

Am Ende kommt es aber nur darauf an für welches Ökosystem man sich als Gewerbe entscheidet. Sei es CAS, Bosch, DeWalt, TTI, Würth oder Makita. Es stehen die reinen Maschinenhersteller dem CAS-Verbund als direkte Konkurrenten gegenüber. Nur darum ging es mir. Die fischen sozusagen alle im gleichen Meer herum...

Bin für Denkanstöße aber immer offen und dankbar :bierchen:
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Re: Würth wechselt von Bosch zu TTI ...

Beitrag von wink » 7. Jan 2019, 08:57

norinofu hat geschrieben:
4. Jan 2019, 20:39
Würth wird kein Interesse daran haben, dass ihre Akkus außerhalb der eigenen Vertriebskanäle verfügbar sind. Ist bei ASSY Schrauben ja auch so - die könnten diesen Schraubenkopf auch bei ihren DIY Produkten verwenden.
Die Assy Schrauben gibts auch im Baumarkt. Halt im Karton vom Hersteller statt vom Händler.
Sind aber bis auf die Assy Stempelung im Kopf 1:1 die gleichen Schrauben.
Hersteller ist SWG.
Der Antrieb nennt sich da HOX. Die Bits sind aber bis auf das 1/100 identisch mit den Assy Bits.
Genauer löst mein Messmikroskop leider nicht auf.

Link zu den Schrauben:
https://www.swg.de/branchen/eisenwaren/ ... er-profis/


Ahja, preislich geben sich die leider nichts zu den Assy :kp:
MfG
Christoph

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Re: Würth wechselt von Bosch zu TTI ...

Beitrag von norinofu » 7. Jan 2019, 10:51

Im Baumarkt hab ich die noch nicht gesehen. Bei uns gibt es da Sitzt&Passt von SWG, die haben entweder einen TX oder PZ Kopf. Aber gut, mal nach den HOX Ausschau halten, evtl. hat die der Holzfachmarkt.
Nachdem SWG ein Unternehmen der Würth Gruppe ist, ist das mit Hersteller oder Händler eigentlich egal.
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